Test: Expressive E Touché – Update, Controller

22. September 2017

Update - Hersteller bessert nach!

Nach Erscheinen dieses Tests im August 2017 hat der Hersteller Expressive E sehr schnell nachgebessert und einige Kritikpunkte ausgebessert. Daher bitte ich um Beachtung des Update Teils am Ende des Tests.

Einen neuartigen Controller bzw. Spielhilfe bietet der französische Hersteller Expressive E seit rund zwei Monaten an. Nicht dagewesene Ausdrucksmöglichkeiten soll der Expressive E Touché bieten und das für herkömmliche DAW-Arbeit mit Software-Synthesizern, aber auch für Hardware-Synthesizer und Modularsysteme. Wir haben für euch getestet, was der Touché im Alltag zu leisten vermag.

Anschauphase

Der Expressive E Touché ist ein multidimensionaler Controller mit Echtholz-Skin und hat mich beim ersten Anblick zunächst an ein Pedal fürs Piano/Keyboard erinnert. Er besteht aus einem rund 25 x 10 x 6,5 cm großen Kunststoffgehäuse. Zentraler Blick- und Bedienungspunkt ist die ovale Oberfläche aus Holz, die frei aufgehängt oberhalb des Gehäuses thront und sich nach links und rechts schieben lässt. Insgesamt bietet sie vier Expression-Sensoren, die Bewegungen und Druckpunkte aufnehmen und in MIDI-Control-Change-Befehle umwandeln können. Hier zunächst ein Überblick, wie sich das in der Praxis darstellt:

Wie im Video zu erkennen ist, drückt, zieht und klopft man also auf den Expressive E Touché, um Parameter zu modulieren. Gesteuert wird der Touché über zwei Buttons und einen klickbaren Encoder, die sich am vorderen Ende des Gehäuses befinden. Je nachdem ob der Controller mit der zum Lieferumfang gehörenden Lié Software genutzt wird oder nicht, ergeben sich unterschiedliche Funktionen. Eine vierteilige LED-Kette zeigt den Status des Controllers an.

An Anschlüssen bietet der Expressive E Touché einen USB-Port zur Kommunikation mit dem Computer, jeweils einen über Miniklinke realisierten MIDI-Ein- und Ausgang sowie vier CV-Ausgänge. Adapter auf fünfpolige MIDI-Stecker liegen bei. Strom bezieht der Touché über USB, bei Einsatz mit Hardware-Geräten muss man trotzdem ein USB-Kabel anschließen bzw. einen Adapter USB/Schukostecker nutzen, um die Stromversorgung sicherzustellen. Diese gehören allerdings nicht zum Lieferumfang.

Kennenlernphase

Wie bereits erwähnt, bietet der Expressive E Touché vier Sensoren zum Erfassen von Berührungen und Bewegungen. Die im Expressive E Sprachgebrauch genannten „Shiftings“ sind: Druck auf oberen Bereich der Holzplatte, Druck auf den unteren Bereich, seitliche Bewegung nach rechts, seitliche Bewegung nach links. Von diesen vier Shiftings können jeweils drei gleichzeitig umgesetzt werden. Da fällt also eine der seitlichen Bewegungen immer weg, rechts und links gleichzeitig drücken wird schwierig.

Die Haptik des Touché lässt sich individuell einstellen. Unterhalb der Holzplatte befindet sich hierfür ein Schieberegler, der den seitlichen Widerstand bei der Links/Rechts-Bewegung der Holzplatte beeinflusst. Ebenso findet man hier einen zart rosafarbenen Gummizylinder. Ein Austausch des Zylinders soll den Druckwiderstand ändern, allerdings gehört aktuell nur dieser eine zum Lieferumfang, zukünftig soll es jedoch Zylinder in andere Härtegraden geben. Ein zweiter Zylinder befindet sich innerhalb des Controllers, über die Unterseite gelangt man zu ihm. Auch dieser lässt sich austauschen. Zu guter Letzt lässt sich die Druckempfindlichkeit der Sensoren über den Encoder einstellen.

