Die besten Studio-Gesangsmikrofone bis 750,- Euro

23. November 2014

Großmembran-Mikrofone der Mittelklasse im Vergleich

GesangsMikro Special_1

Hier ist er nun, der versprochene zweite Teil unseres großen Vergleichstests. Diesmal wird der interessante Preisbereich von 300,- bis 750,- Euro abgedeckt, eine Summe, für die der Käufer schon ein gutes und stimmiges Produkt erwarten darf.

Auch zwei Doppelmembran-Mikrofone stellen sich in diesem Teil zum Test, hier haben wir aus Vergleichsgründen jeweils die Nierenposition benutzt.

Jeder Preiskategorie haben wir einen eigenen, ausführlichen Teil gewidmet, die Sie HIER finden und direkt anklicken können:

Und nun viel Spaß beim Lesen und Hören.

Vorstellung der Studiomikrofone

Blue Baby Bottle Studiomikrofon

Mit dem Baby Bottle hat es ein zweites Blue-Mikrofon in den Test geschafft und eröffnet mit einem Straßenpreis von 308,- Euro unsere Mittelklasse. Wie auch beim Bluebird ist das Design unverwechselbar, die Korpusfarbe wurde allerdings mit Schwarz dezenter gewählt.

Ausstattung und Zubehör entsprechen dem Bluebird, Niere, 1″ Kapsel, kein Pad, kein LowCut. Dafür eine Mikrofonspinne, Poppfilter und edle Holzschatulle. Auch das individuelle Zertifikat ist vorhanden.

Auch in den Werten unterscheiden sich die beiden Blue-Mikrofone, abgesehen vom niedrigeren Grenzschalldrucks des Baby Bottle, nicht wesentlich. Der Höreindruck wird also interessant.

AKG C 214 Studiomikrofon

Natürlich kann auch das AKG-Portfolio ein Produkt im mittleren Preisbereich anbieten. Wie der Name assoziiert, soll das C 214 ein einfacheres C 414 mit der Reduktion auf eine einzelne Membran und Nierencharakteristik sein.

Auch die Schaltmöglichkeiten wurden vereinfacht. Geblieben ist ein Pad bei -20 dB und der LowCut bei 300 Hz. Dafür hat sich der Geräuschpegel nahezu verdoppelt, stellt aber mit 13 dB immer noch einen guten Wert dar.

Neben dem Mikro findet sich eine funktionale Spinne und ein Windschutz im Koffer. Für unter 400,- Euro eine gute Ausstattung.

sE 4400a Studiomikrofon

Das Modell 4400a der englischen Firma mit chinesischer Fertigung stellt ein wahres Ausstattungsmonster dar. Doppelkapsel mit 1″, vier Richtcharakteristiken, zweifach schaltbar sind Pad und LowCut.

Auch die Werte können soweit überzeugen, dazu ist das 4400a eines der zierlichsten Mikrofon im Test. Eine Mikrofonspinne ist im Transportkoffer auch noch mit dabei, also ein umfassendes Angebot für 579,- Euro

In meinem Vergleichstest des 4400a mit dem Bändchenmikrofon Voodoo VR1 aus dem gleichen Hause hat sich der Großmembraner vorwiegend als Allrounder hervor getan. Ich bin gespannt, wie sich das Mikro in einem reinen Gesangstest schlägt.

Violet Design The Wedge Studiomikrofon

Die Manufaktur aus Estland hat einige interessant gestaltete Mikros im Katalog, das Merkmal der Wedge ist der extrem verlängerte Einsprechkorb. Ansonsten gibt sich das Mikrofon schlicht und elegant. Da es keine Schaltfunktionen gibt, mussten auch keine Schalter untergebracht werden.

Die Membranfläche ist 0,8″ groß, damit wird eine Niere erzeugt. Auffällig ist der niedrig angegebene Geräuschepegel von 6 dB.

In der schicken Holzbox mit Magnetverschluss findet sich leider nur eine Mikrofonklemme, eine Spinne muss separat zugekauft werden. Diese ist im selben dunklen Aubergine gehalten, wie der Korpus des Mikros. Für 579,- Euro wird das Wedge verkauft, ca. 80,- Euro dürfen noch für die Spinne eingeplant werden.

Neumann TLM 102 Studiomikrofon

Das TLM 102 bietet echtes Neumann Design in verkleinertem Gehäuse. Um ein Produkt in dieser Preisklasse anbieten zu können, hat die Berliner Firma auf einige Ausstattungsdetails verzichtet. So sind weder Pad noch LowCut verfügbar.

