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Marktübersicht: Die besten Amp in a Box Gitarrenpedale

Hol dir deinen Amp aufs Board!

8. August 2023

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„Amps in a box“ sind ein modernes Phänomen, das viele – mich eingeschlossen – lange zweifeln ließ. Doch spätestens seit mein Kollege Simon Schneid die UAFX Schönheit „Dream ’65“ testete und mir bei den Klangbeispielen die Ohren wackelten, wichen meine Vorbehalte. Tatsache ist: Die Technologie ist so weit fortgeschritten, so bemerkenswert nahe an der Realität, dass wir zweifelsohne von einer goldenen Ära der digitalen Amp-Verstärkung reden können.

Werden die klassischen Röhrenverstärker aussterben? Ich weiß es nicht. Vor ein paar Jahren hätte ich gesagt: Auf keinen Fall. Selbst als der Hype um Kemper vor geraumer Zeit seinen Zenit erreichte, zählte ich mich zur Fraktion, die gebetsmühlenartig von sich gab: Nichts wird den analogen Verstärkersound je ersetzen. Doch allmählich überkommen mich Zweifel. Gemessen daran, was die Herstellung und den Output der alten Amp-Hersteller angeht und vor allem, wie wenige neue Namen nachziehen, verheißt das nichts Gutes. Pedalhersteller sprießen an allen Ecken aus dem Boden. Auch junge Gitarrenhersteller wagen immer wieder Neues, wie man beispielsweise immer wieder auf der Guitar Summit sieht. Doch neue Amp-Hersteller? Fehlanzeige. Sicher, liegt natürlich auch daran, wie umständlich im Vergleich die Serienproduktion von Amps ist. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass vor allem junge Spieler, die jetzt Anfang 20 sind, sich immer öfter fragen: Amp kaufen? So ein schweres, unhandliches, altbackenes Teil? Bin ich bescheuert? Live hört doch eh niemand den Unterschied!

Und statt digitaler Racks packen immer mehr Musiker ihre Amps aufs Board. Das „Amp in a box“-Format ist unwiderstehlich, zugegebenermaßen. Ich persönlich habe ein paar der Vertreter auf dieser Liste getestet und war streckenweise restlos überzeugt – so beispielsweise beim Walrus Audio ACS1. Wir wollen euch an dieser Stelle also zeigen, was die besten Amps in Pedalformat so hergeben – und welche ihr auf der Liste haben solltet, falls euch das Format interessiert. Wohlgemerkt lassen wir die großen Schlachtschiffe wie das Kemper Floorboard, Boss, Line6 oder das Fractal Audio FM3 außen vor. Hier spielt es vor allem eine Rolle, ob und wie die Geräte mit eurer Pedalsammlung funktionieren und wie gut sie sich auf dem Board neben der Pedalsammlung machen.

Orange Terror Stamp

Der Orange Terror Stamp kann als die mobilste und erschwinglichste Möglichkeit betrachtet werden, sich den berühmten Orange-Sound aufs Board zu holen. Seit der Veröffentlichung der äußerst beliebten Micro- und Tiny-Terror-Reihen hat sich Orange offenbar zum Ziel gesetzt, im Bereich der besten Pedalverstärker Fuß zu fassen – und es dabei so klein wie möglich handzuhaben.

Klanglich ist der Terror Stamp am Micro Dark orientiert, wobei ein einziger Shape-Regler für den Gesamtsound verantwortlich ist. Auch wenn das für viele Gitarristen, die mehr Kontrolle über Bässe und Höhen bevorzugen, eine Einschränkung ist, wissen Liebhaber des Orange-Sounds, was sich aus diesem Sound eben so rausholen lässt. Im Test stellte sich heraus, dass der Orange Terror Stamp zwar ein bisschen unflexibel ist, der Gain-Regler, mit dem man so ziemlich das gesamte Spektrum abdecken kann, aber eine Menge Spaß macht. Außerdem nimmt das Gerät gut Overdrive-Pedale an. Wer es noch lauter haben will: Es gibt auch einen schaltbaren Master-Volume, der effektiv als Booster fungieren kann, wenn man es noch lauter haben möchte. Für die Preisklasse ein gerne übersehenes, aber verlässliches und durchsetzungsfähiges Teil.

