Test: Blackheart, BH100-Hothead & BH412-SL Box, Gitarrenverstärker

8. September 2009

Blackheart Halfstack

Nachdem uns vor geraumer Zeit der Crate Blackheart BH-15 112 zum Test zur Verfügung stand (siehe Verweise am Ende dieses Artikels), betritt nun der große Bruder des dieses kleinen Combos den Ring: der Blackheart BH 100H, ein 100 Watt Gitarren-Topteil in Vollröhrenbauweise, das in Verbindung mit der passenden Box BH 412-SL für gehörigen Dampf sorgen soll. Ob dies gelingt und ob der Half-Stack nicht nur laut sondern auch gut klingen kann, wird der folgende Check im Amazona-Testlabor ans Tageslicht bringen.

Verarbeitung/Konstruktion

BH-100H – Das Röhren-Top

-- Der Blackheart BH-100H --

— Der Blackheart BH-100H —

Mit einem Gewicht von 23,6 kg und den Maßen (HxBxT) 29,5, 76 und 28 cm hat man es hier wahrlich mit einem echten Röhren-Top zu tun. Das wird spätestens dann klar, wenn man es auf einer Box platzieren muss. Das robuste fünfzehnschichtige und achtzehn Millimeter starke Holzcase des Verstärkers ist sauber mit einem schwarzen Tolex überzogen und mit Kunststoffecken so gut es geht gegen äußere Einwirkungen geschützt – und fordert zum Transport eben einen kräftigen Arm oder besser zwei.

Das Bedienpanel des BH-100 H bietet „die üblichen Verdächtigen“. Neben den drei Kippschaltern für Power, Class AB/Class A & Standby und dem Full Power/Half Power-Switch (dazu weiter unten mehr) finden sich in der MASTER-Sektion die Regler für die Gesamtlautstärke sowie die Präsenzen des Amps. Die beiden Kanäle des Blackheart verfügen über eine jeweils eigenständige Dreiband-Klangregelung (BASS, MIDDLE, TREBLE) sowie jeweils einem LEVEL-Regler. Einziger Unterschied: In Kanal eins dient ein DRIVE-Poti zur Justierung des (Gitarren-) Signals, in Kanal zwei heißt das Poti GAIN. Und noch ein netter Schmunzler am Rande: Die zwei Kanäle des BH100-H wurden mit Channel 1- LOUD und Channel 2- F’N LOUD benannt: keine Übertreibung, soviel sei schon einmal vorweg verraten! Und zu guter Letzt zeigen jeweils eine blaue bzw. rote Birne, welcher von beiden Kanälen momentan aktiviert ist.

Der BH100-H bietet zwei schaltbare Leistungsmodi (Class AB und Class A), die sich durch den Pentodenmode (volle Power) und den Triodenmode (halbe Power) unterscheiden. Angewählt über den Class AB/Class A- Schalter ergeben sich somit folgende Konfigurationen:

Class AB/Pentode: 100W bei voller Power.
Class AB/Triode: 50W, dichter Headroom, leichter Gain, aber immer noch leistungsstark.
Class A/Pentode: 60W, viel Headroom vorm Overdrive.
Class A/Triode: 30W, wenig Headroom, mehr Reaktion auf den Attack.

-- Blockdiagramm des BH100-H --

— Blockdiagramm des BH100-H —

Die Input-Buchse für das beste Instrument der Welt und ein kleiner switch zur Kanalumschaltung sollen hier nicht vergessen werden – ebenso wie die glutrote Betriebsleuchte, die (mit Wehmut) an die guten alten Fender-Amps erinnert.

-- Frontpanel des BH-100H --

— Frontpanel des BH-100H —

Klangbeispiele
Forum

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