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Marktübersicht: Die verrücktesten Distortion- und Verzerrerpedale

Distortion pur - die verrücktesten Verzerrer!

29. November 2022

Verzerrerpedale - Fuzz, Distortion, PLL-Synthie, Bitcrusher und Zerrpedale von Walrus Audio, Zvex, Meris, Source Audio

Die Welt der Verzerrung ist so mannigfaltig wie unübersichtlich – vor allem am Anfang. Wir haben zu dem Thema einige Workshops gebaut, die wir euch an dieser Stelle wärmstens empfehlen wollen – mit viel Liebe zum Detail, Aufwand und Überlegung:

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Verzerrung oder Dirt, wie es auch genannt wird, wird durch die Bank verwendet und erstreckt sich über Transparent-Overdrive über Mid-Booster und Distortions bis hin zu extremen PLL-Fuzz-Pedalen.  Doch im Grunde gibt es „nur“ drei Hauptarten der Verzerrung: Fuzz, Overdrive und Distortion.

Und was macht Verzerrung? Nun, den Sound eines übersteuerten Röhrenverstärkers simulieren, mehr im Grunde nicht. Ein klassisches Distortion-Pedal gewährt euch mehr Gain und ist „aggressiver“. Ein Fuzz-Pedal hingegen verbiegt das Audiosignal, bis es fast eine Kettensäge ist und fügt komplexe Obertöne hinzu, damit das Ganze funktioniert. Und Bit-Crushing? Hier wird die Klangqualität digital so weit heruntergebrochen, dass es quasi unkenntlich wird. Aber nun wollen wir uns mal ein paar Verzerrerpedale der besonderen Art ansehen – Boutique-Pedale, seltsame Untergruppen, clevere Digitalkisten – eine farbenfrohe Übersicht vergessener oder besonderer Schätze. Ein paar davon hatten wir im Test, andere nicht – und andere sind nur noch schwer zu kriegen.

WMD Geiger Counter Pro

Feature: Die verrücktesten Distortion- und Verzerrerpedale

Steigen wir mit einer extremen Zauberkiste ein – den WMD Geiger Counter Pro. Der Geiger Counter Pro ist ein Baukasten für jede erdenkliche Verzerrung unter der Sonne. Zum einem besteht das Ding aus einem Vorverstärker mit und Tone-Regelung, besitzt aber leistungsstarke Bit-Crusher- und Wave-Shaping-Prozessoren sowie ein sehr sauberes Tiefpassfilter. Der Pro setzt dem Vorgängermodell eins drauf und ist ziemlich komplex, wurde quasi im Alleingang von einem kleinen Team in Denver, Colorado, USA gebaut und arbeitet mit einer wesentlich höheren Digitalauflösung als das, was man vom Vorgänger gewohnt war. Auch hat man die Wavetable-Anzahl verdoppelt und eine Morph-Funktion ergänzt. Und generell fehlt hier einfach gar nichts: Presets, MIDI, zwei CV-/ Expression-Eingänge und ein Wet-Dry-Regler. Und ganz wichtig: Genau wie beim Vorgänger sollte man neben E-Gitarre unbedingt Synthesizer und Drum-Computer mit dem Geiger Counter Pro ausprobieren – lohnt sich!

Death By Audio Evil Filter

Feature: Die verrücktesten Distortion- und Verzerrerpedale

An extremen Fuzz-Pedalen hat es unserer Redaktion in den letzten Jahren gemangelt. Aber wenn ich daran zurückdenke: Wenige Pedale haben unsere Wände so wackeln lassen wie der der Death By Audio Evil Filter. Gut, zugegeben, der Preis ist eine lächerliche Angelegenheit und eigentlich eine Unverschämtheit. Aber meine Güte, das Filter und die Oszillation des Pedals suchen ihresgleichen. Vor allem die Kombination mit kleinen Volcas spricht für sich. Wer sich das Evil Filter ins Haus holt, kann so ziemlich jede kleine Drum-Maschine in eine apokalyptische Industrial-Maschine verwandeln – und seine Gitarre in einen mörderischen, analogen Sägezahn mit Expression-Option. Auch spannend – die Verwendung mit Monosynthesizer. Ganz eigener Charakter, ganz viel Macht.

