Test: B.C. Rich, Perfect Bich 10, E-Gitarre

24. August 2010

Perfect Bich 10

Die Marke B.C. Rich ist einer der großen Namen, wenn es um extravagantes Design und kompromissloses „Badboy Image“ geht. Die Kanten, Zähne und Hörner dieser Äxte dürfen auf keinem Metal-Festival fehlen und gehören mittlerweile fest zum Heavy-Image der „KissGeneration“ sowie des „Nu-Metal“.

-- Die B.C. Rich Perfect 10 --

— Die B.C. Rich Perfect 10 —

Da darf natürlich auch die neueste Schöpfung, die Perfect 10 Bich aus dem Hause B.C Rich keine Ausnahme machen. Mit der Perfect 10 Bich wurde eine sehr spezielle Gitarre für interessante neue Klänge sowie mit neuen technischen Lösungen entwickelt und konstruiert. Herausgekommen ist dabei eine Gitarre mit zehn Saiten und fast ebenso vielen Schaltern und Potis, die auf jeden Fall viel Aufmerksamkeit im Showroom sowie auf jeder Bühne erregen dürfte. Der vollere und vor allem interessante mehrstimmige Klang von beispielsweise 12-saitigen Gitarren, bei denen zu jeder Saite eine „Schwestersaite“ in direkter Nähe und, bis auf die H und E Saite, eine Oktave höher gestimmt und aufgespannt ist, ist ja weithin bekannt. Nun hat man das Prinzip auf die D-, G-, H- und E-Saite der Perfect 10 angewandt und dem Gitarristen auch noch einige Möglichkeiten der Klangeinstellungen dazu gegeben. Wie das ganze Konzept umgesetzt wurde und was die vier zusätzlichen Saiten so alles mitbringen, ist im folgenden Amazona.de-Test nachzulesen.

Konstruktion & Verarbeitung

Die Perfect Bich 10 ist schon auf den ersten Blick eine außergewöhnliche Gitarre. Der Mahagoni-Korpus ist sehr kantig und mit vielen geraden Linien geschnitten, und unter der blutroten (genannt „Dragon Blood“) Lackschicht schimmert ein schönes Quilted Ahornfunier durch. Das komplette Design ist auf einen möglichst reibungslosen und einfachen Betrieb mit zehn Saiten ausgelegt. Am Korpusende gleich hinter der Brücke ist ein massiver, keilförmiger Einschnitt im Korpus, an dessen unterer Kante die vier zusätzlichen Mechaniken für die Extrasaiten Platz finden und dort auch bequem zu erreichen sind. Diese werden mit ihren Ball-Ends an der Kopfplatte befestigt, an der sich wie bei anderen Gitarren auch die verchromten Mechaniken der übrigen sechs Saiten befinden. Somit laufen sie also in entgegengesetzter Richtung zu den anderen Saiten.

Die Quad 10-Brücke wurde eigens für diese Gitarre entwickelt, funktioniert für den üblichen Saitensatz als feste Brücke und erfüllt noch zusätzlich die Funktion des Sattels für die weiteren Saiten. Der Ahornhals mit 625,48 mm Mensurlänge ist für die satte Klangentwicklung in durchgehender Neck-through-Weise gebaut und ebenfalls auf der Rückseite in „Dragon-Blood“ lackiert. Das Griffbrett ist aus Ebenholz und mit vierundzwanzig Jumbo-Bünden bestückt und es sind große, schöne Perlmutt-Inlays eingelassen. All das macht einen sorgfältig verarbeiteten Eindruck und es sind keine Fehler oder Nachlässigkeiten zu sehen. Für den nötigen „Umpf“ sorgen zwei Rockfield MafiaHumbucker.

-- Hier laufen die Saiten entgegengesetzt --

— Hier laufen die Saiten entgegengesetzt —

Klangbeispiele
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