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Test: RME Fireface UCX II, Audiointerface

20. August 2021

Bester Klang im kompakten Format

RME fireface ucx II test

RME Fireface UCX II, Audiointerface

Ich habe die Ehre, das brandneue RME Fireface UCX II Audiointerface zu testen. Die Ehre? Ich bereite mich besser auf einige böse Kommentare vor, denn, verehrter Leser, ich muss hier auch Kritik üben. Nicht viel, aber dennoch … schlimm? Ich weiß, der Hersteller hat in den einschlägigen Kreisen einen fast religiösen Ruf und da wird jede noch so kleine Kritik auch mal als Blasphemie aufgenommen. Aber ich habe da eine dicke Haut – gehen wir es also an.

Der Hersteller RME Audio

Auch wenn meine Einleitung etwas provokativ ist: So einen Ruf muss man sich erst einmal erarbeiten. Und dafür sorgen die Damen und Herren rund um Geschäftsführer Matthias Carstens mit exzellenten Produkten, die sowohl technisch als auch haptisch und vor allem klanglich zum Besten gehören, was der Markt so anbietet. Das Unternehmen ist im bayerischen Haimhausen (nördlich von München) beheimatet und bietet ein Studio-Lineup von Wandlern, Interfaces, Preamps und weiteren Produkten rund um Professional Audio.

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Die Ausstattung des RME Fireface UCX II

Neu ist nun das RME Fireface UCX II, eine Weiterentwicklung der bekannten UCX-Version. Es kommt im selben Halb-19-Zoll-Format (9,5“) daher, es bietet aber viel mehr Möglichkeiten des direkten Eingriffs im Vergleich zum Vorgänger.

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Der zugegebenermaßen sehr kleine Bildschirm wird über den Dreh-/Drück-Regler rechts vorne bedient und zeigt die ausgewählte Funktion für zwei Sekunden, bis es wieder zum Standard-Screen, also der Mixer-Ansicht, zurückkehrt. Diese ist zwar physikalisch mit der jeweiligen Darstellung der Pegel etc. korrekt, wirkt aber durch die Skalierungslinien sehr unübersichtlich. Am Gerät selber kann man Mic/Gain-Pegel darstellen, die USB-Aufnahmefunktion bedienen, die Channels konfigurieren und die Einstellungen des Geräts ändern. Dabei wechselt man den Screen, wenn oben rechts das kleine Poti gezeigt wird, und man arbeitet in der aktuellen Ansicht, wenn Sie die Auf/Ab Pfeile sehen.

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Wie bei vielen Geräten, die über eine eigenständige Bedienung über den internen Screen verfügen, kommt da nicht wirklich der „Bedien-Flow“ auf. So ist das Gerät zwar grundsätzlich – auch durch die unten beschriebene USB-Recording-Funktion – eigenständig zu verwenden. Da es aber nur mit beigefügtem externem Netzteil funktioniert, muss man sich fragen, ob nicht eine App Bedienung sinnvoller gewesen wäre. Die größeren Bildschirme von Smartphones und Tablets bieten hier doch viel mehr Komfort und außerdem wäre eine minimale Latenz bei der Datenübertragung per Bluetooth durchaus hinnehmbar gewesen.

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Im blau abgesetzten Bereich findet sich noch ein sehr (!) brauchbarer Kopfhörerausgang und links daneben die Mic/Line XLR Kombibuchsen und zwei Instrumenteneingänge (Klinke).

Rückseitig hat man – RME üblich – sehr viele Ein- und Ausgänge platzieren können. Neben sechs symmetrischen Line-Outputs und vier (ebenfalls symmetrischen) Inputs finden sich diverse Buchsen für USB-to-Host, USB DURec, ADAT Out/In (optisch), MIDI In/Out, Word Clock (Coax) und für dieses Format sehr ungewöhnlich: ein 9-poliger Anschluss für AES/EBU und S/PDIF. Aber keine Angst: RME hat dafür eine passende Kabelpeitsche mit XLR- und Cinch-Buchsen  beigefügt.

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Links unten finden wir schließlich noch die Buchse für das externe Netzteil (12 Watt).

