Report: Creamware Pro-12 revisited, Sonic Core

15. Oktober 2016

Best VA Prophet-5 ever

Die Idee für diesen Bericht über den Creamware Pro-12 kam mir im Frühjahr 2016. Amazona.de hatte ein längeres Interview von Klaus Rausch mit John Bowen veröffentlicht. In Teil 2 erzählt der große Synthesizer-Designer Bowen von seiner Zeit bei Creamware. Bowen war damals frustriert von den eingeschränkten Möglichkeiten bei seiner Arbeit an der Oasys. So kehrte er Korg den Rücken und stieß zu dem kleinen Entwicklerteam im nordrhein-westfälischen Siegburg. Das Besondere der Scope-Plattform bringt er knackig auf den Punkt: „Eine solche proprietäre Soundcard erlaubt eine derart überragende Audioqualität, die keine der nativen Software Programme wie Generator (Reaktor) managen könnte.“ Für Bowen führte der logische Weg zu seinem Hardware-Synthesizer Solaris.

Mit den Holzseitenteilen ist der Creamware-Pro 12 eine Zierde für jeden Coffee Table

Mit den Holzseitenteilen ist der Creamware Pro-12 eine Zierde für jeden Coffee Table

Und für mich stand fest: Das Trio aus Creamware Pro-12, Minimax und Prodyssey verdient durchaus noch einmal eine eigene Würdigung. Dieser Bericht zum Pro-12 soll einen Anfang machen. Ein Hinweis noch – die Fotos zeigen statt des Creamware Logos das von Sonic Core. Das ist der Insolvenz der Firma Creamware im Jahr 2005 geschuldet. Die etwas verwickelte Firmenhistorie habe ich gegen Ende der Story noch einmal auseinander gedröselt. An dieser Stelle nur so viel: Die Geräte wurden – unter neuem Namen, aber sonst unverändert – ab 2007 von der Firma Sonic Core vertrieben.

Renaissance der Klassiker

Warum in aller Welt soll man sich heute mit virtuellen Emulationen von über 30 Jahre alten Synthesizern beschäftigen? Nun, die Originale haben einst Geschichte geschrieben. Der Minimoog stutzte tonnenschwere Modularsysteme auf ein bühnentaugliches Format zurecht. Ähnliche Pionierarbeit darf dem Prophet-5 als einem der ersten voll programmierbaren Poly-Synthesizer attestiert werden. Und der ARP wiederum glänzte mit seinen reichhaltigeren Modulationsmöglichkeiten und seinem stärker analytisch klingenden Filter. Und bildete so einen von vielen Musikern geschätzten Gegenpol zum Moog. Der Ausnahmerang dieser Instrumente wird dadurch bestätigt, dass sie heute ihre Wiedergeburt erleben.

Prophet 5 - der amtliche Polysynthesizer, leider teuer

Prophet-5 – der amtliche Polysynthesizer, leider teuer

Moog bringt ein Re-Issue des Minis, der ARP wurde im Bonsai-Format von Korg geklont und Dave Smith zielt mit dem Prophet-6 auf die Fans des Prophet-5. Sogar den traditionsreichen Namen Sequential Circuits durfte er wiederaufleben lassen. Gleichzeitig werden für die Originalinstrumente inzwischen immer höhere Summen aufgerufen. Die euphemistische Umschreibung „Liebhaberpreise“ vermag den Wahnsinn kaum zu bemänteln. 4000 Euro für einen Minimoog, ab 5000 für einen Prophet, um die 2000 für einen ARP. Dass das Korg Remake die ARP-Preise hat einbrechen lassen, halte ich für ein Gerücht. Einen gut erhaltenen White Face beispielsweise bekommt man auch heute nicht hinterher geworfen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Danke für diesen Beitrag und vor allem für Deine Beispiele. Super Idee, die bei mir das eine oder andere Schmunzeln ausgelöst hat. Bei „Funky“ musste ich sofort an grosse Sakkos und meine erste Prophet-10 Sichtung denken. Bei „Africa“ bin ich erst durch den Titel drauf gekommen, da dort ein Sound vorkommt, den so ähnlich sein Nachfolger in seinem Soloprojekt verwendet hat. Übrigens eine Geschichte zu den beiden, die hier schön abrundet. Angeblich wurde der P-5 des einen dem anderen geborgt und im grössten Hit kommt für mich die Mutter aller Padsounds vor (Epic). Tja… schlecht sind sie nicht, die alten VAs… äh digital Subtraktiven. Klasse Bericht!

