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Test: Audient iD24, USB-Audiointerface

10 In/14 Out Interface mit ADAT I/O

1. Mai 2023
audient id24 test

Audient iD24, USB-Audiointerface

In den letzten Jahren ist hochwertige Audiotechnik kontinuierlich günstiger geworden. Moderne Produktionsmethoden machen es möglich und nicht zuletzt auch die Fertigung in Asien. Das Label „Designed in …, Made in China“ gehört für die meisten Produkte zum Alltag und ziert selbst hochpreisige Produkte. Der Anwender freut sich über den Preisverfall und solange die Qualität stimmt, ist es ihm in den meisten Fällen egal, was auf dem Label an der Unterseite oder Rückseite seines Geräts steht. Das Audient iD24 ist nicht wie Elton John „Made in England“, aber „Designed in England“ und „Made in China“. Wir haben uns dieses äußerst interessante und preisgünstige Interface genauer angeschaut.

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Audient

„To make professional audio quality available to everyone through the power of technology“, dieser Slogan ist nicht neu und so manchem Leser mag er bekannt vorkommen, denn viele Hersteller schreiben sich das mittlerweile auf die Fahne. Für die im Jahr 1997 in England gegründete Firma Audient beginnt Qualität beim Design-Prozess. Der Unternehmenssitz befindet sich in Herriard, Hampshire. Gegründet wurde das Unternehmen von Gareth Davies und David Dearden. Letzterer ist bereits seit 1968 im Geschäft und startete als Toningenieur in einem großen Tonstudio in Johannesburg, denn geboren wurde er im September 1949 in Südafrika. Im Alter von 20 Jahren wanderte er 1970 nach England aus und war dort als Wartungstechniker für die Technik der Advision Studios zuständig und später auch an der Konstruktion der ersten Mischpultkonsole mit Automation in England beteiligt. Wie bei vielen Technikern der Ära kreuzte sich sein Weg mit den Beatles. Gemeinsam mit Studio-Designer Eddie Veale baute er eine Custom-Mischpultkonsole für John Lennon, auf der schließlich das Album „Imagine“ entstehen sollte, und später auch für Ringo Starr und George Harrison. Mit seinem späteren Partner Gareth Davies traf Dearden bei Soundcraft zusammen. Beide gründeten 1980 die Dearden-Davies Associates, besser bekannt unter dem Kürzel DDA und herausragende Mischpulte. DDA wurde 1986 von Klark Teknik gekauft, die schließlich auch 1987 den Mischpulthersteller Midas aufkaufen sollten. So landete das Team bei Midas, wo Dearden unter anderem für das Design des bekannten Midas XL200-Pults zuständig war. 1997 verließ Dearden das Unternehmen, um mit Davies Audient zu gründen. Dort führte man die Arbeit an hochwertigen Mischpultkonsolen weiter und konnte sich schnell einen guten Ruf erarbeiten. Schnell erweiterte man das Portfolio mit Outboard-Equipment und auch Audiointerfaces. Die iD-Serie wurde 2013 mit dem iD22 Audiointerface eingeführt. Seit 2013 ist Audient im Besitz von Simon Blackwood. Die faszinierende Geschichte seines Werdegangs hört man am besten aus seinem eigenen Mund und kann sie zum Beispiel hier nachlesen.

audient-iD24-Scroll-Control-Large test

Was bietet das Audient iD24 Audiointerface?

