ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Workshop: Hologram Electronics Microcosm, Effektpedal

Ambient-Sounds für Gitarre und Synthesizer

22. August 2023

Hologram Electronics Microcosm Effektpedal

ANZEIGE

Was macht das Hologram Electronics?

Wenn man perfekte Ambient-Sounds erzeugen möchte, kommt man an dem Microcosm von Hologram Electronics wohl kaum vorbei. Einen ausführlichen Test des ungewöhnlichen Pedals hat Christian hier bereits für euch gemacht, aber heute möchte ich ein paar Überlegungen zum Aufbau eines Parts für Ambient-Musik teilen.

Vorab zunächst eine kurze Anmerkung zu den erfolgten Updates. In der ersten Firmware gab es teilweise Probleme mit der Effektlautstärke und dem Tracking. Drehte man das Mix-Poti voll auf, blieb das Effektsignal trotzdem noch sehr leise. Ein passendes Mischverhältnis war in manchen Settings daher bisweilen schwierig und der Effekt blieb oft etwas im Hintergrund. Dies wurde im Firmware-Update behoben und das Effektsignal ist jetzt um einiges lauter. Das ist wirklich gut gelungen und dürfte damit alle kritischen Stimmen verstummen lassen. Das Tracking ist ebenfalls sehr gut und reagiert ausgezeichnet auf das Gitarrensignal im „Instrument Level Setting“ und auf Synthesizer-Sounds im Line-Level.

Das optisch sehr schöne Pedal ist vorbildlich beschriftet und logisch aufgebaut, aber trotzdem braucht es etwas Übung, um es für sich nutzen zu können. Ich habe für mich verschiedene Vorgehensweisen bei der Nutzung des Microcosm gefunden und möchte diese hier vorstellen. Der Looper spielt dabei eine entscheidende Rolle, um einen sphärischen Sound zu erzeugen.

Der Looper als Melodie-Part

Ich mag es sehr gerne, wenn für Ambient-Sounds eine verspielte, anscheined zufällige Melodie geloopt wird, zu der man dann nach Belieben Akkorde spielen kann. Dementsprechend möchte ich zunächst eine verspielte Tonfolge aufnehmen. Um den Loop sinnvoll nutzen zu können, aktiviere ich die Quantisierung und tappe eine gewünschte Geschwindigkeit ein. Auf diese Weise wird der Loop automatisch auf eine Länge gekürzt, die für den genutzten Effekt passend ist. Nun deaktiviere ich beim Loop die „Pre-FX“-Option, um die Effekte gleich mit aufzunehmen.

Hologram Electronics Microcosm

Ich nutze für die Melodien gerne erst einmal ein einfaches Delay aus der Multidelay-Kategorie und natürlich füge ich noch ein wenig des internen Reverbs hinzu, um die in meinen Augen benötigte Klangtiefe zu erzeugen. Mit diesem Sound nehme ich dann den ersten Loop auf, der zunächst aus möglichst wenigen Tönen besteht. Wichtig ist hier natürlich, dass die Töne zu sämtlichen Akkorden passen, die ich später spielen möchte. Also wähle ich die Sekunde, die Terz und die Quinte der entsprechenden Tonleiter. Dieser Loop klingt zwar schon gut, ist aber noch recht unspektakulär. Jetzt kommen daher die Pitch-Funktion des Loopers und die Reverse-Funktion ins Spiel. Wenn bei der Geschwindigkeit des Microcosm die Subdivisions angewählt sind, kann durch das Halten des „Shift“-Tasters mit dem „Time“-Poti die Geschwindigkeit verdoppelt oder halbiert und damit natürlich auch die Tonhöhe hoch oder runter oktaviert werden. Jetzt lassen ich den Loop noch rückwärts abspielen, indem ich den „Reverse“-Taster drücke und nehme durch erneutes Drücken des „Record“-Tasters ein Overdub auf, das ebenfalls nur aus kleinen Fragmenten besteht. Jetzt kann ich den Looper wieder auf die ursprüngliche Geschwindigkeit zurückstellen, ihn aber trotzdem noch rückwärts laufen lassen und habe spielend leicht unterschiedliche Tonhöhen und Abspielrichtungen erzeugt. Das kann natürlich beliebig oft und in beliebiger Richtung fortgeführt werden. Und genauso könnte es auch klingen: endlos, schwerelos und verspielt. Natürlich wäre es möglich, auch hier bereits einen Granular- oder Micro- Loop-Effekt mit aufzunehmen, da man für jedes Overdub einen anderen Effekt mit aufnehmen könnte, aber das für mein Empfinden wäre eine solche Klangkonstruktion dann schon zu extrem.