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      costello  RED

      Hallo Peter, danke für Dein nettes Feedback!
      Deine Entschlüsselung der Soundbeispiele ist schlüssig :-) und die Beschreibung „digital Subtraktive“ finde ich wunderbar. Erst nach Fertigstellung des Artikels bin ich übrigens auf diesen Artikel (Link ist unten angehängt) gestoßen. Japan-Keyboarder Richard Barbieri, den ich für einen der genialsten Synth-Programmierer halte, hatte seinen Prophet 5 tatsächlich live gegen einen Pro-12 eingetauscht. O-Ton Barbieri: „The latest thing I bought is a little Prophet, I suppose. It’s an emulation. Although it’s got exactly the same back, but in miniature form, so it’s a hardware back of the Prophet, made by Soniccore, and I use that because I can actually change the sounds as I’m making them, and I know where everything is, and I’m very comfortable with that interface…this one is a complete emulation of a Prophet… It’s pretty accurate.“

      Das finde ich auch :)))

      http://mus.....rbieri.php

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    YC45D  

    als Besitzer eines Minimax bin ich nun voller Vorfreude auf Ihren nächsten Beitrag.
    Dieser schöne Beitrag über den Pro-12 macht mir nun wieder Hoffnung auf die Klärung einiger Probleme,die ich mit dem Minimax gehabt habe.
    Ich vermute mal,dass ich da nicht alleine bin….
    Vermutlich ist der Minimax doch der am meisten gekaufte Creamware-bzw. Sonicore ASB synthesizer gewesen.

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      costello  RED

      Hallo YC45D, ich kenne zwar nicht die Verkaufszahlen; aber der Minimax war das erste ASB-Gerät und – neben dem Pro-12 – sicher das populärste. Beim Minimax war der Anspruch des Creamware-Entwicklerteams den Minimoog wirklich „nachzuschöpfen“. So sollten die Potistellungen/Reglerwege praktisch 100 Prozent dem Original entsprechen. Da sind die Toleranzen gerade beim Prodyseey doch um einiges größer. Die Polyphonie sehe ich beim Minimax eigentlich nur als nette Beigabe. So gibt es zum Beispiel ja auch kein polyphones Portamento. Der Minimax-Artikel liegt leider noch nicht fertig in der Schublade; da muss ich also um Geduld bitten ;-)

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        akademus

        Hallo Costello,
        zum Portamento vom Minimax:
        Bei der ASX-Version, die ich in meinem UF60 habe, kann ich die Glide-Funktion auch polyphon benutzen.
        Ist das bei der ASB-Version anders?

        Andere Frage: Kann man die Entwickler von Use Audio noch irgendwie kontaktieren?
        Mich stört an der B4000 (ASX), dass der Rotor nicht mit dem Mod-Rad gesteuert werden kann, sondern fest mit dem Controller 72 verbunden ist.

        Gruß
        Andreas

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          costello  RED

          Hallo Akademus, der Minimax-ASB verfügt tatsächlich über kein polyphones Glide. Im Sonic Core-Manual wird darauf nicht eingegangen, und ich hielt es zunächst für einen Bug. Internetrecherche ergab dann Einträge wie diesen aus dem Moog-Forum: „Also, when you change the patch from monophonic to polyphonic operation, the Glide function switches out. The Minimax does not offer polyphonic glide. If the Glide was ON in Mono mode, it’s gone when you switch to Poly mode.“ Meines Wissens ist das auch nicht durch ein OS-Update geändert worden. Use Audio ist ja eine andere Firma als Sonic Core, auch wenn beide die Scope Engine benutzen. Sonic Core liefert noch Aktivierungsschlüssel für OS-Updates. Die Use Audio-Website ist – wie geschrieben – von 2008; da glaube ich nicht, dass es noch Support gibt. Der Plugiator bietet ja praktisch nur Regelungsmöglichkeiten für Filterfunktionen und Decaytime am Gerät; Glide wäre also nur über das Editoren-Programm zu erreichen, und ob sie da eine andere (bessere) Lösung haben als Sonic Core, kann ich derzeit leider nicht überprüfen. Viele Grüße, Costello

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            akademus

            Vielen Dank Costello, für die ausführliche Info zum Glide-Effekt.
            Meine andere Frage bezog sich nicht auf den Minimax, sondern auf ein anderes Plugin, die B4000.
            Da ich von Use Audio nicht die Pult-, sondern die Einbaukartenversion habe, benutze ich zum Schauben die Controller des CME UF60. Das macht sich eigentlich ganz gut. Mich stört halt nur, dass sich die Leslie-Geschwindigkeit (Slow fast) nicht mit dem Modulationsrad steuern lässt, so wie das beim Minimax geht (habe auch noch eine Scope-Karte in meinem PC).

