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DJ Plattenspieler, alles, was ihr wissen müsst?

So läuft der Plattenspieler auch rund!

22. Februar 2024
DJ Plattenspieler, alles, was ihr wissen müsst?

DJ Plattenspieler, alles, was ihr wissen müsst?

DJ-Plattenspieler – im ersten Teil unserer Reihe über das Auflegen und Grundlagen sowie Tipps und Tricks für DJs haben wir euch ja die grundlegende Idee, was ein DJ ist und was er tut, erklärt und beschrieben, wie der erste Übergang gelingt. Heute wollen wir uns mal mit einem Stück Hardware auseinandersetzen, das für den DJ unverzichtbar ist: der DJ-Plattenspieler.

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Wieso der Zusatz „DJ“ beim Plattenspieler?

Weil es eben kein normaler Plattenspieler ist, der zum reinen Abspielen von Schallplatten dient. Im letzten Teil haben wir euch ja schon auf den sogenannten „Pitch-Fader“ aufmerksam gemacht, mit dem die Geschwindigkeit in einem gewissen Rahmen angepasst werden kann. Doch natürlich ist es damit nicht getan. Welcher Motor eignet sich besser? Muss ich alles über Vinyl abspielen? Brauche ich Nadeln nicht nur zum Stricken? Alles Fragen, die wir euch gern beantworten möchten. Also nichts wie los!

Nachdem die Pitch-Fader-Thematik geklärt ist, gibt es einen weiteren Faktor, den ein DJ-Plattenspieler einhalten muss, damit der Übergang gelingt. Natürlich ist es unabdinglich, dass sowohl Tempo als auch Takt angeglichen werden können, doch selbst das beste Taktgefühl nützt nichts, wenn der Motor nicht gleichmäßig läuft. Schließlich möchten wir ja, dass der händisch synchronisierte Song auch weiterhin synchron läuft.

Die zwei Arten von DJ-Plattenspielern

Generell gibt es zwei Arten von Motoren in Plattenspielern: den Riemenanantrieb und den Direktantrieb. Ein riemenangetriebener Motor übersetzt die Drehung des Motors, wie der Name schon vermuten lässt, über einen Riemen auf den Plattenteller. Zur Veranschaulichung binden wir euch hier ein Bild von einem HiFi-Plattenspieler ein, bei dem der Riemen außerhalb des Plattentellers verläuft, um das Ganze zu verbildlichen.

Was zeichnet den DJ-Plattenspieler aus?

Der Riemen läuft um den Plattenteller zum dezentralen Motor

Bei DJ-Plattenspielern läuft der Riemen meist innerhalb des Plattentellers verdeckt. Der Vorteil hierbei war eine Reduzierung des Motorlärms und Motorvibrationen, diese können sonst auf die Nadel übertragen werden. Der Nachteil hierbei ist meist ein niedrigeres Drehmoment des Plattenspielers und mit der Zeit kann es zu Ungenauigkeiten durch Abnutzung des Riemens kommen. Zudem kann es natürlich auch mal passieren, dass der Riemen vom Plattenteller springt, das muss nicht sein.

Direktantriebe zeichnen sich für ihr hohes Drehmoment aus. Generell gelten direktangetriebene Schallplattenspieler auch als verschleißfreier. Das Drehmoment spielt natürlich gerade dann eine entscheidende Rolle, wenn das Abspielen vielfach moduliert wird. Das kommt gerade beim Scratchen oft vor.

Was ist eigentlich Scratchen?

Das beschreibt das rhythmische Vor- und Zurückbewegen einer Schallplatte. Dadurch ergeben sich neue Sounds, diese werden mit passender Bewegung des Cross-Faders zu dem laufenden Song hinzugemixt. Hierzu werden wir aber in einem anderen Teil noch viel mehr drauf eingehen.

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Im DJ-Segment haben sich vorwiegend Direktantriebmodelle durchgesetzt. Gut gepflegt, sind diese auch unfassbar langlebig. Wir selbst haben Technics aus den 1990er-Jahren, die nach einer gelegentlichen Wartung immer noch laufen wie am ersten Tag. Eine Investition, die sich unserer Meinung nach komplett gelohnt hat. Außerdem kann man natürlich auch mit einem DJ-Plattenspieler seine Plattensammlung auch mal nur zum Genuss und nicht nur zum Mix auflegen.

Muss der DJ immer Schallplatten zum Auftritt mitnehmen?

Wer Plattenspieler hört und direkt mit den Augen rollt, da Schallplatten einiges an Geld kosten, den können wir beruhigen. Natürlich ist es unfassbar toll, eine große Sammlung an Schallplatten zu haben und jeder Kauf, gerade in einem gut sortierten Plattenladen, bringt eine emotionale Bindung mit sich, die man in Zeiten des Downloads so nicht mehr hat. Aber wem klar ist, dass er sich nicht den Rücken kaputt schleppen möchte, wenn es darum geht, seine Auswahl an Schallplatten mit zum Gig zu tragen oder sein schwarze Gold vor dem Umfeld eines Nachtclubs schützen möchte und nur sonntags im Abhörzimmer genießen möchte, dem können wir sagen, es gibt auch noch die Möglichkeit mit einem DVS zu spielen!

