Test: Black Lion Audio PG-1 Type F, Power Conditioner

8. Januar 2021

Die Versicherung für Ihr Studio

black lion pg 1 test

Black Lion Audio PG-1 Type F, Power Conditioner

Als ich den Black Lion Audio PG-1 Power Conditioner das erste Mal in den Händen hielt, dachte ich: Nein, das ist nie und nimmer ein Black Lion Gerät! Die Farbe, OK und die Logos…ja. Aber der gesamte Style wirkte mir zu „modern“ oder technisch. Black Lion Audio Produkte sind in der Regel puristisch oder zumindest im „Vintage Style“ gehalten. Doch so sehr ich mich auch anstrengte, ich konnte dieses Design bei keinem anderen Hersteller finden. Und somit freue ich mich auf einen Black Lion Audio Test der etwas anderen Art!

Vorab noch ein Tip: Black Lion Audio bringt zeitnah zwei weitere, deutlich günstigere Versionen auf den Markt. Alle Informationen zu PG-X und PG-XLM findet ihr hier.

Black Lion Audio PG-1: Worum geht es?

black lion test BLA_PG-1_front1

So wie der zuletzt getestete Furman AC-210A ist der PG-1 ein sogenannter Power Conditioner, also ein Gerät, das für die „Reinheit“ des Stroms in Ihrem Studio sorgt und das darüber hinaus auch für Sicherheit, beispielsweise vor Spannungsspitzen sorgt. So viel zu den Gemeinsamkeiten mit dem Furman.

Der Black Lion Audio ist hier allerdings die Deluxe-Version eines Power Conditioners, der einiges mehr an Ausstattung und Features bietet. Ein Beispiel: Während man den AC-210A manuell einschalten muss, arbeitet der Black Lion Audio völlig automatisiert und aktiviert sich, sobald ein Verbraucher eingeschaltet wird und Strom zieht.

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Type F ist hier nicht die spezielle Version für Jaguar-Fahrer, sondern beschreibt die deutsche Version mit Schukodosen.

Ausstattung und Verarbeitung

Fangen wir auf der Rückseite an: gleich sechs 230 Volt Schukodosen zieren das Hinterteil jeweils paarweise zusammengefasst. Und hier sieht man schon die Entwicklungstiefe des Geräts: Je nach Art des Verbrauchers bietet der PG-1 die passende Filterung und den optimalen Schutz! So gibt es je zwei Dosen für analoge Geräte, digitale Geräte und für Verbraucher mit hoher Last. Wobei „high current outlet“ zwar mit Hochstromsteckdose übersetzt wird, aber natürlich haben wir auch hier nur 230 Volt und keinen Drehstrom (380 Volt). Gemeint sind damit Endstufen und Aktivmonitore mit fetten Verstärkern. Die Logik im Gerät sorgt dafür, dass diese zuletzt eingeschaltet werden und zuerst ausgeschaltet werden – so werden die berüchtigten Knackser wirksam vermieden.

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Neben einer Erdungsschraube dann noch das fest verdrahtete Stromkabel mit 2 Meter Länge. Der BLA PG-1 kann insgesamt mit 10 Ampere belastet werden.

Auf der Vorderseite fällt zunächst die zentrale Anzeige auf, die die aktuelle Spannung zeigt. Darunter entsprechende LEDs, die Auskunft über den Status des Geräts geben. Ground OK ist selbsterklärend und auch bei Clean Power ON ist klar, dass hier alle Filterungen gemäß den Spezifikationen arbeiten. Auch Protection ON zeigt, dass sämtliche Überwachungen und Schaltungen entsprechenden Schutz vor Überlastspannungen und Peaks bieten. Wiring Fault zeigt an, ob in der Verkabelung der Verbraucher ein Fehler auftritt, also z. B. eine falsche Masseleitung etc. Auch wenn Außenleiter und Neutralleiter verkehrt verkabelt sind, dann wird das Gerät dies hier melden.

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Übrigens sind auch bei ausgeschalteten PG-1 das Display, die Erdungsprüfung und der Schutz für die angeschlossenen Verbraucher gegeben! Warum? Auf der Vorderseite haben wir zwei weitere Schukodosen, die nicht geschaltet sind und Dauer-on sind. Diese kann man beispielsweise für das Ladegerät vom Handy verwenden oder (nicht erschrecken) auch mal den Staubsauger anschließen. Auch wenn diese Dosen nicht schaltbar sind, werden sie bei Aktivierung des PG-1 ebenfalls gefiltert. Sie saugen dann also noch sauberer!!!