            Danke nochmal und viele Grüße
            Andreas

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              costello  RED

              Hallo Andreas, habe eben auch nochmal in die Midi Implementationsliste von der B 4000 geschaut: CC 72 :-( Beim Aftertouch hätten sie’s ja eigentlich auch noch unterbringen können.
              Aber mal ein praktischer Vorschlag: die B-4000 ist von der Emulation wirklich super, aber bei Drive und Leslie gibt’s inzwischen Besseres. Häng einen Ventilator dran und die Kiste fängt an zu fliegen. Und dann wechselt Du die Geschwindigkeit mit einem Fußdruck und brauchst kein Mod-Wheel :) Viele Grüße, Christian

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    YC45D  

    als Besitzer eines Minimax bin ich nun voller Vorfreude auf Ihren nächsten Beitrag.
    Dieser schöne Beitrag über den Pro-12 macht mir nun wieder Hoffnung auf die Klärung einiger Probleme,die ich mit dem Minimax gehabt habe.
    Ich vermute mal,dass ich da nicht alleine bin….
    Vermutlich ist der Minimax doch der am meisten gekaufte ASB Synthesizer gewesen.

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      costello  RED

      Der Arp-Klon ist soundmäßig super und das Desktopgerät werde ich mir Sicherheit auch zulegen. Ist aber halt nur zweistimmig. Der Prodyssey dagegen kann wie ein ARP Quadra klingen ;-)

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    falconi  RED

    Was ich ich nicht verstanden habe:
    Wie funktioniert der Configuration Strip, wenn Reglerwerte nicht „abgeholt“ werden? Bedeutet das nicht, dass die Werte sofort „springen“, wenn man einen Regler bewegt? Welche Abweichung kann der Strip dann noch anzeigen?

    Ansonsten: Ein toller Beitrag!
    „Antiker Sound“ entsteht übrigens durch größere Bauteiltoleranzen, Bauteilalterung, „Crosstalk“ zwischen bedrahteten Bauelementen, „überholte“ Schaltungskonzepte – und alles, was mit diesen technischen Ursachen einhergeht: Verstimmung, abweichende Zeitkonstanten in den Hüllkurven, Rauschen, Brummen, Spratzeln…mehr „Eigenleben“, oft auch gefühltes „Klangvolumen“.

    UHUND natürlich durch „olles Zeug aus den Achtzigern“. Will sagen: Analoge Instrumente werden heute ganz anders eingesetzt und eingebunden (eher monophon als polyphon, eher staubtrocken als mit Chorus und Hall, mehr vorne als hinten, mehr staccato als legato).
    Verstimmte Minimoogs und rumeiernde Rev.2’s mit großen Knöpfen sind daher schön für Babyboomer – die haben Platz, Midlife-Crisis, Hyperopie und 5000 Euro. Millenials haben kleine, flinke Finger und fahren daher lieber P-6.

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      costello  RED

      Hallo Falconi, beim Aufrufen eines Klangs springt dieser tatsächlich, wenn ich etwa das Filter weiter öffne. Mit der optischen Match-Funktion kann ich mich dem Original-Klang wieder annähern. Blinkt die mittlere LED, dann habe ich den Originalklang und die dazugehörige Reglerstellung. Beim Filter geht das auch mit den Ohren, bei komplizierten Polymod-Einstellungen ist die optische Kontrolle dagegen schon hilfreich. Übrigens: Ich hätte persönlich nichts gegen einen eierenden Rev. 2 einzuwenden. Bin aber auch ein Kind der 80er, wie den Musikbeispielen sicher anzuhören ist ;-)

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    falconi  RED

    Aha.
    Dann hätte ich in modernen Synthesizern gerne „Abholung“, aber bitte mit „Strip“.;) Dann kann man nämlich beim Bewegen eines Reglers sehen, wie weit man noch noch vom aktuellen Wert entfernt ist.
    Die Lösung nach Deiner Beschreibung finde ich grotesk unpraktisch: Erst erzeuge ich einen hörbaren Sprung, bekomme aber nachträglich noch angezeigt, warum…tolle Wurst.

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      costello  RED

      Das gehört in der Tat zu den Unausgegorenheiten des Pro-12. Beim Erstellen neuer Klänge ist das Feature aber trotzdem hilfreich.

