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Eurorack-Reports: Rossum Electro-Music USA

Innovative und hochwertige Eurorack-Module von Dave Rossum

30. März 2024

Rossum Titelbild

In unserer neuen Reihe: „Eurorack Reports“ möchten wir euch in loser Folge Firmen präsentieren, die Module für den mittlerweile unendlichen Eurorack-Modular-Kosmos herstellen und euch dabei natürlich auch die interessantesten Module aus deren Portfolio kurz vorstellen. Als erste Firma haben wir uns Rossum Electro-Music aus Santa Cruz, der Surf City in den USA, in Kalifornien herausgepickt.

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The Story behind Rossum electro-music

Hinter der 2015 gegründeten Eurorack-Schmiede verbirgt sich kein Geringerer als der Erfinder des E-Mu Emulators und Mitbegründer von E-Mu Systems Inc. Dave Rossum. Seinen Namen darf man heute ruhigen Gewissens in einem Atemzug mit Bob Moog, Don Buchla, Dave Smith und natürlich dem Vater des Eurorack-Modularsystems Dieter Doepfer nennen.

Dieter Doepfer und Dave Rossum - Zwei Pioniere Namm 2018 Quelle Rossum Electro-Music Instagram

Zwei Pioniere: Dieter Doepfer und Dave Rossum (Quelle Rossum Electro-Music Instagram, Namm 2018)

Das Dave Rossum-Interview

Unser Chefredakteur Peter Grandl führte im Juni 2015 ein wirklich sehr lesenswertes und von mir wärmstens empfohlenes Interview mit Dave Rossum über seine gesamte Schaffensperiode bei den Szenegrößen E-Mu Systems und Creative Labs sowie die damit verbundenen Höhen und auch Tiefen. Hier gibt Dave, auch weil Peter gezielt nachbohrt, wirklich tiefe Einblicke in die damalige Entwicklung von genreprägenden Instrumenten wie dem E-Mu EMAX, dem E-Mu Morpheus, dem E-Mu Drumulator, der E-Mu Emulator– und auch der Proteus-Serie.

Dave in seiner Werkstatt

Und genau in diesem Interview gab Dave dann am Ende auch spontan die Gründung seiner neuen Firma Rossum Electro-Music mit seinem Weggefährten aus alten E-Mu-Zeiten, Marco Alpert bekannt, bei der dann das im neuen Firmennamen integrierte E-Mu nicht von ungefähr kommt:

„Rossum Electro-Music wird hochqualitative Musik Hardware produzieren, die vor allem auch Spaß in der Bedienung bereiten soll – ganz im Sinne der klassischen E-Mu Tradition. Wir werden mit analoger Technologie arbeiten und einige interessante, digitale Innovationen vorstellen. Zudem liegt unser Fokus auf der Qualität und Zuverlässigkeit. Unsere ersten Produkte werden einzigartige Module für das wachsende Eurorack System sein. Wir gingen von Ideen aus, die wir bereits bei E-Mu entwickelt hatten und kombinieren sie mit heutiger Technologie, was eine große Bandbreite neuer, kreativer Möglichkeiten eröffnet.“

Knapp neun Jahre und zehn Module später darf man nun freudig resümieren, dass Dave uns damals nicht zu viel versprochen hat. Die bisher vorgestellten Eurorack-Module haben alle eines gemeinsam: Eine absolut hochwertige Verarbeitungsqualität, die im Eurorack-Kosmos Maßstäbe gesetzt hat und ein stets vorhandener sehr innovativer Ansatz, der vorhandene Technologie und neue Ideen zu einem gewinnbringenden und kreativitätsfördernden Werkzeug vereint.

Alle Module in ihren Verpackungen

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Alle Rossum-Module haben eine eingebaute Circuit Protection, im Eurorack-Jargon auch Reverse Protection genannt, damit die hochwertigen Bauteile vor Schäden bei versehentlicher Verpolung beim Einbau geschützt sind.

Und auch ein weiterer Satz aus dem oben genannten Interview hat sich bei den Eurorack-Modulen von Dave Rossum wieder materialisiert: „Für mich persönlich kam es auch sehr darauf an, wie sich ein Knopf anfühlt und so ließ ich beispielsweise für unser Modular System Knöpfe aus Aluminium statt aus Plastik, wie damals bei Moog üblich, herstellen.“, denn auch die Eurorack-Module von Dave Rossum bekamen formschöne und sehr griffige Knobs, die zum daran herumschrauben förmlich einladen.

Die Module kommen immer sicher eingebettet in einer hübsch designten Umverpackung und bringen zwei Schraubensets mit Washern, das Eurorack-Powerkabel und einen sehr wertig gestalteten Quickstart-Guide aus Hochglanz-Pappe mit.

Rossum Electro-Music Userbild Komplettes Rossum System

Auf der Website zu den Modulen gibt es dann immer auch die aktuelle Firmware plus eine ausführliche Anleitung im PDF-Format. Und wisst ihr, was mich richtig stolz macht? Wir haben es tatsächlich geschafft, jedes der Module von Rossum Electro-Music auch ausführlich zu testen! Begleitet mich also auf einer kleinen Reise durch das aktuelle Portfolio von Rossum Electro-Music.

Rossum Electro-Music Evolution

Das erste Modul auf dem Markt war im Jahr 2016 dann das Rossum Electro-Music Evolution, ein Variable Character Ladder Filter, bei dem das E-Mu Systems 1100-Filter-Submodul von 1973 (später Herzstück des LowPass-Filtermoduls 2100) Pate stand. Die ganze Historie über das Filtermodul bis hin zum Evolution kann man hier nachlesen.

