Test: Apogee Duet

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Wer sich für ein zweikanaliges Audio-Interface interessiert und dafür rund 500 Euro ausgeben kann oder möchte, ist entweder sehr eitel, steht auf Apogee und die damit verbundene Assoziation des guten Klangs, oder beides. Skeptisch ist der Ingenieur natürlich, wenn es darum geht, in einem solch kleinen Gehäuse mit hoher Packdichte der elektronischen Bauteile wirklich überragende technische Werte und Klangqualität realisiert zu sehen. Unsere Messungen zeigen, dass dies mit rund -102 dB(rms) und 107 dB(A) Grundrauschen durchaus gelungen ist. Auch der Hörvergleich mit unserer Referenz, dem RME FF400, lässt die Entscheidung schwer fallen, wer von beiden nun die Nase vorn hat. Dennoch ist es nicht etwa so, dass man mit dem Duet einen zweikanaligen Rosetta erwirbt, klingt dieser doch noch sauberer und hat noch bessere technische Werte. In der alltäglichen Praxis sind diese Unterschiede jedoch kaum von Relevanz und nur in sehr speziellen Situationen, wie z.B. dem Sampling von akustischen Instrumenten, wichtig. Schlussendlich klingt das Duet exzellent, auch wenn es ohne die aufwendige Soft-Limit Schaltung auskommen muss, für die Apogee bekannt ist.

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Mitbewerber

Neben den günstigen USB 1.1 und USB 2.0 Interfaces kann unter den zweikanal-Interfaces klanglich und designmäßig nur die Terratec Phase24 mithalten (wird inzwischen von Musonik vertrieben). Konkurrenz wird das Duet auch vom neuen TC Konnekt 6 bekommen, welches als Desktop Audio-Interface auch eine Abhörsektion sowie ein Tracking-Reverb vorweisen kann.

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Fazit

Einen sehr guten Klang gepaart mit zeitlosem und edlem Design lässt sich der amerikanische Hersteller Apogee mit rund einem halben Kilo Euros aufwiegen. Das Duet zeichnet sich durch ein praxistaugliches System aus, das perfekt mit Apple Computern harmoniert, die Windows-Plattform jedoch leider ausgrenzt. Sehr gut gefallen kann ebenfalls der Multifunktions-Drehgeber.

Plus

  • Klang
  • Design
  • Multifunktion Drehgeber
  • 48V Phantomspeisung

Minus

  • nur für Apple / sehr teuer
  • Registrierung notwendig

Preis

  • UVP: 533 Euro
  • Straßenpreis: 500 Euro
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Schade , das diesem Test keine Amazona-Messprotokolle beiliegen. So bleibe die Aussagen doch subjektiv. Ich selbst habe das Ensemble und das Duet im Einsatz. Das Duet eigentlich nur wegen dem schönen dicken „Big-Ass-Knob“ zur Regelung des Volumes. Die Preamps des Duets sind in der Tat klanglich absolut identisch zum Ensemble, dasselbe gilt meines Erachtens aber nicht für die DAC- Einheit. Hier klingt im A/B Vergleich für meine Ohren das Ensemble doch deutlich besser . Mir scheint also dass der DAC ein anderer ist oder das Duet mit einer anderen Clock arbeitet. However, das Duet ist jeden Cent wert.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Gehen wir mal davon aus, dass wir Musiker vor allem an der AD Wandlung interessiert sind, dann hat Apogee ja wenigstens an der richtigen Seite gespart….

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