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    Son of MooG  AHU

    Die Creamware-ASBs weckten seinerzeit auch mein Interesse, waren mir aber leider zu teuer. Erst beim Dumping-Plugiator konnte ich zuschlagen, tauschte ihn dann aber wegen Problemen mit den Software-Editoren gegen den Dark Energy Mk I ein. Als überzeugter Synthesist, der seine Sounds selten zweimal verwendet, habe ich keinen Bedarf an Preset-Geräten. Daher will ich auch keine bekannten Sounds nachbauen. Wenn ein Synth gut klingt, ist mir egal, wie nah er am Original ist oder wieviel Speicherplätze er hat.

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      costello  RED

      Hallo Son of Moog, der Plugiator war bei mir der „Anfixer“. Mit seinen eingeschränkten Editoring-Möglichkeiten verkommt er tatsächlich schnell zur Presetschleuder. Aber er hat mir die Soundmöglichkeiten der Creamware-ASB-Boxen aufgezeigt, die ich mir dann nach und nach zugelegt habe. Mehrere der in meinen Klangbeispielen benutzten Sounds sind übrigens „on the fly“ entstanden – ob man die nun abspeichert und nochmal verwendet oder nicht, das bleibt ja jedem überlassen ;-)

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    AMAZONA Archiv

    Als Benutzer der ersten Stunde bis zum heutigen Zeit nutze ich das Sonic core Scope System, es beinhaltet eine enorme Palette an Synthesizer und vieles mehr unter anderem auch der Prophet. Die Sachen sind absolut State of Art und das hier in Hardware gegossene Gerät lässt so manchen Konkurrenten aus der heutigen Zeit immer noch erblassen.

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      costello  RED

      Hallo amazonamann, ich habe gesehen, Du nutzt Scope seit 1997 und bist ein echter Creamware-Veteran ;-) Die Scope-Plattform ist schon einmalig, oder – wie ein anderer User geschrieben hat: „Da verschmilzt der PC mit dem Studio wie die Butter in der Bratpfanne.“ Das ist bei den ASB-Teilen nun zugegebenermaßen nicht der Fall, aber sie haben dafür andere Vorzüge – und vor allem den gleichen tollen Sound.

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    k.rausch  RED

    Klasse Artikel und stellt endlich mal diese ASB Dinger als NeoKlassiker ins Rampenlicht, die waren ihrer Zeit ganz schön voraus. Den Pro12 fand ich schon damals am meisten gelungen von dieser Vierer-Gang. Schade, dass die nicht mehr hergestellt werden.

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      costello  RED

      Hi Klaus, man müsste mal bei Ferrofish nachhaken, ob die nach der Hammond-Emulation B-4000+ (die ja positiv aufgenommen wurde), evtl. auch die anderen ASB-Klassiker wiederbeleben wollen. Dann müssten sie aber nochmal an die Software ran und ein paar Bugs ausbügeln :-)

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        Son of MooG  AHU

        Das würde ich sofort unterstützen, wenn’s im gleichen Preissegment der B4000+ bleibt. Am guten Sound gibt es ja keinen Zweifel, wobei mir der virtuelle Arp besonders zusagte. Trotz KARP-Modulen sähe ich einen Markt für einen polyphonen VARP, der dann gute 200,-€ günstiger wäre. Das gilt natürlich erst recht für den Prophet und Minimoog, wo der Preisunterschied 4-stellig wäre…

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          costello  RED

          Hi Son of MooG, keine Ahnung, ob Ferrofish-Chef Kindermann ab und an mal auf Amazona.de unterwegs ist. Man müsste ihn also wirklich mit der Nase drauf stoßen, und sagen, dass an solchen Konzepten durchaus noch Interesse besteht. Und die können – wie bei der Ferrofish B-4000+ – ja auch gerne modern umgesetzt werden. Besteht ja keiner auf Holzseitenteilen in Eiche rustikal ;-)

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            AMAZONA Archiv

            Das glaube ich nicht, denn da alle hier nur sparen wollen, und alles immer billiger als das bisherige sein muß, für welche Marge soll er denn das neue Risiko eingehen? Für 300 EUR kann keiner den schönen Prodyssey nachbauen. Die Ferrofish Orgel finde ich echt häßlich im Vergleich zur ASB/Soniccore.Vom Plugiator ganz zu schweigen

