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Test: Bastl Instruments Bestie, 5-Kanal-Stereo-Mixer

Ein Mini-Mischpult der Extraklasse

10. Juli 2023
Bastl Instruments Bestie

Bastl Instruments Bestie, 5-Kanal-Stereo-Mixer

Der Bastl Instruments Bestie ist ein sehr kompakter und vollkommen analoger 5-Kanal-Stereo-Mixer. Dieses kleine Mischpult verfügt über einen Stereo-Signalweg und ein paar spannende Extras und ist es absolut Wert, einmal ausgiebig getestet zu werden. Gerade für ein kompaktes Setup ist es ideal und eignet sich sowohl für ein mobiles Setup als auch im Studio. Bereits der Vorgänger des Bestie, der Bastl Instruments Dude, war und ist nicht ohne Grund sehr beliebt und ich vermute, dass auch dieses wirklich kompakte Sound-Tool an den Erfolg anknüpfen kann. Schauen wir uns die kleine Bestie also mal genauer an.

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Bastl Instruments Bestie: Gehäuse, Potis und Buchsen

Mit ihren Maßen 10,1 x 6,9 x 5,1 cm ist der Bastl Bestie einer der kompaktesten Mixer, die ich je gesehen habe. Das robuste Gehäuse besteht aus gebogenem Stahl, ist ca. 1 mm dick und mattschwarz lackiert. Ohne Batterien wiegt das Mischpult ungefähr 270 g und kommt mit den vier Akkus auf leichte 380 g. Vier matte Schrauben halten Oberseite und Unterseite des Mixers zusammen.

An der Vorderseite findet man die 3,5 mm TRS-Klinkenstecker für das eingehende Audiosignal. Sollte man Geräte mit einem 6,3 mm TRS-Stecker anschließen wollen, benötigt man entsprechende Adapter. Die Buchsen sind nicht mit dem Gehäuse verschraubt, aber sie wurden bündig eingelassen und machen einen robusten Eindruck. Sie greifen kraftvoll und halten den jeweiligen Klinkenstecker fest. Die Kanäle 1 und 5 haben dabei jeweils einen Stereo- und einen Monoeingang. Kanal 2 und 4 bieten je einen Stereoeingang und der Kanal 3 verfügt über einen Stereoeingang mit internem Feedbackloop, auf den ich später noch genauer eingehen werde. Die weißen Markierungen an den Eingangsbuchsen sind gut ablesbar und erklären die Funktionen der einzelnen Kanäle optimal.

Auf der Gehäuseoberseite befinden sich fünf Potis, über die sich die Lautstärke der einzelnen Kanäle regeln lässt. Die Potis sind mit dem Gehäuse verschraubt und haben eine robuste Kappe aus Metall. Diese ist schwarz, verfügt über eine weiße Markierung für eine bessere Ablesbarkeit und die geriffelte Oberfläche sorgt für einen guten Grip. Ein sechstes Poti, das von einem optisch ansprechenden Kopfhörersymbol umgeben ist, regelt die Lautstärke des Kopfhörers. Alle Potis haben mit 12 mm einen ausreichenden Abstand zueinander, so dass sie gut geregelt werden können und bieten beim Justieren einen angenehmen Widerstand.
Bast Instruments Bestie

Über fünf schwarze Drucktaster aus Kunststoff, die sich unterhalb der jeweiligen Volume-Potis befinden, kann das Signal stummgeschaltet werden, während der Status jedes Kanals jeweils über eine kleine weiße LED oberhalb dieser Taster angezeigt wird. Eine weitere weiße LED unterhalb des Logos zeigt an, ob der 5-Kanal-Stereo-Mixer eingeschaltet ist. Ein zusätzlicher Drucktaster neben dem Lautstärke-Poti für den Kopfhörer schaltet den Kopfhörerausgang vor oder hinter den Mute-Tastern.

Bast Instruments Bestie

Weiße Nummerierungen ordnen die fünf Kanäle und eine ebenfalls weiße Zeichnung zwischen den Tastern und den Potis veranschaulicht die entsprechende Zuordnung. Die Potis sind außerdem mit den Symbolen von -∞ am Linksanschlag, einer kleinen Einkerbung in der 12-Uhr-Stellung sowie einem +20 dB am Rechtsanschlag gekennzeichnet. Das Signal kann dementsprechend mit bis zu 20 dB geboostet werden.