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Alle diese Komponenten sind von außerordentlich hoher Qualität und hier merkt man auch den extremen Anspruch, den man bei RME an sich selbst stellt. So sind zum Beispiel die XLR-Buchsen auf der Front verriegelbar. Genauso wie der Anschluss für das Netzteil, das nach einem Dreh bombenfest sitzt. Die gesamte Verarbeitung ist ohne jeden Makel, was durch das vergleichsweise hohe Gewicht von 910 Gramm unterstützt wird.

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Im Inneren geht es beim RME Fireface UCX II genauso hochwertig und professionell weiter: Ganze 40 Kanäle kann das UCX II verarbeiten – allerdings muss man dafür schon die gesamte Bandbreite der ADAT- und AES/EBU-Schnittstellen nutzen, um auf diese Summe zu kommen.

RME_Fireface_UCX2_Inputs

Die bekannt hochwertigen Wandler verarbeiten bis zu 24 Bit/192 kHz mit der Unterstützung von SteadyClock FS mit bester Jitter-Unterdrückung. Alle Ausgänge sind DC-gekoppelt, was das Senden von CV- oder Gate-Informationen unterstützt – beispielsweise für modulare Synthesizer.

Die Aufnahme auf USB ist mit maximal 2 Terrabyte bei allen 40 Kanälen gleichzeitig spezifiziert. Dazu wird ein entsprechender Speicherstick an die rückseitige DURec (Direct USB Recording) Buchse angeschlossen. Optional ermöglicht dieser Port auch die Verwendung der RME-eigenen USB Fernbedienung ARC USB.

RME_Fireface_UCX2_Remote

Der eingebaute DSP entlastet den angeschlossenen MAC/PC komplett und übernimmt die gesamten Recording-Funktionen genauso wie die internen Delay- und Reverb-Effekte.

Das RME Fireface UCX II in der Praxis

Das Gerät meldet sich – weil class-compliant – ordnungsgemäß an meinem Mac an, aber für die vollständige Kompatibilität der beigefügten Software wird der USB-Treiber von RME benötigt.  Dieser lässt sich leicht installieren und bietet einen optimierten Datentransfer, der die 40 Ein- und Ausgänge mit voller Bandbreite überträgt – trotz USB 2. Übrigens kann man auf der RME Homepage sehr umfangreiche deutsche Handbücher (für Mac oder PC) herunterladen!

RME_Fireface_UCX2_tablet

Wie, ein neues Audiointerface von RME,und es wird kein USB-3, USB-C oder Thunderbolt angeboten? Ich habe da viel recherchiert und gelesen, aber es läuft wohl letztlich darauf hinaus, dass man bei dieser Art von „quasimobilem“ Interface keine Notwendigkeit einer schnelleren Schnittstelle sieht.

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Mit dem RME-Treiber kann das gesamte Featureset des Fireface UCX II ohne Einschränkung genutzt werden. Ich hätte zwar trotzdem lieber ein „moderneres“ Interface gesehen, aber immerhin konnte ich während des gesamten Tests nicht klagen: Alles lief zuverlässig und schnell. Man darf aber erwähnen, dass RME beispielsweise mit dem UFX+ durchaus schon Thunderbolt im Einsatz hat. Warum nicht beim neuen UCX II?

RME_Fireface_UCX2_stick

Die Bedienung über das kleine Display ist, wie eingangs erwähnt, schon etwas fummelig. Durch die hohe Kanalanzahl und das eingebaute Routing verliert man da schon mal den Überblick und wenn dann partout kein Ton aus dem Ausgang kommt, dann ist der Griff zum Software-Mixer „Totalmix“ angeraten. Dieser ist übersichtlich und ermöglicht ein komfortables Bedienen des RME Fireface UCX II am Mac oder PC über Maus und Tastatur … und sogar über MIDI. Submixes, sechs verschiedene Layouts, Routingmatrix, Aufnahmefunktionen und der Einsatz der internen Effekte können hier schnell und übersichtlich konfiguriert und bedient werden.

RME_Fireface_UCX2_Totalmix

Ein weiteres Tool, das durch den RME eigenen USB-Treiber unterstützt wird, ist DigiCheck RME, das umfangreiche Messungen und Analysen ermöglicht. Achtung bei der Nutzung unter Apple MacOS: Hier muss die Loopback-Funktion von RME Total Mix genutzt werden, um Analysedaten des Ein- oder Ausgangs zu erhalten. (Hier im Video erklärt.)