Rossum Evolution Filter Userbild auf Verpackung

Im Prinzip handelt es sich beim Rossum Electro-Music Evolution um ein klassisches MOOG-Transistor-Ladder-Filter. Doch Dave Rossum denkt immer noch ein wenig weiter, wie man bestehende Konzepte verbessern kann und so bedeutet das „Variable“ im Namen, dass man das Filter zwischen 3, 4, 5 und 6-Pol-Modus manuell umschalten oder auch stufenlos per Control Voltage dynamisch überblenden kann. Man erreicht so Flankensteilheiten von 18 dB/Okt. bis 36 dB/Okt. Versucht das mal mit Modulationen im Audiobereich – krass! Dazu gibt es dann noch eine Q-Level-Compensation, die den typischen Pegelverlust im Bassbereich bei steigenden Resonanzwerten ausgleicht.

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Das 16 Teileinheiten breite Rossum Electro-Music Evolution wäre für mich die erste Wahl, wenn ich auf eine einsame Insel nur ein Filter mitnehmen dürfte, denn es fügt jedem zugeführtem Audiomaterial eine gehörige Portion Charakter hinzu, wertet es dabei extrem auf und klingt immer musikalisch. Hier geht es zum ausführlichen Test.

Rossum Electro-Music Control Forge

Im Jahr 2017 kam dann das zur NAMM angekündigte Rossum Electro-Music Control Forge, ein universeller und sehr flexibel einsetzbarer Generator für Control-Voltage, auf den Markt. Dieses Eurorack-Modul ist quasi die Essenz der Parametersteuerung des sagenumwobenen E-Mu Morpheus.

Z-Plane Filter Morpheus und Control Forge im Patch

Zur Erinnerung: Der E-Mu Morpheus besaß eine unglaublich ausgeklügelte Hüllkurvenerzeugung, die das Fassungsvermögen des kleinen Displays damals überstieg und damit viele User beim Editieren völlig überforderte, weshalb sie fast nie richtig ausgenutzt wurde und damit meistens brachlag.

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Dave Rossum sorgte beim Control Forge mit einem besseren Display und einigen Optimierungen im Workflow für eine deutlich verbesserte Zugänglichkeit und bescherte dem Eurorack-System ein echtes Spaßmodul, das jedes Case um synchronisierte achtstufige Hüllkurven (wobei ja jede der Stufen oder besser Segmente schon für sich eine Hüllkurve ist), also ausgefeilte Modulationen und taktgenaue Trigger bereichern kann.

Und damit die schönen Modulationen für die Ewigkeit auch erhalten bleiben, wurde sogar an Speicherbarkeit gedacht. Ein absolut abgefahrenes Modul, das ich sehr gerne einsetze und ja, ich glaube auch dieses Modul würde mit mir auf die einsame Insel fahren, da es mich jedes Mal aufs Neue überraschen kann und damit für langanhaltenden Spaß steht. Hier könnt ihr den kompletten Test lesen.

Der Satellite für das Control Forge

Kurze Zeit später im selben Jahr erschien der Satellite des Control Forge, sozusagen der reine Player für den flexiblen Hüllkurven- und Triggergenerator aus dem Hause Rossum Electro-Music.

Satellite im Patch

Autorenkollege T.Goldschmitz bringt es in seinem Test absolut auf den Punkt, wenn er schreibt: „Auf dem Control Forge aufgenommene Sequenzen können auf den Rossum Electro-Music Satellite ausgelagert und von diesem „abgefeuert“ werden. Eine Editierung diese Sequenz wäre mit dem Satellite aber nicht möglich. Damit nun auch User, die keinen Control Forge besitzen, ihren Spaß am Rossum Electro-Music Satellite haben, ist das Teil aber mit hervorragenden CV-Presets ausgestattet, die sicher ein halbes Leben lang reichen und ebenfalls schon enorm viel Spaß verbreiten.“

Mein Tipp geht auf jeden Fall in die Richtung, sich beide Module zuzulegen. Der Vorteil ist, dass man auf dem Satellite die auf dem Control Forge erstellten Modulations-Presets ablegen kann, so hat man seine eigenen Kreationen immer abspielbereit zur Hand und den Control Forge für weitere Experimente wieder frei.

Userbild Control Forge und Satellite

Mit beiden Modulen hat man eine wahnsinnig potente Modulationsabteilung im Case, die einfach ihresgleichen sucht und dazu sind beide Module durch das rhythmische Lichtspiel der Segment-Buttons auch noch ein richtiger Eyecatcher mit hohem Wiedererkennungswert. Hier geht es zum ausführlichen Test des Satellite.

Morpheus – das Z-Plane-Filter

Wir merken schon: 2017 war Rossum Electro-Music so richtig im Flow und als absolutes Highlight erblickte das zur NAMM angekündigte Stereo Morphing Z-Plane-Filter aus dem E-Mu Morpheus und der Emulator IV-Reihe das Licht der Welt im Eurorack-Format.

Rossum Electro-Music Z-Plane Filter Morpheus

Wenn ihr ein außergewöhnliches Filter im Case haben wollt, dann schaut euch dieses hier mal ganz genau an. Nutzer der oben genannten Geräte schnalzen heute noch wissend mit der Zunge. Es ist einfach sagenhaft und fast nicht beschreibbar, was da an Output rauskommt.