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    AMAZONA Archiv

    Das hat ja glatt mal Appetit auf Sonic Core und die ASB’s gemacht. Dave Smith hat mit dem P5 einen Studiostandard geschaffen der singulär als Instrument zu sehen ist. Ebenso wie z.B. der DX7. DIese Instrumente sind es Wert so zu erhalten und klanglich 100% nachzubauen. Moog macht es vor und DSI sollte nachziehen. Danke für den schönen Test und die tollen Klangbeispiele. Schade das eine Firma wie Creamware pleite geht und Roland heute ihre ASB-Engine als großen Wurf verkauft. P.S. Hab gerade gesehen das der ProTone als Pro One-Clone ebenfalls existiert. Da steht dann bald ein Vergleich zwischen dem Original, U-he und dem ProTone an. Ich ahne jetzt schon wer gewinnen würde. Hier mal die „unbekannte“ Seite. Der Modular soll auch klasse sein.
    http://son.....38;lang=us

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      costello  RED

      Hi Kyotonic, ich sehe es auch so – das sind Klassiker und es ist legitim, dass sie „nachgeschöpft“ werden. Was ja die Wichtigkeit und Bedeutung von kompletten Neuentwicklungen überhaupt nicht in Frage stellen soll. Creamware hat damals wirklich etwas Pech gehabt. Die tollen Sounds gibt’s zwar bei Sonic Core immer noch; aber leider eben nicht in der speziellen Form der Authentic Sound Boxen mit der den Originalen nachempfundenen Bedienoberfläche. Danke für Deinen Hinweis auf den ProTone!

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    AMAZONA Archiv

    Ja der Pro one ist genial als plugin. John bowen hat im Shop Bereich der sonic-core.net Seite weitere Leckerbissen, so zum Beispiel auch einen weiter modifizierten pro one mit 24db slope filter Typen die auswählbar sind. Ein Prophet namens pro wave. Und sogar ein Solaris plugin! Wer es moderner mag kann aus die plugins von ocean Swift Synthesis betrachten. Ein jp8000 clone und sehr eigene verrückte Synthesizer Konzepte gibt es dort zu bewundern. Die hohe Qualität der Produkte bezahlt man mit viel dsp Hunger, das Ergebnis ist verblüffend gut. Allerdings führt sonic-core.net ein absolutes Schattendasein, aber es lebt!

    PS was mir noch einfällt ist der Mattomat, ein stepsequenzer nützlich wie ich noch keinen gesehen habe, dazu gibt es auch ein Video auf YouTube

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      Coin  AHU

      Hallo Amazonaman,
      Danke für die PlugIntipps, Oceanswift kannte ich noch nicht.
      Werd wohl zuerst den PI2525 probieren.
      Habe aber meine Zweifel, dass diese VSTi´s
      an die populären VST´s ran kommmen.
      (Serum, Diva, oder denn kommenden RePro)
      Grüße

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    AMAZONA Archiv

    Schöner Bericht und noch schönere Klangbeispiele! Top. :)

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      costello  RED

      Merci Marko! Wenn die Kinder groß sind, mache ich vielleicht auch einen youtube-Channel auf – und Du weisst, von wem der inspiriert wäre ;-)

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    TobyB  RED

    Hallo Costello,

    sauber! Der Dancebeat klinkt so schräg, das es wieder gut ist. Ich dachte, gleich springt dich Mike Lehmann an. Was ich nicht so ganz verstanden habe, ist der Updatevorgang. Zumindest unter XP ff. sollte der Betrieb und das Update möglich sein. Im Prinzip wird doch nur über Midi und ggf. eine Terminalsession kommuniziert. Ansonsten, hier stehen noch ein WinXP Laptop und ein Power Mac 9400 ;-)

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      costello  RED

      Hi Toby, message angekommen: ich bleib besser bei meinen 80ern ;-) PS: Meinst Du den Mike Lehmann von Radio Fritz?

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        TobyB  RED

        Hallo Costello,

        das hab ich nicht sagen wollen, nur hab ich zumindest diesen Sound lange nicht mehr gehört. Links und rechts noch Tom in den Beat und dann haben wir einen schönen Paint Splatter Beat. Ja ich meinte exakt den Mike Lehmann. :) Der hat mich während meiner Fortbildung in Berlin immer bis zum Rohrdamm begleitet. Also auf dem Walkman ;-)

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          costello  RED

          Hallo Toby, diese Fortbildung liegt dann aber auch schon ein Weilchen zurück, das muss doch mindestens 10 Jahre her sein mit Mike Lehmann.

