Test: M-Audio M3-8, Nahfeld Monitor

24. November 2014

Koaxialer Dampfhammer

Wieviele Lautsprecher hat ein Nahfeld Monitor? Nun, angesichts der überwältigenden Anzahl von Protagonisten wird wohl die Zahl 2 den meisten Lesern über die Lippen kommen. Die Gründe sind vielfältig. Größe, Gewicht, Preis und Phasentreue sind nur einige Argumente, die den typischen Studiobetreiber zu dieser Wahl bewegen. Im Gegenzug gibt es in letzter Zeit allerdings auch vermehrt eine Gegenbewegung, die der ursprünglichen 3-Wege-HiFi-Box huldigt. Mit einem zusätzlichen Mitteltöner ausgestattet, um so die Crossover-Frequenzen erfassen zu können, die ansonsten in der Frequenzweiche eines 2-Wege Systems versumpfen. Zudem liegt eine geringere Belastung der einzelnen Treiber an, da ihr Wirkungsgrad sich auf einen schmaleren Frequenzbereich erstreckt.

Mit der M-Audio M3-8 schickt sich das amerikanische Unternehmen an, einen Fuß in das vergleichsweise schmal besetzte Terrain zu setzen. Zielsetzung ist dabei die Kompensation der oben genannten Nachteile bei gleichzeitiger Fokussierung auf die konstruktionsbedingten Stärken. Als Zielgruppe kommt der aufgrund der chinesischen Fertigung niedrige Ladenpreis von unter 300,- Euro einmal mehr der ambitionierte Budgetstudiobesitzer in Frage, der auf der Suche nach der nächst höheren Leistungsklasse im Nahfeldmonitorbereich ist.

M-Audio M3-8

M-Audio M3-8

Konstruktion

Schauen wir uns zunächst die äußeren Werte der Abhöre an. Mit ihren knapp 13 Kilogramm Kampfgewicht und den Abmessungen 268 x 434 x 285 mm ist von einer Wandmontage dringend abzuraten. Neben einem ordentlichen Drehmoment nach unten würde man aufgrund der rückseitigen Bassreflexöffnung auch zwangsweise mit entsprechenden Dröhnfrequenzen im Bassbereich konfrontiert werden. Eine Stativmontage ist auf jeden Fall vorzuziehen, wobei meines Erachtens gerne der Abstand von mehr als 1,50 Metern zwischen Lautsprecher und Ohrmuschel angestrebt werden kann.

Auf den ersten Blick wirkt die M-Audio M3-8 wie eine 2-Wege-Lösung. Bei genauerem Hinschauen hingegen entpuppt sich die obere Lautsprechersektion als Koaxial-Konstruktion eines 5-Zoll-Kevlar Mittentreibers nebst eines 1-Zoll-Hochton-Silk-Dome, die in ihrer Achse übereinander angeordnet wurden. Prinzipiell hat dieses System neben einer Platzeinsparungen auch den Vorteil, dass die Laufzeitenunterschiede zwischen den einzelnen Lautsprechern minimiert werden. Als Basslautsprecher kommt ebenfalls eine Kevlar Variante von 8 Zoll zum Einsatz. Die Crossover Frequenzen der 3 Bereiche werden mit 450 bzw. 3.900 Hertz angegeben, wobei die einzelnen Lautsprecher mit 150 Watt (RMS) im Bassbereich und jeweils 35 Watt (RMS) im Mitten- und Hochtonbereich über ausrechend dimensionierte Leistungsabgaben in Class A/B Technik verfügen.

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