Aber hier wird noch mehr für das Geld geboten: Das reinkarnierte Z-Plane-Filter bietet gegenüber der damals sehr überschaubaren Rechenleistung heute die vollständige dynamische Steuerung aller Parameter und damit ist dann für heftig Bewegung im Klangbild gesorgt und dazu klingt das (Achtung!) digitale Filter auch noch wirklich grandios. Klar, wenn einer Filter kann, dann Dave Rossum!

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Kurz und gut: Im Zusammenspiel mit dem Control Forge holt man sich hier fast den kompletten E-Mu Morpheus, dem wir übrigens bei uns auch in einem sehr lesenswerten Vintage-Artikel huldigten, ins heimische Case. Wo ich das schreibe, komme ich echt ins Grübeln: „Oder nehme ich doch lieber dieses Filter mit auf die einsame Insel?“ Kopfkratz! Hin wie her: Absolute Kaufempfehlung! Hier geht es zum ausführlichen Test.

Der Übersampler: Assimil8or

Ich sagte ja schon: Wenn einer Filter kann, dann Dave Rossum. Von der Sorte Satz gibt es noch einen: Wenn einer SAMPLER kann, dann Emulator-Erfinder Dave Rossum und so war es naheliegend, dass über kurz oder lang auch ein Sample-Modul im Portfolio von Rossum Electro-Music auftaucht.

Rossum Electro-Music Userbild Assimil8or gepatcht im System

Zur Superbooth 2018 wurde der Multi-Timbral Phase Modulation Sampler Assimil8or dann gezeigt und war kurze Zeit später auch bei unserem geschätzten Kollegen T. Goldschmitz zum ausführlichen Test im Klanglabor.

Sampler und Sampleplayer für das Eurorack-Format gibt es ja mittlerweile viele, aber Dave Rossum denkt das Thema eben in seiner unnachahmlichen Weise noch einmal weiter und spendiert seiner Schöpfung Funktionen, die man in keinem anderen Modul findet und damit den Assimil8or wiederum wirklich einzigartig machen. Absolutes Highlight des Rossum Electro-Music Assimil8ors ist die Phasenmodulation, bei der sich die Sample-Spuren gegenseitig im Klang beeinflussen, einfach atemberaubend!

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Den nachfolgenden Auszug aus dem Fazit unseres Testers kann ich absolut nachvollziehen und unterschreibe ihn deshalb auch zu 100 Prozent: „Der Rossum EM Assimil8or ändert für mich das Paradigma, wie ich über Samples grundsätzlich denke. Er sprengt die Vorstellung von starren Klanglieferanten, denen man noch Filter und Hüllkurve verpassen muss, um ihnen eine gewisse Lebendigkeit zu verleihen. Die Samples können sich in jeder denkbaren Art neu befruchten und gehen über AM/FM/PM Beziehungen intimer Art ein, die ihnen bisher verwehrt geblieben sind. Für mich das erste Modul, für das es sich alleine lohnt, ein Eurorack anzuschaffen.“ 

Der Complex-VCO: Aus Trident wird Triton

Das Dave Rossum auch ein feines Näschen für angesagte Technologien hat, beweis er im Jahr 2019. Gerade etablierte sich eine völlig neue Gattung im Eurorack-Format: die Komplex-Oszillatoren. Vornehmlich im West-Coast-Ansatz zu finden, gehen sie auf die ersten Buchla-Oszillatoren zurück. Und prompt lieferte Dave Rossum mit dem Electro-Music Trident Multi-Synchronic Oscillator Ensemble seine Interpretation, bei der dann wieder viele Ansätze einfach nochmal ein Stück weitergedacht sind.

Rossum Electro-Music Trident im Patch

Drei gut ausgestattete VCOs mit mannigfaltigen Modulationsmöglichkeiten und ihren Einzelausgängen für die auszugebenden Schwingungsformen können einzeln gespielt, aber auch mit sich selbst moduliert zu einem Klang-Konglomerat verwoben werden, dass es einem schwindelig wird – Stichwort: Zing-Modulation. Bei diesem Modul dachte ich auch wegen des brachialen Preises zuerst: „Brauche ich das wirklich?“ Aber nach Sichtung des DivKid-Videos, war es um mich geschehen und ich gestand mir sabbernd: „Ja, das Teil brauchst du – geil!“

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Nach einiger Zeit wurde das Modul still und heimlich zu Triton umbenannt, vermutlich aus Urheberrechtsgründen. Also nicht wundern: Wo Triton draufsteht, ist Trident drin. Und auch hier unterschreibe ich das Fazit unseres geschätzten Autorenkollegen T.Goldschmitz zu 100 Prozent: „Der Trident ist für mich DER Oszillator, mit dem man, ohne viel zu patchen an interessante Klänge und eine breite Palette an Klangfarben kommt. Man muss keine komplizierten Patches erstellen, hat aber dennoch innerhalb des Moduls alle Möglichkeiten dazu. Schickt man auf alle drei Oszillatoren verschiedene, aufeinander abgestimmte Melodien, bietet dieses eine Modul den Klang eines ganzen Ensembles. Alles in allem ein inspirierender Oszillator, an dem man lange Jahre Freude haben wird. Meiner Meinung nach Best-Buy.“ Hier geht es zum Test.