Anschlussphase

Dank der USB-, MIDI- und CV-Schnittstellen lässt sich der Expressive E Touché zur Steuerung von Software- und Hardware-Instrumenten gleichermaßen nutzen. Die CV-Ausgänge erlauben sogar das Einbinden in ein Modular-Setup. Die Bedienung und Steuerung ist bei allen Einsatzgebieten grundsätzlich identisch, wobei die Software Lié eine große Rolle spielt.

Einerseits handelt es sich hierbei um eine Software, die als VST/AU-Plug-in in der DAW geladen werden kann. Innerhalb Liés lassen sich dann VST-Plug-ins hosten und zusammen mit passenden Touché-Settings im DAW-Song abspeichern. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Lié kann nur unter Mac OS X ab 10.10. zum Einsatz kommen und kann selbst auch nur Plug-ins im VST-Format hosten. Andere Schnittstellen (RTAS, AAX, AU) und Windows werden (noch) nicht unterstützt. Pläne dafür gibt es laut Hersteller bereits, jedoch gibt es derzeit noch keine Informationen, wann dies möglich sein wird.

Darüber hinaus ist Lié der Angelpunkt für die Programmierung des Controllers. Egal ob Soft- oder Hardware-Einsatz, über Lié lassen sich Parameter und Settings erstellen, anpassen und speichern.

Lié bietet ab Werk Presetbänke für fünf Software-Synthesizer: Massive, Prism, Razor, Sylenth sowie auf den Touché zugeschnittene Presets für die UVI-Workstation. Damit man auch wirklich gleich durchstarten kann, liegt dem Touché auch gleich eine Spezialversion der UVI-Workstation bei. Die Presetbänke umfassen je nach Synthesizer 15-20 Einzelsounds, die auf den Touché Controller zugeschnitten sind.

Nutzt man den Touché Controller ausschließlich mit Hardware-Instrumenten, kommen die 24 Presets zum Einsatz, die der Controller Computer-unabhängig intern speichern kann. Organisiert sind diese in 6 Bänken à 4 Einträge. Jede Bank besitzt eine eigene Farbe, die über die vier LEDs am Controller dargestellt wird. Welches Preset der Bank gerade aktiv ist, wird über die Anzahl der gleichzeitig leuchtenden LEDs angezeigt. Preset 1 = 1 LED aktiv, Preset 2 = 2 LEDs aktiv etc. Mit Hilfe der zwei Buttons kann man sich dann durch die Presets steppen. Da es außer der Anzahl der leuchtenden LEDs keine Informationen (wie Presetname o.ä.) gibt, heißt es also Notizen machen, auf welchem Speicherplatz welches Preset für welchen Synthesizer liegt.

Grundsätzlich lässt sich der Expressive E Touché auch als herkömmlicher MIDI-Controller nutzen. Dann sind die MIDI CCs der vier Sensoren fest auf die CC-Befehle 16-19 eingestellt.

Nutzungsphase

Der Touché Controller bietet dank USB-, MIDI- und CV-Schnittstelle wie gesagt ein sehr großes Einsatzgebiet. Zunächst starte ich mit der USB-Schnittstelle und verbinde den Controller mit meinem Mac. Lié wird installiert, aktiviert, die Verbindung zum Controller steht. Das Plug-in lädt ohne weiteres innerhalb von Cubase und stellt sich folgendermaßen dar:

Anpassung der vier Shiftings

Da Lié ein vorgefertigtes Preset für Massive bietet, starte ich damit und bin bereits beim ersten Ton begeistert. Sofort fällt auf, dass die Sensoren von Touché ungemein sensibel agieren, selbst kleinste Bewegungen kann der Controller umsetzen. Zusammen mit den passenden Sounds lassen sich Töne ziehen, Dynamikverläufe generieren oder Hüllkurven und Cutoff steuern.

Wie es für ein solchen innovativen Controller ganz normal ist, dauert es natürlich, bis man die Bewegungen und letztlich auch die persönlichen Einstellungen bzgl. der Sensitivität gefunden hat, aber danach macht das Steuern und Modulieren mit dem Touché einfach nur noch Spaß. Die Presets lassen sich übrigens individuell anpassen, man ist also keineswegs auf die vorgegebenen Parameter festgelegt. Alles zusammen wird dann mit dem DAW-Song gespeichert und steht beim erneuten Laden wieder zur Verfügung.

