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Test: Carvin V3M Head, Gitarren-Röhrentopteil

(ID: 1317)
-- Carvin V3M Quick Reference Settings --

— Carvin V3M Quick Reference Settings —

Sound/Praxis

Als Testbox stand uns der Klassiker, eine Marshall 4×12″-Box, zur Verfügung. Trotz der verbauten EL84-Endröhren geht der Grundsound des Carvin V3M eindeutig in die amerikanische Richtung von Boogie und/oder Fender und das betrifft sowohl die cleanen, als auch die verzerrten Sounds. Der Amp kann also seine Wurzeln mit der Konstruktion und der Fertigung in den USA nicht leugnen und das muss er auch gar nicht, denn der V3M klingt so vielseitig und ausgewogen, wie man es sich von einer Kategorie Röhrenamp nur wünschen kann. Sowohl die Overdrive-Kanäle und auch der Clean-Channel profitieren dabei ungemein von einer sehr effektiven Klangregelung, die durch die Schaltung mit den Mini-Switches für die zusätzlichen EQ-Frequenzen und die Gainstrukturen in jedem Kanal eine fast unerschöpfliche Soundvielfalt bieten. Somit sind drückende, mittenarme Riffs, glockig-klare Clean-Sounds (mit großen Headroom-Reserven) oder singend-näselnde Leadsounds im Handumdrehen eingestellt.

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Die Gainreserven, die der Carvin V3M Head an den Tag legt, sind beachtlich, selbst im Overdrive-Channel 2 (der ja vornehmlich für crunchige Rhythmus-Sounds gedacht ist), ist es ohne weiteres möglich, saftige Leadlines zu spielen. Und im Clean-Channel sind selbst bei hohen Lautstärken reichlich Reserven vorhanden, um auch wirklich clean zu spielen! Stichwort hohe Lautstärke: Selbst beim Betrieb im 7 Watt-Modus sollte es schon ein wirklich großes Zimmer sein, um die Endstufe in die Sättigung zu bringen. Denn auch im kleinsten wählbaren Volume-Modus ist der Carvin V3M noch ohrenbetäubend laut.

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Verbesserungswürdig erscheint beim Carvin V3M Head eigentlich nur der Reverb-Effekt. Nicht, dass dieser eingebaute Digital-Reverb schlecht klingen würde, ganz im Gegenteil. Allerdings wurde der Algorithmus so programmiert, dass die Reverbzeit sehr lang ist, die Intensität des Hallraums aber nur schwach wiedergegeben wird. Was bedeutet, dass der Reverb im Bandgefüge selbst bei voll aufgeregeltem Poti kaum wahrzunehmen ist.

Ansonsten bekommt man für knapp unter der magischen 1000,- Euro Grenze ein Vollröhrentopteil, das sowohl in puncto Verarbeitung, der Funktionsvielfalt und nicht zuletzt auch im Sound in der obersten Liga mitspielt!

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Fazit

Ein klasse Röhrentop, der Carvin V3M Head. Neben der robusten, roadtauglichen Verarbeitung und der Vielfalt an Sounds wurde bei diesem Amp wirklich nur an einem gespart, nämlich dem Gewicht und den Maßen. Dank der hervorragenden EQs für jeden Kanal und den Mini-Switches zur Änderung des Frequenzbandes und der Gain-Struktur, ist man mit diesem Amp wirklich für fast alle Stilistiken bestens gerüstet. Kritikpunkte gibt es eigentlich nicht, lediglich der Digitalhall trübt das Bild ein wenig. Er klingt an sich hervorragend, allerdings ist die Intensität zu schwach und dürfte ihm somit im Bandgefüge keinen richtigen Platz verschaffen.

Dennoch: Ein Amp, dessen Soundvielfalt wahrlich begeistern kann!

Die Klangbeispiele wurden mit einer Music Man JP 6 über ein Shure SM 58 Mikrofon direkt in Logic Audio aufgenommen und nicht weiter bearbeitet.

Plus

  • Grundsound
  • hervorragende Equalizer
  • Verarbeitung
  • niedriges Gewicht

Minus

  • Reverb-Intensität etwas schwach

Preis

  • Straßenpreis: 949,- Euro
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Klangbeispiele
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