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Test: Icon P1-Nano, DAW-Controller

Mächtiger MIDI-Controller für DAW & Co.

22. Januar 2024
icon pro audio p1 nano controller test

Icon P1-Nano, DAW-Controller

Der Icon P1-Nano DAW-Controller ist das kleinste Modell einer Reihe von neuen Controllern, die der Hersteller Icon kürzlich auf den Markt gebracht hat. Nun ist die Anzahl an DAW-Controllern nicht gerade gering, doch gerade Controller mit einem einzelnen Motorfader und Transportfunktionen gibt es nicht allzu viele im Fachhandel. Lange Zeit war in diesem Segment der Presonus Faderport das günstigste und zugleich erfolgreichste Modell. Vor einiger Zeit wurde es aktualisiert und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Was Icon mit dem P1-Nano DAW-Controller anders macht und warum dieser dem Faderport seine Pole-Position streitig machen könnte, erfährst du in diesem Testbericht.

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Icon Pro Audio

Der Hersteller Icon mit Sitz in Hong Kong arbeitet international mit Künstlern und Entwicklern zusammen, die eine Fülle an Produkten entwickeln und pflegen. Der Name Icon ist zusammengesetzt aus dem allgegenwärtigen „i“ und „con“ für Controller und schreibt sich im Logo folgerichtig iCON. Lange Zeit waren MIDI-Controller das Kerngeschäft des Herstellers und haben ihn international bekannt gemacht. Doch auch Mikrofone, Audiointerfaces, Kopfhörer, Studiomonitore und Mikrofon-Preamps sind mittlerweile im Portfolio zu finden, sodass sich Icon Pro Audio zu einem Full Service-Dienstleister für Tonstudiotechnik gemausert hat. Die lange und beeindruckende Endorser-Liste führt bekannte Produzenten von Stars wie Snoop Dogg, Michael Bolton, Stevie Wonder, Mariah Carey, Usher, Ice T, Dolly Parton, Chris Brown, Earth, Wind & Fire, Dr. Dre, 50 Cent oder Al Green auf, um nur einige zu nennen.

Icon P1 DAW-Controller Reihe

Icon P1-M DAW MIDI-Controller

Der große Bruder des P1-Nano: Der Icon P1-M DAW MIDI-Controller hier ebenfalls im AMAZONA-de Test

Die lange Liste an verfügbaren DAW-Controllern von Icon wurde um eine neue Controller-Reihe erweitert. Diese hört auf den Namen Icon P1 und umfasst Icon P1-Nano und Icon P1-M. Der Controller P1-M lässt sich durch das P1-X Modul flexibel erweitern. Für beide Modelle steht außerdem ein optionales Display zur Verfügung. Schaut man sich die verfügbaren Controller von Icon genauer an, sticht der V1-M ins Auge, der hinsichtlich der Features und des Aufbaus den P1-Modellen sehr ähnlich ist. Hier sind allerdings die Displays fest integriert und auch ansonsten stehen einige Bedienelemente in größerer Anzahl zur Verfügung. Der V1-M DAW-Controller kann seinerseits durch das V1-X Modul erweitert werden.

Kurze Marktübersicht: 1-Fader-DAW-Controller

Schaut man sich die wenigen am Markt verfügbaren DAW-Controller mit einem einzelnen Motor-Fader an, so fällt ein recht einheitlicher Aufbau auf:

Ein einzelner Motor-Fader wird mit Transporttasten kombiniert. Außerdem finden wir Tasten zur Steuerung der Spur-Automation (Read, Write, Touch, Latch), zum Scharfschalten der gewählten Spur für die Aufnahmen (Record Arm), Mute und Solo. Regeln lässt sich außerdem das Panorama der gewählten Spur. Manchmal lassen sich noch einige Programmfunktionen steuern, wie zum Beispiel der Click ein- und ausschalten, bestimmte Fenster öffnen oder zwei Spuren miteinander verlinken.

Der Behringer X-Touch One DAW-Controller ergänzt noch ein großes Jog-Wheel sowie ein Display für den Timecode beziehungsweise die aktuelle Taktposition sowie ein Scribble-Strip-Display für den Spurnamen und die Parameteranzeige. Noch einen Schritt weiter geht der erheblich teurere SSL UF1 DAW-Controller, der zwei hochauflösende TFT LC-Farb-Displays mit einem Durchmesser von 4.3“ und 1.77“ integriert. Hierauf lassen sich auch die Parameter bestimmter SSL Plug-ins anzeigen.

