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Test: Black Lion Audio Revolution 2×2, USB-Audiointerface

17. Mai 2021

Viva la Revolution

black lion audio revolution 2x2 test

Black Lion Audio Revolution 2×2, USB-Audiointerface

Das Black Lion Audio Revolution 2×2 Audiointerface scheint auf den ersten Blick nun wirklich keine Revolution zu sein – für den Hersteller Black Lion Audio ist es das aber sehr wohl. Lag der Portfolioschwerpunkt bislang auf der Modifikation und der Klonung von Preamps und Kompressoren, so erweitert man seinen Produktkatalog stetig: zunächst um den sehr überzeugenden Power Conditioner, den wir neulich im Test hatten und nun um ein 2×2 Audiointerface. Ich freue mich jedes Mal, ein Produkt des Teams rund um Nate Biederman aus Chicago in der Hand zu haben, denn enttäuscht haben uns die Produkte nie – ganz im Gegenteil.

Black Lion Audio Revolution 2×2: Die Ausstattung

Es handelt sich beim Gerät um ein klassisches 2×2 Interface, wie wir es von Focusrite und Steinberg gut kennen. Das Interface arbeitet maximal mit 24 Bit, 192 kHz und verfügt über die hauseigene, hochpräzise Macro-MMC Clock, die für eine saubere AD/DA-Wandlung sorgen soll.
Links zwei frontseitig verbaute Eingänge (Klinke/XLR-Kombibuchsen) mit je einer LED als Übersteuerungsanzeige: Die Farbe wechselt von grün zu rot, wenn das Gerät zu heiß angefahren wird. Eingang 1 und 2 können jeweils als Instrumenteneingang (HI-Z) genutzt werden und mit dem entsprechenden Schalter bekommen ebenfalls beide Kanäle eine 48 V Phantomspeisung – leider aber nur beide gleichzeitig oder nicht.

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Black-Lion-Audio-Revolution-2x2-side

Je ein ungerasterter Gain-Regler sorgt für den richtigen Pegel. Zentral dann die LED-Kette mit sechs grünen, einer gelben und einer roten LED und ein satt gelagerter Monitor-Out-Regler. Eine USB-Anzeige meldet die korrekte Verbindung zum Host und dann haben wir noch einen Direct-Regler, mit dem man die Eingänge mischen und so auch direkt abhören kann. Außerdem noch einen Kopfhöreranschluss inklusive Volume-Poti.

Der Mono-Schalter betrifft nur das Direct-Monitoring. Ist dieser Schalter deaktiviert und das Direct-Monitoring steht auf Input, liegen die Eingangssignale hart links und rechts verteilz an. Durch das Aktivieren werden sie mono in der Mitte abgebildet. Der Mono-Switch hat keinen Einfluss auf die Main-Outputs.

black lion audio REVolution 2x2 test

Die Rückseite ist ebenfalls sehr aufgeräumt und verfügt über ein Stereopaar Klinken für die Monitore, S/PDIF In und Out (als Cinch) und einen USB-C Port für die Stromversorgung und die Datenübertragung.

Black-Lion-Audio-Revolution-2x2-back

Wer meine Testberichte ab und an liest, der weiß, dass ich bei einer Stromversorgung über den USB-Port schon die ersten Zuckungen spüre und dann meist dann eine Schimpftirade loslasse: Denn der verfügbare Strom über USB-2 führt meist zu einer wenig dynamischen Wiedergabe, da die Verstärker einfach zu wenig Leistung bekommen, um stromziehende Impulse sauber zu verarbeiten. So zumindest meine Erfahrung.

Und tatsächlich ist auch das Revolution 2×2 „nur“ ein USB-2 Interface, was sicherlich in der Praxis einige Vorteile bietet, wie die breite Kompatibilität und die Tatsache, dass ein 2×2 Interface nun wirklich nicht so viel Strom benötigt. Wir werden später sehen, ob und wie es sich klanglich auswirkt.

Eines ist dem Black Lion Audio Revolution 2×2 aber positiv zuzuschreiben: Alle Stromverbindungen im Gerät sind durch die eingebaute PG-i Stromfilterung gefiltert ausgelegt. Dieses Feature habe ich bisher noch bei keinem anderen Audiointerface in dieser Preisklasse gesehen. Man muss dies aber insofern relativieren, da eine Filterung der geringen Versorgungsspannung natürlich weniger Auswirkungen hat als bei Geräten mit einem großen Netzteil. Aber immerhin!

