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Interview: David Klavins – das größte Klavier der Welt (Piano Lounge 11)

Wie baut man das größte Klavier der Welt?

30. Dezember 2023

David Klavins am 4,7 m hohen Klavier im Konzertsaal von Ventspils, Lettland. 23. Juli, 2019. (Foto: Ilmars Znotins)

Gäbe es einen Preis für den „innovativsten Klavierbauer“, wäre David Klavins ein heißer Anwärter. Er entwickelte nicht nur das größte Klavier (470i), sondern auch eines der leichtesten (Una Corda). Und während die meisten Klavierbauer ihren Status-Quo durch behutsame Produktpflege sichern, denkt David Klavins das Konzept „Klavier“ von Grund auf neu und anders, was nebst Bewunderung auch Irritationen auslöst.

Biographie
David Klavins (Jahrgang 1954) wuchs in Deutschland auf und wurde bei der Pianofabrik Schimmel zum Klavierbauer ausgebildet. Mit 1976 gründete er in Bonn ein eigenes Klavierhaus und spezialisierte sich auf die Restaurierung gebrauchter Instrumente. 1987 stellte er sein „Modell 370“ vor: ein aufrechtes Klavier in Übergröße, das vorrangig nach akustischen Idealen entwickelt wurde und nicht gängigen Konventionen und Traditionen entsprechen sollte. Später folgten weitere Großklaviere sowie 2014 die Neuentwicklung Una Corda in Zusammenarbeit mit Nils Frahm. Heute lebt und arbeitet David Klavins in Kuldiga, Lettland.

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Martin Andersson
Die erste Frage klingt vielleicht pathetisch: Aber was ist denn das besonders Schöne daran, Klavierbauer zu sein?

David Klavins
(lacht)… Das ist nicht pathetisch, das ist eine recht logisch begründete Frage. Das Schöne ist für mich die kreative Seite, weil ich irgendwann begann, neue Instrumente zu entwickeln, nachdem ich mich 15 Jahre lang in Bonn vor allem mit Restaurationen und Reparaturen beschäftigt hatte. Und so spannend das sein mag, ist es nicht zu vergleichen mit dem Erfinden und dem Bau neuer Instrumente, die einen besonderen Klangcharakter haben, wie unser Una Corda zum Beispiel. Es ist eine Evolution, wir verbessern ständig irgendwas.
Das Schöne ist, dass es klingt. Wenn ich Gitarrenbauer wäre, würde ich wahrscheinlich die gleiche Freude empfinden, ein Instrument zu erschaffen, das einen neuen Klang hervorbringt und das z. B. Komponisten positiv beeinflusst und inspiriert. Da kommen viele Aspekte zusammen, sowohl das Schaffen des Instruments als auch die Fortsetzung, an der ich nicht mehr beteiligt bin: der Komponist, der Pianist, die Musiker, die sich damit beschäftigen. Sozusagen das Konstruktivste, was man überhaupt im Leben machen kann.

David Klavins und Nils Frahm beim Aufbau des Model 450 in Berlin (Foto: D. Klavins)

Martin
Und was ist das Negativste am Dasein als Klavierbauer?

David
Es gibt eigentlich kaum etwas wirklich Negatives. Negativ in gewisser Hinsicht empfinde ich die Stagnation im Klavierbau, dass sich die Industrie so schwer tut, sich aus den bestehenden Konzepten zu bewegen. Ich würde mich freuen, wenn es andere Unternehmen gäbe, die sagen: “Jetzt lass uns doch auch mal was versuchen.” Nein, das steht auf der Stelle, währenddessen wir immer neue Ideen entwickeln. Eigentlich so wie früher. Ich würde sagen, wir sind das einzige Unternehmen, das im Grunde genommen die Klavierbau-Traditionen des 18. und 19. Jahrhunderts aufgegriffen hat, nämlich sich durch den Dialog mit Künstlern beeinflussen und inspirieren zu lassen und neue Instrumente zu schaffen.

Martin
1987 hast Du das erste Klavier in Übergröße gebaut: das 370. Wie kamst du auf die Idee und ganz banal: Wie hast du das finanziert?

David
Ich hatte damals einen Freund, ein Computerprogrammierer. Ein sehr intelligenter Mann, der mich oft in meiner Werkstatt besuchte und von unserem Handwerk fasziniert war, weil er in einer ganz anderen Welt lebte. Er half mir bei der Finanzierung des 370, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Sonst hätte ich das auch nicht so einfach umsetzen können.