RME_Fireface_UCX2_Digi

Natürlich kann das RME mit jeder handelsüblich DAW eingesetzt werden und mein Logic Pro 10.6.3 zeigt eine erfreulich niedrige Latenz von nur 7,6 ms Roundtrip bei 128 Samples an (44,1 kHz Abtastrate). Mein Universal Audio Apollo TWIN X Quad kommt hier „nur“ auf 9,0 ms. Dieses ist aber dafür bei 96 kHz marginal schneller. Ein Kopf an Kopf Rennen.

Ansonsten gestaltet sich das Arbeiten mit dem RME Fireface UCX II sehr angenehm und unauffällig. Kein Rauschen, keine Artefakte oder andere Nebengeräusche stören das Arbeiten. So soll es sein!

Der Klang – das RME Fireface UCX II im Vergleich

Als sehr guten Gegenspieler habe ich das erwähnte Apollo Twin X Quad im Einsatz, das mit aktuell 1.599,- Euro in der „Heritage“ Variante zu haben ist. Dieses verfügt über ein recht großes Set sehr hochwertiger Plug-ins, die über die vier internen DSPs des Universal Audio Geräts befeuert werden. Das hier getestete RME Fireface UCX II ist derzeit für 1.299,- Euro erhältlich. Der Vergleich zu Universal Audio liegt auch deswegen nahe, weil hier die beiden meist beachteten Marken in der High-End-Studioszene gegeneinander antreten.

RME_Fireface_UCX2_apollo top

Klar, der Ansatz der beiden Geräte ist völlig unterschiedlich und wo das UA Apollo mit seinen DSPs und Desktop-Funktionen punktet, bietet das RME ganze 40 Kanäle und Fieldrecording-Optionen (wenn 220 Volt vorhanden).

Und um es gleich vorab zu sagen: Einen echten Klang-Sieger kann ich hier nicht küren. Wo das Apollo mit seinen Wandlern ruhiger und mit mehr Übersicht in komplexen Passagen vorne liegt, da setzt das RME seine anspringende Dynamik und die wirklich außerordentliche räumliche Abbildung dagegen. Ist das Apollo einen Hauch dunkler und langzeittauglicher, so höre ich beim RME mehr Details. Wollte ich Transienten und Sustain beurteilen, dann wäre sicher das RME mein Favorit. Nach einem langen Tag im Homestudio scheint mir aber das Apollo TWIN X mehr Entspannung für die Ohren zu bieten.

RME_Fireface_UCX2_apollo

Auch die Preamps schenken sich nicht viel – ähnlich wie bei der Beurteilung der Wandler, scheinen Dynamik und Transparenz die Tugenden des RME zu bleiben. Die Preamps des Apollo bieten dafür mehr Grundton und Tiefe. Das sind aber nur Nuancen. Denn eine direkt am RME angeschlossene Stratocaster klingt selbst über den Instrumenten-Eingang schon singend mit strahlenden Obertönen, während eine Gibson Les Paul ein schönes Fundament ausgibt.

Eine klare Frage des Geschmacks – in beiden Fällen auf allerhöchstem Niveau.

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Fazit

Das neue RME Fireface UCX II ist ein außerordentlich gutes und toll ausgestattetes Audiointerface mit bester Verarbeitung und professionellem Ansatz. Klanglich in der Oberliga beheimatet, setzt es auf Dynamik, Transparenz und eine großartige räumliche Darstellung. Habe ich was zu beanstanden? Nun, konzeptbedingt ist die Bedienung direkt am Gerät etwas fummelig und zumindest aus Marketing-Sicht hätte ein USB-3 oder Thunderbolt Interface besser ausgesehen. Günstig ist das Gerät nicht, ob der Qualität aber absolut sein Geld wert. RME setzt seine Tradition herausragender Geräte mit dem Fireface UCX II würdevoll fort.