Das Audient iD24 erweitert die seit 2013 produzierte iD-Serie um ein modernes USB-C-Audiointerface, das gleich mehrere oft im Tonstudio benötigte Funktionen in sich vereint: hochwertige Preamps, Inserts für den Einsatz von Outboard-Equipment im Signalweg, Erweiterbarkeit über ADAT I/O und einen Monitorcontroller. Eine hochwertige Verarbeitung, der Wordclock-Ausgang und drei freibelegbare Funktionstasten unterstreichen den professionellen Anspruch des Interfaces. Die ausgeklügelte Loopback-Funktion ist ein zeitgemäßes Feature für das Live-Streaming, das dem Content-Creator für YouTube und Co. das Leben erleichtert.Audient-iD24-Top-Ortho-Tight-Crop

Kommen wir zu den Facts:

  • 2 Class-A-Mikrofonvorverstärker
  • diskret aufgebauter JFET-Instrumenteneingang
  • 1 ADAT I/O
  • 2 Inserts (symametrisch) für die beiden analogen Eingänge
  • 2 Stereoausgänge für Studiomonitore (Main/Alt)
  • 2 Kopfhörerausgänge  (6,3 mm, 3,5 mm TRS), Kopfhörerverstärker mit eigenem DAC
  • Wordclock-Ausgang
  • USB 3.0
  • Wandlung mit 24 Bit und bis zu 96 kHz
  • Audio-Loopback-Funktion
  • +48 V Phantomspeisung
  • -10 dB Pad
  • Highpass-Filter (HPF)
  • Dim/Cut-Schalter für die Monitorwege
  • 3 frei belegbare Funktionstasten
  • Ultra-low-Latency DSP-Mixer
  • Gehäuse komplett aus Metall

Schon beim Auspacken lässt sich anhand des Gewichts sagen, dass wir es hier mit einem soliden Interface zu tun haben, das bombenfest auf dem Studiotisch steht. Hier wackelt und verrutscht nichts. Bis auf die Kopfhöreranschlüsse und den Instrumenteneingang befinden sich alle Anschlüsse hinten. Die drei Funktionen Phantomspeisung, Pad und Highpass-Filter werden über Kippschalter ein- und ausgeschaltet, die einen guten Eindruck hinterlassen. Die Gain-Regler und der Regler für die Kopfhörerlautstärke sind schön schwergängig und anders als bei vielen Konkurrenten in der Preisklasse wackelt hier nichts. Der größere Regler ist ein gerasterter Endlosregler, der als Encoder mit Push-Funktion verschiedene Aufgaben übernimmt.

Audient-iD24-Back-Ortho-Crop

Rückseite des Audient iD24 Audiointerfaces

Vor der Inbetriebnahme sollte man zwingend die Audient iD Applikation installieren, die den Zugang zum DSP-Mixer darstellt. Dieser arbeitet mit geringsten Latenzen. Die Roundtrip-Latenz vom Einganz zum Ausgang über den DSP-Mixer beträgt 0,344 ms bei 44,1 kHz, 0,312 ms bei 48 kHz, 0,188 ms bei 88,2 kHz und 0,177 ms bei 96 kHz.

Audient iD Software

Input-Sektion

Die iD Software bietet Zugriff auf den DSP-Mixer und einige weitere Kanalfunktionen, die nicht über das Interface direkt abrufbar sind. Dazu gehört ein +10 dB Boost (nicht zu verwechseln mit dem -10 dB Pad, das über das Interface geschaltet wird), Phase Flip, Pan,  Stereo Grouping, Solo, Mute, Channel Meter, Channel Fader. Jedem Kanal können frei Namen zugewiesen werden.

audient-id24-software-mischer_01

iD Software Mischpult

Master-Sektion

In der Master-Sektion der Software haben wir Zugriff auf den Main Mix, Cue Mix A und Cue Mix B. Zusätzlich zum Mix Meter, das einer LED-Kette nachempfunden ist, gibt es noch ein Chronometer, das den Pegel im zeitlichen Verlauf anzeigt. Das ist praktisch, wenn man sich einen Überblick über die Pegelverhältnisse verschaffen möchte. Sechs Buttons erlauben den Zugriff auf die Funktionen Talkback, Phase Flip, Mono, Alt Monitors, Dim und Cut. Die Lautstärkeabsenkung für die Dim-Funktion lässt sich frei einstellen. Cut stoppt die Tonausgabe auf dem Main-Mix. Die Funktionen dieser sechs Buttons lassen sich per Rechtsklick mit der Maus den drei Funktionstasten am Interface zuweisen.