Auch die Kapsel ist etwas verkleinert, Angaben macht Neumann zur Größe nicht, da das TLM 107 aber als Großmembran beworben wird, sollte sie zumindest 3/4″ betragen.

Die mir gelieferte Edition kommt mit Spinne und schlägt mit 615,- Euro zu Buche. Das ist ausgesprochen günstig, denn auch das TLM 102 wird wie die „großen“ Neumänner in Deutschland gefertigt. Seien wir auf die Performance gespannt.

Audix SCX25A Studiomikrofon

Mit Audix ist auch ein Hersteller aus den USA im Test vertreten. Vorwiegend für ihre Drum-Mikrofone bekannt, bringt der Hersteller mit dem SCX25A ein recht ungewöhnliches Mikrofon an den Start.

Der Einsprechkorb mit der 1″ Kapsel sitzt auf einem Korpus, der an ein Kleinmembran erinnert. Die Werte lesen sich hingegen recht unspektakulär, Schaltfunktionen werden keine angeboten.

Das Mikrofon wird in einer schönen Holzbox geliefert, eine Mikroklemme ist dabei. Zum Test wurde mir eine Audix-Spinne mitgeschickt, durch den schlanken Korpus geht hier aber auch jede handelsübliche Kleinmembran-Spinne. Für 639,- Euro geht das Audix über die Ladentheke.

Audio-Technica AT 4050sm Studiomikrofon

Das AT 4050 ist ja schon lange eine feste Größe im Studiobereich. Wie eh und je wird das Mikro in Japan gefertigt und erhält bei Registrierung lebenslange Garantie.

Das Mikro ist ein Echtkondensator mit zwei 1″ Kapseln und bietet die Charakteristiken Niere, Kugel und Acht. Bemerkenswert ist der hohe Grenzschalldruck von 149 dB. Pad und LowCut sind vorhanden.

Das Mikrofon lagert in einer Kunststoffbox, die Spinne ist separat verpackt. Auch ein Staubschutzbeutel befindet sich noch in der Pappe-Umverpackung. Zum Straßenpreis von 645,- Euro wird das Audio-Technica angeboten.

JZ Microphones BH-2 Studiomikrofon

Das JZ trägt den Untertitel „Black Hole“, wieso ist leicht ersichtlich. Im schwarzen, rechteckigen Korpus klafft ein Loch, das zur Befestigung des ungewöhnlichen Mikrohalters verwendet wird.

Auch mit einer weiteren Innovation wartet JZ auf, der Golden Drop Beschichtung der 1″ Membran. Schaltfunktionen sind keine vorhanden. Die technischen Werte liegen im Rahmen des Klassenüblichen.

Geliefert wird das Black Hole BH-2 in einer hübschen Holzschatulle, die auch den erwähnten Mikrohalter beherbergt. Knapp 700,- Euro müssen für das Mikro angelegt werden, mit dabei ist da eine 5-Jahres-Garantie.

Durchführung des Vergleichstests

Wie auch im ersten Teil unseres großen Specials wurden die Gesangsaufnahmen in meinem Sonique-Centrale Studio gemacht und auch dieses Mal waren Heidrun Holderbach und Sebastian Strodtbeck als Sänger mit dabei.

Gleich geblieben ist die Arbeitsweise und die Klangbeispiele, so dass ein direkter Vergleich möglich ist. Die mit „near“ bezeichneten Soundfiles wurden mit nahem Abstand und Poppschutz eingesungen, die „far“-Variante ohne den Filter mit ca. 30-35 cm Abstand.

Sebastian: die "near" und die "far" Variante

Sebastian: die „near“ und die „far“ Variante

Soundcheck der Studiomikrofone

Blue Baby Bottle

Knapp in der avisierten Preisklasse schlägt das Baby Bottle von Blue auf.

Das Blue Baby Bottle

Das Blue Baby Bottle

Bis auf die Farbe unterscheidet es sich optisch kaum von dem schon getesteten Bluebird aus gleichem Hause. Klanglich ist aber ein deutlicher Unterschied da, das Baby Bottle ist neutraler abgestimmt.