Plus

  • echtes Profigerät
  • sehr guter Klang
  • hochwertige Verarbeitung
  • sehr umfangreiche Ausstattung
  • gute Software

Minus

  • Bedienung am Gerät etwas fummelig

Preis

  • 1.299,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Bill Clark five

    Ich habe das alte UCX und bin dann mangels Kanälen zum UFX 2 gewechselt welches sich ja auch ohne Computer bedienen lässt
    . Das will man aber nicht. Ich gehe davon aus das die Menüführung ähnlich ist nur das UFX hat n paar Knöppe mehr…….wenn man das nicht öfters macht ist zwar alles möglich ,dauert aber ewig.
    Schade finde ich das nur eine BNC Buchse da ist . Es ist einfacher wenn man eine Clock durchschleifen kann . Ich habe mein altes UCX dadurch einfacher in das neue Setup integrieren können….
    Wem das Ding zu teuer ist sollte bedenken das es funktioniert! Anstatt mich mit irgendeinem Latenz, Treiber oder was weiß ich fürn Mist rumzuärgern mach ich Musik.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ist ein solider (User-) Test mit Pro- und Contra. Und solange dein Contra nachvollziehbar und belegbar ist, braucht man als Tester auch kein dickes Fell. Bekomme eher Angst, wenn bei Vergleichen von Wandlern/ Interface von Unterschieden wie Tag und Nacht gesprochen wird oder durch den Austausch von Netzteilen sich klanglich ungeahnte Welten auftun.

  3. Profilbild
    yentz

    So zuverlässig die Interfaces softwaremäßig sein mögen. Die Qualität ist grauenvoll.
    Mein Fireface 802 hat einen defekten Kopfhöhrerausgang und einer der Adat Anschlüsse hat das Kläppchen verloren. Klingt harmlos führt aber dazu dass das Kabel nicht richtig sitzt und der Eingang quasi unbrauchbar ist.
    Ein Freund von mir hatte zwei baugleiche Firefaces (glaube UC oder vlt 800 ist schon länger her) eins von ihm und eins von einem Freund die hatten beide das gleiche Problem, dass nach dem Anschalten übelste Störgeräusche erzeugt wurden. Nach dreißig Minuten ging es dann. Die Interfaces waren deswegen für Monate nonstop an. Er hat jetzt ein 19 Zoll UAD gekauft. Ich mache Musik nur als Hobby und kann daher kein weiteres Interface finanzieren aber ich werde definitiv kein RME mehr kaufen.

  4. Profilbild
    bluebell  AHU

    Warum sind die Hersteller auch bei hochpreisigen Geräten so geizig mit ADAT-Eingängen? Hier ist es de facto nur einer, weil man auch bei niedrigen Sampleraten nicht auf mehr als 8 Kanäle kommt.

  5. Profilbild
    Jens Barth  

    Ein sehr guter Test. Auch der Verweis auf die RME – Soundqualität stimmt. Es gibt jedoch, wie wahrscheinlich überall, ein Aber:

    Ich habe seit Jahren RME Interfaces im Einsatz. Leider hatte ich schon den einen oder anderen Defekt. So ist wohl das interne Netzteil eine Schwachstelle. Bei meinem alten Fireface 800 war das der Fall, und da kommt dann Freude auf. Der Kundensupport existiert zwar, arbeite aber extrem langsam. Und dann schlagen extrem hohe Reparaturkosten zu Buche, für die man schon ein neues Interface kaufen kann (allerdings nicht von RME).

    Das die Bedienung an den Geräten sehr fummelig und eigentlich nicht livetauglich ist wurde im Test beschrieben. Zumindest ein zweiter Regler für den Kopfhörerausgang wäre dringend angebracht.

    Mein Fazit: Die RME Interface sind sicher klanglich Oberklasse, langfristig aber durchaus reparaturanfällig. Die Kritik an USB2 sehe ich nicht, die Latenz ist, wie beschrieben, hervorragend. Der Klang ist allerdings aus meiner Sicht den doch sehr stolzen Preis nicht wert. Inzwischen gibt es viele durchaus preiswertere Lösungen, die sich klanglich nicht zu verstecken brauchen. Und 99,99 % der Hörer interessieren sich nicht dafür, welches Interface verwendet wurde, geschweige denn hören einen Unterschied.

    • Profilbild
      Braincorporation

      Welche anderen Hersteller wären das? Ich wollte mir eigentlich ein rme802 zulegen, aber eigentlich ist mir das in Relation zu einem ordentlichen Synergie zu teuer und nach den obigen Kommentaren ……

      • Profilbild
        Jens Barth  

        Da wäre z.b. Motu (u.a. 828er Reihe) oder Presonus (Quantum oder Studio 1824c). Mein Sohn arbeitet mot Focusrite und ist ganz zufrieden.

        Ich habe das FF802 für Studiozwecke (Aufnahmen als auch als Mischpult für Bandproben) im Einsatz und bin ganz zu frieden. Live nehme ich mein FFUC, aber manchmal auch das kleine Focusrite von meinem Sohn, weil es in Livesituationen schneller zu bedienen ist, außerdem kommt es ohne Netzteil aus.

