Test: Apple Logic Ultrabeat

12. April 2005

Apple

Als Nummer 3 der „Logic-Pro-7-Neuheiten“ betrachten wir uns heute schließlich Ultrabeat. Nichts weniger als den ultimativen Drumcomputer wollten die Apple-Ingenieure hier verwirklicht sehen. Wir sind gespannt.Eigentlich ist alles ganz einfach und schnell erklärt. Ultrabeat bietet pro Instanz bis zu 24 Drumsounds plus eine chromatisch spielbare 25. Stimme (bspw. für Basssounds), einen integrierten Step-Sequenzer, Dutzende vorgefertigte Kits, sowie aufwendige Synthesizer zum selber Sounds basteln. So, kommen wir zum Schluss!Na ja, ganz so einfach ist es halt doch nicht. Also der Reihe nach.Ultrabeat gehört sicher zu den aufwendigeren und umfangreichsten, vor allem aber zu den interessantesten Neuerungen von Logic 7. Nun wie bereits angedeutet besteht Ultrabeat pro Instanz eigentlich aus 25 einzelnen Synthesizern plus eingebautem Step-Sequenzer. Damit sich das alles bequem und halbwegs übersichtlich darstellen lässt, hat man sich folgendes Konzept überlegt.Am linken Rand befindet sich eine Art Tastatur, auf der man die einzelnen Sounds vorhören und zum Editieren auswählen kann. Sämtliche Bedienelemente, so wie der Step-Sequenze,r beziehen sich in ihrer Darstellung immer auf den aktuell ausgewählten Sound. Diese einzelnen Synthesizer nennen sich bei Ultrabeat übrigens „Drum Voice“ und liegen auf einer Standard-MIDI-Tastatur vom C1 aufwärts auf den Tasten. Die 25. Stimme liegt direkt oberhalb über einen Bereich von 3 Oktaven und ist somit chromatisch spielbar.Die Klangerzeugung Ultrabeats wurde natürlich speziell auf die Erzeugung von Drumsounds optimiert und gliedert sich grob in folgende Teile:
Grundlage der Klangerzeugung bildet die subtraktive Synthese. Das klangliche Ausgangsmaterial entsteht zunächst in den beiden Oszillatoren bzw. dem Rauschgenerator, die pro Stimme zur Verfügung stehen.
Anschließend bestimmt man separat für die Ausgangssignale von Oszillator 1 und 2 sowie des Rauschgenerators, ob sie zur weiteren Klanggestaltung auf das Filter oder aber direkt zum Ausgang geroutet werden.

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Das Filter befindet sich auffällig platziert in der Mitte angeordnet und bietet die typischen Filtertypen (Lowpass, Highpass sowie Bandpass), außergewöhnlich ist hier allenfalls das „Band Rejection Filter“ (Bandsperre). In dieser Betriebsart werden lediglich die Frequenzen um die Cutoff-Frequenz herum gefiltert, weiter entfernt liegende Frequenzen werden durchgelassen. Alle Filtertypen stehen mit den Flankensteilheiten 12 und 24 dB/Okt zur Verfügung.Wahlweise vor oder nach dem Filter befindet sich eine Verzerrer-Einheit. Diese kann entweder als Distortion (analoge Verzerrung) oder als Bitcrusher (digitale Verzerrung) betrieben werden. Natürlich werden beide Typen digital erzeugt, Distortion versucht lediglich einen analogen Klang nachzubilden.
Kommen wir zur abschließenden Output-Sektion. Wir finden hier zunächst einen 2-Band-EQ zur abschließenden Klanggestaltung. Beide Bänder können entweder als Peak- oder aber als Shelving-Filter arbeiten.
In der Pan/Modulations-Sektion schließlich lässt sich jeder einzelne Sound in seiner Panorama-Position modulieren, sowie mittels Spread-Regler ein breiterer Panorama-Eindruck erzeugen.

Jeder einzelnen „Drum Voice“ ist dem noch der Volume-Regler nachgeschaltet, sowie das Trigger-Menü. Hier wird festgelegt, wie sich Ultrabeat bei mehreren schnell hintereinander gespielten Noten verhält. „Single“ schneidet den ausklingenden Sound ab, wenn ein neuer gepielt wird, „Multi“ lässt ihn ausklingen.

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Klangbeispiele
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