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Test: Best Service Cult Sampler

8. Juli 2004

BSCS

Als ich im zarten Alter von 15 Jahren für meinen ersten Hardware-Sampler Roland S-550 mehrere tausend Deutsche Mark bezahlte, habe ich nicht im Traum daran gedacht, dass dieses Stück High Tech-Instrument mal zu der Gattung „Vintage Sampler“ zählen würde. Na ja, die Zeit belehrt einen halt doch immer wieder eines Besseren. Und obwohl 15 Jahre später die Computertechnik so weit fortgeschritten ist, dass man heute jeden erdenklichen Sound, natürlich multigesampled und velocitygelayert, mit relativ geringem Kostenaufwand in seinen heimischen Computer verfrachten kann, gibt es dennoch unzählige Musiker, die sich dem Charme eines alten 8 – 16 Bit Samplers mit seinen eingeschränkten Möglichkeiten nicht entziehen können. Ich für meinen Teil bin eigentlich ganz froh, dass ich meine Hardwaresampler noch für einigermaßen gutes Geld verkaufen konnte. Die deutsche Firma Best Service hat nun den „Cult Sampler“ herausgebracht, damit wenigstens ein kleines Vermächtnis der originalen Library Sounds aus den alten Kisten mit in die virtuelle Studioumgebung hinüber gerettet werden kann.

Die Verpackung des Cult Samplers vermittelt aber mehr Vintage-Feeling als das PlugIn selbst, welches nach der Installation wie folgt auf dem Monitor zu begutachten ist:

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Hinter Cult Sampler verbirgt sich ein „Native Instruments Kompakt Player“, der auf die Kompakt-Technologie zurückgreift. Dieser vereinfachte Sample-Player ist ideal zum Abspielen von Sample-Librarys, so kauft man mit dem eigentlichen Sample-Content auch gleich den passenden Player dazu. Kontaktfreudige User, die bereits den großen Softwaresampler aus dem Hause NI besitzen, können natürlich die Sounds auch in diesen Sampler laden und dort weiterverarbeiten. Die Installation der beiden CDs erfolgt mittels Autorisierung über das Internet. Man erhält einen Registrierungscode, der auf der System-ID des Rechners basiert. Diese Form von Kopierschutz ist mittlerweile zum Standard bei Native Instruments geworden und funktioniert auch reibungslos. Der Cult Sampler lässt sich als Standalone-Version oder als PlugIn innerhalb einer VST-kompatiblen Host-Software benutzen.

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Die Klangbearbeitung der Samples gestaltet sich sehr einfach, was man natürlich auch positiv für Einsteiger bewerten kann. Die Sounds können mit einem resonanzfähigen Multimodefilter bearbeitet werden, welches sich mit den gängigen Modulationsquellen modulieren lässt. Vom Filter aus geht es in den Verstärker. Für jedes Instrument stehen drei Hüllkurven (Lautstärke, Filter, Tonhöhe) mit jeweils zwei verschiedenen Trigger-Modi zur Verfügung. Es sind vier LFOs mit festen Zielen (Lautstärke, Panning, Tonhöhe und Filter) vorhanden. Die LFOs lassen sich zum Sequenzer Tempo-synchronisieren. Mit den drei Grundeffekten Reverb, Chorus und Delay lassen sich die Sounds noch ein bisschen veredeln. Für den letzten Schliff sorgt ein Masterfilter, welches auch als 3-Band Equalizer dienen kann.

Pro Cult Sampler Instanz lassen sich bis zu 8 Instrumente auf 8 verschiedenen MIDI-Kanälen und Stereoausgängen verteilen. Die 8 Instrumente lassen sich dann als Multi abspeichern. Hat man ein Instrument editiert, so lässt sich dieses natürlich ebenfalls separat abspeichern. Allerdings hat man hier nicht die Möglichkeit, die Samples gleich mit abzuspeichern, da ja der komplette Library-Content benötigt wird. Auch im größeren Kontakt lassen sich die Samples der Cult Sampler Library nicht separat speichern.
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