Test: EBS, Classic 450 Bass Head + EBS 410CL Box, Bassverstärker

23. Juni 2009

Thors Hammer

-- Vintage --

— Vintage —

Die schwedische Firma EBS hat sich über Jahre mit hochwertigstem Bassequipment (insbesondere bei Effektgeräten gehört sie zur Crème de la crème) einen hervorragenden Namen gemacht und ist dadurch zumindest in den USA und Japan schon zu einem der Marktführer aufgestiegen. Sehr viele namhafte Bassisten benutzen Equipment von EBS, und die Firma verweist stolz auf eine lange Liste illustrer Endorser.

Verband man den Namen bisher allerdings mit Verstärkern und Boxen im Hightec-Design, sowohl was das Äußere als auch die Klangfärbung anging, hat man sich jetzt entschlossen, eine Lücke zu schließen und auch die eher etwas traditionell orientierten Musiker mit entsprechendem Material anzusprechen.

Nachdem schon eine Weile die Retro-Boxenreihe CL auf dem Markt zu haben ist, wurde mit Spannung ein dazu passender Amp erwartet. Dieser liegt jetzt mit dem EBS Classic 450 Basshead zum Test auf AMAZONA.de vor und steht unter höchster Spannung, um uns alle kräftig durchzurütteln.

Optik/Konstruktion

Verstärker

Das erste alleinstehende, nicht für den Einbau in ein Rack vorgesehene Topteil, was es von den Nordmännern zu erwerben gibt, ist mit einem Gewicht von rund 15kg für eine angegebene Leistung von 450 Watt nicht besonders schwer. Insbesondere dann nicht, wenn man schon einmal ein Basstopteil ähnlichen Designs in den Händen hatte, das aber wirklich alt und nicht nur so äusserlich rüberkam und deshalb auch noch mit Röhrentechnik bestückt war. Hier reicht sogar der einzelne Tragegriff auf der Oberseite, dennoch sind stabile Klappgriffe an den Seiten befestigt.

-- Basshead --

— Basshead —

Der EBS Classic-Verstärker ist komplett in Transistortechnik aufgebaut und bewegt sich damit zwischen den beiden Extremen der analogen Elektronenröhre und der neuen Digitaltechnik. Auch dafür wiegt er nicht besonders viel. Das Gehäuse ist für seinen Inhalt mit 56cm Breite, 30cm Tiefe und 23cm Höhe großzügig dimensioniert. Da hätte sicher noch mehr hineingepasst. Man könnte sagen, 2HE sind belegt und 4 darüber sind noch frei.

Die Gestaltung orientiert sich an den Geräten aus der Zeit, bevor Transistoren zur Verstärkung des Signals üblich wurden. Ein schwarz-silber gemusterte Stoff verdeckt die Luftöffnung auf der Vorderseite des Gehäuses und nimmt damit schon 2/3 der Fläche ein. Ein großes EBS-logo prangt darauf. Auch die übersichtliche Bedieneinheit hat vintage-mäßige Knöpfchen erhalten, und besonders die großzügig dimensionierten Kippschalter auf der rechten Seite erinnern an die gute alte Zeit.

Das Holz ist mit recht grob genarbtem schwarzen Tolex bezogen, die Ecken sind mit chromfarbenen Metallecken geschützt.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    sir stony

    Gerade erst gesehen: Caroline Rippy, aka Lucy la Loca, die Bassistin von Tito&Tarantula, hat diesen Amp mit der passenden 810er Box im Gepäck. Gehört beim Gig in München, und ich muss sagen, aus einem 4 Saiter (na gut, Les Paul Bass, aber trotzdem…) kann ich mich nicht erinnern schon mal so einen fundamental tiefen Lifesound mit soviel Definition gehört zu haben. Scheint mir wirklich eine großartige Kiste zu sein, in Händen die etwas vom guten Einsatz der Klangregler verstehen – was leider erfahrungsgemäß nicht immer der Fall ist. Die klangliche Ausdehnung von EBS in den Bereich von Blues Sounds ist damit jedenfalls oberamtlich beglaubigt. :)
    Ok, ich weiß natürlich nicht, wie sehr da noch an der FoH herumgepfuscht wurde, aber im Vergleich klangen die drei Bands davor bestenfalls durchschnittlich. Würde ich gerne mal im Studio hören.

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