Was ist ein DVS?

DVS steht für Digital-Vinyl-System und ist eine ziemlich clevere Sache: Man legt eine Schallplatte mit einem Signalton auf und lässt das Signal nicht direkt in den DJ-Mixer, sondern erst in eine Soundkarte laufen, die das Signal im Rechner verarbeitet. Hiermit weiß der Rechner, wie schnell der Plattenspieler läuft und ob Manipulationen, wie das Abbremsen am Rande des Plattentellers, zum Synchronisieren des Takts durchgeführt werden. Im Rechner kann man dann mit einer Software wie beispielsweise Traktor Pro 3 oder Serato Scratch Live Pro Musikdateien mit diesen Informationen abspielen und manipulieren. Das Signal wird im Anschluss durch die Soundkarte in den DJ-Mixer geschleust. Für alle die also gegebenenfalls schon eine große Musikbibliothek, statt auf Schallplatte im Regal, als Datei auf dem Laptop hat, kann diese Auflegen und das mit dem Feeling von Vinyl.

DJ-Plattenspieler

Mit so einer Soundkarte geht es zum Beispiel gut

Jahrelang war das für uns ein gelungener Kompromiss, der uns viel Spaß bereitet hat. Alt trifft neu. Das filigrane Feeling von der Handhabung einer Schallplatte und des Plattenspielers in Verbindung mit der Möglichkeit schier unendliche viele Songs mit zum Gig zu nehmen und natürlich in gelungener Kombination mit den genannten Softwares Effekte einzubauen, hatte für uns einen absoluten Reiz und ist auch heute noch eine tolle Möglichkeit, beide Domänen zu verbinden. Wir werden im Laufe unserer Reihe noch einmal genauer auf DVS-Möglichkeiten eingehen.

Ohne Nadel läuft beim DJ-Plattenspieler nichts

Natürlich brauchen wir nicht nur eine Schallplatte zum Auflegen, das Signal muss ja auf dem DJ-Mixer landen. Hierfür brauchen wir natürlich auch eine passende Nadel, beziehungsweise ein Tonabnehmersystem. Die Nadel greift in die Rillen der Schallplatte. Die mechanischen Bewegungen der Nadel werden in elektrische Signale umgewandelt. Das geschieht im Tonabnehmersystem, an dem die Nadel befestigt ist, das Signal wird dann über den Tonarm weitergeleitet und kommt über das Cinch-Kabel raus. Hierbei haben wir ein Phono-Signal, da dieses sehr leise ist, muss es vorverstärkt werden, dies geht im DJ-Mixer. Jedoch gibt es auch Plattenspieler, die einen integrierten Phono-Vorverstärker haben.

DJ-Plattenspieler Nadel

Nadel & Tonabnehmer

Schallplatten sowie Nadeln sollten mit ein wenig Fingerspitzengefühl gehandhabt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann hierzu die Absenkautomatik an Plattenspielerverwenden. Mit einem Hebel am Fuß des Tonarms kann dieser über eine Schiede hochgehoben werden. Im Anschluss platziert man die Nadel dann über die Stelle, ab der man die Schallplatte abspielen möchte und senkt mit einer weiteren Betätigung des Hebels die Nadel sanft auf die Schallplatte.

Natürlich gibt es auch bei den Nadeln verschiedene Ausführungen und Modelle. Hierzu haben wir im letzten Jahr bereits einen Artikel herausgebracht, den wir euch hier verlinken. In diesem Artikel lest ihr auch raus, welcher Typ Nadel für euch als DJ infrage kommt.

Die Slipmat – nur damit läuft es auf dem DJ-Plattenspieler rund

Gerade alle, die gern scratchen möchten, brauchen zwischen der Schallplatte und dem Plattenteller noch eine sogenannte Slipmat. Diese „Rutschmatte“ besteht meist aus Filz und sorgt zum einen dafür, dass Schallplatten nicht zerkratzen und ermöglichen andererseits gewisse Manöver an den „Wheels of Steels“. Durch die Slipmat gibt es weniger Reibung zwischen Vinyl und Plattenteller. So kann man scratchen, ohne dass der Plattenteller anhält, lässt man im Anschluss die Platte wiederlos läuft diese sofort auf der gewünschten Abspielgeschwindigkeit weiter.

DJ-Plattenspieler

Klein aber fein – Slipmat und 7″ Vinyl

Wer das Ganze noch ein Stück weitertreiben möchte, der kann einen weiteren Zuschnitt, beispielsweise aus einem Vinylhülleninlet oder tatsächlich aus Back- oder Wachspapier unter die Slipmat legen, dadurch gibt es noch weniger Reibung. Wer jetzt die Schallplatte gekonnt nach hinten bewegt, stellt fest, dass diese sich nach dem Loslassen rückwärts dreht. Was wir hören, ist dann ein sogenannter Backspin.