ANZEIGE

Wenn ich mit meinem Loop, der aus vielen einzelnen Tonfragmenten besteht, zufrieden bin, platziere ich den Looper wieder vor den Effektgeräten, um ihn beim Abspielen durch weitere Effekte schicken zu können. Das geht ganz simpel über die „Pre-FX“-Funktion des Microcosm. Wenn ich dann beispielsweise einen Klang erzeugen möchte, der etwas aufgeräumter ist, aktiviere ich den „Looper Only“-Modus. Die Modulation, der wunderbare Hall und das Filter bleiben bei dieser Einstellung weiterhin aktiv. Mit dem Filter können zu scharfe Höhen der hochoktavierten Töne abgemildert und der Klang somit zusätzlich an die eigenen Vorstellungen angepasst werden.

Die Modulation des Hologram Electronics Microcosm ist über die „Shift“-Taster als zweite Funktion des „Shape“ und „Repeats“-Poti in seiner Tiefe und Geschwindigkeit einstellbar. Zum Glück sind diese Funktionen beschriftet, so dass man es sich nicht merken muss. Mit einer geringen „Depth“ und höherer Modulationsgeschwindigkeit könnte nun ein Vibrato-Effekt auf das Signal gelegt werden oder mit langsamer „Frequency“ und einer etwas höheren Modulationstiefe ein tiefer Chorus. Das klingt wunderbar. Das Mischverhältnis wird jetzt mit dem „Mix“-Regler und dem Loop Level eingepegelt. Den Loop blende ich etwas in den Hintergrund und den „Mix“-Regler stelle ich auf etwa 3.00 Uhr. So ist das Effektsignal immer etwas präsenter, als das live gespielte Gitarrensignal. Je nach bereits vorhandener Klangdichte des Loops könnte jetzt zum Beispiel der Glide-Effekt des Micro-Loops für tolle fließende Übergänge sorgen. Mit einem langsamen „Glide“ und relativ moderaten Wiederholungen kann damit der Sound geformt werden. Den Hall stelle ich gerne auf mindestens 1.00 Uhr mit maximaler Reverb-Zeit. So wird das Signal nicht nur breiter im Stereosignal, sondern es werden auch alle Sounds miteinander verschmolzen. Und schon habe ich eine wunderbare Melodie im Hintergrund, während ich ein paar dezente Akkorde dazu spiele. Ein Beispiel dazu habe ich euch hier aufgenommen.

Der Looper als Akkord-Begleitung

Da der Looper mit seiner 60-sekündigen Aufnahmezeit ausreichend Zeit bietet, um einige Akkordwechsel aufzunehmen, könnte man das Prinzip auch umdrehen und mit Hilfe der Akkorde den Grundklang und Klangteppich formen, zu dem man dann einige Melodie-Parts spielt. Hierfür gefällt mir die Glitch-Sektion am besten. „Blocks“ kann beispielsweise genutzt werden, um den gespielten Akkorden die nötige Klangfülle hinzuzufügen. Den Looper quantisiere ich natürlich wieder, um ihn an die Effekte anzupassen. Dann nehme ich meine Akkorde zusammen mit einem Glitch-Effekt und etwas Reverb auf. Wenn der aufgenommene Effekt im Reverse-Mode, durch das Drücken des Selektor-Tasters, gespielt wird, wird der Klang noch flächiger. Der Hall fügt alles zu einer Klangeinheit zusammen.

Den Akkord-Loop spiele ich in halber Geschwindigkeit ab, um ihm noch mehr Wucht zu verleihen. Er bekommt seinen Ambient-Charakter durch das langsame Spiel und dadurch, dass auch er wieder eine Oktave nach unten transponiert wird. Das alleine klingt schon so, als hätte Sigur Ros einen regnerischen Tag in Island erlebt. Für diese Option finde ich es spannend, wenn man zum erstellten Loop durch weitere Effekte des Microcosm spielt und den „Mix“-Regler ganz aufdreht. Dann wird das unbearbeitete Signal komplett ausgeblendet und nur das Effektsignal ausgegeben. Besonders mit Reverse-Effekten klingt das ausgezeichnet. Auch hier stelle ich das „Space“-Poti wieder recht hoch ein, um ein Stereosignal mit viel Reverb zu erhalten.

