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Marktübersicht: Tremolo-Pedale für E-Gitarre

Amplituden, Modulation & Harmonien!

17. September 2023

Marktübersichten Tremolo Pedal

Delay, Reverb, Phaser – und Tremolo. Die meisten Effektsparten irgendwelcher Multieffektgeräte kommen meistens mit einer Kombination dieser vier Elemente aus. Wir haben dabei vor allem den ersten Dreien zahlreiche Einzeltests, Marktübersichten und Features gewidmet – allen voran DelayDude, der sich regelmäßig mit Neuigkeiten an der Front beschäftigt.

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An dieser Stelle wollen wir uns aber den kleinen Cousin der Modulationsthematik widmen – Tremolo. Streng genommen kann man aus allen Modulationspedalen Tremolos basteln, indem man die Hüllkurven der Modulation entsprechend manipuliert. Und gut und gerne werden Vibrato- und Tremolo-Effekte zusammen in einen Topf geworfen. Fakt ist: Es gibt ein paar großartige Tremolo-Pedale, die die Grenzen dieses Effekts hervorragend ausloten. Aber der Reihe nach – was genau ist ein Tremolo-Effekt?

Tremolo ist ein Effekt, der das Lautstärkeniveau einer Audiospur oder eines Instruments regelmäßig anhebt und senkt, wodurch ein schwingender, pulsierender Effekt entsteht. Das Tremolo kann als eine Art rhythmischer Volume-Modulation betrachtet werden – und die erfolgt bei den meisten Tremolo-Pedalen auf die gleiche Art und Weise – namentlich über folgende, wichtige Parameter:

  1. Rate/Tempo/Speed: Dieser Regler bestimmt, wie schnell das Signal an- und abschwillt. Eine höhere Rate bedeutet eine schnellere Modulation, während eine niedrigere Rate eine langsamere, wellenartige Modulation erzeugt. Letzteres ist vor allem in Kombination mit Reverb eine sehr beliebte Effektgrundlage.
  2. Depth: Dieser Regler bestimmt, wie stark das Signal moduliert wird. Eine höhere Tiefe bedeutet eine größere Schwankung des Volumes, während eine geringere Tiefe eine subtilere Modulation bewirkt. Subtilere Tremolo-Modulation sind beispielsweise mit Delay-Effekten eine ganz starke Kombi.
  3. Waveform/Schaltform: Einige Tremolo-Pedale ermöglichen es dem Gitarristen, die Form der Modulationskurve auszuwählen. Die gebräuchlichsten Schwingungsformen sind Sinus, Rechteck und Dreieck. Jede dieser Formen gibt dem Tremolo-Effekt ein einzigartiges Klangprofil.
  4. Volume/Level: Einige Tremolo-Pedale haben einen Lautstärkeregler, um das Ausgangssignal des Pedals zu erhöhen oder zu verringern. Das kann nützlich sein, um Lautstärkeverluste auszugleichen, die durch den Tremolo-Effekt entstehen können.
  5. Tap Tempo: Viele Modelle können inzwischen auch über eine „Tap Tempo“-Funktion verfügen, die es ermöglicht, das Tempo der Modulation mit einem Fußtaster manuell festzulegen, anstatt den Rate/Speed-Regler zu verwenden.

Die Arbeitsweise eines Tremolo-Pedals ist relativ einfach: Das Eingangssignal der Gitarre wird durch eine Amplitudenmodulationsschaltung geführt, die das Volume des Signals basierend auf den eingestellten Parametern des Pedals anhebt und absenkt. Dabei gibt es zwei zentrale Arten von Tremolos.