Da es im Bereich der Software-Synthesizer aktuell nur Presets für die genannten Synthesizer gibt, heißt es für die meisten User, „neu programmieren“. Allerdings geht das sehr schnell von der Hand, mit einigen wenigen Klicks hat man die gewünschte Bewegung mit einem passenden Parameter belegt. Einfach umgesetzt, man kommt schnell ans Ziel.

Oftmals ein Problem, beim Touché aber glücklicherweise nicht: Latenz. Bewegungen werden ohne erkennbare Latenz umgesetzt, unabhängig davon, ob man Touché über USB, MIDI oder CV nutzt.

Wichtig ist: Expressive E weist darauf hin, dass es unter Umständen zu Brummschleifen kommen kann, das kennt man aber auch von anderen Produkten, bei denen Stromversorgung, CV und MIDI gleichzeitig anliegen. Während des Tests trat dies nicht auf, sicherheitshalber legt der Hersteller dem Touché allerdings einen Adapter zur Unterdrückung derer bei.

Ebenso sollte Folgendes nicht unerwähnt bleiben: Die MIDI-Verbindungen (USB und MIDI) arbeiten als MIDI Thru, d.h. eingehende MIDI-Befehle werden zu den MIDI-Messages des Touché addiert. Im schlimmsten Fall kann das zu einem MIDI-Feedback führen. Allerdings ist auch dies nicht während des Tests vorgefallen.

Nun steht das zweite Szenario an: Touché und Hardware. Mit dem MatrixBrute scheint das wohl ganz gut zu klappen:

Der Touché kann wie erwähnt maximal 24 Presets intern speichern. Ab Werk befinden sich im Speicher bereits 49 Presets für viele gängige Synthesizer, hier ein grober Überblick samt einer Drag & Drop Belegung der 24 Speicherplätze.

Gibt es für den eigenen Synthesizer (noch) kein Preset, kann man eigene Presets – wie für die Software-Synthesizer auch – anlegen. Dies funktioniert allerdings wiederum nur über die Software Lié, wobei damit wieder die OS X Restriktion zum Tragen kommt. Auch im Standalone-Modus muss man also zumindest Zugriff auf einen Mac haben, denn auch die Firmware lässt sich beispielsweise nur über Lié updaten.

Zu guter Letzt habe ich bei meinem Studio-Nachbarn noch den Einsatz zusammen mit einem Modularsystem getestet. USB-Adapterkabel für die Stromversorgung angeschlossen, CV-Ausgänge mit dem Modularsetup verbunden und los geht’s. Sehr gut und wichtig ist die Möglichkeit, die Spannung der CV-Ausgänge in vier Stufen anzupassen: 0V/+5V, -5V/+5V, 0V/+10V und -10V/+10V stehen zur Auswahl. Da hier alles ebenso einwandfrei funktioniert wie bei Soft- und Hardware-Synthesizern, hierzu nur die Info: Touché funktioniert einwandfrei, „Shiftings“ werden problemlos umgesetzt, Test bestanden.

Update September 2017:

Rund ein Monat nach Erscheinen dieses Testberichts hat der Hersteller Expressive E nachgelegt und einige der genannten Kritikpunkte verbessert. Mit dem 1.2 Update der Lié Software wird der Touché Controller mit deutlich mehr Presets für Hard- und Software Synthesizer ausgeliefert. So gehören beispielsweise die Hardware Synthesizer Moog Sub 37, Prophet 08, Korg Minilogue oder Novation Peak zu den unterstützten Produkten. Hier ein Beispiel anhand des Moog Sub 37:

Auch im Software Bereich werden eine Vielzahl von neuen Presets geboten, so u.a. Presets für Monark, Mini V, Sem V und U-he Diva. Auf der Soundcloud Webseite finden sich hierzu viele aussagekräftige Demos.

Darüber hinaus bietet die Lié Software ab Version 1.2. 50 neue Werkssounds für die zum Lieferumfang gehörende UVI Workstation. Kleine Bugfixes wurden natürlich ebenso ausgebessert, so soll die Software insgesamt noch etwas stabiler laufen, auf Wunsch wird man automatisch auf neue Firmware hingewiesen, der Plug-in Scan bietet erweiterte Funktionen und Touché kalibriert sich auf Wunsch bei jedem Anschaltvorgang neu. War Lié bisher nur für OSX erhältlich, wurde die Windows Version mittlerweile veröffentlicht – Windows 10, 64 Bit wird unterstützt.