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In der Master-Sektion entdecke ich außerdem oben eine Funktion, mit der sich gerade nicht benötigte Kanäle aus der Mischpultansicht ausblenden lassen. Drei Optionen stehen zur Auswahl: Mic, Opt, DAW. Aktiviert man sie, werden die betreffenden Kanäle ausgeblendet.

audient-id24-software-mischer_03

Routing-Menü

System Panel

Im System Panel sind das Routing zu finden sowie einige globale Einstellungen. Hier lässt sich zum Beispiel definieren, welches Format die TOSLink-Anschlüsse führen: S/PDIF oder ADAT. Auch die Quelle der Wordclock ist hier einstellbar, der Modus für den Mono-Schalter sowie die Trim-Settings.

Das Routing teilt sich in drei Bereiche auf: analoge Outputs, digitale Outputs und Talkback. Über eine Matrix lässt sich das Routing erstellen und zum Beispiel ein bestimmter Bus für Cue-Mix-A, Cue-Mix-B, den Main-Mix, dem Kopfhörerausgang oder die Alt-Ausgänge definieren.

Das volle Potential des Audient iD24 Audiointerface lässt sich dann nutzen, wenn man das Interface per ADAT-Schnittstelle mit weiteren Ein- und Ausgängen erweitert. Arbeitet man mit 44,1 oder 48 kHz, ist eine Erweiterung um weitere acht Ein- und Ausgänge möglich. Bei 88,2 und 96 kHz sind es immerhin noch vier weitere mögliche Ein- und Ausgänge. Möglich wäre eine Erweiterung zum Beispiel mit dem Audient ASP800 Class-A-Mikrofonvorverstärker, der über 8 Mikrofoneingänge und einen ADAT-TOSLink-Ausgang verfügt. Dieser kostet im Handel 699,- Euro. Natürlich kann man auch eine günstigere Variante in Form eines Behringer ADA8200 Ultragain für 211,- Euro wählen, muss dann aber Abstriche hinsichtlich der Qualität der Vorverstärker machen. Wer auf der Bühne mit digitalen Mischpulten arbeitet, hat vielleicht auch noch eine digitale Stagebox im Keller, die über eine ADAT-Schnittstelle verfügt und verwendet werden kann. So wächst das Audient iD24 Audiointerface mit den eigenen Anforderungen.

Audient ASP 800 – perfekte Ergänzung zum Audient iD24 Audiointerface

Audio Loopback

Eine sinnvolle Einrichtung, die seit dem Beginn der Corona-Pandemie immer mehr Hersteller in ihre Interfaces integrieren, ist die Audio-Loopback-Funktion. Damit lässt sich der Ton aus beliebigen Programmen auf das Interface führen, mit den anderen Kanälen mischen und gemeinsam wieder ausgeben und aufzeichnen beziehungsweise streamen. Folgende Quellen lassen sich für das Loopback auswählen:

  • DAW 1+2
  • DAW 3+4
  • DAW 5+6
  • Master Mix
  • Cue Mix A
  • Cue Mix B

Möchte man zum Beispiel einen Mix aus einem angeschlossenen Mikrofon und einem Backing-Track aus der DAW für einen Stream ausgeben, wählt man zum Beispiel Master-Mix oder Cue-Mix-A bzw. Cue-Mix-B als Audio-Loopback-Quelle aus. In der Ziel-Software muss dann nur noch der entsprechende Loopback-Kanal als Eingangskanal ausgewählt werden, dies werden dort entweder als Kanäle 1 und 2 oder 11 und 12 angezeigt.

