Test: Cort G260 NA, E-Gitarre

25. Mai 2011

Naturholz-Modern-Strat!

Der koreanische Gitarrenhersteller Cort besitzt mit der G260 NA ein klassisches „Modern-Strat-Modell“ im Programm. Mit einer H-S-S Tonabnehmerbestückung, einem original Wilkinson-Vibratosystem, einem original Graphtech-Sattel und einem Maple-Neck bietet das Instrument die ideale Basis für eine flexible und in vielen Stilrichtungen einsetzbare Rockgitarre im klassischen Sinne. Zudem ist der Preis äußerst interessant und man fragt sich erneut, wie es möglich ist, eine derart komplett ausgestattete Gitarre zu einem Straßenpreis von nicht einmal 300,- Euro im Laden anzubieten. Die Fernost-Produktion (in diesem Fall Indonesien) macht’s eben möglich und versetzt die Fachwelt erneut ins Staunen. Was die Cort G260 NA noch alles zu bieten hat und ob sich die beschriebenen Facts genauso anfühlen und klingen, soll dieser Amazona-Test nun zeigen.

-- Die Cort G260 NA --

— Die Cort G260 NA —

Facts & Features

Dass man bei diesem Preis kein Case oder Gigbag erwarten darf, sollte klar sein, geliefert wird die Cort G260 NA in einem einfachen Pappkarton. Was nicht fehlt, ist allerdings Werkzeug in Form von drei Inbus-Schlüsseln sowie einer Ersatzfeder für das auf der Decke montierte Wilkinson VS 50 II-Vibratosystem. Es handelt sich hierbei tatsächlich um ein original Wilkinson-System, lediglich auf den im Regelfall dazugehörigen Rollensattel am Hals wurde verzichtet. Diese Funktion übernimmt an der GA260 NA aber immerhin ein original Graphtech-Sattel, der zudem auch sauber eingesetzt wurde.

Der Body des Instrumentes besteht aus dreiteiliger Sumpfesche (Swamp Ash) und besitzt eine hübsche, kräftige Maserung, vom Hersteller als „Open Pore Natural“ bezeichnet. Der Hals/Korpusübergang, die Decke im Bereich der Armauflage sowie die Rückseite bieten ein angenehmes Shaping zum komfortablen Bespielen der Gitarre. Der vierfach im Body verschraubte Hals besteht aus einem Stück Ahorn, aufgeleimt wurde ein Griffbrett aus Vogelaugenahorn, welches zwar von der Qualität nicht unbedingt „US-Custom Gitarrenbau-Standards“ entspricht, aber dennoch wirklich schön anzuschauen ist.

Mit einer Mensur von 648 mm und einem Radius von 12″ (305 mm) entspricht er den klassenüblichen Standards und dürfte somit Spielern der unterschiedlichsten Genres durchaus entgegenkommen. Es befinden sich 22 spielbare Jumbo-Bünde auf dem Griffbrett, die sauber und akkurat eingesetzt wurden. Dazu gibt es anstelle einfacher „Dots“ Positionspunkte aus Abalone-Perlmutt im oberen Bereich der entsprechenden Bünde. Das Bespielen des Halses bis in die höchsten Lagen gestaltet sich auf Grund des weit ausgefrästen unteren Cutaways der Gitarre zudem als sehr gut.

Klangbeispiele
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