        Letztlich hängt viel von den Funktionen ab, die man braucht. Das 802 hatte ich in einer Nacht – und Nebel – Aktion gekauft, nachdem mein 800 zeitnah vor einem Gig kaputt ging und sowohl der RME – Support als auch der externe Serviceprovider keine preislich und zeitlich akzeptable Reparaturlösung anbieten konnte.

      • Profilbild
        Braincorporation

        Danke!

        Die hatte ich auch schon im Visier- rme arbeitet halt auch stand-alone.

        p.s.
        Nicht ‚Synergie‘ sondern ‚SYNTHESIZER‘
        war oben gemeint.

        • Profilbild
          Jens Barth  

          Gerne. Ich arbeite bei Gigs mit Gigperformer oder Mainstage. Daher habe ich meine Mac immer dabei, Standalone ist also für mich kein Kriterium. Wie gesagt, alles hängt davon ab, was Du willst / brauchst. Preislich hast Du Recht, für ein FF802 bekommt man sogar schon Hardwaresynths, von Software ganz zu schweigen.😂

  6. Profilbild
    ach herrjemine  

    Zu behaupten die Marken RME und UAD währen „High-End Studioklasse“ ist schon gewagt.

    Zumal dann hier ein Interface getestet wird, dass im Tonstudio sicher der Einsteigerklasse zuzuordnen ist.

    Das ist mir dann alles doch ein bisschen viel Werbeprosa für einen „neutralen“ Testbericht.

  7. Profilbild
    horstenberg

    Meine RME-Erfahrungen sind auch äußerst durchwachsen. Zwei RME-Geräte habe ich bislang gekauft. Beim ersten (Fireface UC) war schon nach wenigen Tagen das Netzteil defekt. Beim zweiten (immerhin ein UFX+) war nach ein paar Tagen der Ein/Ausschalter kaputt. Der Service von RME war auch nicht überzeugend.

    Warum also RME kaufen? Die MIC-Preamps klingen aus meiner Sicht sehr sauber und rauschen nicht. Die Kopfhörer-Ausgänge sind in Ordnung. Allerdings ist hier aus meiner Laiensicht (ebenso wie bei den Wandlern) vieles entweder Geschmacksfrage oder jedenfalls für Laien unhörbar. Ob es Profis wirklich hören? Ich würde da gerne selbst mal einen Blindtest veranstalten.

    Solange sie funktionieren, bietet RME aber viele Ein- und Ausgänge. Mit guten Aktivmonitoren (zB Genelec) entsteht dazu eine sehr gute Musikanlage. Ohne (mindestens) USB 3.0 würde ich aber in der Preiskategorie kein Interface mehr kaufen. Daher erscheint mir das UCX II schon jetzt veraltet.

    • Profilbild
      Green Dino  AHU

      „Ohne (mindestens) USB 3.0 würde ich aber in der Preiskategorie kein Interface mehr kaufen.“

      Warum? Wenn die Latenzen ok sind und die Treiber stabil ist es doch egal ob USB2 oder 3, oder überseh ich da was?

  8. Profilbild
    horstenberg

    „Warum? Wenn die Latenzen ok sind und die Treiber stabil ist es doch egal ob USB2 oder 3, oder überseh ich da was?“

    Technisch hast Du recht. Es geht aber um Zukunftssicherheit. Hat jedes Notebook in x Jahren noch einen USB-2.0-kompatiblen Port? Die RME-Interfaces und Treiber sind da auch sehr wählerisch. Da sind aus meiner Sicht mehrere Optionen hilfreich bis zwingend (schon mal ein RME-UFX+ an einen Lenovo-Portreplikator angeschlossen?). USB2.0 als einzige Option ist mir da bei einem RME zu wenig. Und das auch noch für schlappe 1.300 Euro!

    • Profilbild
      Green Dino  AHU

      Ok, verstehe. Eigentlich müsste ein USB2 Interface auch an USB3 Ports laufen, aber du hast schon recht, wer weiß ob es vielleicht irgendwann Probleme mit Chipsets und/oder Treibern gibt…

    • Profilbild
      midifail

      Sorry, aber das ist sachlich nicht korrekt:
      Das UFX+ funktioniert über USB 3 nur mit einigen Chipsets richtig, aber das liegt nicht am Interface.
      Passende Kabel und ein sauber implementiertes USB3-Interface müssen schon vorhanden sein.