Die Plus/Minus-Punkte wurden entsprechend des Software Updates abgeändert. Schön, dass Expressive E hier so schnell reagiert und nachgelegt hat.

Fazit

Der Expressive E Touché ist ein innovativer Controller zur Steuerung von Software- und Hardware-Synthesizern. Neuartige Spielweisen können hiermit umgesetzt werden, dabei ist das Einsatzgebiet dank USB-, MIDI- und CV-Schnittstellen sehr groß. Die Arbeit mit Touché macht viel Spaß und die Shiftings genannten Bewegungen können das eigene Spiel – sowohl live als auch im Studio – deutlich aufwerten.

Mit einem aktuellen Preis von 399,- Euro ist der Touché nicht ganz so günstig, aber alles in allem ist der Expressive E Touché ein guter Controller, der viel Spaß bereitet und ausdrucksstarkes Spiel ermöglicht.

Plus

  • innovatives Konzept
  • Anschlussvielfalt und Einsatzgebiet
  • Verarbeitung

Minus

  • Lié kann derzeit nur VST-Plug-ins hosten

Preis

  • Ladenpreis: 399,- Euro
Forum
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    Chick Sangria  

    Habe es auf der Superbooth ausprobiert – fühlt sich geil an. Die französischen Jungs waren sehr nett.
    Schade, dass es keine Audiobeispiele gibt.
    Und zum Thema „futuristischer Controller“: Die Idee ist fast 100 Jahre alt und heißt Ondes Martenot.

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    AMAZONA Archiv

    „Darüber hinaus ist Lié der Angelpunkt für die Programmierung des Controllers.“
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    Mir ist klar, so ein komplexes Gerät will sehr individuell angepasst werden um den größtmöglichen Nutzen zu bieten. Dafür sind viele Parameter notwendig. Aber haben wir nicht schon alle mal ein paar Plugins für immer in den digitalen Orkus geschubst, weil ein Software-Update oder ein neues Betriebssystem fällig war?
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    Hardware die ohne Software nicht konfigurierbar ist verlangt ein dauerhaftes Interesse des Herstellers in bestehende Kunden zu investieren ohne daraus Gewinn zu schöpfen. Denn der digitale Tod kommt zuweilen nach nur fünf Jahren.
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    Das Web ist voll mit Software-Editoren von Geräten die noch immer hervorragend ihre Dienste erweisen. Z. B. Ein Editor für den Yamaha TX81Z. Für Atari. Oder eine Emulator Sample-Verwaltung für Mac OS 6 (Classic, nicht OS X 10.6!). Und so weiter.
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    Ich bin immer sehr skeptisch wenn Hardware auf Software angewiesen ist. Dafür habe ich schon zu viele Geräte gesehen, die wegen eines Updates obsolet wurden …

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      A.Vogel  AHU

      Du hast vollkommen Recht mit deinen Bedenken, doch wie sollte sonst die Programmierung eines Hardware-Controllers realisiert werden, wenn nicht mit Hilfe eines Rechners?

      Nachzudenken wäre ggf. über eine Art generischer Low-Level-Programmierung, z.B. via sysex.
      Das könnte und sollte jedoch allenfalls die Fallback-Notlösung sein; per Hex-Editor möchte ich jedenfalls heute nicht mehr ein Gerät konfigurieren müssen….

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        AMAZONA Archiv

        Wie es aussieht wird Internet nicht so schnell vergehen wie es in den ersten 10 Jahren noch prophezeit wurde. Ein Web-Interface das (z. B. SysEx) via MIDI ausgibt scheint mir da das Richtige. Ob das Gerät via USB, Thunderbolt, FireWire angesprochen werden will ist dabei irrelevant. MIDI hat die letzten 30 Jahre überlebt. Auch dieser Standard wurde schnell und ausdrücklich für tot erklärt, und feiert immer noch Triumphe.
        Und wenn die Spezifikationen bekannt sind ist die Frage des detailreichtums der Oberfläche nur eine Sache des Enthusiasmus. Schaue Dir doch mal die ctrl-Panels an. Da wird aus Freude am Spaß in teilweise exzellenter Qualität gearbeitet und kostenlos verteilt.