Rossum Electro-Music Panharmonium

Ebenfalls im Jahr 2019 kam das vielbeachtete Rossum Electro-Music Panharmonium, ein Mutating Spectral Resynthesizer auf den Markt. Bob Bliss, der schon das EOS-Betriebssystem der E-Mu Sampler programmierte, war auch hier federführend mit Idee und Programmierung am Werk.

Rossum Electro-Music Panharmonium im Patch

Das mit 26 Teileinheiten sehr großzügig dimensionierte digitale Effektmodul besticht durch eine sehr gut strukturierte Bedienoberfläche und bietet wieder Innovationen und neue Denkansätze, für die die großartigen Rossum-Module mittlerweile einfach stehen.

Konzipiert als außergewöhnliches Effektmodul, ist es für mich viel mehr ein kreativitätsförderndes Tool zur Klangforschung, das in meinen Augen und Ohren derzeit keine Konkurrenz im Eurorack-Kosmos zu fürchten braucht, weil es eben über die Möglichkeiten anderer Effektmodule deutlich hinausgeht.

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Das Panharmonium ist ein wahres Stundengrab mit enorm hohem Spaßfaktor, wenn man es nur einfach am Ende der Signalkette seine Arbeit machen lässt und mit angehaltenem Atem staunt, wie das dort eingespeiste Klangmaterial verfremdet, sprich: verformt und verbogen wird und dabei völlig neuartige, bisher nie gehörte Klangteppiche und krasse Sounds entstehen.

Man kann es nicht beschreiben, man muss es einfach hören: Sagenhaft! Auch für dieses Modul gibt es von mir eine dicke Kaufempfehlung! Hier geht es zum lesenswerten Testbericht unseres Autors T. Goldschmitz.

Rossum Electro-Music Linnaeus

Das Rossum Electro-Music Linnaeus erblickte im Jahr 2020 das Licht der Welt. Dave Rossum beglückt uns diesmal mit einem 16 Teileinheiten breiten, digitalen Thru-Zero-State-Variable-Stereo-Filter für das Eurorack-Format.

Rossum Linnaeus Filter Ungepatcht Userbild

Auch hier gibt es wieder viele neue Ansätze, die es in der Form bei anderen Filtern noch nicht gab. Als Multifilter konzipiert, bietet es die heute üblichen Verdächtigen: Low,- High- und Band-Pass und darüber hinaus auch noch die sonst eher unüblichen Filtertypen: Notch, Low- und High-Shelf-Filter. Alle Filtertypen können nahtlos ineinander übergehend durchfahren werden, wobei dann auch interessante Mischformen entstehen. Dazu gibt es dann die Möglichkeit, jeden der Parameter über von extern zugeführte Control-Voltage zu modulieren.

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Auch wenn das Filter für Rossum-Verhältnisse an sich eher unspektakulär klingt, ist es doch durch seine vielen Möglichkeiten ein sehr ausgefuchstes und flexibles Tool zu Klangbearbeitung im Eurorack. Ausgestattet mit einem eigenen VCO und einem sehr guten Filtertracking, eignet es sich auch prima für vokaloide Klänge.

Mit einen zusätzlich integrierten Ping-Modus nach einer Idee von Chris Meyer wird aus dem Filtermodul dann sogar ein Percussion-Modul, mit dem sich ohne großen Aufwand die typischen Buchla-Bongos und Filterping-Sounds erstellen lassen. Den ausführlichen Testbericht zum Linnaeus gibt es hier.

Von allem zu viel: Mob Of Emus

Mob Of Emus – was für ein geiler Name – oder? Sicher in Verbindung mit dem renommierten Namen von Dave Rossum und den zuvor hergestellten Modulen für den ein oder anderen im Jahr 2021 auch ein dickes Kaufkriterium.

Mob Of Emus Rossum Userbild Verpackungsinhalt

Und dann kam die Ernüchterung – oder? Zu viele Funktionen, zu viele Parameter, zu viele Bedien-Kombinationen, zu viel zu merken, einfach von allem zu viel und dann besitzt es noch nicht mal ein Display, das die Bedienung der vielen, ach was sag ich, enorm vielen Funktionen deutlich erleichtern würde. Die gute Absicht, eine eierlegende Woll-Milch-Sau fürs Eurorack im schwarzen, undurchsichtigen Reagenzglas zu mixen, ging für viele Nutzer sicher ordentlich nach hinten los.

Die Lernkurve für das Rossum Electro-Music Mob Of Emus ist steil und eigentlich meine ich damit ultrasteil. ABER, und das ABER ist wirklich ein großes ABER, die fleißigen und lernwilligen unter uns Eurorack-Jüngern werden bei diesem Modul mit einem wahren Alleskönner belohnt, der eigentlich jede erdenkliche Funktion in einem Patch übernehmen kann.

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Das 16 Teileinheiten breite Polyfunctional Harmonic Sextett Mob Of Emus bietet 6 flexibel einsetzbare Funktionsgeneratoren, die wahlweise Oszillator, Rauschgenerator, LFO, Hüllkurve, Quantizer oder Pattern-Generator sein können. Unser Rossum Electro-Music-Profi T. Goldschmitz testete auch dieses leistungsstarke Modul für uns. Sein Satz im Fazit: „Das Modul kann vor lauter Potential fast nicht laufen.“, trifft den Nagel auf den Kopf und brachte mich herzlich zum Lachen.

Rossum Electro-Music Locutus

Nach zwei Jahren Modulpause, pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum der MIDI-Schnittstelle im Jahr 2023 lies Dave Rossum die neue Katze aus dem Sack und präsentierte mit dem Rossum Electro-Music Locutus eine Hardware-Erweiterung für seinen, bis dahin auch mit vielen Software-Updates fleißig weiter gepflegten Übersampler:  Assimil8or.

