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Test: Creamware Pro-12 ASB, Sonic Core


Virtuell Analoger Prophet

Nachdem Creamware mit dem Minimax begonnen hat, die virtuell-analoge Version eines Synthesizerveteranen auf den Markt zu bringen, folgt nun der nächste Klassikernachbau: der Pro-12 ASB. Beim letzten Mal diente ein Minimoog als Vorbild, dieses Mal ist es der 1978 erstmalig in den U.S.A. erschienene Prophet 5 der Firma Sequential Circuits. Neben einem schicken Gehäuse im Retrodesign legte Creamware auch Wert auf eine zeitgemäße Anbindung über USB an den Computer.

 

Auf den ersten Blick

Direkt beim Auspacken, noch vor dem ersten Anblick, steigt einem ein wohliger Holzgeruch in die Nase und lässt das Herz erwärmen. Schließlich erscheint der Creamware Pro-12 ASB in gewohnter 19“ Tischgerätgröße in einem sehr ansehnlichen Retrodesign. Aus dunkelbraunem Holz sind nicht nur die Seitenteile, sondern auch die Verstrebungen auf der Oberfläche des schwarzen Metallgehäuses. Liebevoll ist dem Karton ein gelber Zettel beigelegt, der zur Holzpflege mit Ölen aufruft.

Das weitere Zubehör ist schnell gezählt: ein (leider) externes Netzteil, die Registrierungskarte und eine CD, welche die zugehörige Remote Control Software für Windows und die Bedienungsanleitung als PDF-File beinhaltet. Die Software Version für OSX steht mittlerweile unter www.creamware.de zum Download zur Verfügung, allerdings nur für Version 10.4 „Tiger“.

Sehr ausführlich und gut verständlich ist die Bedienungsanleitung geschrieben, jedoch wäre eine ausgedruckte Variante schon wünschenswert.

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Unser Testexemplar des Pro-12 ASB wackelte leider auf dem Tisch. Wir gehen davon aus, dass dies in den übrigen Seriengeräten nicht der Fall ist.

Ein Blick auf die Anschlussmöglichkeiten ist dann schon wieder erfreulicher. Die zwei Paar asymmetrischen analogen 6,3 mm Klinken Ein- und Ausgänge sind vergoldet und dadurch widerstandsfähiger als herkömmliche. Über den USB-Port lassen sich nicht nur der Pro-12 ASB und die Remote Control Software verbinden, sondern auch Midi-Signale schicken. Natürlich sind auch Midi In, Out und Thru vorhanden und wie schon bei dem Creamware Minimax ASB fehlt neben dem Anschluss für das Netzteil die Zugentlastung.

Insgesamt ist die Verarbeitung des Gerätes aber sehr robust, die Potis und Druckknöpfe wirken hochwertig, lediglich manche Potiknöpfe sitzen ein bisschen wackelig.

 

Die Bedieneroberfläche

Der Creamware Pro-12 ASB verfügt über zwei Oszillatoren, die sich zueinander synchronisieren lassen. Der erste, Oszillator A, besitzt zwei Wellenformen (Sägezahn und Pulse), Oszillator B hingegen drei (Sägezahn, Triangle und Pulse). Die jeweiligen Wellenformen können einzeln oder gleichzeitig aktiviert werden. So erreicht man bei Bedarf eine Summe von bis zu fünf Wellenformen. Beide Oszillatoren lassen sich durch jeweilige Frequency- und Pulsewidthpotis regeln.

Als Modulationsquelle kann aber Oszillator B auch genutzt werden. Durch das Einschalten des Low-Frequency Buttons wird er zum LFO und auch die Frequenzbestimmung durch das Keyboard kann entkoppelt werden, so dass Oszillator B nur noch auf der manuell eingestellten Frequenz schwingt.

Die jeweilige Lautstärke der beiden Oszillatoren wird in der Mischersektion bestimmt. Hier kann auch über einen dritten Volumenregler das White Noise-Signal hinzugefügt werden.

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Die Summe dieser Mischung gelangt anschließend in das 24dB Tiefpassfilter. Dieses ist natürlich modulierbar und seine Resonanz reicht, wie beim Original, bis zur Eigenresonanz! Nicht nur durch die eigenen ADSR Hüllkurve kann das Filter moduliert werden, sondern auch über das Keyboard und die weiteren Modulationsquellen, zu denen aber später mehr.

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Klangbeispiele

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Creamware Pro 12 ASB

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