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Test: ENGL, Powerball II E645/2, Gitarren-Röhrentopteil

23. August 2011

ENGL Powerball II

Nachdem der ENGL Screamer 50 Röhrencombo vor kurzem im Test bei uns ein ganz starkes Bild abgab (was ihn auch prompt auf Platz eins unserer Redaktions-Charts brachte), steht nun zum Test der große Bruder des kleinen Schreiers, nämlich das ENGL Powerball II Gitarrentopteil, auf dem Amazona-Prüfstand. Die Erwartungen in dieses 100 Watt starke Vierkanal-Röhrentop sind natürlich dementsprechend groß, denn schon der Vorgänger, der Powerball I, hat sich zu einem Dauerbrenner im Programm von ENGL gemausert und brauchte damals wie heute die amerikanische Konkurrenz der Edelamp-Schmieden wie Mesa/Boogie, Soldano & Co keineswegs zu fürchten. Ganz im Gegenteil, denn in vielen Bereichen wie beispielsweise dem Clean-Sound oder der Bedienerfreundlichkeit ließ der Powerball I die Konkurrenz sogar hinter sich. Und das zu einem günstigeren Preis, denn die Margen, welche der Vertrieb eines US-Amps verschlingt, sind teilweise schon beachtlich. Da macht sich der Direktvertrieb aus erster Hand natürlich ganz klar bemerkbar.

-- Der ENGL Powerball II --

— Der ENGL Powerball II —

Aufbau/Verarbeitung/Features

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Als erstes fällt natürlich die geänderte Optik des Powerball II auf. Das Gerät besitzt nun eine schwarze Frontplatte, im Gegensatz zur Alu-Front des Vorgängermodells. Geblieben sind die Abmessungen, das Topteil besitzt nach wie vor die Maße von (BxHxT) 71x27x27 cm bei einem Gewicht von 21 kg, was zwar recht deftig erscheint, für einen Röhrenverstärker mit seinen analogen Schaltkreisen und Trafos aber nicht außergewöhnlich ist. Damit beim Transport nichts passiert, besitzt der Powerball II an allen Ecken des Gehäuses Kantenschoner aus Metall und einen stabilen Tragegriff auf der Oberseite. Ein Lüftungsgitter neben dem Griff sorgt für das Abführen der entstehenden Wärme, was bei der Röhrenbestückung mit vier 6L6 GC-Röhren in der Endstufe und vier ECC83-Typen für die Vorstufensektion auch dringend nötig erscheint. Denn bei der Abwärme, die dieser Amp erzeugt, könnte er vermutlich problemlos so manchen Heizlüfter im Proberaum durchaus ersetzen. Doch dazu später mehr. Ein massives Metallgitter oberhalb der Bedieneinheit trägt den ENGL-Schriftzug und gewährt zudem einen Einblick in das Innere des Amps mit seinen Röhren und Trafos. Und es macht im Dunkeln auf der Bühne schon was her!

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-- Die Endstufenröhren in Reih und Glied --

— Die Endstufenröhren in Reih und Glied —

Bedienpanel

Retro scheint auch beim Amp-Design immer noch schwer angesagt zu sein, und so besitzt der Powerball II wie auch bereits sein Vorgänger an der Frontplatte jede Menge Potis mit Chickenhead-Knöpfen. Der Verstärker besitzt nämlich vier unabhängig voneinander arbeitende Kanäle: einen Clean-Channel und einen Crunch-Channel, welche sich einen Dreiband-EQ teilen, sowie zwei Lead-Kanäle mit ebenso einem Dreiband-EQ und zusätzlich einem Mid-Boost-Regler. Hinzu kommen vier Soundschalter, welche im Clean- und Crunch-Channel die Bezeichnung „Bright“ und „Bottom“ tragen, sowie jeweils einen Schalter „Bottom“ für beide Lead-Kanäle. Links auf der Frontplatte neben der Input-Buchse sitzen die vier Gain-Regler für das Anpassen des Vorstufensignals, dem gegenüber wurden auf der linken Seite die Potis zum Bearbeiten des Endstufen-Signals angeordnet. Sie wirken global auf den Gesamtsound des Verstärkers und fügen dem Ton mit Hilfe der Regler PRESENCE und DEPTH PUNCH zusätzlichen Schub im Obertonbereich bzw. im Bassbereich zu. Zwei Mastervolume-Regler bilden den Abschluss der Bedienelemente auf der Front. Mit ihnen lassen sich zwei der Kanäle des Amps in unterschiedlichen Lautstärken einstellen und abfeuern.

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Klangbeispiele
Forum

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