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Test: Numark V7

15. April 2010

Midi Controller

Ein Test eines Gerätes, das gleichzeitig eine MIDI-Steuerung und ein Audio- Interface ist, 2 Decks steuern kann und bereits fertig eingerichtet für die Serato Itch Software ist? Das hört sich gleich nach mehreren Tests an – und so habe ich den Test dann auch ein bisschen in Hardware/Software und dem Zusammenspiel der beiden aufgeteilt.

Offizielles V7 Bild

Offizielles V7 Bild

Hardware

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Hardware trifft beim Numark V7 wirklich zu – Numark hat entgegen dem anscheinend derzeit grassierendem Trend zum Plastik eine solide Konstruktion aus Metall entwickelt, die wirklich Qualität verspricht. So kommen dann allerdings auch über 7 kg auf die Waage und die Abmessungen ähneln schon den großen CD-Playern von Pioneer. Was mich anfangs irritiert hat: In der Höhe fehlt 1 cm um ihn auf Technics SL Niveau und damit auf das Niveau der meisten DJ-Mixer zu bringen. Dies hat aber auf das Arbeiten mit dem Interface keinen grundlegenden Einfluss. Die Tasten haben eine „Soft Touch“-Oberfläche und viele sind hintergrundbeleuchtet, ohne jedoch den meiner Meinung nach schlimmen Druckpunkt der Denon Tasten zu haben. Der Druckpunkt ist eher knackig und direkt wie bei den Pioneer Playern.

Massiver Aluminium Plattenteller und gute Buttons

Massiver Aluminium Plattenteller und gute Buttons

Was neben der Beleuchtung der Tasten nach dem Einschalten direkt auffällt, sind die ziemlich lauten Lüftergeräusche. Der Lüfter geht auch nicht nur bei Belastung (durch was überhaupt?) an, sondern läuft ständig. Was im Club und bei lauter Musik im Dauereinsatz nicht weiter auffällt, ist im Heimbetrieb durchaus störend und führt dazu, dass man den V7 schnell ausschaltet, wenn man nicht gerade mit ihm arbeitet. Laut Numark wurde der Lüfter verbaut um „das Gerät im Clubeinsatz vor übermäßiger Hitzeentwicklung zu schützen.“ Das soll der Langlebigkeit zugutekommen. Die Potis und Fader machen alle einen sehr guten Eindruck, die Verarbeitungsqualität ist wirklich ansehnlich. Nach dem Auspacken muss der Aluminium Plattenteller mit Slipmat und echter 7“ Single noch montiert und der Single-Adapter mit einer Madenschraube arretiert werden. Die Single ist austauschbar und es wurde sogar daran gedacht neben dem Inbusschlüssel noch eine zweite Schraube beizulegen, falls die erste mal verloren geht – sehr schön! Dann kann das Interface mit dem USB-Kabel und zwei Cinch- Kabeln mit dem Rechner und Mixer verbunden und die Software installiert werden (alles ist bis auf den Rechner und Mixer im Lieferumfang enthalten).

Durch die speziell für den V7 angepasste Software kann man nun direkt loslegen – alle Tasten sind bereits belegt und man muss kein MIDI-Mapping oder manuelles Einstellen mehr vornehmen. Falls man ein anderes Audio Interface als das eingebaute verwenden will, kann das im Setup von Itch vorgenommen werden. Leider sind die Einstellungsmöglichkeiten sonst sehr begrenzt – es ist ja ein „Out-of-the-box“ System. Also sind keine weiteren MIDI-Interfaces verwendbar– außer den explizit für Itch hergestellten.

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Durch die auf dem V7 angebrachten Navigationstasten und einem Jog-Dial mit Tastfunktion, kann man jedoch sehr gut, ohne Maus oder Tastatur benutzen zu müssen, seine Musik-Files auf die Decks oder in einen „Preload“-Bereich laden. Wenn sie denn im richtigen Format vorliegen! WMA oder geschütze iTunes (*.m4p) Files werden nämlich schlicht und einfach ignoriert, also gar nicht erst angezeigt. Versucht man diese vom Computer per Drag und Drop auf die Decks zu ziehen passiert auch gar nichts – keine Fehlermeldung, nichts. Unterstützt werden immerhin WAV, AIFF, MP3, AAC, OGG Vorbis, und Apple Lossless (ALAC) Formate, wer allerdings z.B. viele WMAs hat, sollte sich dessen bewusst sein.

Trackauswahl ohne Maus

Trackauswahl ohne Maus

Wenn man sich den V7 dann mal genauer anguckt, fallen einem zwei Sachen auf: „Der hat ja ganz schön viele Knöpfe“ und „Hey, wo ist das Display?“. Knöpfe gibt es wirklich einige (40!). Diese sind aber ziemlich übersichtlich in Gruppen angeordnet. Oben rechts werden die Decks „befüllt“, oben links können Loops eingestellt und abgespielt werden und unten in der Mitte sind die Transport Buttons. Und dass kein Display da ist, fällt eigentlich nur auf, weil man bei einem Gerät dieser Größe fast automatisch davon ausgeht, dass es auch CD’s abspielt. Da es das nicht tut, braucht es auch kein Display. Stattdessen gibt es einen BPM-Meter mit mehreren LEDs, der den Geschwindigkeits-Offset anzeigt.

Doch dazu später mehr.

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