Test: Ferrofish A16 MK-II

14. Februar 2011

Ferrofish A16 MK-II

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Wer schon länger im Geschäft ist, kennt sicher die A16 Wandler der Firma Creamware und Sonic Core. Schon immer waren diese für guten Klang und Ausstattung bei gleichzeitig günstigem Preis bekannt. Die neue Firma Ferrofish führt die Entwicklung der A16-Reihe nun unter der Leitung von Jürgen Kindermann weiter und stellt ihr erstes Produkt, den Wandler A16 MK-II, vor.
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In alter Tradition verfügt die A16 MK-II über 16 analoge Eingänge und 16 analoge Ausgänge, die in symmetrischer Ausführung und als 6,3mm Klinkenbuchsen vorliegen. Die digitalen Signale können entweder über zwei ADAT I/Os oder eine optische MADI-Schnittstelle geroutet werden. Die Bedienung erfolgt über zwei farbige TFT-Displays und drei Taster oder über MIDI mittels einer PC-Software.
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Analoge Schnittstellen

Die als vergoldete Klinkenbuchsen ausgeführten analogen Ein- und Ausgänge machen einen stabilen Eindruck, auch wenn sie mechanisch nur über die Platine gehalten werden und nicht extra verschraubt sind. Die Messwerte ergeben eine solide professionelle Audioqualität, die sich auch beim Hörtest bestätigt.
Es können sogar die Pegel der analogen Ein- und Ausgänge angepasst werden. Dies geschieht dabei nicht etwas durch einfaches Ändern des digitalen Pegels, sondern auf analoger Ebene, also dort, wo es Sinn macht. Die Pegel können dabei von -10 dBu bis +4 dBu in 0,5 dB Schritten eingestellt werden, wobei der Headroom 6dB zu 0dBFS beträgt. Wen es interessiert: Als Wandlerchips werden die AKM 4620B im Schaltungsverbund mit LM833 Operationsverstärkern eingesetzt. Die Laufzeit der Wandler beträgt für die Eingänge 43 Samples und für die Ausgänge 28 Samples, dazu kommt noch die Latenz des Routers von 3 Samples.
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Die A16 MK-II ist jedoch mehr als ein einfacher ADAT-Analog-Wandler. Ferrofish hat obendrein einen optischen MADI IO spendiert, über den bis zu 64 Kanäle in 48 kHz und 24 Bit pro Richtung aufgeschaltet werden können. Daneben enthält das Gerät auch eine kleine Kreuzschiene, mit der die Signale in Gruppen von acht oder sechzehn Kanälen (abhängig von der Abtastrate) zwischen Analog, ADAT und MADI geroutet werden können.
Da die MADI-Technik heutzutage sehr günstig geworden ist (SSL MadiXtreme 64: 550 Euro) kommt ein so günstiger Wandler gerade recht. Der Vorteil von MADI ist, dass bis zu 64 Kanäle in eine Richtung nahezu latenzfrei mit nur einem LWL-Kabelpaar übertragen werden können. Dazu kann man vier A16 MK-II einfach per MADI Kabel, ohne weitere Hardware hintereinanderschalten.
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Forum
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    AMAZONA Archiv

    Das Teil ist echt Knaller. Vor allem wird jetzt MADI endlich auch für kleine Studios bezahlbar.

  2. Profilbild
    markamazon  

    Seit 3-4 Monaten 20 Stunden täglich im Einsatz (2 Stk.) – keine Probleme und super Sound.
    Einer der besten Einkäufe in diesem Jahr !

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