Rossum Electro-Music Userbild Locutus und Assimil8or

Für Assimil8or-Nutzer ist das 6 Teileinheiten breite Rossum Electro-Music Locutus quasi ein Must-Have, denn es erweitert diesen um eine umfangreiche MIDI-Funktionalität, streift damit dessen bis dato enges Korsett aus Control-Voltage ab und öffnet ihn für MIDI-Setups auch außerhalb des Eurorack-Modularsystems. Den ausführlichen Test zum Rossum Electro-Music Locutus durfte diesmal ich schreiben.

Rossum Electro-Music Klanglabor

Ich mag ja die hübsche Optik der Frontplatten von Rossum Electro-Music mit ihrem coolen Labordesign. Das ist natürlich Geschmackssache, aber wer eher auf schwarze Frontplatten steht und sich aus diesem Grund bisher den großartigen Modulen von Dave Rossum verweigert hat, dürfte nun keine Ausrede mehr haben, denn ohne große Ankündigung wurden nun schon einige Module mit schwarzer Frontplatte  gesichtet – auch sehr hübsch – oder?

Rossum Electro-Music Herstellerbilder schwarze Frontplatten einiger Module

Damit sind wir auch schon am Ende des virtuellen Firmenrundganges bei Rossum Electro-Music angelangt. Ich hoffe, er hat euch genauso viel Spaß bereitet wie mir.

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Fazit

Zusammenfassend kann man attestieren, dass jedes einzelne der oben genannten Module von Rossum Electro-Music schon für sich ein jedes Eurorack-Case bereichern kann, aber im kompletten Setup ergibt sich hier ein Klanglabor, das fast keine Wünsche mehr offenlässt. Digitales Sampling mit Raffinesse und drei analoge, flexibel patchbare VCOs als Klanglieferanten, dazu ausgefuchste Hüllkurven und Trigger-Möglichkeiten, Funktionsgeneratoren, ReSynthesizer, FX und drei großartige Filter. Was will man mehr?

Na ja – okay! Da man ja immer noch mehr will und bei mir auch noch Platz im Case ist: Wie wäre es mit einem Sequencer, einem Mixer und ein paar kleinen Tools? Selbst ein Multiple im Rossum-Look, wäre eine feine Sache. Wie man Dave Rossum kennt, hätten diese Module aber sicher das eine oder andere großartige Feature, das man so noch nicht kennt.

Kurz und gut: Bleibt zu hoffen, dass Dave Rossum und seine Firma Rossum Electro-Music uns noch viele weitere großartige und innovative Module in die heimischen Cases liefert. Dafür wünschen wir Dave und seinem Team gutes Gelingen und immer beste Gesundheit!

Plus

  • Einladung zur Klangforschung
  • sehr hochwertige Verarbeitung
  • eingebaute Reverse Protection
  • innovativer Ansatz
  • hoher Spaßfaktor

Minus

  • Qualität hat eben ihren Preis! (eher Hinweis, als ein Minus)

Preis

  • Rossum Electro-Music Evolution 549,- Euro
  • Rossum Electro-Music Control Forge 659,- Euro
  • Rossum Electro-Music Satellite 429,- Euro
  • Rossum Electro-Music Morpheus 649,- Euro
  • Rossum Electro-Music Assimil8or 1.119,- Euro
  • Rossum Electro-Music Panharmonium 649,- Euro
  • Rossum Electro-Music Linnaeus 598,- Euro
  • Rossum Electro-Music Mob of Emus 559,- Euro
  • Rossum Electro-Music Triton (vormals Trident) 999,- Euro
  • Rossum Electro-Music Locutus 259,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Sensimood

    Tiptop, Schöner und gut zusammenfassender Bericht zu Rossum Electro Music!
    Hab selbst den Evolution und hatte den Morpheus. Die Module sind mega hochwertig und stellen für mich zusammen mit ACL best in class im Eurorack dar.
    Mein einziger Kritikpunkt bei den Rossum Modulen sind die eng zusammenliegenden Knöpfe. Man gewöhnt sich aber daran.

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample RED

      @Sensimood Danke für das Lob! Ja bei einigen Modulen sitzen die Regler ein wenig eng beisammen, da könnte man mit den Händen eines Schmieds schon Probleme bekommen. Durch die gute Riffelung der Knobs lassen sie sich aber mit spitzen Fingern und dem sehr angenehmen Widerstand im Regelweg trotzdem prima bedienen. Was war der Grund für Dich den Morpheus wieder zu verkaufen?

      • Profilbild
        Sensimood

        @Dirk E. aka Xsample Dummheit?😁 nein, hatte damals nicht soviel Platz im Case und nutzte das Potential noch nicht. Aufgrund deines Bericht denke ich nun wieder über Morpheus nach😂 der Trident und Panharmonium triggern mich auch extrem.

        • Profilbild
          Dirk E. aka Xsample RED

          @Sensimood Aha .. das typische Platzproblem. :) Ja das Panharmonium und auch der Trident sind wirklich Klasse .. endlos Spaß und viele Möglichkeiten, Klangforschung pur. :)

        • Profilbild
          Merle

          @Sensimood Der Trident ist wirklich top. Wenn man aber bedenkt, dass das tracking der oscs über 10 Okatven akkurat sein soll, schreit das doch förmlich nach tzfm. Das hätte den Trident noch besser gemacht.
          In Sachen tzfm kann ich ürbigens den Brenso empfehlen, welcher kinderleicht harmonische fm-sachen erzeugen kann.

