Test: BOSS RC-5 Loop Station, Looper für E-Gitarre

1. Dezember 2020

Loopen jetzt auch mit Display

Der legendäre japanische Hersteller BOSS sorgt durch neue Versionen seiner Pedale stets für eine gute Anpassung an die aktuellen Bedürfnisse seiner Kunden. So wurde auch der bekannte Looper RC-3, der im üblichen kleinen Gehäuse untergebracht ist, jetzt durch eine aktuellere Version ersetzt, die einige neue Funktionen und Ausstattungsmerkmale bietet, die für viele Musiker eine Bereicherung darstellt. Die Klangqualität wurde mit den neuen 32 Bit AD/DA-Wandler nun nochmals deutlich verbessert und auch die Aufnahmezeit hat sich mit frechen 13 Stunden deutlich gegenüber dem Vorgänger erhöht. Das auffälligste Feature, das sofort ins Auge fällt, ist das neue Display, das den Bedienungskomfort und die Übersicht bedeutend erhöht. Dieses mehrfarbige und hintergrundbeleuchtete LC-Display zeigt den Loop-Status und die Bearbeitungsparameter an. Auch die Drum-Kits wurden deutlich erweitert, was bedeutet, dass ganze sieben verschiedene Drum-Kits und 57 voreingestellte Rhythmen jeweils mit A/B-Variationen eingesetzt werden können. Gehen wir nun etwas mehr in die Tiefe.

BOSS RC-5 – Facts & Features

Wie anzunehmen, wurde die Elektronik des RC-5 Loopers in dem seit vielen Jahrzehnten bekannten Gehäuse untergebracht (Abmessungen (B x T x H): 73 x 129 x 56 mm). Das Pedal bringt das Gewicht von 405 g auf die Waage. Das Gehäuse hat die kräftige rote Farbe seiner Vorgänger beibehalten. Der Looper arbeitet bei Bedarf auch in Stereo und besitzt folgerichtig auch jeweils zwei Ein- und Ausgänge (6,3 mm Klinke). Mit dem Fußtaster wird die Loop gestartet oder er startet den Beginn der Overdubs (record, overdub, play, stop und undo/redo). Bei zweimaligem schnell aufeinander folgendem Betätigen wird die Loop gestoppt und bei längerem Halten wieder gelöscht, um neu in das aktuell gewählte Preset aufnehmen zu können. Das kennen wir auch von den Vorgängern. Neben dem neuen Display können mit dem großen Knopf die Presets aufgerufen bzw. ein Preset gewählt werden, in das die Musik dann aufgenommen wird. Neben dem USB-Anschluss, der ein Überspielen und Abspeichern der Presets in Zusammenarbeit mit einem Computer ermöglicht, ist nun auch ein MIDI In/Out-Anschluss (3,5 mm Mini-Stereoklinke) an Bord, der die Funktionalität enorm erweitern könnte, sofern man diese Option überhaupt nutzen möchte bzw. benötigt. Selbstverständlich treffen wir auch die gewohnte Buchse (Hohlstecker, 5,5 x 2,1 mm, Minuspol innen) an. Die Stromversorgung wäre auch mit einer 9 V Batterie möglich. Da eine Batterie den RC-5 lediglich zwei Stunden am Leben erhalten könnte (was den Betrieb in einer Fußgängerzone möglicherweise einschränkt), ergibt es wenig Sinn, das Pedal ohne ein Netzteil zu betreiben. Ist die Batterie annähernd leer, wird im Display die Meldung „BATTERY LOW“ angezeigt. Diese Anzeige taucht dann gelegentlich immer wieder auf dem Display auf, deswegen entfernt man die Batterie besser gleich aus dem Batteriefach unter der Wippe des Fußtasters.