An der Stirnseite finden wir den Stereo-Mix-Out, einen Kopfhörerausgang, einen kleinen Schiebeschalter, mit dem das Mischpult an- beziehungsweise ausgeschaltet werden kann sowie einen USB-C-Anschluss für die externe Stromversorgung. Der An-/Ausschalter ragt etwas über die Gehäusekante hinaus, aber solange beim Transport nichts darauf fällt, sollte er den Anforderungen des Lebens eigentlich standhalten.

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Bast Instruments Bestie
Die Unterseite des Bastl Instrument Bestie überrascht erst einmal, da man hier in ein offenes Batteriefach schaut. Die Batterien lassen sich auf diese Weise schnell und einfach wechseln.

Um die Befürchtung gleich vorwegzunehmen: Da die Federn der Batteriehalterung fest zugreifen und die beiden Außenkanten der aus Weichplastik hergestellten Batteriehalterung leicht nach innen gebogen sind, fallen die Batterien nicht heraus, auch nicht beim Transport und auch nicht beim Schütteln. Ich habe den offiziellen „Ich renne zur U-Bahn und schüttle meinen Mixer“-Test gemacht. Ob der Verzicht auf die Klappe nun ein Vorteil ist, weil Batterieklappen ja ohnehin die Angewohnheit haben, irgendwann einfach auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden oder vielleicht doch ein Nachteil, weil sich hier auch gerne mal Staub und Dreck sammeln, sei dahingestellt.

Die Batteriehalterung ist für vier AA-Batterien vorgesehen und arbeitet somit mit 6 V. Da eine Versorgung per USB möglich ist, ging ich davon aus, dass die Spannung intern auf 5 Volt reduziert wird und ein Blick in die Gebrauchsanweisung bestätigte diese Vermutung später dann auch. Hier ist zudem auch nachzulesen, dass der Bestie 90 mA verbraucht. Im Betrieb mit Kopfhörern steigt der Verbrauch dann auf bis zu 200 mA. Die gesamte Batteriehalterung wird von zwei Kreuzschlitzschrauben gehalten. Warum ich das extra erwähne, erfährst du später im Text, denn diese Schrauben öffnen den Weg zu einigen spannenden Features im Inneren des Bastl Instruments Bestie.

Bast Instruments Bestie

Der kleine 5-Kanal-Stereo-Mixer hat eine Eingangsimpedanz von 22 kOhm und eine Output-Impedanz von 100 Ohm. Es können Kopfhörer mit einer Impedanz von 8-250 Ohm angeschlossen werden.

Dem Bastl Instruments Bestie liegen im Lieferumfang vier schwarze Klebefüße bei, die für einen sicheren und rutschfesten Stand sorgen. Geliefert wird die Bestie in einem schlichten, weißen Pappkarton, eingewickelt in dünnen Stoff und es liegen zwei Aufkleber bei. Einer von ihnen hat exakt die Maße des Bestie und wer das Batteriefach nicht benötigt und verschließen möchte, könnte diesen Sticker nutzen, um den Bestie von unten zu verschließen. Nach dem x-ten Batteriewechsel hält er dann vielleicht auch nicht mehr so richtig, aber man kann das Gerät ja auch durchaus ohne Batterien betreiben. Eine Visitenkarte mit der URL der Gebrauchsanweisung und dem Dank für das Helfen bei der Vermeidung von Abfall (weil das Handbuch nicht ausgedruckt ist) ist auch mit dabei.

Der Bastl Instruments Bestie 5-Kanal-Stereo-Mixer in der Praxis

Widmen wir uns erst einmal den Basics, bevor wir die Besonderheiten des Bestie näher betrachten. Also schließen wir den kleinen Mixer an einen USB-C-Anschluss an oder bestücken ihn mit vier AA-Batterien und schalten den kleinen Power-Schalter auf On. Siehe da, die kleine LED erleuchtet.

Übrigens: Sollten sich Batterien in dem Mixer befinden, während er mit einem USB -Anschluss verbunden ist, wird er lediglich über die USB-Verbindung mit Strom versorgt, die Batterien werden, wenn es Akkus sind, nicht geladen.

