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Test: Schecter Machine Gun Kelly Signature PT, E-Gitarre

Die Axt des Machine Gun Kelly

5. Mai 2024

Im Test - die Schecter Machine Gun Kelly Signature PT, E-Gitarre

Die Gitarrenschmiede Schecter spendierte dem US – amerikanischen Künstler Machine Gun Kelly mit der recht individuellen E-Gitarre „Machine Gun Kelly Signature PT“ eine maßgeschneiderte Signature E-Gitarre, die zwar wenig auf Allrounder setzt, aber dafür mit der eigenen Note ein paar echte Highlights auf Lager hat. Heute nehmen wir sie mal genauer unter die Lupe. Hier kommt sie, die moderne, in Pink lackierte E-Gitarre des Ausnahmekünstlers: Schecter Machine Gun Kelly Signature PT. Viel Spaß beim Nerden!

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Das Instrument wird per Post im Versandkarton ohne Koffer geliefert. Schade eigentlich bei dem doch vierstelligen Preis. Der Gitarre liegen im Karton bei: Hinweiskarten und Einstellschlüssel. Sehr überschaubar, aber eben das Nötigste. Was wurde denn da so verbaut?

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Schecter Machine Gun Kelly Signature PT
Schecter Machine Gun Kelly Signature PT
Kundenbewertung:
(3)

SPECS & FACTS – SCHECTER Machine Gun Kelly Signature PT, E-Gitarre

Das Signature-Instrument des umstrittenen Künstlers ist ebenfalls ein sehr individuelles Stück und definitiv kein Allrounder. Der T-Style Korpus der Machine Gun Kelly Signature ist aus Erle gefertigt, wurde im „Tickets To My Downfall Pink“ lackiert und wird von einem schwarzen Binding abgerundet. Das macht optisch viel her. Die Mensur der Gitarre misst 648 mm (25,5″). An ihn angeschraubt wurde ein Ahornhals in Thin-C-Shape, der von einem Ebenholzgriffbrett vervollständigt wird. Die Halsstärke misst am 1. Bund 20 mm und am 12. Bund 22 mm. Der Griffbrettradius des Schecter Instrumentes beträgt 356 mm (14″). Der Graph Tech XL Black Tusq Sattel hat eine Breite von 42 mm (1,65″). Auf dem Griffbrett finden sich 22 X-Jumbo-Bünde und Double-XX-Griffbretteinlagen im 12 Bund sowie weiße Dot-Inlay-Markierungen an den Bünden 3, 5, 7, 9, 12, 15, 17, 19 und 21 am Rand des Halses.

Die Schecter Machine Gun Kelly Signature auf dem Boden in Gesamtansicht

Schecter Machine Gun Kelly Signature PT

Auf der Kopfplatte wurden Schecter hauseigene Locking-Mechaniken verbaut, die für die gute Stimmung (was auch sonst, haha^^) sorgen. 

Der Head der Schecter Machine Gun Kelly Signature

Schecter Machine Gun Kelly Signature PT, Kopfplatte Rückseite

Wandert man den Hals wieder hinauf, kommt man am einzelnen Tonabnehmer vorbei, einem Schecter USA Pasadena Plus Humbucker in der Stegposition. Dieser lässt sich mithilfe eines Drehpotis in der Lautschäeke einstellen und verfügt über einen Killswitch in Form eines Two-Way-Toggle-Switches.

Die Schecter Machine Gun Kelly Signature von hinten

Schecter Machine Gun Kelly Signature PT, Rückseite

Die Saiten laufen über den PT-H Steg mit Saitenführung durch den Korpus. Das Instrument ist komplett mit schwarzer Hardware bestückt. Die Werksbesaitung der Schecter Machine Gun Kelly Signature PT ist Ernie Ball Regular Slinky #2221 .010 – .046, ein Klassiker also. Das Instrument ist auch als Linkshändervariante erhältlich!!

