Test: Zoom V6 Vocal Processor

12. März 2020

Vocal-Effekte für die Bühne

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Die menschliche Stimme ist einzigartig. Jede Stimme ist anders und es ist möglich, Menschen anhand ihrer Stimme zu identifizieren. Sänger lernen, die Stimme wie ein Instrument einzusetzen und gezielt mit den Parametern Tonhöhe und Klangfarbe zu spielen. Die Kombination mehrerer Stimmen zu einem Chorklang bietet ein weiterer Klang unserer Sound-Palette. Mit der Evolution in der Tontechnik wurden immer weitere Effekte entwickelt, um auch von technischer Seite aus den Stimmklang verändern zu können. Equalizer, Kompressoren, Hall- und Echo-Effekte, Vocoder und Harmonizer sind nur einige Effekte, die im Laufe der Geschichte den Klang der Stimme bei Studioaufnahmen verändert haben. Zoom kombinieren nun die wichtigsten und interessantesten Effekte in einem auf die Stimme spezialisierten Gerät – dem Zoom V6 Vocal Processor.

Zoom Corporation

Die Zoom Corporation mit Sitz in Japan ist bereits seit Jahrzehnten Musikern und Tontechnikern bekannt. Gegründet wurde sie 1983 in Tokyo und hat sich seitdem vor allem auf Multieffektgeräte und Aufnahmetechnik spezialisiert. Aufsehen erregten Zoom vor vielen Jahren mit dem Zoom 9002 Advanced Guitar Effects Processor, einem digitalen Multieffektgerät, das am Gitarrengurt getragen wurde. Auch der Zoom 9120 Advanced Sound Environment Processor mauserte sich schnell in den Home-Studios als Geheimtipp und Alternative zu den dort allgegenwärtigen Alesis Effektgeräten. Mittlerweile umfasst die Produktpalette Mischpulte mit Recording-Funktion, Field-Recorder, Audiointerfaces, FX-Floorboards für Gitarre und Bass, diverse Bodentreter und Vocal-Effekte. In letztere Kategorie gehört auch unser Testgerät, der Zoom V6 Vocal Processor.

Zoom V6 Vocal Processor

Der Zoom V6 Vocal Processor kommt im typischen Floorboard-Design daher und man könnte zunächst meinen, es handele sich hier um ein Effekt-Board für Gitarristen. Vor allem das Expression-Pedal verleitet zu dieser Annahme. Beim zweiten Hinschauen erkennt man doch schnell, dass wir es hier mit einem Spezialisten für die Stimme zu tun haben, liegt dem Paket doch auch ein Mikrofon bei. Dieses hört auf den Namen SGV-6 und ist ein Shotgun-Mikrofon. Beim Auspacken fällt das recht hohe Gewicht des Zoom V6 Vocal Processors auf. 1,56 kg bringt das Board ohne Batterien auf die Waage. Batterien? Richtig, denn außer dem mitgelieferten 9 Volt Netzteil lassen sich auch vier Batterien vom Typ AA verwenden, die für bis zu dreieinhalb Stunden das Gerät mit Strom versorgen sollen. Für einen Gig in der Fußgängerzone sollte das allemal reichen. Wer möchte, versorgt über eine USB-Buchse den Zoom V6 Vocal Processor mit Strom. Diese stellt zugleich ein Audiointerface zur Verfügung, das über zwei Ein- und Ausgänge verfügt und mit 44,1 kHz bei 16, 24 oder 32 Bit arbeitet. Mit einer passenden Powerbank kann über diese Schnittstelle auch lediglich das Floorboard mit Strom versorgt werden, um im mobilen Betrieb auf Batterien verzichten zu können. Praktisch. Eingangsseitig finden wir einen XLR-Mikrofonanschluss mit schaltbarer Phantomspeisung (48 Volt) vor. Gewandelt wird mit 44,1 kHz bei 24 Bit und mit 128-fachem Oversampling. Die interne Signalverarbeitung geschieht mit 32 Bit. Der Frequenzgang beträgt 20 Hz bis 20 kHz. Ausgangsseitig geht es entweder über eine XLR-Buchse mit schaltbarem Ground-Lift weiter zu einem Mischpult oder über die Stereo-Miniklinkenbuchse zu einem Kopfhörer, dessen Pegel über einen kleinen Regler auf der Rückseite einstellbar ist. Für weitere Steuermöglichkeiten finden wir noch einen Klinkeneingang für ein Expression-Pedal (z. B. das Zoom FP02).