            • Profilbild
              Merle

              @herw Ja, meist wird es groß geschrieben. Und noch als Zusatz: linear TZFM. Ich finde das Potential wird nach wie vor unterschätzt. Dafür müssen dies oscs aber sauber kalibriert sein und sauber tracken, damit man nicht ständig am fine tune knob hängt.

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample RED

      @Synchead Gern geschehen, Danke fürs Lob. In der Reihe wollen wir natürlich nur Module auch vorstellen, die es noch im Handel gibt. Andererseits gibt es natürlich im Eurorack-Kosmos Module, die selbst gebraucht, ein genaueres Hinsehen wert sind. Für mich sind das zum Beispiel die Medic-Module von Analogue Solutions.

  2. Profilbild
    Merle

    Dave ist eine lebende Legende. Hoffentlich bleibt er uns noch sehr lange erhalten. Im Vergleich zu den Modulen wirkt zB make noise billig. Alles ist verschraubt, sogar mit Beilagscheibe. Und kleine Plasitikstummelpotis gibt es auch nicht.
    In einem Interview erzählte Dave sinngemäß, dass ihm seine Frau gefragt hat, wann er in Rente geht. Darauf hat er geantwortet, dass das Einzige was sich dann ändert sei, er bekomme kein Geld mehr für das, was er tut. Er hat auch erklärt, wie es ihn befriedigt, wie andere Leute mit seinen Instrumenten gute Musik machen. Was soll man da noch sagen?!
    Apropos Dieter. Natürlich auch eine Legende und der Pionier des Euroracks. Das Doepfersachen hier so spärlich behandelt werden, finde ich sehr schade. Die neusten Module wurde hier nicht einmal mehr erwähnt, geschweige denn getestet.

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample RED

      @Merle Danke für Deine ergänzenden Einwürfe, sehr schön! Es wäre natürlich naheliegend gewesen, diese Reihe mit dem Vater des Euroracks Dieter Doepfer und seinen tollen Modulen zu beginnen. Das wäre ganz klar eine Mammutaufgabe gewesen, aber wenn diese neue Reihe hier gut ankommt, bekommt natürlich auch das Doepfer-Portfolio seinen Ehrenplatz .. versprochen! :)

      • Profilbild
        Merle

        @Dirk E. aka Xsample Das wäre wirklich eine Mammutaufgabe, das erwartet aber keiner. Es würde schon reichen Doepfer gleichwertig zu behandeln. Warum man hier mit Doepfer so nachlässig behandelt wird, verstehe ich nicht.
        Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn dieses Thema wieder Fahrt aufnehmen würde. Wurde von amazona auch schon groß angekündigt, aber leider ist nichts passiert.

        Ich persönlich würde mich speziell über Tests freuen. Deine Tests finde ich übrigens durchweg top. Gut strukturiert und vorallem detailliert. Und die Pro und Kontros sind auch nicht zu subjektiv.

        • Profilbild
          Dirk E. aka Xsample RED

          @Merle Ui .. das ist ja mal ein sehr nettes Lob. Vielen Dank dafür, das geht ja runter wie Öl und ist Ansporn zugleich. :)

          Auf jeden Fall auch Danke für die konstruktive Kritik. Die Slimline- und auch die Polyphonie-Serie haben wir wohl doch ein wenig vernachlässigt, aber ansonsten gibt es auf Amazona doch jede Menge Doepfer-Tests, Praxisreports, Workshops und News … https://www.amazona.de/archiv/?search=Doepfer
          Aber klar, die Anregung nehmen wir natürlich gern auf. :)

          • Profilbild
            Merle

            @Dirk E. aka Xsample Ich habe ja nicht gesagt ignoriert, sondern vernachlässigt. Leider ist das kein Amazona sondern ein generelles Problem. Vielleicht ist das Design zu wenig hip? Der Preis zu billig? Keine Ahnung….

            Im Vergleich zum Portfolio und, wenn man den Zeitraum bedenkt ist es meiner Meinung nach nicht sooo die Menge.

            FYI:
            Stand Februar 2022:
            „Wir haben daraufhin beschlossen in Kürze eine Übersicht zu Doepfer-Tests und News zu erstellen sowie nun monatlich Tests zu Doepfer Modulen zu bringen“
            Seitdem ist leider nicht viel passiert.

            • Profilbild
              Dirk E. aka Xsample RED

              @Merle Ok .. Danke für den Wink mit dem ganzen Zaun. 😇 Ich denke, das ist angekommen. 😀

              Du schreibst: „Vielleicht ist das Design zu wenig hip? Der Preis zu billig? Keine Ahnung….“ Das ist es meiner Meinung nach auf keinen Fall. Mir und das ist ausschließlich meine persönliche Meinung, gefallen die Doepfer-Module mit ihrer schlichten Labor-Optik und ihrem funktionellen Design außerordentlich gut. Bei mir sind drei Cases voll damit und in Gänze sieht so ein System schon grandios aus und auf keinen Fall billig. Sehr gut finde ich auch, dass man die Module auch abseits der vorgesehenen Funktion herrlich missbrauchen kann, wenn man sie nur kreativ genug einsetzt und ein wenig weiter denkt. :)