Und „Abnormal Voltage“ meldet sich, wenn die Versorgungsspannung deutlich über 230 Volt steigt, oder unter einen gewissen Schwellwert fällt. Das Gerät wird dann ebenfalls die entsprechenden Schutzschaltungen aktivieren.

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Neben dem zentralen Display dann ein 3-Pin-Anschluss für eine Studiolampe, die man mit dem linksseitig angebrachten „Dimmer“-Regler ein- und ausschalten und auch entsprechend regulieren kann. Zuerst erscheint dies ein wenig seltsam – warum denn ein Lampenanschluss an einem Power Conditioner? Aber: Nicht selten sind genau diese Lampen der Grund für Störgeräusche, wie Sirren und/oder Knacksen im Signal. Bauen Sie den BLA PG-1 einfach ganz oben in Ihrem Rack-Schrank ein, stecken Sie hier Ihre Studiolampe ein und das Rack ist gut und störungsfrei beleuchtet. Ein cooles Feature!

Dann finden wir auf der Front noch den Power-Schalter und die tauschbare 10 Ampere Sicherung mit Check-LED.

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In Sachen Verarbeitung gibt es – wie fast immer bei Black Lion Audio – nichts zu meckern. Alle Dosen, Stecker und Schalter sind fest mit dem 1 HE Rack-Gehäuse verbunden und fühlen sich stabil und wertig an. Mit 5,7 kg ist das Gerät auch sehr schwer und dies weist auch auf entsprechend großzügige Trafos im Inneren hin. Die Verpackung des PG-1 ist sehr stabil und – Gott sei Dank – es liegt KEINE Bedienungsanleitung bei! Ich habe es in meinen diversen Tests von Black Lion Audio Geräten schon mehrfach betont: Das Beilegen von Dokumenten gehört offensichtlich nicht zur Kernkompetenz des US-Herstellers. Das auf der Herstellerseite herunterladbare Benutzerhandbuch ist natürlich auf Englisch und beschreibt die US-Version mit 8 Dosen im amerikanischen Format auf der Rückseite. Trotzdem werden Sie beim Betrieb sicher keine Probleme haben.

Die Filterung

Leider hält sich Black Lion Audio mit der Beschreibung der Filter- und Schutzmechanismen sehr zurück. Laut Beschreibung werden Premium Panasonic und Wima Kondensatoren verwendet, um hochfrequente Störsignale (Schmutz) aus dem Stromsignal zu entfernen. Es wird auch von einer 99,7-prozentigen Reinigung des Stroms gesprochen, während andere Geräte in diesem Preisrange wohl nur 85 % liefern würden. Leider sind solche Aussagen nicht nachprüfbar, ABER: Das Team von Black Lion ist sehr darauf bedacht, Geräte zu bauen, die hohen klanglichen Ansprüchen genügen. Sehr wohlwollend glaube ich ihnen diese Aussagen somit auch. Inwiefern das Gerät nun speziell die „Stromprobleme“ unterschiedlicher Verbraucher filtert, wird leider nicht beschrieben. Es wird nur darauf hingewiesen, dass die Dosen für analoge Geräte im Speziellen die Probleme bei Mixern und dynamischen Effekten angehen und es auch ganz spezielle Filter für digitale Geräte, wie Computer und Digitaleffekte gibt, die störende Interferenzen ausmerzen.

BLA_PG-1_back_Kabel

Man darf (!) aber auch die Verbraucher „falsch“ anschließen, also Digital in Analog etc. Das würde den Geräten keinen Schaden zufügen – das wäre ja noch schöner!

Das Ergebnis

Als ich den Black Lion Audio PG-1 in meinem Studio in Betrieb genommen habe, dann ging bei mir klanglich eine neue Welt auf! Mein iMac bouncte plötzlich doppelt so schnell und aus meinem VOX AC15 Combo kamen plötzlich 30 Watt anstatt der versprochenen 15! Meine KSD Monitore klangen plötzlich ……. ja, OK. Ich hör schon auf. Natürlich ist nichts von dem passiert und das ist auch gut so. Sie werden mit dem Power Conditioner – das habe ich schon recht ausführlich im Test des Furman AC-210A geschrieben – keine klanglichen Wunder erleben. Ob und was hier passiert, ist sehr individuell.