      USB 2 ist allerdings problemlos. Auch das UFX+ läuft einwandfrei (nur eben mit reduzierter Kanalzahl, aber mit gleicher Latenz) an nahezu jedem USB 2 – Port.

      USB3 ist kritisch, nicht USB 2.

      Und per Definition wird jeder kommende USB-Port einen 2.0-Modus haben.
      Das ist auch bei USB 4 so.

        • Profilbild
          midifail

          Ich kann da auch nur mutmaßen…
          Aber vermutlich, weil Thunderbolt keinen nennenswerten Vorteil bringt.

          Das UFX+ braucht die größere Bandbreite von TB / USB 3 wegen der vielen Kanäle.
          Für 40 I/Os reicht USB 2, was an jedem audiotauglichen Rechner vorhanden ist.

  9. Profilbild
    tenderboy  

    Bislang ausschließlich positive Erfahrungen mit RME.
    Fireface 400, danach UCX fürs Heimstudio und zeitgleich Babyface für Konzerte der eigenen Band und seit 2 Jahren Madiface für Mitschnitte als Tontechniker.
    Nie auch nur das geringste Problem.

    Im Gegensatz zu zb Motu Microbook 2. Eine Woche nach Ende Garantie ist USB Anschluss kaputt geworden (Wackelkontakt). Keine Chance auf gratis Reparatur auf Kulanz.

  10. Profilbild
    midifail

    Bitte schreibt Eure Tests etwas fundierter!

    Man liest viele Allgemeinplätze und Superlative:
    Verriegelbare XLR-Buchsen zeugen in meinem Augen nicht von einem „extremen Anspruch“.
    Auch ein Tascam MiniSTUDIO Creator US-42B für 149€ hat verriegelbare XLR-Ports.

    Die Beschreibung der Ausstattung und Features – vieles direkt von RME übernommen (teilweise sogar die Grafiken und Fotos) – nimmt im Vergleich zu den „eigenen Inhalten“ einen hohen Anteil ein.

    Und das, was der Autor dann an eigenen Gedanken und Einschätzungen beisteuert, ist leider teilweise angreifbar:
    Es wird bemängelt, dass die Bedienbarkeit am Gerät nicht optimal sei und es besser gewesen wäre, eine (Bluetooth-) App zu entwickeln. Dass RME schon vor Jahren (!) eine App (TotalMix Remote) entwickelt hat, mit der sich TotalMix komplett (inclusive der Recordingfunktion) über ein iPad, iPhone, Mac oder PC fernbedienen lässt, scheint nicht bekannt zu sein.

    Es wird zwar die ARC USB erwähnt, aber von einem Herstellerfoto vom Babyface Pro „garniert“.

    Weiterhin wird bemängelt, dass das Interface nur USB 2 bietet. Zumindest aus Marketingründen (???) hätte man USB 3 oder Thunderbolt anbieten sollen.
    Es gibt keinen (!) technischen Grund, warum man bei 40 I/Os USB 3 oder Thunderbolt nutzen sollte:
    Latenz und Klangqualität würden sich nicht ändern, die Kompatibilität eher verbessern.

  11. Profilbild
    Herr von W.  

    Also bei uns laufen hunderte RME-Interfaces und Wandler, eigentlich die gesamte Produktpalette der letzten 10-15 Jahre, seit vielen Jahren im 24/7-Betrieb einwandfrei. Ganz wenige Ausnahmen, mir sind exakt zwei bekannt. Bei einem UFX ist der analoge Teil komplett ausgestiegen. Auf dem Display und in TotalMix wurden die Signale zwar angezeigt, lagen aber nicht an den analogen Ausgängen an. Das ist ein schwierig zu erkennender Fehler. Aber bei RME bekannt und kann auch repariert werden.

    Ansonsten ist kürzlich ein ADI-8 nach x Jahren Dauerbetrieb kaputtgegangen, der befindet sich noch in Reparatur.

    Das hat man mit allen technischen Geräten, Rückrufaktionen bei Fahrzeugen usw. uswf.

    Ich bin sehr von RME überzeugt, unaufgeregt, stabile Treiber, jahrzehntelang sind noch Updates erhältlich.

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