  1. Regulärer Tremolo: Dieser Tremolo variiert lediglich die Lautstärke oder Amplitude des Audiosignals. Wenn man ihn einschaltet, wird man eine rhythmische Zunahme und Abnahme der Lautstärke hören, ähnlich wie das pulsierende Gefühl einer sich drehenden Lautsprechersäule. Der Effekt ist in seiner reinsten Form rein amplitudenbasiert. In der Regel kann man die Geschwindigkeit und Intensität bei solchen Tremolo-Pedalen einstellen.
  2. Harmonic Tremolo: Der Harmonic Tremolo besitzt auch eine Tonmodulation. Er trennt das Signal in zwei oder mehr unterschiedliche Frequenzbänder. Dann wird das Volume dieser beiden Frequenzbänder gegeneinander moduliert – et voilá, ein schönes, harmonisches Ringen begleitet die wechselnden Amplitude. Die Mutter dieses Effekts war eigentlich die alte Brown Face Ära der Fender Amps, wo Modelle wie der 6G4 Super serienmäßig mit dem Harmonic Tremolo ausgestattet waren.

Jetzt liegt es auf der Hand, dass viele Multieffektbretter eine kleine Tremolo-Sparte haben und sich viele damit zufriedengeben. Doch es gibt zahlreiche Tremolo-Pedale, die auf eigenen Beinen stehen können und diesem Effekt eine neue Dimensionen geben. Und überhaupt: Den Charme eines eigenen Tremolo-Treters darf man nicht unterschätzen. Für alle, die mit dem Kauf eines Tremolo-Pedals liebäugeln – hier die Top-Namen.

Die wichtigsten Tremolo-Pedale für E-Gitarre

  1. Boss TR-2 Tremolo: Beginnen wir mit dem Klassiker: Ein benutzerfreundliches Tremolo-Pedal, das seit Jahren von Musikern auf der ganzen Welt verwendet wird. Es bietet Rate- und Depth-Kontrollen und ist bekannt für seine Zuverlässigkeit – einfach ein echtes Evergreen. Kein Harmonic-Tremolo, kein Tausendsassa, aber ein verlässlicher Tremolo-Zaubrer, der allen Gitarristen, die sich mit dem Effekt nicht zu sehr auseinandersetzen wollen, genau das liefert, was sie brauchen.
Boss TR-2

Boss TR-2

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  1. Electro Harmonix Nano Pulsar: Der Pulsar bietet im Grunde das, was auch das TR-2 bietet, nur ergänzt dies durch eine Panning-Option. Zwei Ausgänge ermöglichen zum Beispiel bei einem Stereo-Amp-Setup einen schönen Wechseleffekt. Und auch bei einem Studio-Setup kann man das Panning hier über das Pedal laufen lassen.
Electro Harmonix Nano Pulsar Tremolo

Electro Harmonix Nano Pulsar Tremolo

Kundenbewertung:
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  1. Strymon Flint: Dieses Premium-Pedal kombiniert Tremolo- und Reverb-Effekte in einem Gehäuse – und ist ein moderner Klassiker, vor allem, weil sein Harmonic Tremolo eine Nummer für sich ist. Das Strymon Flint dürfte neben dem Timeline und dem BigSky das am häufigsten anzutreffende Strymon-Pedal auf den Pedalboards dieser Welt anzutreffen sein. Klar, der Preis ist happig – aber edler geht die Kombi Reverb/Tremolo nicht.
Strymon Flint V2

Strymon Flint V2

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  1. Stone Deaf FX Tremotron: Das Dual-Tremolo Pedal von Stone Deaf FX treibt die Grenzen des Konzepts „Tremolo“ auf die Spitze – und wartet mit einer Menge Features auf. Die üblichen Parameter wie Rate und Depth sorgen für die gewohnte Variabilität, der Wave-Regler erlaubt das Einstellen der Schwingungsform Sinus, Sägezahn und Reverse sowie Rechteck-Formen. Von sanften Tremolosounds bis hin zu Sägezahn-Stakkato geht alles – sowie MIDI-Implementierung. Meines Erachtens der inoffizielle Tremolo-King.
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  1. Walrus Audio Monument: Ein vielseitiges Tremolo-Pedal mit verschiedenen Schwingungsformen und auch einem Harmonic-Tremolo-Modus. Auch wenn sich Walrus Audio die letzten Jahre selbst neu erfunden haben und speziell mit dem M1 eine breite Palette an Modulations-Sounds anbieten, ist das Monument ein verlässliches One-Trick-Pony, dessen Harmonic Mode Spaß macht.
Walrus Audio Monument V2 Tremolo