Death by Audio Evil Filter - Fuzz Filter

Death by Audio Evil Filter - Fuzz Filter

Kundenbewertung:
(7)

Industrialectric SYSTEM 46

Feature: Die verrücktesten Distortion- und Verzerrerpedale

Wir haben den Industrialectric 4046-m getestet – einen PLL-Fuzz der besonderen Art und ein Synthesizer mit einer genialen Bauweise: Doppelter VCO bzw. zwei Synthie-Voices, auf der anderen Seite ein Modulator mit drei Modi, wählbar zwischen Arpeggiator, Bitcrusher und Ring-Modulator. Kippschalter für die Synthie-Voices und eine einstellbare Loop-Länge – meine Güte, was da zum Teil rauskommt, habe ich mit keinem anderen Effektpedal hervorgebracht. Klar, das Klangbild ist harsch und für viele nur experimentell nutzbar. Nun der SYSTEM-46 – der offizielle Nachfolger, im Grunde genommen identisch, nur aufgeräumter. Für alle, die sich von ihren gewohnten Klanglandschaften gelangweilt fühlen – go for it.

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Source Audio Ultra Wave

Test Source Audio Ultra Wave

Source Audio machen vieles richtig – und werden sträflich unterschätzt. Das Ultrawave ist ein experimentelles Distortion-Pedal, das durch den Neuro Editor der Firma zu Leben kommt. Es besitzt eine feste Signalkette, aufgebaut wie folgt: Kompressor und Expander für Attack bis Release, Distortion-Modul, wo man eine unterschiedlich genaue Trennung der Frequenzbänder vornehmen und unterschiedlich stark verzerren kann. Dabei sind auch vierundvierzig Verzerrungs-Algorithmen, die ein riesiges Spektrum abdecken, von Gated-Fuzz bis Synthie und Transparent-Overdrive-Sounds. Noch dazu kann ein Tremolo per LFO rhythmisch und mit unterschiedlichen Subdivisions eingestellt werden. Und ach so: Stereo-Panning gibt es auch. Eine ganz ehrliche Empfehlung: Für alle Gitarristen, die zu Hause aufnehmen und experimentieren – zugreifen! Als Heimstation für Zerr-Experimente geht es nicht besser. Der Ultra Wave ist so sträflich unterschätzt, dass ich das an dieser Stelle nur noch mal unterstreichen muss.

Source Audio Ultrawave Multiband Processor

Source Audio Ultrawave Multiband Processor

Kundenbewertung:
(1)

ZVex Fuzz Factory Vexter

The gift that keeps on giving – so nannte ich das ZVex Fuzz Factory Vexter im Test und was anderes ist das Fuzz-Pedal auch nicht. Es ist die perfekte dreckige Zerre. Ich demonstrierte, wie endlos vielfältig die Fuzz Factory ist – von dreckigen, modulierenden, knapp gehaltenen, stickigen Fuzz-Kapriolen, bis hin zu explodierenden Rückkopplungen und endlos sägenden Oszillationen – die Fuzz Factory Vexter hat zusätzlich eine ganz eigene Art, Harmonien und Dissonanzen zu halten und schwelen zu lassen. Es ist bis heute einer der interessantesten und vielseitigsten Verzerrer, die mir je untergekommen sind.

Z.Vex Fuzz Factory Vexter

Z.Vex Fuzz Factory Vexter

Kundenbewertung:
(132)