Alleine mit diesen beiden bereits genannten Vorgehensweisen kann man Stunden verbringen und unzählige Sounds erzeugen. Die einzelnen Modi der Effekte des Hologram Electronics Microcosm bieten ja auch selbst die Möglichkeit, die Wiederholungen in einer höheren oder tieferen Oktave wiederzugeben. Hier würde ich eine Variante auswählen, die dem jeweiligen Loop klanglich nicht zu sehr ähnelt. Wenn also der Loop hauptsächlich in Half-Speed abgespielt wird und damit die tiefe Oktave und Frequenzen bedient, würde ich eher eine Effekt-Variante wählen, die höhere Oktaven spielt. Wenn das bisherige Klangbild schon recht prominent ist, könnte jeweils die Reverse-Variante des Effekts gewählt werden. So wird das Attack der Töne etwas reduziert und der Gesamtsound wird flächiger. Der Experimentierfreude sind natürlich keine Grenzen gesetzt und gerade die Verbindung von Effekten und Looper machen diesen Microcosm derart interessant.

Das Hologram Electronics Microcosm bietet zahlreiche Möglichkeiten, um tolle Ambient-Sounds zu erzeugen. Mit dem zusätzlichen Reverb-Effekt verschmelzen die Sounds zu einem Klanggefilde und mit den unterschiedlichen Effekten, die man gerne auch rückwärts einsetzen kann, können spannende Texturen für jedes neu eingespielte Overdub hinzugefügt werden. In einem Stereo-Setup kommt der Hall richtig gut zur Geltung und wenn die Hintergrund-Sounds beizeiten etwas zu präsent werden sollten, können sie mit dem Filter in den Hintergrund geregelt werden. Das „Shape“-Poti spielt übrigens für die Effektformung eine entscheidende Rolle, da hiermit unterschiedliche Varianten von Attack und Release eingestellt werden können. Dreht man den „Mix“-Regler ganz auf, so hört man nur das Effektsignal und die Sounds werden noch flächiger und verspielter. Mit diesen Zutaten kann man mit dem Hologram Electronics Microcosm ganz wunderbare Soundscapes und Klangteppiche erzeugen.

Und hier noch ein paar Piano- und Synth-Sounds:

ANZEIGE
Fazit

Ambient-Sounds zu erzeugen, ist mit dem richtigen Pedal eigentlich ganz einfach und das Hologram Electronics Microcosm spielt hier ganz oben mit. Kein anderes Pedal kann derart flächige Sounds erzeugen und aus einer Gitarre einen dermaßen großen Ambient-Sound erzeugen. Es macht Spaß, mit dem Looper und den Effekten zu spielen und hiermit nach und nach den gewünschten Sound aufzubauen. Und wenn das Ergebnis noch nicht sphärisch genug ist, kann der Looper ja immer noch in halber Geschwindigkeit abgespielt werden und damit das Ergebnis noch düsterer und klanglich breiter machen. Wenn man auf gute Ambient-Sounds steht, lohnt sich auf jeden Fall, den Microcosm mal zu testen.

ANZEIGE
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    komabot

    Nur eine allgemeine Frage um die eigene Wahrnehmung zu überprüfen :
    Der Dienstag scheint „Gitarrentag“ zu sein.
    Samstags gibt es „Vintage“.
    …passt das so in etwa?

    • Profilbild
      Dimitri RED

      @komabot – ganz genau so ist es. Dienstag und Sonntag kommen regelmäßig Artikel aus unserer Redaktion, während Samstag Lothar Trampert euch mit Vintage Stories zum Thema Gitarren versorgt.

    • Profilbild
      herw RED

      @komabot – Der Mittwoch gehört den Keyboardern, aber auch mal der Sonntag und … Mir fällt in letzter Zeit auf, dass die Schreiber unter den Gitarristen wohl aktiver sind. Das liegt vielleicht auch daran, dass es zum Thema Gitarre zusätzlich eine unerschöpflich erscheinende Reichhaltigkeit an Effekttretern, Verstärkern, Kabeln, also Zubehör gibt. Die Themen bleiben inhaltlich konzentriert, was ein Vorteil ist. Als engefleischter Keyboarder lese ich aber auch ab und zu Gitarrenartikel; manchmal ergeben sich auch Einsichten, die ich ebenfalls verwerten kann. Ein Keyboard zu beschreiben oder gar zu testen, artet dagegen immer in einen umfangreichen Artikel aus. Eine Gitarre hat halt nur sechs Saiten. 🎹😈🎸

  2. Profilbild
    herw RED

    @DelayDude: Sehr interessante Klangbeispiele! Eigentlich verschwindet die Grenze zwischen Synthesizer und Gitarre durch diese Art Effektgerät immer mehr.
    459$ sind aber auch ein stolzer Preis.