Audient iD24
Audient iD24
Kundenbewertung:
(14)

Inserts

Einzigartig für ein Audiointerface dieser Preisklasse sind die beiden Insert-Wege für die Kanäle 1 und 2. Diese ermöglichen es nicht nur, Outboard-Equipment in den Signalweg einzuschleifen, sondern auch zugleich den integrierten Mikrofonvorverstärker zu umgehen, um diesen zum Beispiel durch einen externen Mikrofonvorverstärker zu ersetzen. Viele Leser kennen sicherlich das Problem: Man hat einen guten externen Mikrofonvorverstärker gekauft, der aber nicht über einen eigenen A/D-Wandler verfügt. Nun muss dessen Signal in der Folge über die Eingangsstufe des Audiointerfaces geführt werden, was dann im schlimmsten Fall eine klangliche Verschlechterung bewirkt. Über die Inserts des Audient iD24 ist der direkte Zugriff auf den A/D-Wandler unter Umgehung der Vorverstärkerelektronik möglich.

iD Button & Scrolling

Sehr clever ist der iD Button, den ich bislang noch nicht weiter erwähnt habe. Ist dieser aktiviert, kann man über den großen Volume-Encoder die Scroll-Funktion in Software auslösen. Sehr praktisch, denn das spart oft den Griff zur Maus oder das Trackpad.

Klangqualität & Messergebnisse

Die Klangqualität des Audient iD24 ist tadellos und es gibt keinen Grund zu irgendeiner Beanstandung. Auch die erreichbaren Latenzwerte sind klein genug für empfindliche Musiker: Ableton Live zeigt bei einer Samplerate von 96 kHz und einem Buffer von 128 Samples eine Roundtrip-Latenz von 8,93 ms, bei 32 Samples werden 7,26 ms erreicht. Bei einer Samplerate von 48 kHz und einem Buffer von 128 Sample beträgt die Roundtrip-Latenz 11,6 ms und bei 32 Samples 8,27 ms. Damit lässt sich prima arbeiten.

Die Messergebnisse zeigen wie zu erwarten keinerlei Schwächen: Der Frequenzgang könnte besser nicht sein und auch die harmonischen Verzerrungen und das Rauschverhalten geben keinerlei Anlass zur Kritik.

audient-id24-audio-interface-frequenzgang-phase-mic-pre

Messung von Frequenzgang und Phase vom Main-Ausgang zum Mic-Pre-Input 1

audient-id24-audio-interface-frequenzgang-mic-pre-adc-hpf

Ergebnisse im Vergleich: Messung mit Mic-Pre, Messung vom Main-Ausgang direkt auf den ADC und Messung des Mic-Pre mit eingeschaltetem Highpass-Filter

audient-id24-audio-interface-thd-noise-mic-pre

THD+Noise, gemessen vom Ausgang zum Mic-Pre

audient-id24-audio-interface-thd-noise-adc

THD+Noise gemessen vom Ausgang zum A/D-Wandler

audient-id24-messergebnisse-RMAA

Messergebnisse mit dem Rightmark Audio Analyzer, gemessen vom Main-Ausgang zum Mic-Pre

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Fazit

Das, was man beim Audient iD24 Audiointerface für gerade einmal 349,- Euro geboten bekommt, ist eine ganze Menge und das zu sehr guter Qualität. Die Erweiterungsmöglichkeiten per ADAT-Schnittstelle und die Inserts, die darüber hinaus noch direkten Zugriff auf die A/D-Wandler ermöglichen, sind in dieser Preisklasse noch nicht ganz so häufig anzutreffen. Die hohe Verarbeitungsqualität lässt mich nicht daran zweifeln, mit dem Audient iD24 eine lange Zeit problemlos arbeiten zu können und es auch als mobile Lösung einzusetzen. Zusätzlich erhält man noch ein großes Software-Paket mit DAW, Effekten und mehr, nicht zu vergessen drei volle Jahre Garantie.