Die Humbucker der Schecter Machine Gun Kelly Signature

Schecter Machine Gun Kelly Signature PT, Korpus

Wie fühlt sich das gute Stück denn nun beim Spielen an?

PRAXISTEST 1: HANDLING – SCHECTER Machine Gun Kelly Signature PT, E-Gitarre

Die Gitarre liegt hervorragend in der Hand. Ab Werk war die Saitenlage etwas hoch, aber dank der beigelegten Schlüssel lässt sich diese im Handumdrehen gut einstellen und an den persönlichen Geschmack anpassen. Selbst für Setup-Anfänger in diesem Fall ein einfaches Spiel, da die Machine Gun Kelly Signature kein Tremolosystem verbaut hat (=> recht leichtes Setup; YouTube hilft im Zweifel). Die Tele- (oops, T-Style) Optik finde ich ja schon sehr schick in Kombination mit der modernen Farbe und der für T-Style ungewöhnlichen Pickup-Bestückung. Eye-Catcher und Eye-Candy par excellence!

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Der Hals ist wirklich Weltklasse und spielt sich butterweich. Das Gewicht der Gitarre ist angenehm. Ich persönlich mag es ja, wenn Gitarren ein gewissen Gewicht haben. Also keine „alte“ Paula, die einen in die Knie zwingt, aber auch keine Feder, wo man Angst hat, dass man sie zerbricht. Schecter hat da alles richtig gemacht. Der Cutaway sitzt auch ordentlich, sodass man auch beim Solo die hohen Lagen sehr angenehm bespielen kann. Die Platzierung des Volume-Potis ist sinnvoll (und klassisch): Man kommt gut dran, es stört aber nicht beim Spielen. Gleiches gilt für den Killswitch. Gut platziert, um nicht versehentlich beim (exzessiven) Spiel dranzukommen. Da haben alle mitgedacht! Klar, Bühnenerfahrung hat er ja, der Herr MGK.

Persönlich hätte ich für den Killswitch einen Push-Push -aster bevorzugt anstelle des 2-Wege-Schalters. Aber die Qualität des Schalters ist hervorragend. Wirkt grundsolid und stabil, auch für den häufigen exzessiven Einsatz gemacht. Großartig! Mein Lieblings-/Hassthema: Die hauseigenen Stimmmechaniken von Schecter verdienen einen eigenen sehr lauten Applaus! Genau so müssen Locking-Mechaniken sein! WOW! Sehr stimmstabil, gute Übersetzung und sehr fein einstellbar mit dem „richtigen“ Widerstand. Top!

Schecter Machine Gun Kelly Signature PT, Korpus Rückseite

Jetzt wollen wir aber mal was hören. Lets setup the amps and Rock ’n‘ roll …

PRAXISTEST 2: SOUNDS – SCHECTER Machine Gun Kelly Signature PT, E-Gitarre

Joa, was soll ich sagen. Schecter weiß eben echt, was sie tun beim Gitarrendesign und -bau. Der Ebenholzhals macht einen sehr klaren, transparenten Sound und zeichnet ein sehr ausgewogenes Frequenzspektrum, das sehr klar und definiert ist, v.a. in den Höhen und Mitten (da gehört eine Gitarre schließlich hin). Die US-amerikanischen hauseigenen Pickups transportieren den Sound der Gitarre hervorragend. Genug Output, um den Amp anzublasen, aber nicht zu viel, um ihn dabei nicht direkt zu überfahren.

Die unverzerrte Fraktion zuerst:

CLEAN SOUNDS

Man höre sich mal diese Klarheit in den Cleansounds an. Die einfachen, aber auch die komplexen Akkorde sind sehr deutlich gezeichnet, ausgeglichen und dabei super präsent, ohne nervig oder fisselig zu werden. Die Gitarre ist komplett upfront, auch ohne Kompression. Im Bandkontext wird sie sich hervorragend einfügen, ohne anderen Instrumenten die Show zu stehlen. Wow!

