Test: Kawai CA17, Digitalpiano

20. April 2016

Holz für die Einsteiger

Diese Geschichte mit dem Klavier spielen ist ja so eine Sache. Als Kind musste man, wollte aber nicht, später hatte man aufgrund des Berufs und der Familie keine Zeit dafür. Jetzt sind die Kinder groß und interessieren sich deutlich weniger für ihre Eltern, es ist also endlich die große Zeit der Konzertpianisten gekommen. So oder so ähnlich geht es vielleicht auch einigen Lesern. Oder man steht vor der Qual der Wahl, wenn es um die musische Förderung des Nachwuchs geht. In welcher Situation auch immer, am Endes des Tages muss ein ordentliches Gerät her. Wohn- oder Kinderzimmer tauglich soll es sein, nicht so viel kosten wie ein Kleinwagen, aber dennoch eine ordentliche Qualität bieten. Und genau da setzt das Digitalpiano Kawai CA17 an.

Kawai CA17

Info

Schaut man sich im (gut sortierten) Musikgeschäft um, wird einem als Laie erst einmal bewusst, was es auf dem Markt der Digitalpianos so alles gibt. Groß und klein, schwarz und weiß, aber irgendwie schauen sie doch alle gleich aus. Bereits beim ersten Anspielen der Wunschpianos wird dann aber schnell klar, dass die Unterschiede sehr groß sind.

Zugegeben, das Kawai CA17 gehört nicht zu den günstigsten Digitalpianos. Mit einem aktuellen Preis von rund 1.900,- Euro ist es deutlich teurer als die Einsteigermodelle der Konkurrenz. Kawai selbst hat auch günstigere Modelle im Programm, beispielsweise das CN14. Entscheidender Unterschied und damit auch qualitativ ein großer Sprung: Die CA-Serie verfügt über Holztastaturen. Die günstigeren Varianten des Herstellers und auch der Konkurrenten kommen dagegen mit Kunststofftastaturen aus. Somit ist das CA17 dann doch wieder das günstigste Modell, zumindest unter denen, die Holztastaturen besitzen.

Tastatur

Kawai stattet das CA17 mit der RM3 Grand II Tastatur aus. Jede Taste ist komplett aus einem Holzstück gefertigt, auf der Seite zum Spieler hin sind kleine Gewichte eingelassen, die laut Hersteller zu einem guten Dynamikumfang beitragen sollen. Im Vergleich fallen die Tasten deutlich länger aus als bei der Konkurrenz, lediglich die beiden größeren Brüder CA67 und C97 bieten nochmals längere Tasten. Diese Eigenschaft trägt zu einem differenzierten Spiel bei, unterschiedlich starke Anschläge lassen sich so genauer umsetzen. Drei Lichtsensoren sorgen dafür, dass jede Tastenbewegung von der Klangerzeugung richtig umgesetzt wird. So auch beispielsweise beim Repetieren, wenn Tasten bei erneutem Anschlag zuvor nicht komplett losgelassen werden. Das hat Einfluss auf die Klangerzeugung, sofern das Digitalpiano es denn umsetzen kann. Das Kawai CA17 kann es.

KawaiCA17-6

Alles zusammen genommen spielt sich die Tastatur des CA17 sehr gut, für ein Produkt unterhalb der 2.000,- Euro Marke wirklich eine Wohltat. Die Materialwahl Holz tut da ihr übriges, sehr gelungen ist auch die Ivory Touch Oberfläche. Verarbeitungstechnisch ist beim CA17 auch alles sehr gut. Es macht einfach Spaß, darauf zu spielen.

Klangbeispiele
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