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Der Zoom V6 Vocal Processor sieht einem Floorboard für Gitarristen sehr ähnlich

Auf der Oberseite des Zoom V6 Vocal Processors finden wir sechs Fußschalter, die auf zwei Ebenen angeordnet sind, sowie ein Pedal, das ähnlich dem Modulationsrad eines Synthesizers funktioniert: Das Pedal kehrt immer wieder automatisch in seine Mittenposition zurück und lässt sich von dort aus nach oben und unten bewegen. Beschriftet ist es mit „Formant Character“. Doch dazu später mehr. Acht Regler und sieben weitere beleuchtete Schalter dienen der Einstellung der vielen Effekte. Ein zweizeiliges Display gibt Auskunft über Status und angewählten Speicherplatz, denn die eigenen Effektkreationen lassen sich natürlich speichern und auch wieder abrufen. Während die drei Fußschalter der obersten Ebene jeweils einem Effektblock zugewiesen sind, den sie ein- oder ausschalten, dienen die drei Fußschalter der unteren Ebene dem Anwählen der Speicherplätze und Aktivieren die Funktionen des integrierten Loopers.

Effektblöcke

Drei Haupteffektblöcke stehen zur Verfügung: Voice, Harmony und Effect. Diese drei Blöcke lassen sich separat voneinander ein- und ausschalten und verfügen über je eigene Bedienelemente. Im Bereich „Voice“ sind hauptsächlich Effekte zu finden, die mit Pitch-Shifting und Tonhöhenkorrektur zu tun haben: diatonisches Pitch-Korrektur (abhängig von der eingestellten Tonart), chromatische Pitch-Korrektur (Korrektur auf den jeweils nächstgelegenen Halbton), Octave up, Octave down, Child, Deep, Unison, Robot, Whistle, Talkbox, Bass Vocoder und Vocoder. Über einen Adjust-Regler wird jeweils ein spezifischer Parameter des ausgewählten Effekts verändert. Das kann mal der Anteil der Tonhöhenkorrektur sein (Pitch-Correction) oder mal das Mischungsverhältnis zwischen Originalsignal und Effekt.

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Drei Effektblöcke lassen sich getrennt voneinander ein- und ausschalten beziehungsweise kombinieren

Der zweite Effektblock hört auf den Namen „Harmony“ und erzeugt bis zu zwei weitere Harmoniestimmen zur Originalstimme. Zur Auswahl stehen Fixed (Grundton der ausgewählten Tonart), High (+3/+4 Halbtöne aufwärts), Higher (+5/+6 Halbtöne aufwärts), Low (-3/-4 Halbtöne abwärts), Lower (-5/-6 Halbtöne abwärts). Diese Optionen können beliebig per Schalter kombiniert werden. Drückt man einen Schalter öfter, ändert sich die Helligkeit dessen LED und zeigt an, mit welchem Pegel die ausgewählte Stimme generiert wird. Es können immer nur zwei Schalter gleichzeitig aktiv sein.

Zwischen dem Voice und dem Harmony Effektblock befindet sich ein Endlosregler zur Auswahl der Tonart. Die Tonart wird für die korrekten Harmoniestimmen und für die diatonische Pitch-Korrektur benötigt. Etwas seltsam ist die Beschriftung des Regler geraten, da sie nicht wie üblich dem Quintenzirkel folgt, sondern chromatisch ist.

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Das Pedal sorgt für Formantverschiebungen und kehrt nach der Betätigung in die neutrale Mittelposition zurück

Der dritte Effektblock schließlich umfasst die bekannten Effekte wie Hall, Delay oder Chorus. Drei Halleffekte (Plate, Room und Hall) gesellen sich zu einem Echoeffekt, einem Kombieffekt Delay+Reverb, einem Delay-Effekt, dessen Parameter Time, Feedback und Mix separat geregelt werden können, Chorus, Distortion, Telephone und Beatbox. Die vier letztgenannten Effekte sind bei Gesang eher seltener anzutreffen, bieten sich aber als Special-Effects hin und wieder an. Erneut lässt sich über den Adjust-Regler jeweils ein spezifischer Parameter verändern.

Doch damit nicht genug: Ein schaltbarer Enhance-Effekt verschafft der Stimme mehr Durchsetzungskraft durch einen Boost der oberen Mitten und Höhen. Außerdem schaltet dieser ein Noise-Gate hinzu. Ein weiterer Regler ist dem One-Knob-Kompressor zugeordnet.