Icon selbst hat mit dem Icon Platform Nano einen 1-Fader-Controller im Programm, der sich hinsichtlich seiner Funktionalität irgendwo in der Mitte der genannten Controller befindet und durch zahlreiche frei belegbare beleuchtete Taster glänzt. Wie passt nun also der Icon P1-Nano DAW-Controller in diese Aufstellung?

Icon P1-Nano DAW-Controller

Icon P1-Nano DAW-Controller Produktfoto

Der neue Icon P1-Nano DAW-Controller, Quelle: Icon Pro Audio

Da der Icon P1-Nano DAW-Controller sich vom großen Bruder P1-M bis auf die Anzahl der Fader kaum unterscheidet, verweise ich auf den Testbericht zum Icon P1-M DAW-Controller und beschränke mich hier auf die wichtigsten Features.

Der Icon P1-Nano DAW-Controller bietet alles, was auch die meisten anderen 1-Fader-Controller bieten und mehr. Angeschlossen wird er über USB-C. Zwei frei belegbare Fußschalteranschlüsse auf der Rückseite ermöglichen Funktionen wie Punch-in, Punch-out, Cycle, Start/Stopp und mehr. Nicht nur glänzt der Icon P1-Nano DAW-Controller mit einem Motor-Fader mit 12 Bit Auflösung – die Konkurrenz arbeitet mit 10 Bit, was 1024 Schritten entspricht –, sondern bringt gleich acht Push Encoder zur Steuerung von Parametern mit. Gleich mehrere Displays sind verschiedenen Funktionen zugeordnet:

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Ein OLED-Display zeigt den Kanalnamen, Signalpegel, Parameter und mehr, ein weiteres Display den Timecode und schließlich ein in Segmente unterteiltes Touch-Display frei belegbare Buttons, über die sich Programmfunktionen steuern lassen. Neben den üblichen Buttons für Transportfunktionen und Automation sowie für verschiedene Kanalfunktionen wie Mute, Solo, Record Arm gibt es fünf farblich codierte Funktionsbuttons. Über diese lassen sich die Display-Seiten des Touch-Displays umschalten, sodass bis zu 80 Felder für Programmfunktionen zur Verfügung stehen. Das bietet kein anderer Controller am Markt.

Icon P1-Nano DAW-Controller Oberfläche

Viele Features auf kleinem Raum: Der Icon P1-Nano DAW-Controller, Quelle: Icon Pro Audio Website

In vielen Studios hat sich das Elgato Stream Deck einen Stammplatz auf dem Studiotisch erobert, das ganz ähnlich arbeitet: Hier sind es 15 personalisierbare LCD-Tasten, die selbst mit einem vorgefertigten oder eigenen Logo sowie Befehlen zur Steuerung von Programmfunktionen belegt werden können. Der Icon P1-Nano DAW-Controller hat nun so ein praktisches Tool gleich integriert.

Eine weitere Besonderheit des Icon P1-Nano DAW-Controllers sind die drei DAW-Buttons neben dem Timecode-Display. Hier lassen sich Presets abspeichern und schnell wieder aufrufen. Bis zu drei DAW-Presets sind speicherbar und ermöglichen es, schnell zwischen verschiedenen DAWs oder anderen Programmen zu wechseln. Fehlen darf natürlich auch ein Jog-Wheel nicht sowie einige Pfeiltasten zur Navigation im Projekt und in den gewählten Tracks.

Die Programmierung des Controllers geschieht über die kostenlose iMAP-Software und ist kinderleicht. Die Einrichtung benötigt gerade einmal wenige Minuten. Fertige Belegungen für eigentlich jede bekannte (oder weniger bekannte) DAW sind gleich enthalten, sodass der DAW-Controller im Prinzip aus dem Karton heraus sofort einsatzbereit ist. Unterstützt werden das Mackie Control Universal Protokoll und HUI-Protokolle.

Icon P1-Nano DAW-Controller Software iMAP

Über die iMAP-Software lassen sich alle Bedienelemente des Icon P1-Nano frei belegen

Ebenfalls einzigartig ist die Möglichkeit, den Controller um acht weitere Displays zu erweitern. Dies geschieht über das optionale Icon D-5 Display, das einfach oben in den Controller eingesteckt und über ein kurzes Kabel mit dem Controller verbunden wird. Nun hat man wie beim P1-M oder V1-M acht Kanäle im Überblick. Dadurch wird der Icon P1-Nano DAW-Controller zu viel mehr als ein simpler 1-Fader-DAW-Controller: Auch Plug-in-Parameter lassen sich mit dem Display darstellen und über die Focus-Funktion auch bequem per Job-Wheel einstellen. Die Encoder können ebenfalls Plug-in-Parameter steuern.