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Orange Terror Stamp
Orange Terror Stamp
Kundenbewertung:
(76)

BluGuitar Amp1 Mercury Edition

Der BluGuitar Amp1 Mercury Edition ist eine fantastische Wahl, wenn es darum geht, realistische Verstärkerklänge direkt aus dem Pedalboard zu erhalten. Im Gegensatz zu vielen seiner Konkurrenten, die auf digitale Modellierung setzen, ist der Amp1 größtenteils analog und verfügt über einen Solid-State-Vorverstärker, der speziell entwickelte „Mikro-Röhren“ in einen beeindruckenden Class-D-Verstärker mit 100 Watt treibt. Dadurch erhält man effektiv einen leistungsstarken Vierkanal-Röhrenverstärker im Format einer Stompbox. Was auffällig ist: Es gibt nur wenige solcher Stompboxen, die derart diffizile und realitätsnahe Sounds vor allem Richtung Metal-Charakter hervorbringen.

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Mit seinen drei Verzerrkanälen und der vielseitigen EQ-Einstellung kann man authentische Klänge von bluesigem Overdrive bis hin zu brachialem Metal erzeugen. Und gerade in diesem Bereich ist der BluGuitar Amp1 Mercury Edition wirklich schwer zu übertreffen. Kaum etwas in dieser Größe kann mit dieser Leistung mithalten. Zweifelsohne einer der besten Pedal-Verstärker überhaupt.

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BluGuitar Amp1 Mercury Edition
BluGuitar Amp1 Mercury Edition
Kundenbewertung:
(79)

UAFX Pedale – Dream ’65 & Ruby

universal audio uafx guitar amp ruby woodrow dream

Viel ist bereits über die UAFX Pedale geschrieben worden. Für viele sind sie ein Gamechanger – elegant, kompakt, mit famosem Sound. Wir konzentrieren uns in dieser Auflistung vor allem auf den Dream ’65 und das Ruby, die sich seit der Veröffentlichung als die Topseller herauskristallisiert haben und das aus gutem Grund.

Wenn es eine Pedal-in-a-box-Lösung gibt, die mit Pedalen besonders gut klarkommt, dann ist es diese. Aus eigener Erfahrung kann ich nur beteuern: Vor allem mit transparenten Overdrives kommen die UAFX Pedale hervorragend zurecht. Der große „Vorwurf“, den man den UAFX-Pedalen machen kann, ist: Sie sind vielleicht nicht so flexibel wie einige ihrer Konkurrenten, da sie sich im Grunde strikt an eine Verstärkeremulation pro Pedal halten, aber für andere, die vor allem auf Klangstärke und weniger auf Flexibilität Wert legen, kann dieser „Amp in a Box“ die perfekte Lösung sein. Unser Mann Simon hat einen großartigen Test zum Dream ’65, das ich an der Stelle ans Herz legen will.

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Universal Audio UAFX Dream '65
Universal Audio UAFX Dream '65
Kundenbewertung:
(107)

Blackstar AMPED 1

Ein Hoch auf Blackstar – die haben ein gutes Äuglein dafür, dem Markt oft etwas Neues zuzuführen. Die AMPED-Serie ist dafür ein gutes Beispiel – und der Amped 1 ein besonders leistungsstarker „Amp-in-a-box“.