Das Modell 370 entstand auf Basis meiner These, dass das richtige Konzertklavier ein Klavier sein muss und nicht ein Flügel. Je mehr Konzertflügel ich stimmte, desto mehr zweifelte ich an dem Fakt, dass dies das Ende der Fahnenstange sein soll, so wie man es mich gelehrt hatte. Und dann stellte ich fest, dass Flügel etliche kleinere Designmängel haben, oder, sagen wir mal, “suboptimale Lösungen”. Und obwohl Konzertflügel natürlich einfacher zu stimmen sind als kleinere, hat auch der Konzertflügel in meinen Augen ein zu unsauberes Bassregister, was natürlich damit zusammenhängt, dass man ein lautes Instrument haben will. Insofern viel Masse in der Saite. Im Verhältnis zur Länge ist die Saite einfach zu dick, um einen klaren Ton zu erzeugen. Wenn man sie jetzt einfach ausdünnen würde, dann wäre das Instrument wiederum zu leise.

Constructor and builder Davids Klavins walks at the new 4,70 m high World’s largest Vertical Concert Piano in concert hall Latvia in Ventspils, Latvia, July 23, 2019. PHOTO / Ilmars ZNOTINS

Wenn man maximale Klangstärke, kombiniert mit maximaler Klangqualität, haben möchte, dann führt der Weg im Grunde genommen nur über eine erheblich erweiterte Dimension. Wenn du einen Flügel vergrößern willst, dann laufen wir wieder in ein Problem mit der Mechanik: je länger der Flügel, desto tiefer rutscht die Mechanik in den Flügel, aufgrund des erforderlichen Anschlagpunkts der Hämmer. Du kannst die Saite nicht beliebig weit vorne anschlagen, längere Saiten brauchen längere Tasten. Bei Konzertflügeln haben wir aus meiner Sicht die Tastenlänge ausgereizt, die Mechanik eines Konzertflügels ist spürbar träger als bei einem B-Modell mit einer Länge von ca. 210 cm.

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Ein andere Sache ist die klassische Konstruktion des Flügels, der zwar immer länger wird, aber nicht breiter. Mit einem langen, schmalen Resonanzboden gewinnt man nicht viel, auf jeden Fall gewinnt man nicht das an Resonanzfähigkeit, was ein flexiblerer, größerer Boden hat. Im Verhältnis zur Länge muss die Breite halbwegs stimmen. Das alles ist mit einem vertikalen Klavier einfacher zu realisieren. Und dann kommt noch dazu, dass der Flügel den Klang zum Fußboden und zur Decke strahlt.

David Klavins und Nils Frahm vor dem neu errichteten 450er in Berlin (Foto: D. Klavins)

Martin
Wie kamst du auf das Maß von 370 cm?

David
Das war ein bisschen Zufall. Mir schwebte eine Baugröße zwischen 3,5 und 4 m für den Prototyp vor. Wegen der hohen Saitenspannung brauchte ich einen sehr stabilen Rahmen. Und so ging ich in Bonn auf den Schrottplatz, um zu gucken, was für Stahlträger sich da anbieten. Und es war wirklich Fügung oder Zufall, dass da vier Teile lagen: doppelt verschweißte U-Träger, die genau 3,7 m lang waren. Und es war klar, dass ich zwei solche Elemente an jeder Seite brauchte.

2012, also 25 Jahre später, sampelte Native Instruments das 370 für die Software THE GIANT, was die Hauptaufmerksamkeit auf meine Arbeit gelenkt hat und daraus entstanden alle weiteren Entwicklungen.

Martin
Wie viele Großklaviere gibt es heute von dir?

David
Nachdem ich das 370 analysiert hatte und die Klangvorstellung, die ich hatte, noch nicht so optimiert fand, habe ich beschlossen, dass wir im Bass noch etwas mehr brauchen und habe deswegen die 4,5 m festgelegt. Dieses Mal nicht mit Schrottplatz-Stahl, sondern neuem Stahl aus dem Stahlwerk gebaut (lacht).
Das erste davon wurde von Nils Frahm zusammen mit seinen Fans und Unterstützern finanziert; es steht in Berlin. Und dann gibt es noch eines bei einem vermögenden Privatkunden in Florida sowie ein 470er im Konzertsaal von Ventspils hier in Lettland. Akustisch spielt das keine Rolle, aber visuell sieht es ein bisschen schlanker aus. Im Grunde ist es auch ein 450er.