Füße und Waage – was der DJ-Plattenspieler damit zu tun hat

Wenn eine Schallplatte läuft, sollte man nicht an den Plattenspieler stoßen, da so die Nadel aus der Rille springt und an einer anderen Stelle wieder in den Groove greift. Das hört sich nicht nur scheußlich an, sondern zerkratzt im schlimmsten Fall noch die Schallplatte. Ein ähnliches Problem sind Vibrationen aller Art. Sind diese zu stark, können sie den gleichen Effekt haben: Die Nadel springt. Natürlich wollen wir das vermeiden und daher haben DJ-Plattenspieler von Haus aus meist Füße, die externe Vibrationen abdämpfen sollen. Hier kann man aber auch nochmal in verschiedenen Formen nachrüsten. Steht auf eurem DJ-Pult beispielsweise eine Betonplatte, vibriert diese und damit der Plattenspieler und die Nadel natürlich nicht so leicht. Steht aber eine Monitorbox auf einem herkömmlichen Bühnentisch, sieht das Ganze anders aus.

Zudem sind die Füße in der Regel höhenverstellbar und das aus gutem Grund: Der DJ-Plattenspieler muss stets in Waage stehen. Einerseits ist dies schonender für die Schallplatte und andererseits sichert ihr damit, dass die Nadel nicht ein paar Takte skippt. Das passiert schnell, wenn eine Unebenheit besteht.

Staubwischen ist auch beim Auflegen ein Muss

DJ-Plattenspieler antistatische Bürste

Ein Muss im Koffer eines jeden Vinyl-DJs

Ein weiterer Feind des DJs, der mit Schallplatten auflegt, ist der Staub und ja, auch im Club staubt es ordentlich, auch wenn man das eigentlich gar nicht denkt. Das Problem? Dieser sammelt sich gefühlt magnetisch auf der Schallplatte und beim Abspielen an der Nadel. Dahingehend haben DJ-Plattenspieler oft eine Nadelbeleuchtung, um auf das Ganze ein erhellendes Licht zu werfen. Mit einer antistatischen Bürste könnt ihr euch aber schnell dem unerwünschten Staub entledigen. Zubehör rund um Schallplattenspieler haben wir euch hier mal aufgezeigt. 

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Neben Cinch gibt es noch einen Anschluss am DJ-Plattenspieler: das Massekabel

Als letztes fragt ihr euch bestimmt, was dieses Kabel mit dem metallenen „U“ am Ende soll. Das ist das Massekabel, das für die Erdung des DJ-Plattenspielers notwendig ist. Diese schließt ihr wie auch das Cinch-Kabel am DJ-Mixer an. Hier gibt es eine sogenannte Erdungsschraube, an die das „U“ geklemmt und festgeschraubt wird. Wer dies nicht tut, hört ein unschönes Brummen, sobald aber der Plattenspieler wie beschrieben geerdet wurde, löst sich dieses zum Glück in Luft aus.

Wir hoffen, dass wir euch hiermit ein wenig die grundlegenden und notwendigen Fähigkeiten nahebringen konnte, die einen DJ-Plattenspieler ausmachen und freuen uns auf den nächsten Teil unserer Reihe.

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Forum
  1. Profilbild
    richard AHU

    Erwähnenswert wäre das sich die Motoren der unterschiedlichen Modelle durchaus in ihrer Präzision unterscheiden. Die Reloops der ersten Generation waren zum Beispiel nicht sonderlich präzise, wohin neuere Generationen wie der RP-5000 mittlerweile eigentlich ähnlich solide laufen wie der Technics (wie es in ein paar Jahren aussieht wird sich zeigen, ein Technics altert meist gut wenn man ihn gut behandelt ein billiges DJ Laufwerk nicht immer).
    In dem Artikel wurde auch die Stroboskopbeleuchtung ausgelassen, für die Justierung der Drehzahl ist ein Linien oder Punktemuster am Plattentellerrand angebracht das mit einer fest verbauten Glimlampe angeleuchtet wird. Abweichungen der Drehzahl werden als langsame Bewegung war genommen.

  2. Profilbild
    mfk AHU

    Ok, ich erwarte bei einem kostenlosen Magazin keine halben Doktorarbeiten.
    Aber dieser konfuse Artikel ist schon sehr anstrengend zu lesen.
    Ist desewegen das Fragezeichen im Titel?

  3. Profilbild
    York_vom_Ork

    Ahoi, hättet gerne auf die Anordung der turntables eingehen können, wieso manche die Dinger hochkant stellen. Der Pitchfader eine zentrale Bedeutung hat oder bei gewisser – genannter hochkanter Aufstellung eventuell nicht so wichtig ist, dass das TonarmGewicht. und Antiskating oft auf Anschlag stehen etc. DJs die zur Bürste greifen hab ich selten in meiner Zeit gesehen, Vinyl war da eher ein durchgangsartikel einen Tonarmlift benutzte auch niemand, aber mehr Wertschätzung ist ggf. angebracht :-)
    Musikalische Grüße

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