              • Profilbild
                Merle

                @Dirk E. aka Xsample Danke für das Verständnis. Mir geht übrigens in erster Line um Doepfer und nicht um gegen jemand zu „schießen“.
                Dann wart ich mal ab, was kommt 😅✌

              • Profilbild
                Merle

                @Dirk E. aka Xsample Bin voll bei dir! Mir gefällt die Optik auch. Aber da sind wir glaube ich nicht die große Masse. Ich bezog mich darauf auf viele Aussagen im worldwideweb. Die Masse will eher das makenoise hipster Design oder das edle schwarz/goldene instruo (trotzdem geile Marken 😅)
                Wenn ich mir die Qualität der Döpfermodule anschaue und dann noch den Preis dazu nehme, frage ich mich schon manchmal, ob mich andere Hersteller verarschen wollen. 😂
                Ich habe das Döpfer ladderfilter, das sem filter, lpg, wasp, springreverb und das kleine noise/random modul und werde die nicht mehr hergeben.
                Man muss aber allgemein mit den Levelreglern aufpassen. Jedes Modul ist da anders was den Wert angeht, wo das Signal weder verstärkt noch abgeschwächt wird. Ansonsten hat man spätestens bei ein paar solcher Module in Reihe schnell entweder ein distortion- oder ein gain staging bzw noise Problem.

                • Profilbild
                  Garfield Modular AHU 21

                  @Merle Hallo Merle,

                  Ja bin ich Dir einig das Doepfer die letzte Zeit etwas unter beleuchtet wird hier. Du kannst aber (wenn Du das schon nicht hast) ein Abo auf das SynMag nehmen, dort werden noch regelmäßig die Doepfer Modulen besprochen.

                  Und ein Eurorack ohne dutzende Doepfer Module? Das geht doch gar nicht, oder? ;-)

                  Viele Grüße, Garfield.

                  • Profilbild
                    Merle

                    @Garfield Modular Vielen Dank für die Info. Ich kenne das mag, sollte vielleicht tatsächlich mal reinschnuppern. Abo ist immer so eine Sache und ich versuche es zu vermeiden, wo es nur geht.
                    Moogulator ist auf jeden Fall ein kompetenter, sympathischer Nerd, dem ich sehr gerne zuhöre, wenn er zB bei musotalk zu Gast ist. Sequencertalk gibts ja auch noch.

                    Für dutzende Module habe ich leider keinen Platz, aber prinzipiell geb ich dir natürlich Recht. Mir ist aufgefallen, dass irgendwie fast keiner der Einsteiger Doepfer benutzt und meistens erst die Fortgeschrittenen zugreifen. Bei mir war es nicht anders und bin mit make noise und mutable eingestiegen.
                    Ich wünsche Dieter auf jeden Fall, dass er sehr gut Kohle macht und sich darüber keine große Gedanken mehr machen muss.

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                      Dirk E. aka Xsample RED

                      @Merle Bei mir war es genau andersherum. Ich hatte erst zwei volle Doepfer-Cases und wollte auch nur dieses einheitliche System, aber dann kam der Vince Clarke Imaginator und so fiel dann mein Blick auch auf andere Module, wie die von Analogue Solutions, Waldorf, Vermona, Rsossum, Mutable Instruments, SoundForce, Robaux und so hat sich mein System dann nochmal beträchtlich erweitert um viele großartige Module. Aber wenn der Dieter ein neues hübsches Modul baut, dann kann ich meistens auch nicht Nein sagen. Eurorack ist eine Sucht. :)

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                      Garfield Modular AHU 21

                      @Merle Hallo Merle,

                      Gerade die Einstieger Modulen von Doepfer sind für mich ideal: Straight forward, direkt und gut zu benützten und fast immer total selbsterklärend, was ich ziemlich wichtig finde (und für immer wichtiger halte).

                      Beispiele von einfache aber auch einfach sehr nützliche Doepfer Modulen die ich doppelt oder noch mehrfach habe sind:
                      A-131 Exp. VCA
                      A-140-1 ADSR
                      A-145-1 LFO
                      A-180-9 Multicore
                      A-180-3 Buffered Multiple

                      Speziell der A-180-3 das Buffered Multiple, ist so etwas wie ein einfaches Modul aber dafür so super hilfreich das ich da einfach nicht genug von bekommen kann ;-)

                      Klar habe ich auch viele andere Doepfer Modulen und die Liste ist nicht vollständig hier aber nur um mal eine Idee zu geben wie ich viele Modulen von Doepfer für hilfreich halte, also für mich hat Doepfer wirklich tolle „Utility“ Modulen aber auch die FIltern und VCO Modulen von Doepfer sind klasse.

                      Mutable Instruments, Make Noise & Co sind dann eher für die „Fancy-Pantsy“ Modulen ;-) Die ich aber auch genauso gut genießen kann im Gebrauch, aber halt anders und nicht so toll direkt im Gebrauch wie eine Doepfer Modul.

                      Viel Spaß beim Modular Synthesizer und viele Grüße, Garfield.

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              Merle

              @Merle Ok, ich hätte bei meinen Kommentar dazu schreiben sollen, dass ich noch nicht so lange im game bin. Bei mir sind es jetzt ca 7 Jahre. Das war ca. zum Cloudhype. Kurz darauf kam dann rings……
              Du bist ja, glaube ich (?) noch viel länger dabei, da war das noch anders und der hype auch noch so krass. Außerdem gab es viel weniger Hersteller. Ich sag mal, am Anfang waren es anteilig mehr Nerds, als jetzt, wo es gefühlt mainstream wurde.
              Ist das nur mein Empfinden oder würdest du das bestätigen?

