Test: Nowsonic Stage Router, Live Router

28. November 2014

Hast Du mal 'nen Access Point?

Um ehrlich zu sein, ich hätte mir vor ein paar Jahren noch nicht vorstellen können, jemals einen Testbericht über einen Router schreiben zu können. Ja, im heimischen Studio vielleicht noch als Vermittler zwischen den Welten in Form einer Fritzbox und Konsortien zur Kenntnis genommen, aber als eigenständiges Testgerät im harten Bühnenalltag? Da kannst du mal sehen.

Inzwischen haben Tablets, Smartphones und Digitalpulte längst Einzug in das Environment auf kleinen und großen Bühnen gehalten und verlangen nach einem sicheren und dennoch einfachen Zugang zum Internet. Da in diesem „Neandertaler-Umfeld“ die Büro-Plastikheimer der gängigen Hersteller und selbst formschöne Basisstationen von Apple in Sachen Konzeption und Stabilität hoffnungslos überfordert sind, hat die Firma Nowsonic mit ihrem Nowsonic Stage Router ein Produkt auf den Markt gebracht, das alle wichtigen LAN und WLAN Utensilien in Roadtauglichkeit eröffnet.

Nowsonic Stage Router Side

Nowsonic Stage Router – Side

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Ich halte die Position der Antennen durchaus für problematisch; je nachdem, wie das Rack positioniert ist, kann die Reichweite massiv eingeschränkt werden.
    Ich verstehe nicht, weshalb solch ein spezialisiertes Gerät nicht mit externen Antennen (zum Anklemmen oder auf-das-Rack-stellen) standardmäßig ausgerüstet ist. Das w+rde das Leben noch etwas leichter machen.

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      TobyB  RED

      Hallo Andreas,

      wenn der Technik-Bob seinen Router günstig platziert ist das Abstrahlverhalten bei Rundstrahl Antennen „fast“ egal.

      Was hier für den angedachten Zweck wichtiger sind, sind die Oberwellen der beiden Frequenzbänder. Und ein Meßprotokoll, mit und ohne Antenne.

      Das der Router nicht in den Audiozweig der Stromversorgung gehört sollte klar sein.

      In den Bändern b-n ist wird die Welle schon fast wie Licht reflektiert, insofern sollte die zum FOH in direkter Sicht stehen. Oder zu dem Client.

      Ich würde mit dem Router sparsam umgehen und Sicherheitsvorkehrungen für den Livebetrieb treffen, es gibt Leute die haben sehr gerne, sehr viel Spass mit Airsnort auf ihrem Smartphone. Selbst wenn das kein Thema ist, bleibt immer noch das Bandbreitenthema bei Funknetzen, nach dem sich die max. Bandbreite mit jedem verbundenen Client verringert und ebenso wichtig, mobile Hotspots in Smartphones die dem Netz die Performance auf den Känalen klauen.

      Wir Jungs vom Gilb, die mit den gelben Wagen und der Antenne oben auf, machen deshalb immer eine Funkausleuchtung vorab.

      Messen ist besser als Prüfen ;-)

      Aber das betriebwirtschaftliche Killerargument hier, 100m Kupfer Cat6 und Infrastruktur ist immer noch günstiger als WLAN, und im Multicore ist noch Luft ;-)

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        AMAZONA Archiv

        Moinsen Toby.
        Du bringst meine Aussagen auf den Punkt :)
        Wichtig ist, dass die WLAN-„Strecke“ optimal genutzt werden kann. Und das ist in vielen Fällen eben nicht der Fall, weil das Rack oft mit dem Rücken zur Bühne steht.
        Was die generelle Frage nach der Nutzung von Funk statt Kupfer betrifft: Diese Diskussion habe ich absichtlich ausgelassen, aber du musst ja wieder voll in die Bresche springen.
        Aber da teile ich deine Auffassung voll und ganz. Ich würde einem WLAN im nicht 100% kontrollierten Bereich (und das ist jeder, wo noch irgendein Hansel mit seinem Smartphone rumfummeln kann) keinen wichtigen Service anvertrauen.

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          TobyB  RED

          Hallo Ande,

          Mach ich doch gern, ich liebe freitägliches trollen ;-)

          Selbst wenn das Rack mit dem Rücken zur Bühne steht, bliebe theoretisch noch der Weg der Verlängerung mit HF Stecker und HF Kabel. Und vielleicht andere Antennen. Die Ausleuchtung ist hier ja innerhalb von Minuten gemacht.

          Kupfer/LWL vs. WLAN okay, das hängt vom Einsatzweck ab. VOIP über WLAN geht, dann brauchst aber noch ein separetes WLAN für anderes. Ich empfehle hier i.d.R 3 Wlans in separaten Kanälen einzurichten, ein Produktionsnetz, ein Kontrollnetz und ein Gästenetz.

          Schön sauber mit verschiedenen IP-Ranges und Gateways. Wenn es denn sein muss. In sensiblen Bereichen wo Sicherheit vor Performance geht, eine Liveshow zählt hier zu, ist redundantes Kupfer / LWL indiziert.

          WLAN wenn dann nur mit redundanten Industrieroutern/Accesspoints. Abgesichert mit Zertifikaten auf der Infrastruktur, alles andere ist allenfalls ein Hit beim Bullshitbingo.

          Alles andere hilft nicht gegen allzuneugierige Menschen mit Smartphone. Wir haben nicht ohne Grund in sensiblen Bereichen das Benutzen von Smartphones mit Hotspots verboten. Und mit einer Axt wird wohl kaum einer das Multicore Kabel verhauen? Oder ein Feuerchen machen?

  2. Profilbild
    Mixermachine

    Verstehe nicht ganz, was das Gerät (zu dem Preis) auszeichnet, außer der mögliche Rackmount.

    Ein WLAN – Router, der abnehmbare, Antenne besitzt, die bei Bedarf an günstige Positionen gebracht werden können, ist wohl effektiver.

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