BLA_PG-1_back_earphones

Es kommt in erster Linie darauf an, ob

  1. Ihr bestehendes Stromnetz aktuell und fehlerfrei ist und
  2. die angeschlossenen Verbraucher sauber arbeiten.

Der Gewinn in Sachen Qualität ist recht schwer mit Worten zu beschreiben und ich maße mir auch nicht an, dies in einem Doppelblindtest immer 100-prozentig reproduzieren zu können. Somit könnten sehr skeptische Naturen hier auch schon aufhören zu lesen, aber ich möchte darauf hinweisen, dass messtechnisch tatsächlich etwas passiert, wenn der PG-1 im Netz eingebunden wird. Inwieweit das dann die Schaltkreise des Audioequipments hinter dem Netzteil verändert, ist kaum zu erfassen.

Würden Sie, verehrte Leser, mich zu einem unsäglichen Autovergleich zwingen (was Sie natürlich auch unbedingt tun würden), dann wäre ein Netzfilter gut mit hoch-oktanigem Benzin oder Leichtlauföl zu vergleichen. Ist das Auto wirklich ruhiger oder stärker, wenn man diese Betriebsstoffe eingefüllt hat? Die Antwort darauf lautet: Ja, es gibt einen messbaren Unterschied. Merken Sie ihn auch bei Fahren oder bilden Sie sich das nur ein?

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Sie sehen, ein schwieriges Thema – ich plane es, mich in einem Strom Workshop damit auseinanderzusetzen und möchte auch versuchen, Esoterik, Fakten und Emotionen richtig einzusortieren. Sie dürfen gespannt sein.

Conclusio

An dieser Stelle aber geht es um den Power Conditioner des US-Herstellers Black Lion Audio und ich möchte Ihnen dieses Gerät ganz besonders ans Herz legen. Er ist definitiv sein Geld wert und sollte er nur einmal seinen Hauptjob tun müssen, nämlich eine letale Spannungsspitze abzufangen, dann hat er sich in der Regel schon um ein Vielfaches amortisiert. Dass Ihr geliebtes Equipment dazu noch allerreinsten Strom zu trinken bekommt, ist ein weiteres Plus und als „Schokostreusel auf der Kirsche auf der Sahne auf dem Kuchen“ gibt es auch die Möglichkeit, eine weitere Klangverbesserung erreicht zu haben. Ich finde, das ist es definitiv wert!

Fazit

Ich weiß, für viele ist ein Power Conditioner wie eine Rechtschutzversicherung. Eigentlich braucht man sie nicht, aber im Falle eines Falles ist es gut, sie zu haben. Und insbesondere der Black Lion Audio PG-1 ist eine sehr gute Art einer Versicherung. Das Gerät ist leicht zu bedienen, sehr gut ausgestattet, hat viele hilfreiche Funktionen. Und auch preislich stimmt es aus meiner Sicht für das Gebotene. Deswegen: Bevor Sie ihr Geld in ein weiteres Gitarrenpedal oder den nächsten One-Trick-Pony Synthesizer stecken, dann investieren Sie in die Sicherheit Ihrer Ausstattung und besorgen Sie sich einen Power Conditioner. Und wenn es dann der Black Lion Audio PG-1 ist, dann haben Sie definitiv alles richtig gemacht.

Plus

  • sehr gute Verarbeitung
  • gute Ausstattung
  • große Sicherheit für die angeschlossenen Geräte
  • mögliche klangliche Verbesserung

Minus

  • keine Anleitung beiliegend

Preis

  • 399,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    bluebell  AHU

    Die Wirkung kommt erst, wenn auch ein Akku drin ist. Seit ich meine APC USVs habe, habe ich gesunde Zähne und glänzendes Fell.

    Spaß beiseite.

    Hat das Gerät Auswirkung auf den Elektrosmog? D.h. wenn man im selben Raum eine brummfreudige Kombination aus Gitarre mit Single Coil Tonabnehmern und Röhrenamp mit High Gain-Einstellung betreibt? Wird es ruhiger, was in Spielpausen aus dem Amp kommt?