Der Mittenbereich ist satt mit ordentlich Druck, die Höhen sind sehr kompakt und angenehm seidig. Der Nahbesprecheffekt ist vorhanden, bei allen Files gefällt mir die mit Abstand aufgenommene Version besser, da hier die Spritzigkeit der Höhen besser zum Ausdruck kommt. An dieser Stelle möchte ich noch anmerken, dass natürlich alle Mikrofone mit demselben K&M Poppschutz aufgenommen wurden, der von Blue mitgelieferte Filter blieb also außen vor. Das Mikro unterstützt beide Stimmen sehr gut und bringt ihre jeweiligen Stärken zum Ausdruck.

Insgesamt klingt das Baby Bottle deutlich erwachsener als das Bluebird, kein schlechter Einstieg in den Test.

AKG C 214

Auch AKG mischt in der Mittelklasse mit und ist hier mit dem günstigen Nierenmikrofon C 214 vertreten.

Das AKG C 214

Das AKG C 214

Ob das C 214 nun ein halbes C 414 ist oder ein eigenständiges Produkt, optisch ist die Verwandtschaft jedenfalls klar zu erkennen.

Das C 214 klingt, gerade bei den nah aufgenommenen Files, sehr direkt und durchsetzungsfähig mit einer hörbaren Betonung im unteren Höhenbereich. Der Nahbesprecheffekt ist ausgesprochen gering. Mit zunehmendem Abstand verliert das Mikrofon allerdings etwas an Druck, so empfehle ich für Solistenaufnahmen möglichst nah ans Mikro ran zu gehen. Für Choraufnahmen ist dann die größere Entfernung vom Klang her passend.

Grundsätzlich gefällt mir das AKG bei Heidruns Stimme besser, bei Sebastian werden mir die Höhen etwas zu fissilig.

Die Frage, ob das C 214 nun einfach ein C 414 ist, bei dem eine Kapsel weggelassen wurde, möchte ich mit „nein“ beantworten. Das C 214 ist ein eigenständiges Mikrofon, das durchaus die Klangästhetik der Doppelmembran mit übernimmt, diese aber in Auflösung und Durchsetzungsvermögen nicht ganz erreichen kann. Dafür kostet das C 214 gerade mal etwas mehr als ein Drittel des größeren Modells und liefert dafür ein mehr als respektables Ergebnis.

sE 4400a

Das sE 4400a ist unsere erstes Doppelmembran-Mikro im Test und liegt auch von den Schaltoptionen her weit vorn.

Das sE Electronics 4400a

Das sE Electronics 4400a

Dieses Mikrofon hatte ich, zusammen mit dem Bändchenmikro Voodoo VR1, vor knapp 2 Jahren im Test, hier ist für Interessierte der Link zum Nachlesen:

http://www.amazona.de/vergleichstest-se-4400a-grossmembran-vs-se-voodoo-vr1-baendchen-mikrofone/

Das sE 4400a kommt gleich eine ganze Ecke teurer als die beiden bisher getesteten Mikros, ob sich der Aufpreis lohnt, wollen wir nun mal hören.

Auffällig ist zunächst, dass die Klangcharakteristik bei den verschiedenen Abständen nahezu gewahrt bleibt, hier ist das sE also recht unproblematisch. Nicht von der Hand zu weisen ist aber auch, dass das 4400a zu den Mikros gehört, die recht höhenlastig ausgelegt sind. Leider geraten diese im Bereich der mittleren Höhen zu plakativ, so dass sie, wie bei Heidruns Vortrag, schon unangenehm auffallen. Zudem werden dadurch etwaige Nebengeräusche betont, wie in den zweiten Aufnahmen von Heidrun recht gut zu hören ist.

Auch bei Sebastian kann das Mikrofon nicht den nötigen Druck in der Stimme wiedergeben, auch hier zu starke Höhen, die auch noch recht harsch werden.

Das sE 4400a ist beileibe kein schlechtes Mikro, wie mein alter Test schon aufgezeigt hat, für Gesang wird es aber sicher nie zu meinen Favoriten zählen.

Violet Design The Wedge

Im selben Preisgefüge wie das sE ist das Wedge von Violet Design angesiedelt.

Violet Design The Wedge

Violet Design The Wedge

Auch hier existiert bei Amazona schon ein Einzeltest, hier der Link dazu:

http://www.amazona.de/test-violet-design-the-wedge-studio-kondensator-microphone

Im Gegensatz zum 4400a hat es aber keinerlei Zusatzfunktionen zu bieten, selbst die Spinne muss zusätzlich angeschafft werden. Ob sich dieser Minimalismus im Sound niederschlägt, werden wir gleich feststellen.