Black-Lion-Audio-Revolution-2x2-USB2

Softwareseitig ist man auf Höhe der Mitbewerber: Zum Lieferumfang gehören eine Lizenz Studio One in der Artist-Version, Izotope Elements Suite including Nectar, Neutron, Ozone and RX, BrainWorx BX Digital und Lindell 6X500. Ein rundes Paket, um schnell mit dem Produzieren im Heimstudio beginnen zu können.

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Das Gerät selber wird in einer schmucken Verpackung inklusive Quickstart Guide und zwei USB-Kabel geliefert: USB-C / USB-C und USB-A / USB-C

Ist das Revolution 2×2 zu teuer?

Aktuell wird das Interface für 459,- Euro angeboten. Bei Focusrite bekomme ich dafür ein Scarlett 18i20 der neuesten Generation (489,- Euro) oder ein Presonus Studio 1824c (444,- Euro). Woher also der – im Vergleich zur etablierten Konkurrenz – recht hohe Preis? Beim Studium der Unterlagen und der Website wird klar, dass der Hersteller offensichtlich sehr viel Arbeit in den Aufbau des Gerätes gesteckt hat. Es ist die Rede von Vishay, Nichicon und Wima Kondensatoren, die integrierten Schaltkreise sind laut BLA „High End“ und alle analogen Ein- und Ausgänge wurden nicht nur mit den besten Komponenten gebaut, sondern sind vollständig entkoppelt und symmetrisch – und zwar bis ins Innerste des Konverters!

Black-Lion-Audio-Revolution-2x2-int2

Die meisten Hersteller befolgen diese Vorgehensweise nicht und dies führt zu erhöhtem Rauschen sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Wiedergabe. Tatsächlich sieht man an den Fotos, dass das Innere des Revolution 2×2 sehr sauber aufgebaut ist – deutlich aufwendiger, als man das in dieser Klasse gewohnt ist. Dieser gesamte Aufwand soll letztlich zu einer Klangqualität führen, die auf der Hersteller-Website mit „cutting edge“ etc. beschrieben wird.

Die technischen Daten sind in der Tat wirklich sehr gut: bis zu 116 dB/A Rauschabstand bei den Mikrofoneingängen, 55 dB Gain-Range und geringste Verzerrungen von weniger als 0,00098 % sind in dieser Klasse wirklich überzeugend.

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Wandlerseitig werden maximal 192 kHz und 24 Bit angegeben und wie im Markt üblich, ist das Gerät USB-Class-Compliant – es kann also am Mac ohne Treiber verwendet werden. Für Windows Umgebung steht ein kostenloses Treiberpaket zur Verfügung.

Wie klingt das Black Lion Audio Revolution 2×2?

Die Einrichtung verläuft völlig problemlos und schnell. Anders als bei manchen Herstellern ist kein registrieren, Wizard-Dingens und Seele-Verkaufen angesagt. Einfach anschließen und arbeiten  zumindest beim Anschluss an ein Apple Gerät. Aber auch die Treiberinstallation unter Windows ist einfach und schnell. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn die immer häufiger übliche Registrierungswut mancher Hersteller nervt einfach nur. Ich will mich nicht für einen Treiber registrieren müssen! Danke, Black Lion Audio.

Black-Lion-Audio-Revolution-2x2-devices

Einmal angeschlossen fällt bei den ersten Tönen die insgesamt helle und tendenziell analytische Abstimmung des Geräts auf. Wer vorher mit den günstigen Einsteigergeräten der Mitbewerber gehört hat, wird das im ersten Moment vielleicht als etwas aufdringlich empfinden.

Da es sich bei der Charakteristik des Revolution 2×2 aber um ein sehr detailreiches Klangbild handelt, gewöhnt sich das Ohr schnell und nimmt Nuancen wahr, die vorher in der einfacheren Technik hängengeblieben sind. Ich würde das Black Lion Audiointerface zwar nicht unbedingt mit besonders hell abgestimmten Studiomonitoren kombinieren, aber gerade hochauflösende Lautsprecher (z. B. mit Air Motion Transformer als Hochtöner) könnten hier richtig aufblühen.