    • Profilbild
      SynergyMan  AHU

      Die Geräte von Schneider Elektric (APC) spucken alle im Aktivfall ein 50Hz Rechteck statt Sinus mit 220V aus. Da reagieren manche analoge Geräte (gerade älterer Bauart) seltsam drauf. Und gerinde Schwankungen (Conditioning) frisieren die gar nicht, weil das im IT Bereich – die Domäne von APC – nicht gefragt ist. Meine APC 900 hat das Studio daher wieder verlassen. Der Elektrosmog wird wohl weniger abnehmen, da in dem Ding kein ausgewachsener Trenntrafo (Übertrager) drin ist – Gehäuse viel zu klein und der Gerätepreis zu günstig. Ist aber dennoch meiner Meinung nach eine sinnvolle Investition.

  2. Profilbild
    m-ex  

    Herzlichen Dank für diesen ausführlichen Testbericht.

    Den ein oder anderen Kommentar möchte ich gerne noch anführen dürfen:

    1.) Für den ausgerufenen Preis bekomme ich auf der Furmann-Seite eine Kombination bestehend aus „AC-210 AE“ und „M-10x E“ (mit dann insgesamt 12 Anschlussmöglichkeiten). Hier muss man aber fairerweise auch erwähnen, dass man sich mit entsprechenden Stromkabeln (Kaltgeräte- statt Schukobuchse) eindecken muss.

    2.) Die Schukosteckdosen und ihre Lage zueinander können durchaus dazu führen, dass nicht alle Anschlüsse belegt werden können.

    3.) Eine festverdrahtete Zuleitung (und dann auch nur mit 2 Meter Länge) könnte sich bei dieser Geräteart als unpraktisch herausstellen.

    4.) Ich bin mir nicht so sicher, ob diese völlig automatische Aktivierung beim Einschalten eines angeschlossenen Geräte aus sicherheitstechnischer Sicht unbedingt ein Vorteil sein muss.

    Diese Kommentare beziehen sich bitteschön auf das getestete Produkt und schmälern keinesfalls die Qualität es Testberichtes.

  3. Profilbild
    artElect

    Danke für den ausführlichen Test.
    Blöde Frage: Wie macht man das, wenn man dann 30 Geräte im Studio hat? Muss man dann idealerweise mehrere dieser Geräte kaufen oder kann man dann ganz normal weitere Stromverteiler daran anschließen?

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Es gibt keine blöden Fragen. Wenn du 30 Geräte anschliessen möchtest, dann musst du die gesamte Leistungsaufnahme aller Geräte zusammen addieren. Und mit den Angaben auf zur maximalen Leistungsabgabe des Power Conditioners vergleichen. Wenn das passt, dann kommt die 220V Verteilung. Hier wird von der Quelle sternförmig verteilt. Das heisst, wenn der Power Conditioner drei 220 Volt Ausgänge hat, dann kommen da, drei mal 10 Verteiler rein. Jetzt werden die Verbraucher nach Last auf die einzelnen Verteilungen gesteckt. Gut wäre jetzt noch eine Einschaltverzögerung für alle drei Stränge. Es kann ja durchaus sein das Geräte keinen Hauptschalter haben.

  4. Profilbild
    xmario  

    cool audio voodoo auf amazona :p

    wie wärs mal den deckel zu entfernen und in dem test das innenleben zu zeigen? meist is da sowieso nicht viel drin in den geräten.. oftmals sogar fertigteil netzfilter.. und halt ein fancy gehäuse drum rum.

    hab hier noch ne alte apc backup wo ein schöner sinus rauskommt. mehr brauchts nicht.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Power Conditioner können sinnvoll sein. Es ist ja nicht so das die 230V und 50 Hz konstant aus der Dose kommen, https://bit.ly/2Lm2mLc Falls du eine Uhr ohne Quarz Stabilisation hast, verliert oder gewinnt die schon mal Zeit. Die Frequenz schwankt. Ebenso führen Schwankungen in Phasenlage, Spannungen zu mehr oder weniger Verlustleistung. Eine USV in einem Leitungskreis mit Audio kann klappen, muss aber nicht. Die Niederspannung muss ja auf 220 Volt transformiert werden. Dabei kann der Frequenzumrichter Oberwellen erzeugen, Leute mit einer Solaranlage auf dem Dach kennen das. Kann man mit einer Leckstromzange mit Oberwellen Messeinheit feststellen. Damit ich hier in Ruhe aufnehmen kann, mussten noch Netzfilter eingebaut werden. Dirty Power an sich ist nichts neues, das Problem tritt durch nichtlineare Verbraucher auf die ins Netz rückwirken. Siehe hier, https://bit.ly/2Xt273G