Icon P1-Nano DAW-Controller Test im Heimstudio

Für einen genaueren Einblick in die Konfiguration empfiehlt sich auch die Lektüre meines Testberichtes vom großen Bruder Icon P1-M hier auf AMAZONA.de.

Praxiseinsatz des DAW-Controllers

Wie schon beim Icon P1-M, ist der Controller schnell eingerichtet und wurde mit den DAWs Logic Pro, Ableton Live 11 und der 60-Tage-Testversion des neuen Cubase 13 getestet. Mit allen DAWs funktioniert der Controller einwandfrei.

Icon P1-Nano DAW-Controller im Test im Heimstudio

Der erste Test mit Logic Pro

Begeistern konnte mich erneut das Touch-Display mit seinen frei belegbaren virtuellen Buttons. Icon hat mir für den Test auch das Icon D-5 Display geliefert. Da der Test des P1-Nano unmittelbar nach dem des P1-M stattfand, konnte ich gut vergleichen. Mein Urteil: Eigentlich braucht es nicht mehr als den Icon P1-Nano mit dem optionalen D-5 Display. Der Icon P1-Nano fühlt sich mit dem Display überhaupt nicht wie ein 1-Fader-DAW-Controller an, sondern eher wie ein großer ausgewachsener DAW-Controller. Das Fehlen der sieben weiteren Fader ist überhaupt kein Problem. Durch das zusätzliche Display sieht man den Pegel und die Beschriftung von acht Tracks und kann demzufolge auch ohne den Blick auf den Computermonitor schnell zum gewünschten Track navigieren. Sehr gut. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Icon P1-M: Der P1-Nano benötigt kein externes Netzteil und bezieht seinen Strom über den USB-Anschluss des Computers.

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Icon P1-Nano
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Kundenbewertung:
(6)

Das Touch-Display mit seinen fünf Bildschirmseiten ist ein Segen, wenn es darum geht, umfangreiche Programme wie eine DAW zu bedienen. Durch die Möglichkeit, Hot-Keys an die virtuellen Buttons zu binden, können auch andere Programme abseits von einer DAW damit bedient werden. So könnte man zum Beispiel Belegungen für die Arbeit mit dem Betriebssystem erstellen, für das E-Mail-Programm, Teams, Zoom oder jedes andere Programm, das in den Sinn kommt. Das Job-Wheel lässt sich nach Aktivieren von Focus zum Scrollen von Fensterinhalten einsetzen.

Icon P1-Nano DAW-Controller kompatible DAWs

Der Icon P1-Nano DAW-Controller ist mit den meisten DAWs auf Anhieb und ohne weitere Konfiguration kompatibel

Programme, die das Einbinden von MIDI-Controllern erlauben, sind in der Regel sogar komplett kompatibel, sofern sie das Mackie Control-Protokoll unterstützen oder das HUI-Protokoll. Da die einzelnen Regler jedoch im Prinzip nur MIDI-Befehle senden, lässt sich mit einem MIDI-Monitor schnell herausfinden, was vom Controller gesendet wird. Mit einem Tool wie MIDIKey2Key (Windows), Coyote MIDI Free (Windows) oder MIDI Stroke (Mac) sowie das kostenpflichtige MIDI Shortcut (Mac, €29,99) oder Coyote MIDI Pro (Windows, $29) ermöglichen das Mappen von MIDI-Befehlen auf beliebige Tastenkommandos. So ließen sich dann auch die Bedienelemente zur Steuerung von Nicht-MIDI-Software nutzen, die mit iMAP nicht an Tastaturkommandos gebunden werden können.

Ich hoffe, dass im Laufe der Zeit noch weitere Anpassungen für die neuen Controller hinzukommen. Natürlich kann das auch von Anwenderseite aus geschehen, denn eigene Zuweisungen lassen sich speichern und somit auch über das Internet verbreiten.

Schön wäre auch eine Möglichkeit, die virtuellen Buttons des Touch-Displays selbst mit Icons oder anderen Farben ausstatten zu können. Vielleicht ist so etwas später einmal über ein Firmware Update realisierbar.