Zwischen 2-5 kHz wurde auch dem Wedge eine Höhenanhebung implementiert, die bei Heidrun zu einer schönen Klarheit führt und die Stimme gut trägt. Die Mitten sind eher schlank gehalten, was hier einen positiven Eindruck hinterlässt.

Anders wieder bei Sebastian. Er könnte im Bereich der mittleren Mitten durchaus mehr Durchsetzungskraft vertragen. Die Höhen tragen bei ihm zu dick auf, was aber aufgrund der kompakten Wiedergabe nicht extrem störend auffällt.

Erstaunlich ist, dass zwischen den Abständen so gut wie kein Unterschied in Klang und Druck entsteht, hier also wieder ein Mikrofon, das sich hervorragend dazu eignet, mit dem Sprechabstand zu arbeiten.

Neumann TLM 102

Neumann wird ja gemeinhin mit eher hochpreisigen Produkten assoziiert. Mit dem TLM 102 hat die Berliner Firma aber bewiesen, dass sie durchaus auch preisbewussten Kunden ein Angebot unterbreiten kann.

Das Neumann TLM 102

Das Neumann TLM 102

Bisher hatte ich das TLM 102 eher als Instrumentalmikrofon wahrgenommen, wodurch es auch schon durch seine zierliche Gestalt prädestiniert ist, da es sich gut und unauffällig platzieren lässt.

Größenvergleich TLM 107 und TLM 102

Größenvergleich TLM 107 und TLM 102

Nun bin ich gespannt, wie sich das kleine Neumann als Gesangsmikrofon schlägt.

Der Klang ist sofort typisch Neumann, erdige Mitten, seidige, aber nicht überzogene Höhen. Dies führt zu einem sehr direkten Klangbild, das sich wie aus einem Guss präsentiert. Für beide Stimmen passt das TLM 102 gleichsam, es ist kein Klangformer, sondern hat seine Stärken darin, Schallereignisse möglichst detailgetreu aufzuzeichnen.

Mit zunehmender Entfernung verliert das Klangbild, ganz ähnlich dem AKG C 214, etwas an Druck, auch hier ist für Solisten also eher eine möglichst nahe Besprechung des Mikrofons ideal.

Bisher stellt sich das TLM 102 als stimmigstes Produkt im Test dar und es ist mit knapp 600,- Euro Anschaffungspreis inklusive der wertigen Spinne ein echtes Schnäppchen.

Audix SCX25A

Dass auch die Amerikaner gute Mikros zu bauen im Stande sind, dürfte bekannt sein, Audix schickt zu diesem Test das SCX25A ins Rennen.

Das Audix SCX25A

Das Audix SCX25A

Erst kürzlich hatte ich den Großmembraner im ausführlichen Test und er konnte sich da gut schlagen, hier der Link dazu:

http://www.amazona.de/test-audix-scx25a-studio-kondensator-mikrophon

In diesem Test wird das SCX25A nun rein als Vocal-Mikrofon bewertet, da hören wir mal rein.

Sofort fällt in allen Soundbeispielen auf, dass wir es auch hier wieder mit einem Kandidaten zu tun haben, der so gut wie keinen Nahbesprecheffekt aufweist, hier kann also ungehemmt mit dem Abstand gespielt werden.

Das Audix ist als neutraler Abbilder ausgelegt, das Klangbild korrespondiert mit dem Äußeren, schlank und edel. Dabei klingt es sehr direkt und spricht gut an.

Die Höhen klingen offen und seidig, das wirkt sogar bei Sebastian nicht unpassend, der aber wieder etwas mehr mittlere Mitten für die Erdigkeit vertragen könnte.

Speziell zu Heidruns Stimme passt das Mikro sehr gut, hier ist eine der angenehmsten Performances im bisherigen Testverlauf zu verzeichnen.

Audio-Technica AT 4050sm

Das AT 4050sm ist ein Klassiker der japanischen Company und wird seit einer gefühlten Ewigkeit angeboten.

Das Audio-Technica AT4050sm

Das Audio-Technica AT4050sm

Das Audio-Technica ist unser zweites Dual-Membran Mikrofon und kann zwischen Niere, Kugel und Acht umgeschaltet werden. Für den Gesangstest haben wir es natürlich wieder bei der Niere belassen.