Als Audiointerface gerne auch für Klassik und Jazz wird man das Obertonspektrum sehr schön abmischen können und auch die Beurteilung von Transienten und das Ausklingen von Saiten gelingt mit dem Revolution 2×2 mühelos. Allerdings ist diese Abstimmung auch vergleichsweise anstrengend für das Gehör. Im täglichrn Einsatz musste ich meinen Ohren immer wieder eine Pause gönnen ob des Detailreichtums.

Black-Lion-Audio-Revolution-2x2-front_right

Die für mich sehr kritische Frage der Dynamik würde ich gerne salomonisch beantworten: Im direkten Vergleich wird Ihnen nichts fehlen. Die Impulse kommen sauber und man hat nicht den Eindruck einer müden Vorstellung. Aber wenn Sie sehr bassstarke Musik oder dynamischen Pop mit mächtigen Synthieklängen produzieren und mischen möchten, dann rate ich auf jeden Fall zu einem Gerät mit eigener, potenter Stromversorgung.

Im Vergleich zu einem Universal Audio Apollo Twin X merkt man schon, dass hier noch eine Menge Potenzial schlummert. Tieftonstarke Monitore wie meine KS Digital C88 Referenz machen hier den Unterschied deutlich. Gerade in den untersten Lagen einer Bassdrum oder eines schönen langen Cello-Tons steckt eine Menge Energie, die ein USB-2 Port einfach nicht liefern kann.

Black-Lion-Audio-Revolution-2x2-Front_left

Als ich dann meine B&G Little Sister direkt über Hi-Z verbunden habe (nur Bridge Pickup), da wird die gute Qualität des Preamps ebenfalls deutlich. Sehr klar und auch kraftvoll klingt die kleine semi-hollow Gitarre, wenn sie ohne zusätzliche Mikrofonverstärkung in das Audiointerface spielen darf.

Das Bild ändert sich bei Mikrofonbetrieb etwas. Direkt über HI-Z in den Channel 1 und aufgenommen über Mikrofon in Kanal 2 ist bei meinem dynamischen Shure SM58 alles soweit in Ordnung. Der Klang meiner KSD C88 wird vergleichsweise lebendig aufgenommen. Nur mit dem Sennheiser e865s Kondensatormikrofon spürt man, dass beim Zuschalten der 48 V Phantomspannung dem Black Lion etwas die Puste ausgeht. Der Klang wirkt angestrengt und weniger aufgelöst. Mein USB-Detector zeigt in diesem Modus auch permanent die 0,5 A an – das Maximum des USB-2 Anschlusses. qed

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Fazit

Das Black Lion Audio ist ein sehr praxistaugliches Audiointerface. Während manche Mitbewerber zum ähnlichen Preis deutlich mehr Kanäle und einen zweiten Kopfhörerausgang bieten, sich also für größere Recording-Sessions anbieten, überzeugt das Revolution 2×2 im direkten Vergleich mit einer höheren klanglichen Qualität, was vor allem auf die hochwertigen Komponenten des Interfaces zurückzuführen ist.

Sehr transparent und klar bekommen Sie hier überdurchschnittliche Klangqualität in Ihrem Heimstudio. Ob dies eine Revolution ist, darf jeder gerne für sich entscheiden – ich möchte das Interface jedem empfehlen, der gerne mobil unterwegs ist und trotzdem eine hohe klangliche Güte wertzuschätzen weiß.

Plus

  • sehr guter Klang
  • praxisgerechte Ausstattung
  • gute Verarbeitung

Minus

  • nur USB-2

Preis

  • 459,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
    • Profilbild
      MonsDuvall  

      Für den Preis sind die von ihm aufgeführten Schwachpunkte IMHO ein paar zu viel. Da macht man mit z.B. dem MOTU M2 den besseren Deal.