Zugabe

Mitgeliefert wird nicht nur die DAW Bitwig 8-Track Studio, sondern es gibt auch gleich mehrere Plug-in-Bundles: Dotec Audio Plug-ins, Harrison AVA Live, Harrison 32C Vocal Intensity Processor, Kilohearts Toolbox und Tracktion DAW Essentials. Nach der Registrierung des Controllers steht die Software zum Download bereit.

Screenshot Bitwig-8-Track-Studio als Zugabe zum Icon P1-Nano DAW-Controller

Bitwig 8-Track Studio gibt es kostenlos dazu

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Fazit

Der kleinste Controller der Icon P1-Serie ist rundum gelungen. Verarbeitung, Funktionsumfang und Preis stimmen hier einfach. Das Touch-Display mit seinen Buttons für bis zu 80 Programmfunktionen sowie das optionale Display mit weiteren acht Displays sind der Hit des kleinen Icon P1-Nano DAW-Controllers. Der mit 12 Bit sehr hochauflösende Fader läuft schön gleichmäßig und alles wirkt hochwertig und vertrauenserweckend. Doch der absolute Hammer ist einfach der Preis: 289,- Euro für den Controller und 159,- Euro für das optionale Display sind mehr als gerechtfertigt. Der Icon P1-Nano DAW-Controller lässt hinsichtlich seiner Funktionalität die Konkurrenz weit hinter sich.

Plus

  • Verarbeitung
  • Preis
  • Konzept
  • integriertes Touch-Display für den Aufruf von bis zu 80 Programmfunktionen
  • iMAP-Software für freie Belegung des Controllers
  • 12 Bit Fader-Auflösung
  • 8 hochwertige Push-Encoder
  • optionales 8-fach Display (Meterbridge)

Preis

  • Controller: 289,- Euro
  • Display: 159,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    cher

    Liebe Kollegen, ich bin dankbar für unabhängige Wertung, aber es wäre sehr nett, bei einem „ungenügend“ den Grund dafür zu nennen. Danke!!

    • Profilbild
      TobyB RED

      @cher , ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Ich hatte das Teil eine zeitlang und war damit sehr zufrieden, da es unter Logic als eine der wenigen MTC/MMC rund lief. Ich habe es nur abgegeben, da mein derzeitiger Mixer Tascam DM4800 auch eine MTC/MMC mitbringt und ich die nicht doppelt benötige. Da ich zur Not auch noch auf Logic Remote setze. Und im Gegenteil, ich hab beim DM 4800 geflucht, weil das Setup arg bescheuert ist und ich vier Wochen an Fehlern in der Dokumentation experimentiert, damit ich über die MTC Logic zur Aufnahme, Punch In, Cycle übereden konnte. Das ging mit dem P1 wesentlich flotter und war in noch nicht mal einer Stunde erledigt. Insofern würde ich das „ungenügend“ als nicht representativ sehen. Witzigerweise ging das Setup einer oldskool Bandmaschine Fostex E-16 ohne Bugs richtig fix von der Hand und nach 30 Minuten waren die ersten 16 Tracks auf dem Band.

      • Profilbild
        mort76

        @TobyB Da ich auch kurz davor bin, ein DM4800 zu integrieren…wo hast du die Fehler denn gefunden? Sind die alle Logic-bezogen?

        • Profilbild
          TobyB RED

          @mort76 , irgendwo heisst es im Handbuch man REMOTE > EXT.CTRL eine MC für Logic hinzu. Dann soll man in Logic: (Klicken Sie nun auf „Add“. Das Gerät wird der Liste hinzugefügt. Stellen Sie als „Out Port“ und „Input“ jeweils Port 5 ein.
          Fügen Sie auf gleiche Weise ein Gerät des Typs „Mackie Control Extender“ hinzu, und stellen Sie als dessen „Out Port“ und „Input“ jeweils Port 6 und Port 7 ein.) Das stimmt nur, wenn du a) nicht alle zusätzlichen Steckplätze belegt hast und b) nicht mit FW 1.7 unterwegs bist. Bei mir hat es dann mit anderen Ports funktioniert. Das FW Interface habe ich mit dem letzten Treiber an einem Intel Mac auch ans laufen bekommen, habe mich dann aber für die Kombi Motu 2408 und RME Digiface USB entschieden, funktioniert super.