      • Profilbild
        Fredi  

        Hallo TobyB,
        danke für die Links; insbesondere der Dirty Power-Artikel war sehr erhellend!
        Allerdings bin ich doch etwas skeptisch, weil ja die Störungen im Netz nicht zwingend auf die transformierte Spannungsversorgung in einem Audiogerät durchschlagen werden.
        Wenn ich von einem traditionellen Netzteil ausgehe, haben wir einen Trafo (der höhere Frequenzen etwas runterfährt), den Gleichrichter (okay, mit ggf. nichtlinearen Verzerrungen der Dioden), einen Siebkondensator (also einen Tiefpass!) und dann ein Halbleiter(-IC) für die Spannungsstabilisierung (ein simpler 7805 hat eine Dämpfung von 40dB bei 100kHz!). Mich interessiert doch nur, was nach dem Halbleiter herauskommt und da sollte schon einiges aus dem Netzschmutz wieder verschwunden sein.
        Der Nutzen von Netzfiltern ist mir doch schleierhaft; Klaus Strohhaecker hat damals eine tolle Analyse gemacht, als die Diskussion zum schlechten Sound des RME-ADI2 aufgrund seines Netzteils aufkam
        https://www.amazona.de/community/ueberpruefende-messungen-am-rme-adi-2-pro-fsr/
        Der deckt sich mit meinem Bauchgefühl, aber vielleicht trügt das ;-)
        Gruß Fredi

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Hallo Fredi,

          für die Grenzfälle gibt es eine Leckstrom-Zange die auch Oberwellen, also Netzschmutz misst. Für Netzteile und deren Dimensionierung für Audio Anwendungen gibt es eine schöne Normschrift. Solange man die Empfehlungen dieser beachtet treten keine Probleme auf. Wenn man natürlich alles auf Kante baut, kann es haarig werden. Um dein Beispiel mit dem 7805 aufzugreifen, der Tiefpass muss natürlich für die Last entsprechend dimensioniert sein. Wenn man zusätzlich noch weitere Siebglieder und eine Spannungsregelung verbaut, ist das auch nicht der Qualität abträglich. Problematisch sind zu knapp dimensionierte Schaltnetzteile.

      • Profilbild
        KrauTronicA  RED

        Hallo TobyB,
        Danke für diesen link zu „Dirty Power“ :-)!

        Wirklich eine sehr schöne Übersicht und Zusammenfassung welche Verbraucher welche Art von Störstromverläufen und Störspektren erzeugen.

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Bitte! Das Thema ist nicht ohne, wenn man z.B einen VSDL oder Super Vectoring DSL Anschluss und schlechte Kabel hat, koppelt die Powerline lose ein und überlagert das VDSL Signal. Wenn man damit bösen Spass haben möchte, verkabelt man damit seine Hütte ;-)

  5. Profilbild
    Allthatsynth

    Ich meine es rausgelesen zu haben, um absolut sicher zu gehen, möchte ich folgende Frage stellen: ist dieses Gerät in der Lage die angeschlossenen Geräte (auch gerne 30 Stück gleichzeitig) vor Schäden durch Überspannung zu schützen ? Wenn also ein Blitz einschlägt und zu viel Energie vorliegt, wird dieses Gerät Schäden am Studioequipment verhindern ?

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann  RED

      Hallo,
      solange 10 Ampere insgesamt nicht überschritten werden (Achtung – Einschaltströme!), wird dieses Gerät Dich btw. das Equipment schützen. Dafür wurde es konzipiert.
      Viele Grüße, Jörg

    • Profilbild
      m-ex  

      Das wurde beim Testbericht zum Furmann AC-210 vom Foristen „ctrotzkowski“ vollkommen richtig wie folgt beantwortet;

      Zitat-Anfang
      Derartige Überspannugsfilter verringern (signifikant) die Wahrscheinlichkeit von Blitzschäden, aber sie können sie nicht ausschließen.

      Wer also richtig wertvolle Geräte besitzt und solche Risiken erkennt, stöpselt trotz Filter doch lieber bei Gewitter ab.
      Zitat-Ende

      Zu Studienzeiten habe ich in einer WG gewohnt und in dieses Haus hat der Blitz eingeschlagen (Schornstein musste dann von der Feuerwehr vom Dach geholt werden). Ich hatte bei mir vorher alle Stecker gezogen, ein Kollege musste weiter TV schauen („ist ja ein Überpannungsschutz vorgeschaltet …“).

      Tja, ein neuer TV war fällig.

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