Walrus Audio Monument V2 Tremolo

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  1. Supro 1310 Tremolo: Darf’s ein bisschen schmutziger sein? Wer einen etwas saturierten und schmutzigen Amp-Sound mit seinem Tremolo-Effekt kombinieren soll, ist hier richtig. Das Supro 1310 Tremolo eignet sich gut dafür, den Sound ein bisschen anzufetten und dem Grundsound des Amps eines leichten Vintage-Charakter zu verleihen.
Supro 1310 Tremolo

Supro 1310 Tremolo

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  1. EarthQuaker Devices Hummingbird: Ein repetitiver Percussion-Tremolo-Modulator, der bekannt ist für seinen schnellen, zitternden Effekt, aber auch für sanftere Modulationen eingestellt werden kann. So bekannt & beliebt, dass EQD inzwischen die vierte Version rausgehauen hat. Tatsache: Sanfte Sounds gibt’s hier nicht. Der Hummingbird ist einer der härtesten Tremolo-Effekte, die man in einem Pedal finden kann – Sägezahn und Stakkato-Effekte kriegt man hier, die vor allem mit höheren Gain-Einstellungen hervorragend harmonieren.
EarthQuaker Devices Hummingbird V4 Rep Percussions

EarthQuaker Devices Hummingbird V4 Rep Percussions

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  1. Diamond Pedals Tremolo: Dieses Pedal ist bekannt für seinen extrem musikalischen und warmen Klang. Es bietet eine Vielzahl von Kontrollmöglichkeiten, einschließlich Tap-Tempo – und kann vor allem durch seine 11 Rhythmus-Variationen glänzen. Für ein Tremolo-Pedal ist es mit seinen fast 300,- Euro preislich sicher etwas weiter oben angesiedelt – aber diese Masse an Flexibilität bieten nur wenige Tremolo-Pedale.
Diamond Tremolo

Diamond Tremolo

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  1. Boss SL-2: Der Slicer ist ein Tremolo der besonderen Art. Hier handelt es sich um den Sound des Boss SL-20 im singulären Format. Um meinen Kollegen Christopher à la DelayDude zu zitieren: „Mit unterschiedlichen Patterns zerhackt der Boss SL-2 Slicer das Signal, filtert und oktaviert es und gibt es dann in unterschiedlichen Stereo-Optionen aus.“ Besser kann man nicht zusammenfassen, was das gute Stück leistet. Ein echter Tremolo-Schatz.
Boss SL-2 Slicer

Boss SL-2 Slicer

Kundenbewertung:
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  1. Chase Bliss Audio Gravitas: Ein analoges Tremolo-Pedal, das für seine extrem umfangreichen Steuerelemente und Klangformungsoptionen bekannt ist – Chase Bliss Audio eben. Das Gravitas ist wahrscheinlich das flexibelste, aber auch komplizierteste und umfangreichste Tremolo-Pedal auf dem Markt.
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Das ist natürlich nur eine Auswahl aus vielen verfügbaren Tremolo-Pedalen auf dem Markt. Der beste Weg, das richtige Tremolo-Pedal für dich zu finden, besteht darin, verschiedene Modelle selbst auszuprobieren und zu hören, welches am besten zum eigenen Spielstil und dem gewünschten Klang passt.

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Forum
  1. Profilbild
    harrymudd AHU

    Was für eine Übersicht: 2 günstige Pedale und dann nur teurer Boutiquekram. Könnt ihr mit normalem Gear nicht mehr auskommen?
    Im Übrigen heißt es „das Tremolo“😇

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