Die Standard-Funktionen des Mixers

Die 3,5 mm TRS-Buchsen bieten genügend Platz, um unterschiedliche Steckertypen anzuschließen. Viele kompakte Synthesizer haben mittlerweile einen 3,5 mm TRS-Anschluss und daher ist es sehr praktisch, dass diese ohne Adapter mit dem Bestie verbunden werden können. An den Anschlüssen für Kanal 2, 3, und 4 ist nur ein Stereoanschluss vorhanden. Die Kanäle 1 und 5 haben durch ihre Buchsen für Stereo und Mono mehrere Zuweisungsmöglichkeiten.

Bast Instruments Bestie

Natürlich kann wie bei den anderen Kanälen auch hier ein Stereostecker an die Stereobuchse angeschlossen werden. Schließt man lediglich einen Monostecker an der jeweils rechten Buchse an, wird dieses Signal jeweils links und rechts als Monosignal ausgegeben. Mit einem Monosignal am linken und einem Monosignal am rechten Eingang kann der Kanal als Stereokanal mit zwei separaten Monosteckern genutzt werden. Daher ist der Bastl Instruments Bestie trotz seiner kompakten Maße sehr flexibel einsetzbar.

Mit den Level-Potis lässt sich die Lautstärke sehr gut regeln. Bei einer komplett heruntergeregelten Einstellung bis zur 12 Uhr Stellung bleibt das Signal sauber und klar. Der Bastl Instruments Bestie macht hier eine gute Figur. In der 12 Uhr Stellung entspricht die Lautstärke dem Input, aber das Signal kann auch bis zu 20 dB, also um das Zehnfache, verstärkt werden. Dann wird der OpAmp, der NE5532 ICs verwendet, schön in die Sättigung gefahren und das Signal verändert sich im Klangcharakter. Verstärkt man das Signal noch mehr, interagieren die einzelnen Kanäle sehr schön miteinander.

Mit den kleinen Tastern lassen sich die Kanäle stummschalten und über den Kopfhörerausgang, der über den kleinen Taster für Pre und Post verfügt, können diese stummgeschalteten Kanäle abgehört werden, bevor man sie aktiviert. So lassen sich Sounds wunderbar einstellen und abstimmen, bevor sie Teil des Songs werden. Möchte man in seiner Performance kreativ sein, kann dieser Schalter natürlich auch als Killswitch genutzt werden. Denn der Bastl Instruments Bestie Mixer ist für die Performance gedacht. Drückt man den Taster nur leicht, lassen sich auch herrliche Stutter-Effekte erzeugen.

Die Magie des dritten Kanals des Bastl Instruments Bestie

Der dritte Kanal birgt die erste Besonderheit des kleinen Stereo-Mixers. Es handelt sich um einen sogenannten Feedback-Kanal und der hat es in sich. Hat man eine Signalquelle an diesen Kanal angeschlossen, so agiert er als normaler Audiokanal. Ist kein TRS-Stecker angeschlossen, ist der Ausgang direkt dem Eingang zugeordnet, der nun den Sound der anderen Kanäle beeinflusst, sofern der Kanal 3 nicht stummgeschaltet ist. Man spricht dann auch vom sogenannten „No-Input Mixing“, das generell genutzt werden kann, um mit EQ und Gain Sounds zu erzeugen. Ist der Lautstärkeregler unterhalb von 12 Uhr eingestellt, fügt der Kanal dem Gesamtsound Gain und Distortion hinzu. Von einer leichten Sättigung bis zu schmutzigen Sounds ist die Regelung hier stufenlos perfekt möglich. Oberhalb von 0 dB beginnt der Kanal zu oszillieren.

Zuerst mit ganz hohen Frequenzen, die, je weiter das Volume aufgedreht wird, immer tiefer werden, bis das Signal in der maximalen Volume-Stellung eine Art Tremolo-Effekt erzeugt. Durch die Verzerrung und den begrenzten Headroom ergibt sich eine Art Ducking-Effekt, wie man ihn von der Kompression her kennt. Gerade in Verbindung mit Drums können hier wirklich tolle Effekte erzeugt werden. Dann sacken die anderen zum Beispiel bei jedem neuen Hit ein und werden verschluckt. Die Instrumente kämpfen gegeneinander um die Dominanz im Mix. Dies kennt man auch schon vom Bastl Instruments Dude und es ist eine wirklich effektive Art, um die Sounds zu bearbeiten. Auch ganz ohne EQ, denn allein schon durch die leichte Sättigung im angezerrten Bereich werden die Höhen etwas gekappt und die Mitten prägnanter. Von leichter Sättigung bis zur totalen Zerstörung, wie man sie gerne auch bei einem Outro nutzt, ist hier alles möglich und man ist geneigt, mit diesen Möglichkeiten zu spielen.

