Test: M-Audio ProjectMix I/O

7. März 2006

M-Audio ProjectMix I

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Ein Raunen ging durch die Musikergemeinde, als M-Audio das ProjectMix zu einem äußerst günstigen Preis von nur rund 1000 Euro vorgestellt hat. Immerhin vereint das Gerät eine Mackie Control und ein 1814 Firewire Audio Interface in einem Gerät. Zusätzlich hat M-Audio noch acht Mikrofon-Eingänge spendiert. Unterm Strich bekommt man also eine komplette Hardware-Ausstattung in einem Gerät, die sich qualitativ wirklich sehen lassen kann!

Features
Den größten Blickfang erreichen die neun motorisierten und berührungs-empfindlichen Fader. Diese machen einen soliden Eindruck und fassen sich auch gut an. Über jedem Fader findet man die Mackie-Control typischen Mute, Solo, Select und Record Buttons nebst dem Encoder. Der Encoder verfügt über keinen LED-Kranz und keine Push-Funktion, was gegenüber dem Original einen Rückschritt darstellt. Die Encoder-Kappe ist nicht gummiert, schimmert daher leicht billig und fasst sich auch entsprechend an. Leider sind die Encoder nicht verschraubt, auch wenn sie nicht allzu sehr wackeln. Der Druckpunkt der Tasten ist hingegen sehr gut gelungen.
Das breite Display zeigt je nach Konfiguration die entsprechenden Informationen an. Es ist gut ablesbar, schwächelt jedoch an manchen Stellen mit der Hintergrundbeleuchtung, so dass die Leuchtkraft insgesamt etwas inhomogen wirkt. Dies bemerkt man aber nur, wenn man zum Vergleich ein wirklich gutes Display nebenan stehen hat.

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Zur Rechten gelangen wir in den Master-Bereich des Controllers. Oben finden wir drei Encoder zur Steuerung der Ausgangslautstärken der beiden Kopfhörerausgänge sowie der vier analogen Ausgänge. Im Control-Panel kann bestimmt werden, wie sich die Lautstärken verändern sollen. In der darunter liegenden Sektion können den acht Kanal-Encodern die Funktionen zugewiesen werden. Je nach zu steuernder Software unterscheiden sich die Belegungen. Leider liefert M-Audio keine magnetischen Auflagen mit, so dass man sich diese selber anfertigen muss. Sehr schön ist die Flip-Funktion, mit der sich die Funktionen der Encoder und der Fader austauschen lassen. So kann man auch z.B. Kanalparameter berührungsempfindlich automatisieren, was ja mit den Encodern so nicht funktioniert.
Der übrige Master-Bereich des Controllers stellt die Laufwerksfunktionen und Locatoren zur Verfügung. Je nach Software ändern sich auch hier die Belegungen.

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– Die I/Os des ProjectMix

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Die acht laut Handbuch „geräuscharmen“ Mikrofonvorverstärker bieten bis zu 55 dB Gain. Liebe M-Audio Handbuchschreiber, meinten sie etwa „nebengeräuscharm“?  Global können diesen mit einem Knopf 48V Phantomspeisung hinzugeschaltet werden. Ein Schalter neben jedem Gain-Poti wählt aus, ob der Kanal als Line-Eingang über die Klinkenbuchse oder als Mikrofoneingang über die XLR Buchse arbeiten soll. Das ist sehr gut gelöst, da man so die Anschlussbelegung für Mikrofone und z.B. Synthesizer belassen kann.
Leider gibt es nur vier und nicht sechs analoge Ausgänge, womit 5.1 Surround zunächst erst mal flach fällt. Nur über den Umweg eines zusätzlichen Wandlers kann man an mehr als vier Kanäle Aktivmonitore anschließen. Über das Control-Panel lässt sich der Level-Encoder zur Zeit nur auf die Ausgänge 1-2 und 3-4 routen, eventuell schafft es M-Audio ja noch, den S/PDIF Output mitzuregeln, so könnte man dann doch mit einem zusätzlichen Wandler 5.1 Surround in der Lautstärke pegeln.

Installation
Nach der sehr einfachen und unproblematischen Installation der Treiber verlangt der Installer das Herunterfahren des Rechners, was ich jedoch für unzeitgemäß erachte. Nach dem Neustart findet man dann das im herkömmlichen M-Audio Look&Feel gehaltene Control Panel in der Task-Leiste.

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