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Test: Best Service, Peter Siedlaczek Complete Orchestral Collection

4. September 2013

Library-Klassiker Reloaded

Was macht eine Plattenfirma, die einen ehemals großen Namen unter Vertrag hat, um den es in den letzten Jahren aber ziemlich still geworden ist? Richtig: Sie bringt entweder ein „Best Of“ oder einen CD-Schuber mit dem Lebenswerk – gern dann noch „Digitally Remastered“.

Orchestra

Daran musste ich unwillkürlich denken, als ich von der Best Service Peter Siedlaczek Complete Orchestral Collection las, die ja nun auch das gesamte Schaffen des „Library-Künstlers“ in einem Werk zusammenfasst. Wenn auch nicht „digitally remastered“. Siedlaczek war Ende der 1990er eine „Library-Legende“. Sein „Advanced Orchestra“ von 1997 (damals auf fünf CDs ausgeliefert), war eine Standard-Library, die zudem auch noch wenigstens einigermaßen bezahlbar war – und die ich schon damals im Erscheinungsjahr getestet hatte. Womit mir gerade klar wird, wie lange ich diesen Job eigentlich schon mache.  Zurück zum Advanced Orchestra. Das wurde im Lauf der Jahre dann von Produkten wie Garritan Personal Orchestra und später der Vienna Symphonic Library, auch mangels Produktpflege überholt, um nur einige zu nennen.

In den folgenden Jahren erschienen von Siedlaczek noch der „Classical Choir“, die „Orchestral Colours“,  die „Smart Violins“ und das „Total Piano“ – die dann im Jahr 2006 allesamt in der ersten „Complete Classical Collection“ (kostete damals 249 Euro) mit 11 GB Umfang zusammengefasst wurden, 2009 erschien eine erweiterte „Second Edition“ mit rund 17 GB an Samples.

Die erste Collection

Die erste Collection

Die aktuelle „Complete Orchestral Collection“ beinhaltet die neuere Complete Classical Collection mit allen Komponenten, außerdem noch die legendären „String Essentials“ und – wie bei ehemaligen Rock-Heroen auch – bisher unveröffentlichtes Material, die „String Tools“; insgesamt kommen wir so auf 26 GB Samplematerial. Das meiste davon finden wir als Instrument auf der Platte, unter „String Essentials“ und „Complete Classical Collection“ finden wir auch einige Multis mit vollem Orchester oder größeren Sektions-Kombinationen.  Als Player wird der bewährte Kontakt-Player 5 eingesetzt.

Bleibt die Frage: Was hat der Zahn der Zeit vom einstigen Glanz übrig gelassen? Kann man die Library – oder besser: die Librarys – denn heute überhaupt noch einsetzen oder klingen sie veraltet?

Klangbeispiele
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