Martin
Was macht denn den Klang eines 450ers aus?

David
Der amerikanische Klient kam speziell nach Berlin gereist, um das 450er bei Nils mit einem Konzertflügel der Oberliga (Yamaha CFX) zu vergleichen. Dazu habe ich einen der besten lettischen Pianisten engagiert, um die beiden Instrumente vorzuführen. Ich bat ihn, auf dem Flügel Vollgas zu geben. Ich wollte keine Mauscheleien, damit nicht irgendwie der Eindruck entsteht, dass wir manipulieren. Er hat erst den Flügel gespielt, dann ist er aufs Klavier gestiegen.
Für den Kunden war das Rennen nach fünf Minuten entschieden. Das 450er ist einfach klanggewaltiger, außerdem bekommst du eine Reinheit des Bassregisters, die unerreicht ist. Dabei ist es über den ganzen Tastaturbereich ausbalanciert, was die Klangstärken angeht. Bei maximaler Lautstärke klingt das Instrument immer noch schön, melodisch und voll, ohne Verzerrung. Wenn du einen Konzertflügel, egal welchen, forte fortissimo furioso anschlägst, dann klingelt es. Die dissonanten Teiltöne nehmen so stark zu, dass das wirklich kein schönes Klangbild ergibt. Bei den 450ern kannst du machen, was du willst, das wird immer einen schönen Ton geben im Bass, egal wie stark du ihn spielst.

Ein Klavins 450 in Privatbesitz in Florida (Foto: D. Klavins)

Martin
Nebst den Großklavieren baust du ja auch die Una Cordas. Wie kam es dazu?

David
Das Una Corda entstand in Zusammenarbeit mit Nils Frahm. Uns beiden schwebte ein Instrument mit einem reinen Klang vor, das aber nicht laut zu sein braucht. Das Mehrheit unserer Kunden, die Una Cordas bestellen, sind übrigens Komponisten, die damit neue Musik erschaffen und neue Töne in die Welt setzen.

Wir bauen die Una Cordas hier in Kuldiga in Lettland. Die Werkstatt selbst ist ungefähr 200 Quadratmeter groß und besteht aus drei Räumen. Ich habe fünf Mitarbeiter, die nichts anderes machen, als Klaviere zu bauen, von morgens bis abends. Und dann gibt es noch eine Dame, die unseren eigenen Konzertsaal managt.

Ein Una Corda mit 64 Tasten (Foto: D. Klavins)

Martin
Habt ihr auch einen Showroom in Deutschland, wo man das Una Corda anspielen kann?

David
Einen Showroom nicht, aber wir stellen gerne den Kontakt zu Kunden her, die bereits ein Una Corda besitzen. Meistens sind sie bereit, ihr Instrument zu zeigen.

Una Corda in Leichtbauweise mit 52 Tasten (Foto: D. Klavins)

Martin
Seit Kurzem bietet Ihr das Una Corda Stretto an. Was hat es damit auf sich?

David
Das Stretto hat schmalere Tasten. Es gibt unter Pädagogen zwei unterschiedliche Ansichten: Die einen sagen, die Kinder kommen schon klar mit den normalgroßen Tasten. Aber es gibt nun mal die kleinen Menschen, die ihr Leben lang die kleinen Hände behalten und wenn es keine schmalen Tastaturen gibt, aber dieser kleine Mensch nun mal eine extreme Vorliebe für Klaviere hat, dann ist er gelacktmeiert, salopp gesagt. Insofern finde ich einen tiefen Sinn darin, dieses Stretto-Instrument zu bauen.

Martin
Bringt dies irgendwelche Nachteile mit sich?

David
Bei Una Cordas haben wir keine Nachteile, weil es das Bauprinzip erlaubt, die gesamte Mensur zusammenzuschieben, was bei einem normalen Klavier mit drei Saiten pro Taste kaum möglich wäre. Auf dem Una Corda können wir pro Oktave rund eine Taste einsparen und haben immer noch eine schnurgerade Taste. Dies ist ein enormer Vorteil für eine einwandfreie Spielart und maximale Kontrolle des Anschlags, weil du überhaupt kein seitliches Kippmoment hast. Das ist die schnellste Klaviatur, die du dir denken kannst.

 

David Klavins an seinem Modell 470i in Ventspils (Foto: Ilmars Znotins)

Martin
Letzte Frage: Wie siehst du die Zukunft des Klavierbaus?