Zu guter Letzt bleibt noch der Volume-Regler (Gain-Regler) sowie Store-Taster, um die eigene Effektkombination abzuspeichern.

Zoom V6 Vocal Processor: SGV-6 Mikrofon

Etwas erstaunt war ich über das beiliegende Mikrofon. Es ist sehr schwer und wird als Shotgun Mikrofon bezeichnet. Als Shotgun werden im Allgemeinen stark richtende Mikrofone bezeichnet, die den Schall vorwiegend aus der Hauptaufsprechrichtung (0°-Achse) aufnehmen und seitlichen wie rückwärtigen Schall sehr stark unterdrücken. Shotguns haben meistens eine Keulencharakteristik und eignen sich dadurch für sehr große Besprechungsabstände. Eigentlich so gar nicht das, was man auf der Bühne braucht. Auf der Bühne sind eher Mikrofone angesagt, die für sehr kleine Besprechungsabstände gedacht sind. Die Richtcharakteristik ist hier meistens Niere oder Superniere. Laut Benutzerhandbuch weist auch das SGV-6 Mikrofon von Zoom eine Supernierencharakteristik auf, was angesichts der Bezeichnung als Shotgun erstaunlich ist. Auch die langgezogene Form und die vielen seitlichen Schalleintrittsöffnungen am Mikrofon hätten eher auf eine Mischung aus Hyperniere und Keule schließen lassen.

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Das Mikrofon hat eine sehr eigentümliche Form für ein Bühnenmikrofon. Es soll an ein Shotgun Mikrofon erinnern, das eigentlich für Film und Reportagen gedacht ist.

Im Benutzerhandbuch konnte ich noch die Information finden, dass drei gerichtete Mikrofonkapseln zum Einsatz kämen. Nun gut, wir nehmen das hin und hören uns an, was das Mikrofon so zu bieten hat. Die Optik ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig und das Gewicht, verbunden mit einer starken Kopflastigkeit, macht es bestimmt nicht zur ersten Wahl für den Bühneneinsatz. Das Mikrofon benötigt Phantomspeisung, um zu funktionieren. Ob es sich hierbei um Kondensator-Kapseln handelt oder die Speisespannung benötigt wird, um die Elektronik, die aus den drei verbauten Kapseln die Richtcharakteristik generiert, zu versorgen, bleibt ein Geheimnis. Der maximale Schalldruck soll angeblich 140 dB SPL betragen, was eher dynamische Wandler vermuten lässt.

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Rein und raus geht es per XLR oder auch per USB, denn der Zoom V6 Vocal Processor besitzt ein integriertes USB2-Audiointerface

In der Praxis

Grau ist alle Theorie und ich möchte jetzt endlich hören, was der Zoom V6 Vocal Processor zu bieten hat. Dazu schließe ich das beigelegte SGV-6 Mikrofon an den Mikrofoneingang an und aktiviere die Phantomspeisung. Zunächst einmal möchte ich mir die Effekte über Kopfhörer anhören und nutze dafür meinen Beyerdynamic DT770 Pro. Der Volume-Regler, den ich zunächst für einen Regler für die Gesamtlautstärke gehalten habe, entpuppt sich nach Studium der Bedienungsanleitung als Gain-Regler. Eine LED-Kette als Anzeigeinstrument für den Pegel gibt es nicht, aber immerhin  eine Signal-LED (grün = Signal liegt an, rot = Übersteuerung).

Ich aktiviere nacheinander die Effektblöcke. Zunächst einmal muss die Tonhöhenkorrektur zeigen, was sie kann. Für die diatonische Korrektur stelle ich eine Tonart ein, gebe mir einen Referenzton und singe munter drauf los. Die Korrektur funktioniert recht gut, ist bei „Blue Notes“ manchmal aber unschlüssig. Ist der Adjust-Regler zu weit aufgedreht, stellt sich der „Cher-Effekt“ ein. Am besten gefallen hat mir die chromatische Tonhöhenkorrektur bei weit zugedrehtem Adjust-Regler. Aber: Irgendwie klingt es immer so, als wären Originalsignal und korrigiertes Signal gemischt. So ganz hundertprozentig sauber tönt es nicht aus meinem geschlossenen Kopfhörer. Weiter geht es mit dem Unisono-Effekt. Dieser gefällt mir sehr gut, wenn man es mit dessen Stärke nicht übertreibt. Die Octaver-Effekte brauche ich persönlich nicht, Vadder Abraham oder Darth Vader würden sich darüber aber wahrscheinlich freuen. „Robot“ ruft sofort die Erinnerung an einen Song von Kraftwerk ins Gedächtnis und klingt sehr authentisch. „Whistle“ ist was für Freunde von Akte X oder „Wind of Change“ von den Scorpions. Aber warum bleibt hier unabhängig von der Position des Adjust-Reglers immer das Originalsignal mit enthalten? Das macht den Effekt leider auch als Gimmick unbrauchbar. Anders als im Benutzerhandbuch angegeben regelt der Adjust-Regler hier die Oktavlage des Whistle-Effekts und nicht das Mischungsverhältnis zum Originalsignal. Die Vocoder-Effekte sind meines Erachtens ohne Steuereingang unbrauchbar. Ich hatte gehofft, dass sich der Control-Eingang dafür nutzen lässt. Leider gibt das beiliegende Quick-Start-Handbuch keinerlei Infos dazu preis und spricht hier nur vom Anschluss eines Expression-Pedals. Auch das aus dem Internet heruntergeladene vollständige Benutzerhandbuch bietet hier nicht viel mehr Informationen.

