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Test: MOTU 828mkII Firewire

19. August 2005

MOTU 828mkII Firewir

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Als ein weiterer Vertreter der Firewire-Audio-Interface-Zunft bietet das MotU 828mkII eine gehobene Ausstattung bei einem Preis von ca. 800 Euro. MotU kann auf eine langjährige Erfahrung beim Bau von Audiointerfaces zurückblicken, was die Anforderungen an ein solches Audio-Interface höher schraubt. Lesen Sie auch den Testbericht des älteren MotU 828.

Ausstattung
Das 828mkII bietet Fronseitig zwei Mikrofoneingänge, die auch für Instrumentenpegel ausgelegt sind. Beiden Eingängen ist eine 48V Phantomspannung zuschaltbar. Auf der Rückseite finden sich analoge Send-Buchsen, über die man Kompressoren oder andere Effektgeräte einschleifen kann, bevor das Signal digital gewandelt wird. Um das Signal zum 828 zurückzuführen, müssen dann zwei Input-Kanäle belegt werden.
Der Kopfhörerausgang ist mit einem Push-Encoder (Endlosdrehregler mit Tastenfunktion) ausgestattet. So kann einerseits die Kopfhörerlautstärke und die des Main-Outputs geregelt werden.
Der eingebaute rudimentäre Digitalmixer erlaubt freies Routing und verschiedene Monitormischungen ohne störende Latenz.
Rückseitig bietet das 828mkII eine ganze Reihe professioneller Features. Neben einem Wordclock I/O, einem ADAT I/O, einer ADAT-Sync-Buchse, einem coaxialen S/PDIF I/O und dem MIDI I/O befindet sich auch gleich ein SMPTE I/O zur Synchronisation mit Video-Equipment an Bord.
Die acht analogen Audioein- und ausgänge sind selbstverständlich symmetrisch ausgeführt und vertragen Pegel von -10db und +4 dBu. Zwei Main-Ausgänge sind für die Abhöre gedacht.
Insgesamt stehen also zehn analoge Eingänge, zehn analoge Ausgänge, sowie je zehn digitale I/Os über ADAT und S/PDIF zur Verfügung. Bei 96 kHz halbieren sich die ADAT-Kanäle von acht auf vier.

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Im Lieferumfang befindet sich bei unserem Testgerät eine leere (!!) Treiber-CD und eine CD des Vertriebes Klemm-Musik, auf der sich aber nur OSX Treiber befinden und die auch nur auf dem Mac lesbar ist. Schwungvoll werfe man also die Internetverbindung an und lade sich die aktuelle Treiber für Windows und Mac herunter… Leider wird neben dem 4,5m langen 6-Pol zu 6-Pol Firewirekabel kein Adapter von 6-Pol auf 4-Pol mitgeliefert.

Installation Windows
Die aktuellen Treiber herunter geladen, bricht die Install-Routine bei einem auf einem SIS-Chipsatz basierenden Notebook kurz vor Fertigstellung ab. Das 828mkII wird dann leider auch nicht vom Rechner erkannt. Schade eigentlich für das MotU, denn alle FW-Audio-Interfaces anderer Hersteller funktionieren hier. Anders sieht es hingegen auf einem Centrino-Notebook aus. Hier kann der aktuelle Treiber in einem Rutsch installiert werden. Wichtig ist, wie bei allen Firewire Audio Interfaces, zuerst den Treiber zu installieren und dann erst das Interface anzustecken.
Nach dem Anstecken werden dann wie gewöhnlich drei unsignierte Treiber installiert.

CueMix
Der interne digitale Mischer kann die 20 Eingänge (acht analog, acht ADAT, zwei SP/DIF, zwei Mikrofon) auf zwei wählbare Ausgänge zusammenmischen. Bis zu vier dieser Mischungen sind gleichzeitig möglich und können darüber hinaus auch von einer Controllerbox à la Mackie Control ferngesteuert werden. Ein sehr interessantes Feature, das sonst nur die Terratec PHASE 88 Rack FW und der MIC 8 bietet.
Über vier Push-Encoder kann der Mischer auch von der Front des 828mkII voll bedient werden. In Notsituationen oder für einen Standalonebetrieb eine gute Idee. Bedienungsfreundlicher ist aber natürlich die CueMix Software.

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Praxis
Unter Windows ist die Performence, also die Systembelastung durch das 828mkII sehr gut. Bei 44,1 kHz wird das Centrino 1,5 GHz System gerade mal mit 1 Cubase-Prozentbalken belastet. Bei 96 kHz sind es dann ca. 1,5 Cubase-Prozentbalken. Diese Angaben beziehen sich auf zehn analoge Kanäle, jeweils für Ein- und Ausgänge.
/> Bei 20 Ein- und Ausgängen, 44,1 kHz und 512 Samples Latenzbuffern kommen wir auf drei Cubase-Prozentbalken. Immer noch ein sehr guter Wert. Bei 96 kHz sind es
dann ca. sechs Balken.
Leider ist unter Windows die Betriebsstabilität nicht überzeugend. So gibt es beim Umschalten der Abtastraten unregelmäßig Abstürze. Bleibt man jedoch auf einer Abtastrate, so lässt sich mit dem MotU gut arbeiten.

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Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Alles schön und gut für die Windows XP und Vista – User.
    Wie sieht es aus für Macintosh OSX User?

    Habe da paar Probleme und habe ein Mac G4 und OSX ist echt Neuland für mich. Was muss beachten und wie stelle ich alles ein damit ich mit dem Motu 828 mkII arbeiten kann?? Bitte um Antwort. Dankeschön im Vorraus.

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