Zum Üben oder für die Performance stehen 99 Phrasenspeicher bereit, die nach Belieben bestückt werden können. Auch das Sichern und Laden von WAV-Loops über USB ist problemlos mit einem Computer über ein USB Kabel möglich. Einige Funktionen können auch bequem über den Anschluss eines externen Fußschalters, Expression-Pedals oder MIDI gesteuert werden. Die MIDI-Verbindung wird über ein Miniklinkenkabel hergestellt, natürlich könnte man bei Bedarf auch einen Adapter auf den immer noch gängigen fünfpoligen Stecker verwenden, um sich auch mit älteren MIDI-unterstützenden Geräten zu verstehen.

BOSS RC-5 schräg

Der BOSS RC-5, jetzt auch mit gut ablesbarem Display

BOSS RC-5 – Regler

Der große Regler neben dem Display ermöglicht den schnellen Zugriff auf die 99 Presets und die Lautstärke der Loop. Mit den vier Drucktastern Memory, Setup, Rhythm On/Off und Rhythm Tempo gelangt man schnell in die entsprechenden Menüs, um die Einstellungen schnell und intuitiv vornehmen zu können.

Die Funktionen, die mit einem externen Fußschalter (BOSS FS-6 o. ä.) ferngesteuert werden können, sind zuweisbar. Das folgende Video demonstriert eindrucksvoll die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten des Pedals:

BOSS RC-5 – Sound

Spielt man eine neue Loop ein, zeigt das Display schön den Verlauf des Taktes (der Takte) an. Die Viertel springen von einem zum nächsten „Viertel-Kästchen“, man hat also optisch immer einen guten Überblick über den Verlauf und die Länge des eingespielten Loops. Das Display ist sicherlich ein wunderbares neues Feature, das die Arbeit enorm erleichtert.

BOSS RC-5 Stirn

Jetzt auch mit MIDI-Anbindung

Zum Üben ist ein komfortables Looper-Pedal natürlich das ideale Tool. Im folgenden Klangbeispiel hört man zunächst zwei sich abwechselnde Akkorde, später improvisierte ich einige Linien darüber.

Auch für eine Live-Performance ist das kleine neue Looper-Pedal ein extrem wirkungsvolles Werkzeug mit unzähligen Möglichkeiten. Ist die Bedienung (auch unter Zuhilfenahme eines externen Fußschalters) erst einmal in Fleisch und Blut übergegangen, kann man mit dem RC-5 sicherlich enorm beeindrucken.

Die Klangbeispiele wurden mit folgendem Equipment aufgenommen:

PRS Custom 24 – BOSS RC-5 – Peavey Classic 20 MH – MESA/Boogie 1 x 12″ Thiele Box mit Creamback Celestion Lautsprecher – Shure SM57 – Apogee Duett – Mac mit Logic (etwas Hall bzw. Delay hinzugefügt).

Fazit

Der BOSS-RC-5 stellt sicherlich eine Weiterentwicklung zum Vorgänger RC-3 da. Die verbesserte Klangqualität, die deutlich erhöhte Aufnahmezeit, kombiniert mit der MIDI-Funktionalität, den neuen Drumsounds und dem Display, machen den BOSS-RC-5 sicherlich noch interessanter für Gitarristen, die gerade diese neuen Features bei den Vorgängermodellen vermisst haben.

Plus

  • 32 Bit Prozessor
  • 13 Std. Aufnahmezeit
  • Display
  • neue Drumkits
  • intuitive Bedienung

Preis

  • 190,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Haurein  

    Sorry, aber das ist jetzt nicht euer Ernst solch einen kurzen hingeschmissenen Text als „Test“ zu bezeichnen. Der Autor hat quasi die Bedienungsanleitung interpretiert und zweifele ob das Gerät überhaupt physisch anwesend war.

    Keine Erklärung der Drum-Abteilung, die immerhin 50% des Geräts ausmacht. Die interessante Frage, ob man das RC-5 auch ohne Looper ähnlich wie ein Singular Beatbuddy zum halben Preis nutzen kann wurde nicht gestellt geschweige denn beantwortet.

    Ich bin enttäuscht.

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