Nun ist die zweite Sektion an der Reihe. Ich freue  mich auf Queen-like Hamony-Vocals und stimme „I want it all“ an. Doch halt! Erst muss die passende Tonart eingestellt werden. Wie oben bereits erwähnt, nutzt der Regler leider nicht den Quintenzirkel als Orientierung, sondern geht ausgehend von „C-Dur/a-Moll“ in der 12-Uhr-Position chromatisch im Uhrzeigersinn weiter. Ist die passende Tonart gefunden, muss man eigentlich nur noch fröhlich drauflos „schallern“. Allerdings wäre eine Akkorderkennung schon sinnvoll, denn die gewählten Intervalle sind immer starr an die Tonart gebunden und schon ein einzelner nicht-leitereigener Akkord bringt das Gefüge ins Wanken. Nichtsdestotrotz klingt die Harmonisierung ordentlich.

Zuletzt höre ich mir die Standard-Effekte wie Hall und Delay an. Die klingen, sofern man es mit der Position des Adjust-Reglers nicht übertreibt, recht ordentlich. Mit etwas Übung bekommt man auch fix die Delay-Zeit und die Anzahl der Wiederholungen eingestellt. Sogar ein Tap-Delay ist mit dabei. Den Chorus brauche ich als Effekt für die Stimme eigentlich nicht, außerdem gibt es dafür ja den Unisono-Effekt. Er klingt aber ganz brauchbar. Distortion und Telephone sind eher Gimmicks. Der Beatbox-Effekt verleiht ordentlich Tiefe und Druck. Er ergibt Sinn, wenn man den eingebauten Looper nutzt. Anschließend kann man dann einen anderen Effekt wählen.

Der One-Knob-Kompressor verrichtet seinen Dienst ganz gut und funktioniert ähnlich wie die Pendants in analogen Kleinmischpulten von Yamaha und Co. Eine Überraschung ist der Enhance-Effekt, der nicht nur der Stimme mehr Durchsetzungsfähigkeit verleiht, sondern offensichtlich noch ein Noise-Gate in den Signalweg einfügt. Den Unterschied hört man deutlich bei hohen Kompressoreinstellungen, wenn nach Aktivieren des Enhance-Effekts das Signalrauschen in Gesangspausen plötzlich verschwindet.

Mit dem Pedal lassen sich abgefahrene Stimmeffekte durch Verschieben der Formanten auslösen. Es ist für mich ebenfalls mehr ein Gimmick, aber durch die Tatsache, dass das Pedal wieder in die Ausgangsposition zurückkehrt, wenn ich es loslasse, ist es live gut einsetzbar.

Die Klangbeispiele wurden mit einem sehr alten Sennheiser Black Fire 527 aufgenommen. Ein Klangbeispiel zeigt auch den Vergleich mit dem Zoom SGV-6 Shotgun Mikrofon. Das Zoom-Mikrofon klingt bestenfalls mittelmäßig und die Optik und das Gewicht lassen schwer zu wünschen übrig.