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            TobyB  RED

            Hallo Costello,

            hau noch mal ein paar Jahre drauf, ich bin ja nun schon auch ü 40 ;) .

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      TobyB  RED

      Hallo Armin,

      was eine gute Idee ist, so man dann Zugriff auf so eine Kiste hat und zumindest grundlegende Programmierkenntnisse hat. CTRLR ist für mich das Tool schlechthin um einigen ollen Kisten Leben einzuhauchen. Bei mir war der Auslöser der Matrix 1000.

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        AMAZONA Archiv

        Manchmal muss man über seinen Schatten springen und Dinge tun die eigentlich nicht vorgesehen waren, anstatt Musik machen wird zuerst Geld gespart, dann das neue Musik Zimmer frisch tapeziert weil es nicht cool genug wirkt, noch wegfahren 5 Stück 4 mehrfach Steckdose, dann neuer Ständer und Drehstuhl und 3 Nächte bei ebay Kleinanzeigen nach einem interessanten Synthesizer suchen und mit den noch Besitzern verhandeln um dann doch nicht zu kaufen und hinterher wieder bereuen und noch ein eigenes Controller Programm für den Matrix 1000 selbst einwickeln. In der Zeit produziert die Kongurrenz ihre neue CD. Wie weit will man über den Tellerrand schauen, wo will man hinsegeln oder ist man bereits orientierungslos im Winde verweht…. Fragen Fragen Fragen

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          TobyB  RED

          Hallo Amazonamann,

          programmieren ist für mich nicht über den eigenen Schatten springen. Das wäre einen eigenen Synth bauen. In Hardware. Ich heb mir das mal für den Ruhestand auf ;-) Die Motivation war schlicht monetärer Art, der Programmer für M1000 war mir schlichtweg zu teuer. Und CTRLR ist mir als Entwicklungsumgebung wesentlich lieber, als die fischigen Geschichten wie MidiQuest usw. . Mittlerweile sind fast alle Racksynths mit einem CTRLR Panel ausgestattet. Partiell steuere ich den Fuhrpark schon mit dem Ipad via OSC. Es wird allerdings noch eine Weile dauern bis alles funktioniert, da ich dann quasie einen „CTRLR Server“ habe der die Nachrichten entgegen nimmt und verteilt. Hat den Vorteil das ich am Ipad „nur“ das Panel austausche und das managen ein entfernter Prozess übernimmt.

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            AMAZONA Archiv

            Da spürt man den EDV Menschen. Ich finde CTRLR zu wenig intuitiv und sobald ich eine komplexe Midimatrix vor mir sehe verliere ich die Lust. Eine Kawai MAV-8 (TIP!) war mal das einzige wo ich richtig schnell „mal eben“ midimäßig etwas umpatchen konnte und wollte. In der Regel bediene ich die meisten HW-Synths blind und sattel deswegen ungerne um. Ich gucke mir gerne Beardyman’s abgefahrenes Live-Setup an, woran er nach eigenen Angaben zwei Jahre gebastelt und programmiert hat. Ich mache aber auch keine „One Album Per Hour“ Show. :) https://www.youtube.com/watch?v=JgYlsEbkEH8

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              TobyB  RED

              Hallo Kyo,

              Beardyman ist schon ganz weit vorne, technisch und künstlerisch. Das MAV8 ist auch ein feines Gerät. Ich habe relativ viele Racksynths hier. Und die sind halt alle recht sperrig oder gar nicht gut am Gerät zu bedienen. CTRLR erfordert sicher Einarbeitungszeit. Hat aber dn Vorteil, dass du dir eine auf deinen Workflow abgestimmte Umgebung erstellen kannst. Da die Hardware zum Teil Vintage ist, hast du halt nicht immer die letzte Version der Firmware darauf und Hersteller ändern gerne mal was ab. Es spricht aber auch nichts dagegen einen BCR einzusetzen und die Parameter darauf zu mappen. Mir erschien es halt logisch, das Ipad mit einzubeziehen, da sich im Verbund OSC und CTRLR Vorteile ergeben. XY Controller, gleichzeitige Steuerung von mehr als einem Parameter.

  13. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Klar hat jeder so seine Stärken und so macher segelt natürlich da hin wo ihn die größten Windstärken seines Talentes bringen können. So mancher träumt jedoch vom Wind und geht damit baden. Aber solange der Wind weht ist es toll. Jeder wie er kann. Mit Kreativität und Ausdauer kommt man oft unglaublich weit. Finde ich immer wieder toll wenn es klappt.

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