David
Auf unsere Schiene bezogen sehe ich die Zukunft positiv, weil meine Mitarbeiter genauso enthusiastisch bei der Sache sind wie ich selbst. Aus meiner Sicht besteht der Weg in die Zukunft aus Entwicklung, Innovation und Vorwärtsdenken. Andere Klavierbauer setzen hingegen auf Tradition, frei nach dem Motto: “Wir machen das Beste, was machbar ist und das schon seit 100 Jahren und wir ändern nichts daran.” Aus meiner Sicht der schlimmste Antipol zur Innovation. Ich denke, das wird das akustische Klavier früher oder später beeinträchtigen. Zumindest in Privathaushalten werden immer mehr Leute auf gute Digital-Pianos und virtuelle Instrumente setzen, weil diese auch immer besser werden. Hingegen ist der Konzertflügel nicht aus der Kulturwelt wegzudenken. Und ich hoffe, dass da in Zukunft mehr Vierfünfziger stehen werden und nicht nur Konzertflügel. Nur ist es auch klar, dass fertige Konzertsäle kaum einen Vierfünfziger hinstellen können, weil es einfach keinen Platz gibt. Aber bei neuen Projekten, wo ein Konzertsaal im Entstehen ist, könnte ein solches Instrument integriert werden.

Meine Philosophie ist, dass das Übel in der Welt nur durch Gutes zu bekämpfen ist, insbesondere durch schöne Töne. Ich glaube an das Positive, das Aufbauende und Erbauende der Musik, das die Menschen positiv beeinflusst und zu besserem oder zu klarerem, auch ethisch höher stehendem Denken verleitet.

Martin
Vielen Dank, David, für das interessante Gespräch und alles Gute für dich und deine Projekte!

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Forum
  1. Profilbild
    Flowwater AHU

    Ich LIEBE Hania Rani … also, äh … ihre Musik natürlich.

    Keine Ahnung was das ist, weil ich normalerweise wirklich so komplett andere Musik höre. Aber bei ihr … das ist einfach irgendwie obergeil. Mein bisheriger Liebling ist »Hello« zusammen mit dem Video auf YouTube. Ich habe hier auch drei LPs/Vinyls von ihr … und das, obwohl ich (immer noch) keinen Plattenspieler besitze.

    Sie am M450i … da geht mir doch gleich das Herz auf! 😍❤😍❤😍

    • Profilbild
      Jens Hecht RED

      @Flowwater Hab sie über den Song ‚Malasana‘ mit der Cellistin Dobrawa Czocher kennengelernt, ist immer noch einer meiner Favoriten :)

      • Profilbild
        Aljen AHU

        @Jens Hecht Im Duo mit Dobrawa war die Rezeption doppelt brutal… ich meine, beim Musikhören will ich mich doch auf die Musik konzentrieren (können) — das fiel mir jedenfalls bei den Videos schwer. :-)

        Darauf die Doppel-LP – da gibt es wenigstens keine visuelle Ablenkung – „Biała Flaga“ (Die weiße Fahne), ein frecher Mix aus zwei polnischen Legenden: Fryderyk Chopin einerseits, Grzegorz Ciechowski andererseits (leader der in den 1980er gefeierten Wave-Band Republika, die es aufgrund damaliger politischer Zustände leider nicht zum internationalen Durchbruch schaffte). Zum Ausklang gibt es sogar einen Cover von Marek Grechuta (auch eine Legende aus Hanias Heimat)… https://youtu.be/zkbQde7fLOg?si=uHj6a_YTuDZyREoV

        Aber es wird bös offtopic :)

    • Profilbild
      Aljen AHU

      @Flowwater Mensch @Flowwater… Kauf Dir doch endlich einen Plattenspieler, es gibt auch immer noch Gutes fürs Geld, auch gebraucht … ganz nebenbei könntest Du Dir auch einen kleinen Eurorack aufbauen… dann wäre der Kommentarbereich hier um einiges an „isch ab awä kein…“ ärmer, Du dafür um einiges an Erfahrung reicher. Was ich Dir und mir für das kommende Jahr vom Hz-en wünsche!

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @Aljen Hehe … danke für den Rat! 🙂

        Was den Plattenspieler angeht ist das kein Problem des Geldes – ich habe mir schon einen von »ProJect« heraus gesucht – sondern ein Problem des Platzes. Außerdem habe ich alle Vinyls über Bandcamp gekauft … so dass ich sowieso die Musik als FLAC besitze. Mir geht’s nur darum, dass ich auch trotzdem gerne die Vinyl-Scheiben hier stehen habe.