Fazit

Der Zoom V6 Vocal Processor ist ein interessantes Gerät für Straßenmusiker und Loop-Künstler. Die Effekte klingen alle gut und sind im Zusammenhang mit der Stimme gut einsetzbar. Etwas merkwürdig ist das beigelegte Mikrofon. Die Form macht es für die Bühne eher unbrauchbar und auch klanglich macht es nicht viel her. Ich hätte mir stattdessen lieber einen zusätzlichen Audioeingang für die Gitarre gewünscht, den man zugleich auch zur Steuerung von Vocoder und Harmonizer hätte verwenden können. Das Audiointerface klingt zwar recht ordentlich, ist aber auch nicht viel mehr als eine Zugabe, da das Gerät selbst bis auf den Kopfhörerausgang nur monophon ausgelegt ist. Immerhin kann der Zoom V6 Vocal Processor aber auch als Interface für ein iPad genutzt werden.

Plus

  • guter Klang
  • viele verschiedene Effekte
  • USB-Interface für iPad/Mac/PC integriert
  • Batteriebetrieb möglich

Minus

  • SGV-6 Mikrofon

Preis

  • 369,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Schneum

    Was sagt denn der Hersteller zu den Widersprüchen zwischen B-Anleitung und Realität?
    -> Ist das ein Vorserien- oder Serienmodell?
    Von einigen Möglichkeiten des Gerätes erfährt man leider nur, daß der Autor sie nicht braucht!?
    ->Hier wären evtl. vielleicht auch Klangbeispiele für einige Leser interessant.
    Sind die Effekte des Gerätes über USB auch vom Rechner aus ansprechbar oder ist das Ding rein für Livegesang nutzbar?

    …seltsamer Test eines seltsamen Produktes…

    • Profilbild
      Markus Galla  RED

      Hallo,
      ich weiß nicht so ganz, worauf Du hinaus willst. Kannst Du das eventuell noch näher erklären? Vielleicht kenne ich ja die Antwort.

      Der Hersteller sagt gar nichts, da es keinen Herstellerkommentar gibt. Er könnte nur etwas hier unten in die Kommentare schreiben, was einige auch machen. Anders als bei meiner Tätigkeit als Autor für die Tools 4 Music, wo ich direkt mit den Produktmanagern kommuniziere, weil diese immer einen Herstellerkommentar schreiben, kenne ich hier die Ansprechpartner nicht oder sehr selten. Insofern kann ich dazu leider keine Aussage treffen.

      Ein Vorserienmodell scheint es jedenfalls nicht zu sein. Aber woran machst Du diese Frage fest? An der Anleitung? Kaum ein Gerät, egal wie komplex, kommt heute noch mit einer vernünftigen Anleitung oder besitzt gar keine (siehe Behringer WING).

      Klangbeispiele sind zu allen wichtigen Effekten, die man live einsetzen könnte (der Einsatzbereich ist laut Hersteller die Bühne), vorhanden. Insofern denke ich, dass man sich schon einen guten Eindruck verschaffen kann.

      Laut der Bedienungsanleitung und dem dort abgedruckten Signalflow Chart auf Seite 6 werden USB-Signale nicht durch den DSP geschickt. Macht auch Sinn, denn sonst könnte ich nicht die eigenen Signale mit Effekt aufnehmen, während ich mir ein Backing ohne Effekt dazu anhöre.

  2. Profilbild
    Archivicious

    Habemal ganz kurz einen Blick ins Manual geworfen: Harmonieerkennung NUR über Eingabe der Tonart… kein MIDI, keine Tonart/Akkord-Analyse über ein Raummikro wie bei TC Helicon seit über 5 Jahren üblich.
    Die Harmonieeffekte wirken erstmal auch nicht so gut wie bei der Konkurrenz.
    Ist natürlich nicht das einzige, was bei einem Vocal-FX zählt, finde ich aber schon befremdlich.

    Immerhin die Bedienung sieht einfacher aus als bei den TC-Multi-FX-Geräten.

    Für den aufgerufenen Preis wirkt das Paket insgesamt nicht sehr verlockend.

    Da scheint mir TC doch technisch und auch konzeptionell weiter zu sein (wobei die nach der Übernahme durch die Music Group mit den Perform-Geräten ja in meinen Augen auch einige Entwicklungsschritte zurück gemacht haben – oder zumindest mit den neuen Produkten andere Kunden ansprechen möchten…)

    • Profilbild
      Markus Galla  RED

      Beim Zoom ist es halt wie bei den meisten Multieffekgeräten dieser Preisklasse: Sie können alles, aber nichts so richtig gut. Das fällt auch hier auf. MIDI würde bei diesem Konzept keinen Sinn machen, da es hier definitiv eher in Richtung Straßenkünstler/Performance geht. Vor diesem Hintergrund hat auch meine Bewertung stattgefunden. Es ist eben kein Gerät für das Studio.

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