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            mort76

            @TobyB Ist ja witzig…ich habe mir dafür auch ein 2408 besorgt, und ein 24io.
            Mal sehen, ob es mit Cubase AUCH Probleme gibt.

            Kennst du die Erweiterungskarte, mit der man das Display auf einem richtigen Monitor spiegeln kann? Empfehlenswert…

            • Profilbild
              TobyB RED

              @mort76 , die Karte hab ich nun nicht ;-) „verdammte Axt“, ich hab allerdings grade das interne Display getauscht. Ich drück mal die Daumen, dass du das Tascam in Cubase einhängen kannst. Für mich hat sich das Pult schon bezahlt gemacht. Die Zeitersparnis ist schon recht immens.

              • Profilbild
                mort76

                @TobyB Die Karte kann man einfach HIER bestellen:

                https://www.2seemy.com/produit/kit-2seemy-dm4800/

                Der Einbau ist gut dokumentiert…allerdings muß man das Pult dafür zerlegen. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, ob ich es kaputtmache, aber es hat funktioniert.

                Das ist wirklich komfortabel: Hier hängen über dem Pult bzw. der Meterbridge zwei 24″-Monitore- der eine spiegelt das Display, der andere den Hauptmonitor von Cubase.

      • Profilbild
        Round Robin AHU

        @Markus Galla Ich verstehe dieses Downrating auch nicht. Hab es eben positiv bewertet, aber es bleibt leider bei einem Stern (ungenügend). Sehr schade, wie ich finde.

        Dennoch vielen Dank für den informativen Test, denn diesen Controller hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Aber dank Ihnen steht dieser jetzt auf meiner Einkaufsliste. 😀

        Grundsätzlich kann ich die hohe Qualität der Icon Produkte bestätigen. Und wenn man den Preis vom Elgato Stream Deck betrachtet (159 Euro), dann ist der P1-NANO mit einem Aufpreis von 130 Euro praktisch fast geschenkt.

  2. Profilbild
    oldwired

    Du schreibst „verweise ich auf den Testbericht zum Icon P1-M DAW-Controller“, leider finde ich dazu keinen Testbericht. Wäre es möglich den zu verlinken?

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @oldwired Hi,

      Geduld, der kommt noch. Ich habe alle Tests bereits hochgeladen und den Test des größeren Controllers zuerst abgeschlossen und erwartet, dass er deshalb auch vor diesem hier erscheint. Bin auch etwas erstaunt.

      Zu dem „ungenügend“: Bewerten kann ja jeder Leser. Wer auch immer das war, hat vermutlich an dieser Diskussion hier kein Interesse. Ich finde das Teil sehr gut und konnte prima damit arbeiten. Hätte ich nicht schon den X-Touch, wäre der hier meine erste Wahl.

      • Profilbild
        oldwired

        @Markus Galla Ah, danke. Ich hab schon begonnen an mir selbst zu zweifeln.
        Hattest du den P1-X auch im Test?
        Könnte ich beispielsweise den P1-Nano mit dem P1-X kombinieren und in Cubase den Fader vom Nano immer für den Master Channel einsetzen und den P1-X dann für die anderen in 8er-Bänken durchschaltbar?

        • Profilbild
          Tinotik

          @oldwired Das ist/ wäre auch eine frage für mich, den p1 X als erweiterung zum P1 nano, die maße passen auf jeden fall nicht 😕 schade eigentlich.

  3. Profilbild
    Jörg Hoffmann RED

    Ich habe für mich die 1-Fader DAW Controller als wenig zweckmäßig erkannt. Durch das permanente nachsehen, auf welchem Kanal man jetzt gerade mixt und die Tatsache, dass das ganze eben „nur“ MIDI ist und so nicht alle Funktionen der DAW abgebildet werden können, habe ich den SSL UF1 wieder zurückgesendet, obwohl das sooooo ein Handschmeichler ist. Die Verarbeitung, die Displays, das alles macht viel Freude, aber wenn man schnell zwischen Spuren hin und her wechseln will, dann ist meine Hand auch schnell auf der Maus oder dem Trackpad. Da wäre für mich das UF8 vielleicht besser gewesen, aber fast 1.200 Euro…? Puh!