Denn der Amped 1 gibt euch Gig-Level-Lautstärke – dank der 100 Watt (an 8 oder 16 Ohm). Mit Effektschleife, eingebautem Digitalhall und sogar MIDI-Integration verfügt er über Funktionen, mit denen manche Premium-Verstärker/Combos nicht mithalten können – und dabei ist das Ding klein genug für einen Koffer. Die Cab-Sims klingen traumhaft,  der Reverb auch, die Features sind massig – inklusive eigenem DI-Ausgang sowie einen Kopfhörerausgang ist das einfach eine saubere Angelegenheit. Und achso: Dank des USB-Anschlusses könnt ihr das Gerät auch als Audiointerface verwenden. Wer sich überzeugen will: In Johannes Krayers Test mal die Klangbeispiele mit den Endstufenvariationen anhören!

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Blackstar Dept. 10 Amped 1
Blackstar Dept. 10 Amped 1
Kundenbewertung:
(8)

Milkman Sound The Amp 50 W Tube Hybrid

Ein Pedalboard muss idealerweise nach was aussehen. Und wenn es nach Optik geht – der Milkman Sound The Amp ist so ziemlich der hübscheste Amp-in-a-box-Kandidat, den es so draußen gibt. Das Gerät ist nichts weniger als ein Class-D-Solid-State-Verstärker mit einer echten 12AX7-Vorstufenröhre und bietet zwischen 25 und 100 Watt Leistung.

Das Beste ist wahrscheinlich ist der Headroom – und die Tatsache, dass es auch in einer 100 W Variante vorhanden ist. Statt kühle Digitalsounds und -optik macht der The Amp von Milkman mit seiner benutzerfreundlichen Vintage-Optik einiges her, ohne an Features zu sparen. So kann dieser Pedalverstärker direkt an eine Passivbox als Amp-Head, als Röhrenvorverstärker, als Übungsverstärker über den Kopfhörer oder als DI-Verstärker für de DAW angeschlossen werden. Super natürlicher und nuancierter Sound fürs Homestudio – inklusive fantastischem Built-in-Hall und Tremolo. Sollte man auf der Liste haben.

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Forum
  1. Profilbild
    mofateam

    Eigentlich interessanter Artikel, bei dem ich aber leider ein paar Kandidaten vermisse und der insofern für mich wenig Aussagekraft hat :

    Im Analogbereich verdient der DSM & Humboldt Simplifier DLX definitiv eine Erwähnung.
    Auch der Tonex wäre ein erwähnenswerter Kandidat, den viele sicher dem Iridium vorziehen.
    Und was ist mit TwoNotes, Boss, den anderen Tech21-Modellen, den neuen tc electronic Preamps ?

    • Profilbild
      Atarikid AHU

      @mofateam Du hast recht, aber ich war trotzdem froh, dass das Thema mal wieder in den Focus gerückt ist. Als Ausgangspunkt für weitere Recherchen ist der Artikel super… Ich hatte mich mal für den Strymon interessiert, aber wenn das mit dem High Gain ein Problem ist, weiß nicht…

      • Profilbild
        mofateam

        @Atarikid Ja, auf jeden Fall.
        Im Zweifelsfall kommt man halt ums Antesten nicht herum.
        Ich suche momentan eine cleane Pedalplattform, da fand ich den Hinweis auf den Orange z.B ganz interessant. Mich würde interessieren, wie gut das Pedal mit IR-Loadern klingt, weil einige die interne Boxensimulation schlecht finden…

        Interessant finde ich auch das gute Abschneiden des Walrus Audio ACS1. Bei einigen YT-Vergleichsvideos hat mich das Pedal nämlich nicht so überzeugt.

  2. Profilbild
    Milebrega

    Vielen Dank für den interessanten Artikel! Sicherlich ne interessante Alternative zum klassischen Amp… Am meisten spricht mich der Dream 65 an.
    Aber für den Proberaum und als Monitor auf der Bühne – was brauche ich bei den Geräten ohne Endstufe denn noch für eine aktive Box? Denn da fängt es ja wieder mit den Schleppen an 😜
    Und eigentlich wäre für diesenn Anwendungsfall – Amp in a Box, plus ein paar Pedale, das dann in Monitor und PA – ein oder zwei XLR-Ausgänge ja wieder Pflicht…

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