    • Profilbild
      DelayDude RED

      @herw Hi herw,

      da stimme ich dir absolut zu: Die Grenzen sind mittlerweile fließend und die Möglichkeiten damit schier unendlich. Die Kombination aus Hall, Looper und Effekten kann ja bereits das eine oder andere Pedalboard ersetzen.

      Und was den Preis angeht: den zahlen wir Gitarristen gerne, um auch mal so klingen zu können, wie die Keyboarder 😉

      • Profilbild
        herw RED

        @DelayDude … und die Keyboarder investieren in Gitarrenemulationen. Allerdings ist deren Spielweise und -wiese nicht so einfach nachzuahmen, da man den Tonumfang von Gitarrenakkorden und deren Spreizung und natürlich auch die verschiedenen Klangfarben beachten muss.
        Aber ein wenig mehr Blick und Verständnis für die andere Seite erweitert den musikalischen Hintergrund, eine Wollmilchsau ist aber nicht das Ziel.
        In diesem Artikel wird eine wirkliche Schnittmenge beider Instrumentenarten aufgezeigt.

  3. Profilbild
    SINUS

    Frage:

    kann der microcosm überzeugenden room hall, in der qualität eines empress reverb oder oto bam?

    der big sky kann das nicht und das wäre für mich ausschlaggebend.

    • Profilbild
      Koala

      @SINUS Kurze Antwort: Nein

      Längere Antwort: Das Reverb liegt hinter der Granular-Engine und verhallt diese, so dass es kaum möglich ist, den Microcosm nur für Hall zu nutzen. Maximal mit einem Trick, nämlich der Nutzung der Multidelay/Pattern-Algorithmen mit extrem kurzer Delay-Zeit, könnte man den Hall alleine nutzbar machen, aber qualitativ kann das weder mit einem Big Sky oder Empress mithalten. OTO BAM klingt auch ziemlich anders. Das Reverb im Microcosm ist auch mehr zur Diffusion der Granuar-Effekte gedacht und nicht zur alleinigen Nutzung.

      • Profilbild
        DelayDude RED

        @Koala Der Reverb ist einzeln nutzbar. Man kann den Looper only Modus aktivieren. Dieser deaktiviert die Granular Engine und es bleibt noch der Hall, das Filter und die Modulation (einzustellen mit Speed und Depth) nutzbar. 🎸

        • Profilbild
          Koala

          @DelayDude Ja Du hast recht und daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Das wäre sicherlich eine noch bessere Möglichkeit das Reverb alleine nutzen zu können, aber trotzdem kann das nicht mit den o.g. Geräten mithalten. Muss es ja auch gar nicht.

    • Profilbild
      DelayDude RED

      @SINUS Das werde ich gleich nochmal ausprobieren und dir dann ein Feedback geben. Die Settings des Reverbs vom Microcosm umfasst: bright room, dark medium, large hall und ambient. Da ich mich spontan in den large hall und ambient verliebt hatte, habe ich den bright room bisher noch nicht so oft genutzt. Aber ich melde mich zurück, sobald ich ihn nochmal angespielt habe. Als Referenz habe ich gerade das Ventris hier.

    • Profilbild
      DelayDude RED

      @SINUS So, ich habe mir den bright room jetzt nochmal separat angehört. Er klingt meiner Meinung nach richtig gut, hat 2-3 Reflektionen und klingt, wie der Name bright schon sagt, sehr klar. Mit dem Filterpoti kann er aber auch noch etwas dunkler eingestellt werden. Das Space Poti dient als Mix (das Mix Poti des Microcosm habe ich ganz aufgedreht und den Looper Modus im Looper only gewählt). Mit Depth und Speed könnte dem Hall noch etwas Modulation hinzugefügt werden. Er klingt natürlich, klar und frisch und mir gefällt er richtig gut. Sicherlich haben andere, reine Reverb Pedale, mehr Einstellmöglichkeiten, aber wenn´s gut klingt, dann reichen mir auch Mix, Tone und Modulation. 🤩

      Spannend ist auch noch, dass der Microcosm einen sehr guten Flanger abgibt, wenn man das Mix Poti dann auf 12 Uhr stellt und etwas mit der Modulation spielt. 😮🎸

      • Profilbild
        SINUS

        @DelayDude https://m.youtube.com/watch?v=slHPRKEwf8Q&t=125s&pp=ygUQUmV2ZXJiIGRydW1zIGJhbQ%3D%3D

        vielen dank für die mühe. vielleicht hätte ich es besser beschreiben sollen.
        oben ist ein link und es fängt direkt mit drum beispielen an. Alle drei bekommen das super hin. Am liebsten ist mir der bam und das ganz teure ding.
        der strymon kann das leider nicht so realistisch, in dieser qualität. sonst würde ich nicht noch nach einem 2. Reverb ausschau halten.

        https://m.youtube.com/watch?v=wy7AnIqvWEg&t=522s

        hier bei 8:08 hört man den sky mit drums.

        kann der microcosm mit bam, golden reverb und dem anderen im ersten video mithalten?
        dann wäre das geld nicht nur in reverb investiert.

        den microcosm gibt es nirgends, da muss ich jemandem vertrauen bevor ich bestelle. video gibt es keins.

        wäre sehr nett, nochmal ein statement dazu zu hören.

        danke.

