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Test: Casio XW-J1, DJ-Controller

Mit den ca. 7 cm breiten Touchstrips kann man bequem im Track umher springen. Alternativ durch schnelles Spulen bei deaktiviertem Scratchen. Schaltet man das Scratching ein, zoomt die Wellenform um den aktuellen Punkt herum ein. Leider ist der Marker für die Wiedergabeposition ziemlich unscheinbar. Da behilft man sich besser mit der Zeitanzeige.

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Im Scratchmodus verhalten sich die 11 Zentimeter durchmessenden Plattenteller bei Berührung der metallenen Oberfläche wie Vinyls, die Plexiglaskante hingegen löst Pitchbend aus. Alternativ geht das auch mit den kleinen Tastern oberhalb der Pitchregler. Beim Scratchen schaltet die Tellerunterbodenbeleuchtung von weiß auf rot um. Die Berührungsempfindlichkeit lässt sich stufenlos und getrennt für beide Teller an der Rückseite einstellen. Eine Einstellung des mechanischen Widerstands ist nicht möglich. Das eine Jogwheel eiert (ohne Funktionseinschränkung, nur optisch) etwas und der Widerstand unterscheidet sich leicht. Die Backspins laufen auf beiden nicht gleich lang. Hier und da macht sich der niedrige Preis etwas bemerkbar. Dank iOS Core Audio sind die Latenzen nahezu unhörbar, nur die virtuellen Decks brauchen einige Hundertstelsekunden, aber das tut der Performance keinen Abbruch.

Die 45 Millimeter langen Linefader haben einen mittleren Widerstand und sind je von 8, leider unskalierten LEDs gesäumt. Die rote und oberste LED dürfte aber die 0 dB signalisieren. Wenn man mittels der fitzeligen Gain-Regler zu laut regelt, setzt schnell eine Übersteuerung ein. Der Kopfhörerausgang ist relativ laut, was für die angepeilte Bedroomer-Klientel auf jeden Fall ausreichen sollte. Im obersten Bereich schreit es etwas heiser. Leider gibt es nur in Software einen Cue-Mix-Regler und keinen Master Cue.

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Auch 45 Millimeter kurz sind die mittig gerasterten Pitchfader. Zum Glück kann man sie in Software so umstellen, dass sie wie anderes Equipment nach unten hin beschleunigen und umgekehrt. Dort kann auch der Regelweg zwischen 8 und 75% mehrstufig umgeschaltet werden. Die eine Kappe sitzt nicht hundertprozentig fest. Bei der Kürze der Regler arbeitet man besser nur mit niedrigen Auflösungen, zumal die Software einem nur ganzzahlige BPM-Werte ausgibt und keinerlei Prozente. Das Konzept richtet sich schon deutlich an Sync-Nutzer.

Die Potis sind an den Seiten abgeflacht. Das ist der Griffigkeit und Präzision abträglich. Auch sind die punktförmigen Markierungen weniger deutlich als Striche. Die EQs sind, anders als inzwischen vorrangig anzutreffen, ohne Kill-Charakteristik. Die Filter sind in Neutralstellung deaktiviert. Bei Linksdrehung wirken sie als Tief-, rechts als Hochpass. Jeweils mit deutlicher Resonanz für die Effektwirkung.

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