        Wegen des Eurorack-Systems: Ich besitze ja bereits den »Taiga« von Pittsburgh Modular, mit dem ich viel Spaß habe, dessen Sounds aber noch nicht in aktuelle Tracks einfließen. Tatsächlich habe ich auch schon öfters mit dem Gedanken gespielt, mir ein kleines Modular-System zuzulegen, welches aus ausgewählten Modulen von Noise Engeneering, After Later Audio (Mutable Instruments), Instruō usw. besteht. Ist alles schon im Kopf verankert. 🙂

  2. Profilbild
    Filterpad AHU

    Wer ein Bundle von Native Instruments besitzt, kennt Pianos wie The Giant und Una Corda. Diese klingen alles, außer normal! Eben irgendwie anders. Schön diese besonderen und außergewöhnlichen Pianos als Samplelibrary dank David kaufen zu können. Nur die Einbettung in den Mix gestaltet sich etwas schwierig meiner Ansicht nach. Aber vielleicht bekomme ich es auch einfach nicht hin. 🤤

  3. Profilbild
    herw RED

    ein wundervolles Interview und schöne und interessante Videolinks. David Klavins erscheint als sehr sympatischer Mensch und leidenschaftlicher Instrumentenerfinder und -bauer.
    @Martin: vielen Dank für dieses entspannende und auch lehrreiche Interview am Silvestermorgen

  4. Profilbild
    Jens Hecht RED

    Sehr schöner Beitrag, vielen Dank! Berduxa von Nils Frahm wäre noch ein weiterer Anspieltipp bezüglich des Una Cordas ;)

  5. Profilbild
    Aljen AHU

    Danke für den Artikel, für die Vorstellung eines hochinteressanten Menschen mit seiner ebensolchen Erfindung! Ich hatte bislang nur eine vage Vorstellung von Klavieren, und bei Flügeln dachte ich eher an meinen Lieblingssport Paragliding. Am Letzteren hat sich nicht viel geändert, aber was das Instrument angeht, habe ich mir kurzerhand den kompletten Klavier-Workshop bei Amazona reingezogen. Zwar werde ich mit meinen Anfang 60 trotzdem nicht mehr zum Pianisten, jetzt weiß ich aber ungefähr, worum die Rede ist und warum eine gute Freundin von mir, ihres Zeichens Klavierlehrerin, ihren Bösendorfer vor dem Zugriff der Schüler wie einen Schatz hütet.

    Auch für diesen „permanenten Lerneffekt“ schätze ich Amazona. :-)

    Im Übrigen hat sich Lettland offensichtlich zu _der_ Heimat musikalischer Visionäre entwickelt: zwischen Girts Oziolins und Davids Klavins (welch ein zum Handwerk kongenial passender Name!) liegen inhaltlich Welten, gemeinsam ist wohl die Inspiration und das „einmal hinter den Horizont gucken“-Mentalität. Könnten wir wieder in Deutschland auch gut gebrauchen.

    Last but not least ist Hania Raniszewska, ich meine natürlich ihre Musik, auch für mich immer mal wieder für eine schöne Auszeit gut :)

  6. Profilbild
    bosurus

    ich hatte im NI-Kontakt-Sampler die Instrumente The Giant und UnaCorda mal installiert und ausprobiert, konnte aber irgendwie damit nichts anfangen.

    Nach Lesen dieses Artikels habe ich nun verstanden, um was es bei diesen Instrumenten eigentlich geht. Danke für diese Wissensvermittlung. Wie so oft muss man so etwas wohl vor Ort hören, und nicht als Gigantomanie bzw. Spielerei abtun.

    Was mich beim 370/470 wundert, warum es an der Wand hängt, bzw. die Tastatur in Emporenhöhe installiert ist, also über die Gesamtlänge von oben nach unten gedacht.

    Warum nicht umgekehrt? Auch wenn ein kleines Podest notwendig wäre für die optimale Hammerposition, wäre der Klavierspieler näher an etwaigen Mitmusikern. Und man könnte das Klavier eventuell im Liegen transportieren und auf einer entsprechend großen und tragfähigen Bühne aufstellen; incl. einer Stabilisierung gegen Umfallen natürlich.

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