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @Jörg Hoffmann Für diese Nachteile muss man das Gerät doch nicht erst ausprobieren. Dass man zwischen den einzelnen Kanälen switchen muss, ist doch offensichtlich oder habe ich da einen Denkfehler? Ich nehme an, dass der Faderport V2 und SSL UF1 das gleiche Problem haben. Für mich wäre das auch nichts, aber ich würde das Gerät eben gar nicht erst kaufen…
      Controller mit Menudiving für umfangreiche/komplexe Programme sind für mich allgemein nichts.
      Selbst die Push-Controller sind für mich,als Abletonliebhaber, nichts….
      Ich handhabe das mittlerweile so: überwiegend hardware ohne großes menudiving und kleinen Analogmixer und für Ableton dann eben Touchpad bzw. Maus.
      Es kommt natürlich auch auf den individuellen Workflow an. Bei mir ist jedes Projekt komplett unterschiedlich und ich bin auch kein Freund von Templates…

      • Profilbild
        Jörg Hoffmann RED

        Ja, das stimmt – aber ich habe gehofft, dass die restliche Bedienung zugänglicher ist. Aber dieses Konzept ist für mich schwierig. Aber ich litt auch stark unter GAS :-), deshalb der Versuch mit dem UF1.

        • Profilbild
          AMAZONA Archiv

          @Jörg Hoffmann Ok, leider kann ich gut nachvollziehen was du meinst 😂

      • Profilbild
        oldwired

        Ich finde es auch offensichtlich. Aber kann sehr gut nachvollziehen, dass man erst ausprobieren muss, ob es einen stört, oder ob man gut damit klar kommt.

  4. Profilbild
    Beatlab

    Die Hardware sieht wirklich interessant aus, aber es ist für mich vollkommen unverständlich warum man bei ICON Controllern noch immer umständlich Bänke umschalten muss (Ich kann nur für Cubase reden).
    Das ist für mich vollkommen am Thema vorbei und macht so einen Controller vollkommen uninteressant.
    Der Grund warum so viele User noch immer den Steinberg CC121 nutzen ist unter anderem, dass er immer automatisch auf den in der DAW aktiven Kanal springt, egal ob es Kanal 1 oder Kanal 173 ist.
    Und andere Hersteller können das auch. Asparion stellt z.B. ein entsprechendes Cubase Midi Remote Script zur Verfügung. Der D700 springt damit auch immer automatisch auf den in der DAW aktiven Kanal ohne die Notwendigkeit umständlich 8er Bänke durchsteppen zu müssen.

    Warum kann Icon das nicht?
    Ich hoffe sehr dass Icon hier irgendwann entsprechende Firmware oder Scripts nachliefert.
    Vorher sind die Icon Controller für mich nicht sinnvoll nutzbar.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Beatlab Der Asparion D700, den ich ebenfalls getestet habe, kann das für Logic Pro und Ableton Live aber auch nicht. Die Hersteller sind immer davon abhängig, dass die Software-Produzenten der DAW auch mitspielen. Mit dem Asparion D700 war ich zum Beispiel gar nicht glücklich, weil das Teil weder mit Logic noch mit Live vernünftig zusammengearbeitet hat, während zum Beispiel mein Behringer X-Touch überhaupt keine Probleme hatte. Auch der hier vorgestellte Icon P1 Nano lief aus dem Stand heraus super. Die Konfiguration war innerhalb weniger Minuten erledigt.

  5. Profilbild
    Matze

    Ich arbeite nun mit dem P1 Nano in Verbindung mit Cubase seit einigen Wochen und bin sehr zufrieden. Sowohl mit der Qualität, wie auch mit den Möglichkeiten.

    Das hier immer nur in 8er Bänken hin-und-hergeschaltet werden kann, ist nun mal den „alten“ Protokollen geschuldet und da kann der Icon nichts für.

    Das einzige, was mich wirklich stört sind die kurzen Spurnamen. Meine Spurnamen haben nun einmal oft mehr als 10 Zeichen und da stößt das Nano an seine Grenzen und cuttet die Namen hinten einfach ab. Hier wäre es schön, wenn der Name zumindest wie eine Laufschrift durchläuft.

    Und ich finde es auch schade, dass ich den Nano nicht mit dem P1-X erweitern kann. Aber dann würden das wohl was alle machen und kaum einer würden den P1-M noch kaufen. Wirtschaftlich kann ich das also komplett nachvollziehen.

    Alles in allem für mich ein toller Controller, der meine Arbeitsweise bereichert. Wer allerdings komplett Maus-Los und in Verbindung mit 100 Drittanbieterplugins arbeiten will, der wird vermutlich mit kaum einem Controller glücklich.

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