              Das AS auch schon Module gebaut hat, wusste ich zB gar nicht. Du hast mein GAS damit schon bei deinem Kommentar zum Ample getriggert! Danke! 😠

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                Dirk E. aka Xsample RED

                @Merle Ich habe mal geschaut. Angefangen hat es mit den ersten 5 Doepfermodulen im Dezember 2015. Also so viel länger als Du, beschäftige ich mich damit noch nicht. :) Und ja .. über die Zeit ist es tatsächlich irgendwie von der Nische zum Mainstream geworden. Der Eurorack-Kosmos ist mittlerweile riesengroß. Analogue Solutions hatte neben einigen echt coolen Modulen in Zusammenarbeit mit Vince Clarke, sowie dem Treadstone, dem Telemark-Filter, sogar ein komplettes System, der Concussor-Serie. Darüber hinaus gibt es dann noch die Medic-Module.

                Analogue Solutions
                https://modulargrid.net/e/vendors/view/11

                Medic Modules von AS
                https://modulargrid.net/e/vendors/view/217

  3. Profilbild
    Flowwater AHU

    Also mal ganz unabhängig davon, dass ich diesen Artikel auch sehr gut finde (sehr gerne gelesen). Ich würde gerne zwei Wünsche zum Thema Firmenbesuche äußern, denn mich würden Firmenportraits von folgenden (deutschen) Firmen interessieren:

    — Vermona
    — Waldorf (wer hätte es gedacht)

    Von Vermona gab es schon einmal (oder zweimal?) ein Firmenportrait. Mich würde aber BRENNEND interessieren, was die gerade so machen. Vermona ist für mich eine Firma, die einfach superspannende Geräte herstellen: »MeloDicer«, »MEX3« zum MeloDicer, »PERfourMER MKII«, »DRM1 MKIV«, »Mono Lancet´15«, etcpp.

    Gleiches gilt für Waldorf Music: Was machen die denn gerade so Schönes? Ist schon klar, dass die vermutlich nix Konkretes verraten werden. Aber so klitzekleine Hinweise auf Kommendes sind doch auch immer schön. Außerdem finde ich Herstellungs- und Produkt-Philosophien auch immer interessant.

    Nur mal so als Anregung. 😀

    • Profilbild
      Dirk E. aka Xsample RED

      @Flowwater Du sprichst mir persönlich aus dem Herzen .. ich liebe Vermona und Waldorf ebenso … und klar … mich würde es auch interessieren, ob es in Richtung Eurorack weitere Planungen gibt. Also vorgemerkt. :) Und vielen Dank für das Lob. :)

      • Profilbild
        Dirk E. aka Xsample RED

        @ollo Ja .. den Artikel habe ich verschlungen. Schade, dass ich nichts über die weiteren Planungen bei Waldorf lesen durfte. Richtung Eurorack wird do wohl erstmal nichts mehr kommen .. sehr schade. So ein Waldorf MiniWorks 4-Pole fürs Eurorack? Das hätte doch was – oder?

  4. Profilbild
    Anjin Sun

    Rossum ist Meisterklasse !!
    Warum der Trident in Triton umbenannt wurde, und nun fast doppelt soviel kostet wie zur Veröffentlichung, würde mich persönlich brennend interessieren. Control Forge stand sehr lange im Fokus. Allerdings sind CV Kontroll-Spuren in Cubase fantastisch präzise, und leicht umsetzbar. Menugetauche im Eurorack empfinde ich eher als Spaßbremse. Aber … den hätte ich immer noch gerne.
    Fazit: Rossum rockt !!

    • Profilbild
      Merle

      @Anjin Sun Irgendwo wurde behauptet, wegen korg…. Jedenfalls war die Namensänderung teuer und aufwendig!
      Bei Menugetauche im Rack geht es mir auch so. Nur Pamelas Pro Workout werd ich nicht los 😂

    • Profilbild
      Synchead

      @Anjin Sun Wie bekommst du denn das cv aus cubase ins Rack? Da braucht es auch ein Modul? Klingt interessant.

  5. Profilbild
    Garfield Modular AHU 21

    Hallo Dirk,

    Herzlichen Dank für Dein sehr interessantes Artikel und auch die Zeit und Aufwand die Du hier herein gesteckt hast :-) Tolles Artikel und ich freue mich auf mehr ähnliche Artikeln von andere Firmen.

    Leider habe ich noch kein Rossum Modul, der Preis war öfter mal der Bremser mich dann leider dagegen zu entscheiden. Dein Artikel hat mich jetzt doch zu nachdenken gesetzt und ich werde die Rossums Modulen einige Prios höher einstufen :-)

    Übrigens wegen Doefer Thema, ja mehr Doefer Artikeln wäre Super, da bin ich Merle schon einig das, heutzutage mindestens, Doepfer etwas unter beleuchtet ist.

    Vielen Dank und viele Grüße, Garfield.

  6. Profilbild
    Kraut Control

    Danke für den informativen Artikel! Habe den Assimil8or, den Morpheus und das Panharmonium und bin sowohl vom Klang als auch von der Verarbeitungsqualität der Module sehr angetan.
    Seit einem Jahr bin ich auf der Suche nach der Control Forge, die anscheinend nirgendwo lieferbar ist. Im Musicstore wird der Termin für die erwartete Lieferung jedes Mal nach hinten verschoben.😕

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