Plus

  • Verarbeitungsqualität
  • Audioqualität
  • Erweiterbar über ADAT I/O
  • Inserts
  • direkter Zugriff auf die DACs
  • integrierter Monitor-Controller
  • Ultra-Low-Latency DSP-Mischpult
  • Audio-Loopback
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Preis

  • 349,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Dimension D

    Danke für den schönen Test.

    Was ich nicht verstehe warum meine „steinzeitaltes“ Fireface 400 von 2006 Roundtrip-Latenzen von 5,6 ms bei 48khz und 64 Sample Buffer hinbekommt und 17 Jahre später die neuen nur 8,27 ms bei einem Buffer von 32.
    Klar das man es meisten nicht merken ob 5,6 oder 8,7 aber irgend wie geht die Entwicklung doch weiter und nicht zurück.

    • Profilbild
      martin stimming

      @Dimension D 5,6 oder 8,7 macht spätestens bei einem hardware effekt, der direkt in die engine eingespeist und latenzkompensiert wird, einen ziemlich großen unterschied: 13,2 so grade noch akzeptabel, 17,4 schon nicht mehr wirklich spielbar. insofern stimme ich dir voll zu!
      den latenzen bei RME trauere ich auch ein bisschen hinterher ;)

    • Profilbild
      janschneider

      @Dimension D Warum? Weil’s RME ist 😉
      RME betreiben einen größeren Aufwand, um die Latenzen niedrig zu halten, indem zB keine USB Controller und Treiber von der Stange genommen werden, sonder alles selbst entwickelt wird, bis auf untere Ebene. Den Aufwand betreibt kaum ein anderer Hersteller, das bezahlt man natürlich auch mit, aber deshalb sind RME auch seit jeher an der Spitze der Performance und andere Hersteller hinken immer hinterher.

      • Profilbild
        Markus Galla RED

        @janschneider Sehe ich auch so. RME tragen außerdem ein hohes Risiko, dass die Hardware irgendwann nicht mehr funktioniert oder große Anpassungen nötig werden, wenn sich an den Schnittstellen irgendetwas ändert. Es ist viel einfacher, einen Class Compliant-Treiber von der Stange mit einem Standard Controller von der Stange zu nutzen. RME hält seine Geräte auch sehr lange kompatibel selbst zu aktuellen Rechnern.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @janschneider Selbst wenn du ein supadupa RME hast, kann es sein daß du Aussetzer und CPU-Spikes produzierst und den Buffer weit anheben musst, ist mir persönlich beim FF800 öfter so gegangen. Das uralte Multiface 1 war da besser aber sowas ist mit heute nicht vergleichbar, so fair muss jeder sein.
        Julian Kraus hat beim Audient iD24 unter Windows 6msRTL/128/96kHz und bei 48kHz 6,6ms vs. 11,6ms hier gemessen, es hängt also von vielen Faktoren ab. Bei RME ist m.M.n. vieles besser in Erinnerung als es der Realität entspricht. Da wird viel Mist geschrieben und die Leute sind häufig enttäuscht, wenn sie auf 14msRTL/256 Buffer Size hochgehen müssen, obwohl sie so ein tolles und teures RME-Interface gekauft haben. Alles mit einer Prise Salz nehmen und 14ms wären in meiner Welt auch noch ok.

        • Profilbild
          Dimension D

          Zitat: „Bei RME ist m.M.n. vieles besser in Erinnerung als es der Realität entspricht.

          Also ich kann nur sagen das vieles auch mit der verwendeten Computer Hardware abhängt.
          Hab das FF400 jahrelang mit einem Intel i5 2500K betrieben und da war die Grenze beim 128 Buffer bis alles rund lief darunter hatte ich schon mal Knackser.
          Bei meinem heutigen AMD 3600 ist selbst bei 64 Buffer nix mehr am Knacken oder am Aussetzen und seitdem muss ich mich um den Buffer und Latenzen nicht mehr kümmern.