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann  RED

      Hallo, bitte macht Euch auch die Mühe, den Kommentar von Black Lion Audio weiter unten zu lesen. Der Test von Julian Krause gefällt mir grundsätzlich gut und es scheint auch alles soweit korrekt zu sein. Aber Ich würde „Audio Quality“ und das Grundrauschen nicht in einen Topf werfen. Ein messtechnisch perfektes Gerät muss nicht automatisch gut klingen. Ich höre hier über die KSD C88 Ref. ab und die haben ebenfalls ein leises Grundrauschen. Dabei ist mir der Noisefloor des Revolution nicht aufgefallen. Man muss deshalb auch alle Daten immer im Context sehen. Dass der Kopfhörerausgang ins Clipping kommt, liegt meiner Meinung nach an der USB Stromversorgung. Hier ist einfach zu wenig Saft vorhanden.
      Natürlich darf man sich auf den Standpunkt stellen, dass ein Gerät in dieser Preisklasse auch Messtechnisch im grünen Bereich sein muss, aber offensichtlich hat der Hersteller hier und da ein paar Dezibel geopfert, um klanglich (!) abzuliefern – und das ist Black Lion Audio meiner Meinung nach auch gut gelungen.
      Gruß, Jörg

      • Profilbild
        bluebell  AHU

        Ich denke, es sollte jedem klar sein, dass dieser Hersteller nicht die Stückzahl produziert wie z.B. Focusrite. Insofern darf das Interface etwas teurer sein als Mitbewerber.

        Ich betreibe meine Interfaces an einem stromspendenden USB-Hub mit Netzteil, vielleicht tut das dem Black Lion Interface auch gut.

      • Profilbild
        MonsDuvall  

        Das MOTU M2 bezieht seinen Strom auch über die USB-Buchse und hat das Problem nicht. Und ein Grundrauschen ist für mich persönlich schon etwas dass den Klang beeinflusst. Hat das Gerät echt einen USB-C Anschluss der aber eigentlich nur ein USB 2.0-Anschluss ist? Oder kann man es halt auch an USB 2.0 betreiben wo es dann aber zu wenig Strom bekommt? Das irritiert mich gerade.

        • Profilbild
          Jörg Hoffmann  RED

          Hallo, es hat eine USB-C Buchse, aber es läuft intern nur mit USB-2. Selbst wenn man es an USB-3 bzw. USB-C betreibt, wird es nicht mehr Strom ziehen.

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          dAS hEIKO  AHU

          Das führt immer wieder zu Verwirrung und auch das USB-Konsortium tut ihr Übriges dafür. USB-c ist zunächst NUR die physische Schnittstelle. Was die Buchse macht, ist damit nicht gesagt. Ob USB 2.0, 3.1, 3.2, Thunderbolt, Highpower oder Displayport entscheidet immer die dahinterstehende Elektronik.

          Muß man sich wie bei ner Klinkenbuchse vorstellen: Die kann ja auch Mikrofonlevel, Audiosignal, Lautsprechersignal oder Schaltsignal (Fußpedal/-Taster) sein.

          Grundsätzlich bedauernswert ist auf jeden Fall, dass so gut wie nie ein ordentliches Netzteil mit ordentlich Ampere und einer Durchschleifbuchse mitgeliefert wird. Das sollte, wenn man schon mit einer solch opulententen Materialauswahl und -Verarbeitung angeben kann obligat sein. Das muß man nicht verstehen.

  1. Profilbild
    bluebell  AHU

    „Anders als bei manchen Herstellern ist kein registrieren, Wizard-Dingens und Seele-Verkaufen angesagt.“

    So soll es sein. Sehr gut.

  2. Profilbild
    Django07  

    Danke für den detaillierten Test. Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, daher hake ich nochmals nach:

    Auch andere Interfaces der oberen Liga laufen über die USB2-Schnittstelle. Ein Beispiel hierfür ist das RME Babyface. Diese Interfaces sind nicht dafür bekannt, dass sie Schwierigkeiten bzgl. Phantomspannung oder Line-Ausgangssignalen haben.

    Das gilt natürlich auch für günstigere Modelle, so ist das weiter oben genannte MOTU M2 ebenfalls ein USB2-Interface – mit guten Ergebnissen.

    Die Phantomspannung benötigt über 5V Eingang typischerweise <100mA (7mA/48V sowie Verluste). Wenn die Stromversorgung auf Naht läuft: sehe ich ein. Ich finde es aber auffällig, dass dieser Effekt bei schon bei einem einzelnen Mikro auftritt. Interessant wäre, was bei dem dynamischen Mikro mit eingeschalteter Phantomspannung passiert. Dem Mikro sollte es nichts ausmachen und die Stromaufnahme vergleichbar sein.

