Test: Native Instruments, West Africa, Software-Library

24. August 2011

NI West Africa

Mit West Africa präsentiert Native Instruments nach Balinese Gamelan und North India einen weiteren Titel aus der Discovery Series. Traditionelle Percussion- und Soloinstrumente aus Ghana, Mali, Nigeria oder dem Senegal bilden diesmal den Schwerpunkt dieser 3 GB großen Library für Kontakt 4, die NI ausschließlich als Download anbietet. Warum gerade West Afrika? Ganz einfach: Der Einfluss afrikanischer Musik ist in vielen Musikstilen wie Blues, Rock, Soul, Funk, HipHop, Disco und House zu hören – dabei spielen die Percussioninstrumente aus dieser Region Afrikas eine besondere Rolle. Highlight dieser Library sind nicht die gesampelten Instrumente, die ebenfalls in anderen Percussion-Librarys zu finden sind, sondern die mitgelieferten Pattern, mit denen sich authentische und komplexe polyrhythmische Texturen auf Tastendruck erzeugen lassen.

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Installation

West Africa wird ausschließlich als Download angeboten – eine ausreichend schnelle Internetverbindung ist also eine erste gute Voraussetzung für den Kauf dieser Library. Die Installationsdatei wird als komprimierte Datei (ca. 1,4 GB) zur Verfügung gestellt. Nach der Autorisation über das NI Service-Center kann die Sample-Bibliothek wahlweise in Kontakt 4 oder dem kostenlosen Kontakt 4 Player importiert werden. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass man mindestens die Version 4.23 installiert hat – mit älteren Versionen können die Patches nicht geladen werden.

Die Library

West Africa enthält 7 Percussion- und 5 unterschiedliche Solo-Instrumente, die teilweise in mehreren Versionen vorliegen. So wurden beispielsweise von der Djembe, einer einfelligen Bechertrommel, deren Korpus aus einem ausgehöhlten Baumstamm besteht, 7 verschiedene Formen gesampelt, um einen weiten Klangbereich abzudecken. Ein Exemplar verfügt über ein Rasselblech, mit dem sich beim Trommeln ein metallisch klappernder Klang erzeugen lässt.

Oder die Dunun, eine beidseitig mit Kuhfell bespannte Trommel, an deren Rand kleine Glocken befestigt sind. Alle drei in West Afrika vorkommenden Größen sind in der Library enthalten. Doch damit nicht genug! Pro Dunun-Variante kann zwischen 4 unterschiedlichen Exemplaren und 3 Glocken gewählt werden.

- Die Dunun ist eine beidseitig mit Kuhfell bespannte Trommel, an deren Rand eine Glocke befestigt ist. Alle drei in West Afrika vorkommenden Dunun-Varianten sind in der Library enthalten. -

– Die Dunun ist eine beidseitig mit Kuhfell bespannte Trommel, an deren Rand eine Glocke befestigt ist. Alle drei in West Afrika vorkommenden Dunun-Varianten sind in der Library enthalten. –

Ein weiteres Highlight dieser Library sind die mitgelieferten Melodieinstrumente, die in dieser Form, noch in keiner anderen Library zu finden sind. Das Balafon beispielsweise ist vergleichbar mit einem Marimbaphon mit der Besonderheit, dass als Resonanzkörper unterschiedlich große und natürlich hohle Kürbisse verwendet werden. Gleich drei verschiedene Saiteninstrumente wurden für diese Library aufgenommen. Das Spektrum reicht von einer Bolon mit drei Saiten bis zur 21-saitigen Kora. Den Abschluss bilden zwei Fula Flöten, die mit dem typischen Stimme/Flöte-Effekt, der durch das gleichzeitige in die Flöte Singen und Blasen erzeugt wird, gesampelt wurden.

- Das Balafon wird wie eine Marimba gespielt mit der Besonderheit, dass als Resonanzkörper unterschiedlich große Kürbisse dienen. -

– Das Balafon wird wie eine Marimba gespielt mit der Besonderheit, dass als Resonanzkörper unterschiedlich große Kürbisse dienen. –

Native Instruments hat bei dieser Library großen Wert auf die Authentizität gelegt: Viele Round Robin-Samples und Velocity-Stufen stehen zur Verfügung. Zur Erinnerung: Round Robin wählt beim mehrmaligen Anschlag der gleichen Keyboard-Taste immer ein anderes Sample in der gleichen Anschlagsdynamik und Tonhöhe – je mehr Round Robin-Samples, um so realistischer (menschlicher) klingt das Instrument. Wie viele Samples tatsächlich pro Instrument vorhanden sind, verrät NI nicht – das Ergebnis aber überzeugt: Alle Samples klingen absolut sauber und lassen sich sehr realistisch spielen! Die Percussioninstrumente wurden zudem zu spielfertigen Ensembles gruppiert.

- Die Percussioninstrumente wurden zu spielfertigen Ensembles gruppiert. So lassen sich schnell komplexe, polyrhythmische Texturen per Tastendruck erzeugen. -

– Die Percussioninstrumente wurden zu spielfertigen Ensembles gruppiert. So lassen sich schnell komplexe, polyrhythmische Texturen per Tastendruck erzeugen. –




Klangbeispiele
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