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Workshop: Das Computer Studio T1

Setup mit Digitalmischpult

Dieses schon weitaus aufwendigere Setup ermöglicht bequemes Arbeiten durch ein autarkes digitales Mischpult. Als Besonderheit sind die beiden Rechner per Steinberg System-Link miteinander samplegenau synchronisiert. Jeder Rechner gibt seine berechneten Audiosignale an das Digitalpult weiter, die dort zusammengemischt werden.

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Abhörmonitore: Die beiden hochwertigen Nahfeldmonitore können alternativ zur abgebildeten Analogverschaltung auch digitale Eingänge im AES/EBU Format besitzen. Das Abhörsignal wird hierbei erst im Monitor selbst gewandelt, was das Optimum darstellt. Da ein AES/EBU Signal immer als Stereopaar geführt wird, wird das Kabel erst durch einen Monitor durchgeschliffen und gelangt dann in den anderen. Jeder Monitor greift dabei seinen jeweiligen Kanal aus dem digitalen Datenstrom ab. Es empfiehlt sich magnetisch geschirmte Monitore zu verwenden, die keine störende Auswirkungen auf die Bildschirme haben.

Bildschirme: Hier sind gleich drei Monitore abgebildet. Zwei werden durch eine Dual-Head Grafikkarte (z.B. Matrox G550) von dem einen Computer gespeist. Der dritte Monitor erhält sein Signal von dem zweiten Computer. Möchte man vier Monitore nutzen, wird es vom Platz her schwierig, da vier Monitore das Aufstellen der Nahfeldabhöre erschweren. Der Abstand in der Breite wird dabei zu groß, um noch einen optimalen Sweepspot zu erhalten. Eine Möglichkeit wäre, jeweils zwei Monitore übereinander zu positionieren. Eine weitere Möglichkeit ist das Umschalten der Monitore über einen Monitor-Switch.

Effektgeräte: Externe Effektgeräte etwa ab der M2000 Klasse haben immer noch eine höhere Klanggüte als die bisher erhältlichen PlugIns und müssen zudem nicht von der Host-CPU berechnet werden. Als Alternative kann man auf DSP-Karten (z.B. TC Powercore) zurückgreifen, wenn man wirklich alles im Rechner haben muss. Sobald ein digitales Mischpult zur Verfügung steht, gibt es kaum noch einen Grund, die analogen Anschlüsse zu benutzen. Mittels AES/EBU-Schnittstellen kann sich das Effektgerät auch solide synchronisieren und braucht meistens keine zusätzliche Wordclock. Rauschen, was vor allem bei älteren Effektgeräten durch Die A/D-D/A Wandlung hervorgerufen wird, ist somit ausgeschlossen. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Bitbreiten beim digitalen Anschluss bei beiden Geräten identisch sind, ansonsten ist Dithering notwendig. Auch die Effekte werden über einen MIDI-Stang angesteuert. So kann man beim Start des Sequenzers auf dem Computer gleich die richtigen Effektprogramme aufrufen lassen.

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Vorverstärker: In diesem Fall ist ein Vorverstärker gewählt worden, der über einen digitalen AES/EBU Ausgang mit zwei Kanälen verfügt. Um Ihn an ein digitales Pult anschließen zu können, muss der interne Wandler per Wordclock synchronisiert werden. Die Anzahl der Mikrofone kann natürlich variieren. Falls mehr als zwei Mikrofone zum Einsatz kommen, ist allerdings auch das digitale Ausgangsformat zu ändern, z.B. in das 8-Kanalige ADAT-Format. Das ADAT-Format ist bei 96 kHz Aufnahmen aber nur noch 4-Kanalig, da jeweils zwei Kanäle zu einem zusammengefasst werden. Ein Gerät mit gleich acht Mikrofon-Preamps und ADAT-Ausgang ist z.B. der Terratec MIC8.

Kopfhörer-Amp: Der Kopfhörerverstärker wird im Aufnahmeraum positioniert, und vom Studio- oder Aux-Ausgang des Pultes gespeist. Ist der Regie-Raum gleichzeitig der Aufnahmeraum, werden sicherlich mehr als nur ein Kopfhörer vonnöten sein.

Synthesizer: Beide Klangerzeuger sind hier analog angeschlossen. Allerdings bieten heute eine Vielzahl an Synthesizern digitale Ausgänge in den verschiedensten Formaten. Diese müssen aber erst mal synchronisiert werden. Eine Möglichkeit bietet sich mit dem RME ADI8 DD, der Verschiedene Formate sogar asynchron konvertieren kann. So haben z.B. Alesis Klangerzeuger zwar ADAT-Ausgänge, bieten aber nur eine Frequenz von 48kHz. Produziert man nun in 44.1kHz muss die Abtastrate in Echtzeit gewandelt werden.

Mischpult: Im Pult laufen alle Audio-Signale zusammen. Das Mischpult ist in diesem Setup der Sync-Master. Man kann als Alternative auch eine Studio-Clock hinzuziehen, die neben einer extrem stabilen (jitterarmen) Clock auch noch über mehrere Ausgänge verfügt, um größere Setups zu versorgen. Die Signalqualität spezieller Studio-Clocks kann sich stark positiv von den eingebauten Mischpult-Clocks abheben. Das Pult ist ebenfalls über MIDI ansprechbar, um beim Laden eines Projektes schnell die gewünschte Szene parat zu haben, oder um über den Sequenzer dynamische Automation zu ermöglichen. Arbeitet man mit Programmen wie z.B. Cubase oder Logic, und findet man die mischpultinternen EQs oder Dynamics nicht immer passend, wird man erfreut sein, hochwertige PlugIns direkt in den Sequenzern laden zu können, um damit eventuelle Schwächen des Pultes zu umgehen. Dies gilt aber nur für die Spuren, die von den Rechnern geliefert werden. Die angeschlossenen Synthesizer müssen mit den mischpultinternen Bearbeitungsmöglichkeiten auskommen, sofern sie nicht als Audiospur aufgenommen werden.

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