Walrus Audio Janus Tremolo & Fuzz

Viele werden an dieser Stelle sagen: Der Janus ist eigentlich ein ziemlich standardmäßiger Fuzz, der halt mit einem fiesen Tremolo daherkommt. Aber diese beiden Joystick-Controller hat irgendwie noch niemand so richtig nachgemacht – zumindest auf keine Weise, wo es soviel Spaß macht, damit zu spielen wie beim Janus. Irgendwie wird es Zeit, dass Walrus Audio das Janus mal neu auflegen, mit ein paar Features versehen und wieder in die Wahrnehmung der globalen Fuzz-Gemeinde bringen. Der Fuzz basiert auf dem Jupiter Fuzz, der einen sehr Big Muff-ähnlichen Charakter hat, kombiniert mit zusätzlichen Clipping- und Bass-Optionen, während die Tremolo-Seite ein vollmundiges Sinuskurven-Tremolo ist, das den Sound noch weiter verzerrt und mit dem Joystick verändert werden kann. Einfach ein ganz besonderes und abgedrehtes Spielzeug, das man am besten nicht auf dem Board, sondern auf einem Tisch neben sich hat, während man zockt.

Meris Ottobit Jr.

Feature: Die verrücktesten Distortion- und Verzerrerpedale

Keine Liste dieser Art darf ohne den Ottobit Jr. von Meris auskommen. Während wir sehnlichst auf den Meris LVX warten, wagen wir einen Blick auf die Schaffenskartografie von Meris und werden daran erinnert: Was der Ottobit kann, kann kein anderes Verzerrerpedal. Einer der am saubersten arbeitenden Full-Frequenz-Filter? Check. Samplerate-Reduktion? Check. Bit-Crushing? Check. Eingebauter Arpeggiator und Sequencer für Filter, Bits und Pitch? Check. Eine riesige Auswahl an Stutter-Effekten? Check. MIDI? Check. Expr? Check. Stereo? Check. Keine Ahnung, was es da zu diskutieren gibt. Der einzige Dämpfer ist lediglich der Volume-Verlust bei der Bit-Reduktion, schade dass es an dieser Stelle keine Boost-Option gibt, aber ansonsten – das Ottobit ist eins der großartigsten Pedale überhaupt und gehört eigentlich in jede Sammlung von Pedal-Fans.

Meris Ottobit Jr. Pedal

Meris Ottobit Jr. Pedal

Kundenbewertung:
(38)

KMA Guardian of the Wurm Distortion Pedal

Der Guardian of the WURM vereint den WURM Distortion mit einem intuitiven und bissigen Noise Gate und ist damit das perfekte Metal-Monster. Sagen wir, wie es ist: Wenn es darum geht, Synthies oder Drums zu verzerren, greift zu anderen Sachen. Aber dieser Tausendsassa in Sachen Metal kommt aus deutschen Landen – und ist allein deshalb nahe an unserem Herzen. Durch die einstellbaren Regler kann das Pedal durchaus gezähmt werden, um den Riffs eine tadellose Klarheit zu verleihen – was beim Metal generell einfach unterschätzt wird. Leute – ihr braucht ein gutes Noise-Gate! In diesem Zusammenhang der Liste also – ein cooles Design und tolles Preis-Leistungs-Verhältnis.

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KMA Audio Machines Guardian of the Wurm Dist.

KMA Audio Machines Guardian of the Wurm Dist.

Kundenbewertung:
(10)

LastGasp Laboratories 88 Super Oscillo Fuzz

Feature: Die verrücktesten Distortion- und Verzerrerpedale

Ein Geheimtipp zum Schluss: Das LastGasp Laboratories 88 Super Oscillo Fuzz geht durch die Decke. Mit sechs Schaltern können viele verschiedene Arten der Verzerrung gewählt werden, aber das lässt sich so leicht sagen. Das Oscillo klingt so seltsam, eigen, und brutal – kaum ein Verzerrer kombiniert sensitives Tracking mit eigenwilliger Distortion so wie der Oscillo. Das Design-Motiv für dieses Pedal basiert auf japanischen WW2 „Zero“-Kampfflugzeugen. Gut – das ist vor dem historischen Kontext fast schon ein bisschen geschmacklos, aber das sei dahingestellt. Kurzum – der Oscillo ist eine Fuzz-Geheimwaffe. Gar nicht so einfach in Worte zu fassen, was da genau passiert – einfach die Gelegenheit beim Schopfe packen und wenn man eins in Griffnähe ist: Unbedingt abchecken!

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