Man ergänze etwas Drive:

MID GAIN SOUNDS

Was sich im Cleanen gezeigt hat, kann dieses gute Stück tatsächlich auch mit Drive-Sounds. Irre, wie klar die Arpeggios immer noch bleiben und verständlich das Gespielte transportiert wird. Klar, dadurch verzeiht die Gitarre auch wenig in Sachen Unsauberkeiten im Spiel, aber wir üben ja alle, um zeigen zu können, was wir geübt haben. Auch Effekte, wie Octaver, werden mit dem „perfekten“ Signal versorgt und Tracken entsprechend gut und sauber. Ich bin wirklich sehr enthusiastisch beim Test, da die Klarheit und Präzision wirklich unfassbar gut sind. Und dabei ist der Grundsound der Gitarre einfach herrlich für moderne Rock und Metalsounds. Genug Fleisch und dennoch nie schwer, sondern eben sehr frisch. Die Riffs drücken, ohne zu matschen und man braucht keinen EQ oder weitere Tools in der DAW. In diesem Instrument schlummern Riffs und Songs ohne Ende!

Und nun wird’s richtig böse:

HIGH GAIN SOUNDS

Was soll ich sagen: Die Reihe setzt sich ebenso fort, wie sie begonnen hat. Mühelos meistert die Schecter Machine Gun Kelly Signature PT auch den High-Gain-Sektor. Egal ob fette Riffs oder Leads, alles genau so da, wie man das haben möchte. Durchsetzungsfähig und dabei einfach unfassbar klar. Sägt nicht, sondern singt. Die Killswitch-Aktion muss man üben und hier hätte mir persönlich, wie bereits geschrieben, ein Taster besser gefallen als der Schalter, aber dennoch: Da lauern böse Riffs und viel Kreativität! Checkt euch das auch! Unfassbar!!

Schecter Machine Gun Kelly Signature PT, Kopfplatte

Alle Klangbeispiele wurden in folgender Signalkette angefertigt:

SCHECTER Machine Gun Kelly Signature PT, E-Gitarre -> Universal Audio Apollo Twin X Interface -> NeuralDSP Plugins (Archetype: PLINI X) -> MacBook Pro -> Steinberg Cubase 13 PRO

Es kamen keine EQs, Kompressoren und andere Plug-ins zum Einsatz.

Schecter Machine Gun Kelly Signature PT

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Fazit

Unterm Strich bekommt man mit der Schecter Machine Gun Kelly Signature PT eine sehr gut verarbeitete, angenehm zu bespielenden und mit einem coolen Feature (Killswitch) ausgestattete moderne Rockgitarre. Optisch muss man sie mögen, aber ist sie auf jeden Fall ein Hingucker. Definitiv kein Allrounder, aber überzeugend in der Individualität. Sollte man mal auschecken.

Plus

  • sehr gute Verarbeitung
  • spannendes Tool: Kill-Switch

Minus

  • kein Gigbag/Koffer

Preis

  • 1.299,- Euro
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Schecter Machine Gun Kelly Signature PT
Schecter Machine Gun Kelly Signature PT
Kundenbewertung:
(3)
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    uelef

    Huch, was für eine Farbe … Aber andere Frage: Die verzerrten Sounds klingen wenig direkt. Hattest du da beim Plini-X-Plugin immer den Doubler drin? Wenn ja: Ich finde, der lässt einen schlecht den Sound einer Gitarre immer schlecht erahnen, weil zu viel Hall reinkommt …

    • Profilbild
      Ark

      @Tai Geht mir genau so! Bin kein großer Freund von MGK und die andere Signature „Rasierklingen“ Gitarre sieht meiner Meinung nach grausig aus, aber die hier hat was!

      • Profilbild
        shewoelfin

        @Ark Ich finde der Gitarre fehlt irgendwie der Wumms, sie hört sich doch etwas flach an, das Design ist jedoch ziemlich cool, mal was anderes. Das die Verarbeitung gut ist, finde ich außerdem beachtlich, da es bei der Marke oft ein Manko ist.

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