        • Profilbild
          Koala

          @SINUS Bin nicht Dimitri, aber ich habe mir das Reverb von meinem Microcosm heute mal alleine angehört. Ich muss zugeben, dass ich das bisher nie wirklich genutzt habe, da ich keinen Bedarf hatte.

          Es bleibt natürlich Geschmacksache, aber ich bin nicht der Meinung dass das Reverb des Microcosm mit den von Dir genannten Geräten auch nur annähernd mithalten kann. Da klingt schon ein billiges Lexicon MX200 vom Gebrauchtmarkt besser. Als Notbehelf wenn man nichts hat, ist das ok, aber mehr auch nicht. Dafür wofür es eigentlich gedacht ist, nämlich die Granulat-Engine diffuser zu machen macht das Reverb einen Super-Job, aber als allein nutzbares Reverb fände ich es nicht gut genug. Ist natürlich nur meine persönliche Meinung.

        • Profilbild
          DelayDude RED

          @SINUS Ich habe das gerade nochmal mit Drums ausprobiert. Als reinen Reverb für Drums würde ich das Microcosm wohl nicht kaufen. Es hat ein nicht verstellbares Pre-Delay und gerade bei Drums muss man ein Reverb ja schon recht präzise einstellen können. Für mich war der Hall des Microcosm für Drums immer etwas zu „wummerig“. Da er ja hauptsächlich für flächige Sounds gedacht ist, auch verständlich. Also wenn du ein Reverb Pedal mit zusätzlichen Extras suchst, ist das Microcosm wohl leider nicht das richtige. Es ist eher eine Ambient Maschine mit Reverb.

  4. Profilbild
    Organist007 AHU

    Cosmos von SOMA ist noch teurer, aber auch einfacher und übersichtlicher zu bedienen.
    Ein vergleich zwischen den beiden wäre interessant.
    ich verwende die Software mit der looper -funktion.

    • Profilbild
      DelayDude RED

      @Organist007 Oh, das stimmt. Ein Vergleich zwischen den beiden Geräte wäre absolut interessant! Danke für die Anregung.
      Ich persönlich finde den Microcosm aber schon sehr einfach und übersichtlich zu bedienen. Alle Doppelfunktionen der Potis sind ja gut beschriftet. Lediglich bei den Presets muss man sich merken, welcher Slot welche Variante erzeugt. Da hast du schon recht.
      Ich selbst finde den Microcosm so inspirierend, dass er aktuell mein gesamtes Pedalboard ersetzt hat. Zumindest erstmal … 😁

    • Profilbild
      Koala

      @Organist007 Ich habe beide und sicherlich gibt es auch Überschneidungen, aber im Prinzip sind die schon recht verschieden. Die beiden Namen Microcosm und Cosm(os) beschreiben durchaus den Unterschied. Das Microcosm integriere ich auch eher als Effekt in mein Spielen (mit Saiten), während ich das Cosmos für etwas länger angelegte Loops, Pads, Drones nutze, die im Hintergrund laufen können. Klar könnte man auch den Looper vom Microcosm nutzen, aber der funktioniert ja eher so klassisch und damit kommt man nicht zu den Ergebnissen des Cosmos. Beides zusammen macht ist also durchaus sinnvoll oder eben das aussuchen was eher gewünscht ist.

      Das Microcosm ist da IMHO deutlich vielseitiger. Es lässt sich ja auch richtig als Effekt nutzen (sei es als Filter, Chorus/Vibrato, Delay und eben auch zur Not mal Reverb), was beim Cosmos weniger oder gar nicht möglich wäre, wobei ich hauptsächlich die ursprüngliche Firmware nutze und nicht die rhythmische, wo es auch diese Pitch-Effekte gibt (die mir aber nicht sonderlich gefallen)

  5. Profilbild
    ollo AHU

    Im Ersten Soundbeispiel ist bei 0:35 wohl irgendwas schiefgelaufen! Könnte für jemanden, der das mit Kopfhörern hört unangenehm werden.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Politische Inhalte und Statements werden durch die Redaktion gelöscht.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
X
ANZEIGE X