    Die Line-Ausgänge brauchen definitiv unter 5mA (15mW), da kann "Bass kommen wie will". Über Kopfhörer: sehe ich sofort ein, beim Line-Signal erstaunt mich die Beobachtung.

    Worauf ich hinweisen möchte: Die beobachteten Schwächen sind entweder per Design da (dann siehe letzter Satz), oder das Testexemplar ist kaputt. Es liegt aber nicht daran, dass nur 2,5W Leistung (USB2) verfügbar sind.

    Interfaces klingen tatsächlich unterschiedlich: Deshalb ist der Klangvergleich wirklich hilfreich. Kann ja auch bedeuten, dass Komponenten allein noch kein hervorragendes Gerät ausmachen...

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hallo Django07,

      was Jörg da wg. USB-Strom beobachtet, kann auch aus meinen Test nur zu 100% unterschreiben. Ich kenne nur sehr wenige Interface, die nur über USB-Strom versorgt werden und nicht die eine oder andere Schwierigkeit mit Klangstabilität oder Dynamik hätten. Und seltsamerweise wirkt sich das am meisten im Bassbereich aus.

      Das Babyface Pro / FS ist zwar so ziemlich das beste „USB-Strom-Interface“, was mir bisher untergekommen ist, aber auch hier: wenn Du mal das Babyface Pro mit der zusätzlichen externen Stromversorgung gehört hast, wirst Du nur ungern wieder darauf verzichten wollen. Das Upgrade mit einem guten Netzteil lohnt sich auch hier.

      _Woran_ das jetzt genau liegt, darüber kann man sicher diskutieren, am Ergebnis ändert das aber nichts.

      Aber es ist ja nicht nur die USB-Stromstärke auf die es ankommt. Digitale Schaltkreise (ADDACs) reagieren generell sehr empfindlich auf Spannungsschwankungen und da ist USB-Strom vom Rechner niemals ideal.

      Ich stimme Dir auch zur was die Komponenten angeht. Black Lion bieten ja schon seit über einem Jahrzehnt Analog-Upgrades für dutzende von Audiointerface an, sie wissen also worauf es ankommt und das zeigt ja auch der Test. Aber beim Thema USB-Anbindung waren sie anscheinend wohl etwas zu sehr darauf bedacht unter der 500 Euro-Marke zu bleiben.

      M. :)

  3. Profilbild
    harrymudd  AHU

    Das Babyface Pro kann maximal 700mA ziehen und ist somit eigentlich nicht USB 2 kompatibel.
    Aber selbst externe Festplatten der 2,5″ Klasse brauchen zum anlaufen mehr als 500mA.
    RME schreibt auch extra dazu, das Babyface an einem USB 3 anzuschließen, da hier der max Strom 0,9A betragen kann.
    Ich denke, Audio-Interfaces sollen generell nicht klingen sondern so neutral wie möglich sein, um universell einsetzbar zu sein – besonders in dieser Preisklasse.

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Ja, das wollte ich auich noch schreiben, habs dann aber verdattelt. Beim Zen Go haben Antelope zumindest was die USB-Stromversorgung angeht auch alles richtig gemacht. Auch das Zen Go ist ein USB 2.0 Interface, benötigt aber _mindestens_ 700 mA.

      Was die Neutralität von Interfacen angeht, habe ich durch meine vielen Interface-Tests gelernt, dass das ein Wunschtraum ist, dem ich vielleicht eine handvoll Interface zuordnen würde und die kosten alle mehr als 500 Euro.

      :)

  4. Profilbild
    Franz Walsch  AHU

    Stromversorgung ist immer eine heikle Sache. Ich betreibe kein Audiointerface ohne Netzteil.
    Was oft auch nicht bekannt ist: ein Mikrofon was mit Batterie- und Phantomspeisung arbeitet verändert je nach Stromquelle seine Eigenschaften. In der Regel werden die Werte im Batteriebetrieb schlechter. In den Technischen Unterlagen von Audio Technica werden diese Unterschiede genau aufgelistet.

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