Test: Native Instruments Evolve Mutations 2

29. April 2010

Evolve Mutations 2

Evolve Mutations 2 von Native Instruments verspricht spannungsgeladenes Klangmaterial für NIs Kontakt 4/Player für die Produktion von TV-, Film- und Game-Soundtracks. Der Nachfolger, der ebenfalls von der amerikanischen Soundschmiede Heavyocity produzierten Evolve Mutation, erweitert den ersten Teil um 2 GB Samplematerial und umfasst neue Instrumente, Loops, Effekte und ein völlig neues Trigger FX-Feature, mit dem per Tastendruck der Sound durch bis zu 12 verschiedene Effekte geschickt werden kann.

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Wir haben uns die 1,4 GB (komprimiert) große Library als Download-Variante installiert. Nach der Autorisation über das NI Service-Center kann die Sample-Bibliothek wahlweise in Kontakt 4 oder dem kostenlosen Kontakt 4 Player importiert werden. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass man über das allerneueste Update verfügt. Nach dem ersten Sichten der Sounds im Kontakt-Browser ist man zunächst ein wenig über die Anzahl der gebotenen Klänge enttäuscht – irgendwie hat hier die Werbung mehr versprochen – der erste Eindruck täuscht, da viele Klänge in Bänken organisiert sind. Trotzdem haben wir einmal genau nachgezählt.

Die Sounddesigner von Heavyocity haben versucht, alle Sounds in einigermaßen sinnvolle Kategorien einzusortieren, um ein schnelleres Auffinden des gewünschten Klanges zu erleichtern. Wie beim Vorgänger gibt es die Rhythmic Suite, Percussion Kits, Stings&Transitions sowie die Abteilung Tonality&FX.
Diese Unterteilung wird optisch durch neu gestaltete Benutzeroberflächen unterstrichen. Die einzelnen Bedienelemente wurden analogen Geräten nachempfunden. Für jede der 4 Sound-Kategorien gibt es ein HighPass und ein LowPass Filter inkl. Resonanz und Cutoff sowie eine 4-stufige Lautstärkehüllkurve. Zwar stellt der zweite Teil damit nicht mehr veränderbare Parameter zur Verfügung, allerdings ist jetzt alles ein bisschen netter anzusehen.

- Jede Menge Instrumental- und Percussion-Loops bietet die Rhythmic Suite -

– Jede Menge Instrumental- und Percussion-Loops bietet die Rhythmic Suite –

Die Kategorie Rhythmic Suite unterteilt sich in perkussive und tonale Sounds und enthält Instrumental- und Percussion-Loops. In der perkussiven Unterkategorie findet man auf 3 Bänke verteilt 158 geslicete und stark bearbeitete Drum-Loops. Normal ist anders. Man hat oft das Gefühlt, dass die Macher von Evolve Mutation hier bereits ausgiebig von dem Trigger FX Feature Gebrauch gemacht haben. Das ist zum einen ein Nachteil, da sich die gesampelte Effekte nicht zurücknehmen lassen, zum anderen klingen die Loops natürlich bereits beim ersten Anspielen interessant und sehr abwechslungsreich. Jeder Loop liegt zusätzlich in einer auf der Tastatur verteilten Slice-Variante vor – die dazugehörigen MIDI-Files sind ebenfalls in der Library enthalten und ermöglichen so das schnelle Umarrangieren des Loops inkl. Tempoanpassung. Positiv zu erwähnen ist die Tatsache, dass tiefe, brachiale Loops auf den unteren Oktaven, helle metallische oder glockenartige Loops auf den höheren Keyboardregionen und alles mittenfrequente Material dazwischen anzutreffen ist – so lassen sich schnell komplexe Loops zusammenbauen. Zusätzlich zu den Drumloops gibt es in der Unterkategorie Tonal noch 15 Combi-Programme mit jeweils 3 unterschiedlichen tonalen Loops (macht zusammen 45 Loops und damit insgesamt 204 Loops in dieser Kategorie). Alle Loops dieser Combi-Programme sind noch einmal als Single-Loops vorhanden und können so einzeln und damit im vollen Tonumfang in Kontakt geladen werden.

Klangbeispiele
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