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        gaffer  AHU

        Ja, da stimme ich dir völlig zu, Andreaz. iOS Geräte und langsam auch Androiden bieten entscheidende Features, die die z.T. kleinen Hersteller nicht so ohne weiteres in ihre Geräte integrieren können. Display, leistungsfähiger Prozessor und inzwischen recht gut ausgefeilte Touchbedienung. Also baut man eine Kiste mit den Grundfunktionen und verlässt sich bei der Bedienung auf die Software im iPad. Geht bei Mixern inzwischen ja sehr gut. Nur sollten die Hersteller wenn sie die Kombi nicht mehr unterstützen wollen, die Schnittstellen offen legen

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        Ted Raven  AHU

        Zitat von A. Vogel: „wie sollte sonst die Programmierung eines Hardware-Controllers realisiert werden, wenn nicht mit Hilfe eines Rechners?“
        Z. B. Behringer BCR2000 und BCF2000 können vollständig am Gerät programmiert werden – sogar ziemlich einfach. Das gilt auch für die allermeisten Hardware-Synthesizer und sogar Workstations, die um ein Vielfaches komplexer sind als jeder Controller.

        Ich finde den E Touché sehr interessant und mich persönlich schreckt die computergestützte Programmierung nicht ab, ganz im Gegensatz zum Preis.

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          A.Vogel  AHU

          Ich habe selber den BCR2000 seit vielen Jahren im Einsatz, und leider kann man das Gerät nicht allein im Lernmodus betreiben, sondern die Programmierung via Rechner ist teilweise essentiell.
          Zum Beispiel der Alesis Micron beißt sich sowohl mit seinen Parameterskalen als auch mit Erreichbarkeit derselben ordentlich mit dem BCR, ebenso diverse Racksynths aus den 90ern wie TG77 oder die JV-Serie oder die Jomox MBase und MBrane. Da hilft dann nur MIDI-Implementationstabelle und eben die Programmierung via Software.
          Aber in der Tat gibt es auch einige Geräte, die sich problemlos im Lernmodus programmieren lassen, wie beispielsweise der Microkorg.
          Aber mal ganz davon abgesehen, der Touché hier hätte bei Programmierung am Gerät selber keine Möglichkeiten der Rückmeldung im Rahmen einer Programmierung im Lernmodus. Ganz anders eben als der BCR.
          Und versteh mich nicht falsch: Ich bin auch kein Fan der SW-Abhängigkeit bei der Nutzung von Controllern, aber ich erkenne halt an, dass es manchmal nicht oder nur kaum anders geht. Mir ist nur im Rahmen der Nachhaltigkeit wichtig, dass ich nicht an bestimmte OS-Versionen gebunden bin, bzw. irgendwann ohne Editor darstehe.
          Und da ist der BCR wieder ein gutes Beispiel, denn da kann ich ein beliebiges sysex-File nehmen, analysieren und anpassen. Nicht elegant, aber das wird auch ohne spezielle SW noch in 20 Jahren funktionieren.

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            Ted Raven  AHU

            Das wundert mich. Ich komme mit BCR2000, SY22, TG33 und JV-1080 ohne Probleme zurecht und habe alle Einstellungen direkt am BCR ohne zusätzliche Software gemacht – schon, weil ich keinen brauchbaren Software-Editor für den BCR kenne. Aber vielleicht benutzt Du den BCR auch anders als ich. Welchen Editor benutzt Du?
            Ich habe wenig Probleme damit, wenn ein Gerät nur über Software vollständig programmierbar ist. Zur Not tut es auch eine VM mit dem entsprechenden älteren System oder ein Editor eines Drittanbieters wie z. B. MIDIQuest. Klar wünscht man sich in aller Regel hardwareprogrammierbare Geräte, am Besten noch Hands-On und zu einem lächerlich niedrigen Preis. Ich wünsche mir auch, in einer Märchenwelt zu leben, in der alle glücklich sind und nie altern ;)

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