Das AT4050 ist ein sehr universelles Mikrofon, das sich mit vielen Stimmen gut verträgt. Die Mitten sind schön druckvoll, die mittleren Höhen sind klar und deutlich vorhanden und klingen angenehm seidig. Die oberen Höhen wirken bei manchem Testkonkurrenten vielleicht etwas  offener, das verleiht dem Klang aber eine gute Durchsetzungsfähigkeit. Die gesamte Klangerscheinung stellt sich stimmig dar, dabei ist das Audio-Technica ein Mikro, das sich sehr weit vorn im Mix platziert, „in your face“ sozusagen.

Der Nahbesprecheffekt ist relativ gering, beide Varianten haben ihren Charme, hier sollte von Fall zu Fall entschieden werden.

Das Audio-Technica zeigt, wieso es seit Jahren eine feste Größe in den Tonstudios ist.

JZ Microphones BH-2

Zum Abschluss wieder ein Exot, JZ Microphones arbeitet und produziert in Lettland. Der Firmenname besteht aus den Initialen von Juris Zarin, der auch für Violet und Blue entworfen hat.

Das JZ Microphones BH-2

Das JZ Microphones BH-2

Wie könnte es anders sein, auch dieses Mikrofon hatte ich schon im Test (und danach auch gleich behalten):

http://www.amazona.de/test-jz-microphones-bh-2-und-bt-201-studio-mikrofone/

Das Black Hole ist wieder eines der höhenpräsenteren Mikrofone, hier geht das aber nicht zu Lasten des Drucks in den Mitten. So lassen sich für beide Stimmen gute Ergebnisse erzielen.

Einen Tick besser passt das BH-2 natürlich zu Heidrun, deren Stimme von der Durchsichtigkeit in den mittleren Höhen deutlich profitiert.

Auch beim BH-2 sind kaum Änderungen im Klangbild durch unterschiedliche Abstände wahrnehmbar, etwas rücken die Mitten bei größerem Abstand zurück, ohne dass aber wesentlich an Durchsetzungsvermögen verloren wird.

Die speziell bedampfte Membran ist dafür verantwortlich, dass die Transienten beim Black Hole extrem schnell ansprechen, das macht sich auch in der Deutlichkeit des Vortrags bemerkbar.

Damit hätten wir die nächsten acht Mikros durch, auch hier wieder eine Vergleichsgrafik über Werte und Ausstattung.

Übrigens ist mir aufgefallen, dass die Preise, die wir üblicherweise bei Europas größtem Musikhaus recherchieren, seit meiner Auswahl der Mikros durch die Bank weg nachgegeben haben. Deshalb wird hier auch nicht mehr das gesamte vorgegebene Preisspektrum ausgenützt. Vielleicht für Interessenten der richtige Zeitpunkt, um zuzuschlagen.

Nächste Woche Sonntag folgt dann der dritte und letzte Teil unserer Serie. Dann schauen wir uns die Crème de la Crème der Mikrofone an. Alle Hörbeispiele dieses zweiten Teils könnt Ihr über den folgenden Link herunter laden:

http://www.amazona.de/media/downloads/Studio-Mikros_T2_Mittelklasse.zip

Fazit

Die Mittelklasse dürfte für viele Käufer das interessanteste Preisspektrum darstellen. Hier erhält man gute, konkurrenzfähige Produkte für vergleichsweise kleines Geld.

Schon für ca. 300,- Euro ist man mit dem Blue Baby Bottle dabei, das neben seinen klanglichen Vorzügen auch noch mit guter Ausstattung und extravagantem Aussehen punktet.

Die Klasse zwischen 550,- Euro und 700,- Euro liegt weitestgehend recht nahe beisammen, hier entscheiden die persönlichen Vorlieben. Ich empfehle hier die universellsten Mikros Neumann TLM 102 und Audio-Technica AT 4050sm, wobei das Audio-Technica mit mehreren Richtcharakteristiken aufwartet.

Preis

  • Ladenpreise:
  • Blue Baby Bottle: 308,- Euro
  • AKG C214: 356,- Euro
  • sE 4400a: 579,- Euro
  • Violet Design The Wedge: 579,- Euro
  • Neumann TLM 102: 615,- Euro
  • Audix SCX25A: 639,- Euro
  • Audio-Technica AT 4050sm: 645,- Euro
  • JZ Microphones BH-2: 659,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Onkel Sigi  RED

    Erstklassig, der Test! Die Klangbeispiele geben einen guten Eindruck, wo die Unterschiede liegen. Dickes Lob an Armin Bauer vom

    „Onkel Sigi“

  2. Profilbild
    cherpel

    Die Datei Studio-Mikros_T2_Mittelklasse.zip scheint die Audiobeispiele aus dem ersten Teil zu beinhalten.

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