          • Profilbild
            AMAZONA Archiv

            @Dimension D 👍 AMD hat vieles einfacher gemacht. Ich erinnere mich noch wie ich 4 Intel-Mainboards durch hatte bis eines richtig lief. Grausam.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @Dimension D Selbst wenn du ein supadupa RME hast, kann es sein daß du Aussetzer und CPU-Spikes produzierst und den Buffer weit anheben musst, ist mir persönlich beim FF800 öfter so gegangen. Das uralte Multiface 1 war da besser aber sowas ist mit heute nicht vergleichbar, so fair muss jeder sein.
      Julian Kraus hat beim Audient iD24 unter Windows 6msRTL@128/96kHz und bei 48kHz 6,6ms vs. 11,6ms hier gemessen, es hängt also von vielen Faktoren ab. Bei RME ist m.M.n. vieles besser in Erinnerung als es der Realität entspricht. Da wird viel Mist geschrieben und die Leute sind häufig enttäuscht, wenn sie auf 14msRTL@256 Buffer Size hochgehen müssen, obwohl sie so ein tolles und teures RME-Interface gekauft haben. Alles mit einer Prise Salz nehmen und 14ms wären in meiner Welt auch noch ok.

      • Profilbild
        gs06

        Was viele nicht ausreichend untersuchen bei solchen Problemen, sind die Auswirkungen weiterer Hardware-Treiber und Software auf ihren Systemen. Bei vielen Aussetzern sind sowohl Audio-Interface als auch die Treiber dafür komplett unschuldig. Da helfen nur spezielle Monitoring-Tools mit denen die Verursacher von Latency-Spikes identifiziert werden können, wie bspw. Interupts, die nicht schnell genug zurückkehren etc. In solchen Fällen einfach auf das Audio-Interface zu schimpfen greift zu kurz, da die Quelle des Übels auch an ganz anderer Stelle liegen kann…

        • Profilbild
          AMAZONA Archiv

          @gs06 Ja, kann natürlich sein. Fakt ist aber auch, daß ein Fireface UC schlechtere Latenzen hat als ein Raydat und ein Babyface wieder anders läuft. IOS, MacOS, Windows, alles unterschiedlich und wenn etwas nicht rund läuft, dann bleibt das oft auch so. Bei Windows bin ich seit einem Ryzen AMD-System perfekt aufgestellt. Ohne ausschalten von Stromsparfunktionen, Kernen, Treibern und sogar im 45W Eco Mode, es läuft alles ohne Probleme. Ich bin mir sicher daß jedes halbwegs ordentliche Interface hier gut läuft.

  2. Profilbild
    Bill Clark five

    Ich hab das Vorgängermodell ( id 22) seid einigen Jahren in Betrieb und kann üder nichts klagen . Als das auf den Markt kam hat es ca. 500 gekostet. Danach ist der Preis auf das Niveau des neuen iD 24 gesunken.
    Wie machen die das ?
    Wenn die Qualität gleich oder besser geworden ist dann ist das iD 24 ne fette Empfehlung!
    Mich würde ein Vergleich zum Vorgänger interessieren. Hat jemand von euch die mal vergleichen können?

    • Profilbild
      Ralph Schloter 1

      @Bill Clark five Ich habe seit kurzem auch das id22 im Einsatz und bin sehr zufrieden. Für das wenige Geld (250€ Thomann retoure) extrem vielseitig. Hängt am Mac Mini M1 via USB (2), bekommt via Toslink 8 Kanäle von altem Focusrite Interface (das ich wg. Firewire nicht mehr direkt am Mac anschließen kann), kaskadiert wahlweise vom Yamaha 01V, alles getaktet mit 48k vom Rosendahl NanosyncS. Analog/Inserts nutze ich für Outboard, z.B. BSS 402. Ausgänge 2x Abhöre und 1x optisch digital für den Messweg (TC electronic Clarity M).

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