Generell finde ich einen Mix immer klanglich interessanter, wenn eine leichte Distortion im Spiel ist. Digitale Sounds werden punchiger und der Gesamtmix bekommt eine gewisse analoge Wärme. Obertöne werden hervorgehoben und der Mix fügt sich besser zusammen. Bereits mit den alten Tape-Recordern wurde mit Verzerrung und Bandsättigung als klangformende Elemente gespielt. Es ist erstaunlich, wie gut die kleine Bestie dies umsetzen kann. Wie zuvor erwähnt, kann die Bestie aber auch zahm und clean lediglich als Summierer agieren. Aber richtig musikalisch wird es mit dem Feedback-Loop.

Auch kann es spannend sein, den Bastl Instruments Bestie als Stereo-Verzerrer zu nutzen. Diese Art von Verzerrern findet man ja doch eher selten und so bietet sich der kleine Stereo-Mixer definitiv für komplexe verzerrte Sounds an. Man könnte dann auch noch einen Auto-Pan-Effekt oder Modulationseffekte, wie Chorus oder Phaser, vor die Bestie schalten.

Am Ausgang liegt das Signal aller Kanäle als Line-Level an. Wie schon geschrieben, können Kopfhörer mit unterschiedlicher Impedanz angeschlossen und die Lautstärke über ein separates Poti eingestellt werden. Auch der Kopfhörerausgang kann das Signal boosten, um es dann zum Beispiel wieder mit einem Eingang zu verbinden. In der Pre-Position interagiert er mit Kanal 3 als Feedback-Kanal, indem er diesen Kanal weiter verstärkt.

An der der Seite des Gehäuses befindet sich ein unscheinbares Trimpoti, das mit einem kleinen Schraubenzieher zu erreichen ist. Dieses Poti stellt die Balance der Lautstärke vom linken und rechten Kanal ein. Insbesondere wenn man das Feedback als Oszillation nutzt, kann hier die gleiche Tonhöhe auf beiden Kanälen justiert werden. Verstimmt man das Gain, so wird das Stereofeld erweitert, beziehungsweise beim gestimmten Gain verengt.

Bast Instruments Bestie

Ideal ist der kleine Mixer natürlich nicht nur für das Studio, sondern auch für unterwegs. Hierfür ist es super, dass man ihn per USB-C oder mit Batterien betreiben kann. Damit ist man noch flexibler. Wenn man mehrere Geräte via USB-Anschluss mit Strom versorgt, kann es sein, dass durch die separate Erdung der versorgten Geräte es bei einigen von ihnen ein Fiepen und Rauschen entsteht, das durch Masseschleifen verursacht wird. Sobald man den Bestie über Batterien laufen lässt, verschwinden lästige Nebengeräusche der Stromversorgung sofort.

Einstellungsmöglichkeiten im Inneren des Bastl Instruments Bestie

Wer auf den Garantieanspruch verzichten kann, findet im Handbuch noch ein paar Möglichkeiten für Hacks im Inneren des Bestie. Hierfür müssen Knöpfe und Schrauben entfernt werde. Man findet im Inneren gelötete Brücken, die gekappt werden können, um das Gain noch weiter zu erhöhen. Für Kanal 1 und 5 ist dies bis zu 35 dB, also dem 55-fachen an Gain, möglich. Dies könnte nötig sein, um Mikrofone direkt an das Mischpult anzuschließen. Die Input-Impedanz bleibt konstant. Um diese Modifikation wieder rückgängig machen zu können benötigt man allerdings einen Lötkolben. Hier wäre eine abziehbare Steckverbindung vielleicht bedienerfreundlicher gewesen. Aber möglicherweise dient diese etwas umständliche Vorgehensweise auch dem Zweck, im Falle eines Defekts direkt erkennen zu können, ob sich jemand am Innenleben des Bestie zu schaffen gemacht hat.

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(10)

Das Feeback-Routing von Kanal 3 kann intern ebenfalls deaktiviert werden. Da sich dies jedoch auch mit dem Stummschalten des Kanals oder mit dem Einstecken eines Steckers deaktivieren lässt, ist diese Option in meinen Augen eher sinnlos. Oder etwas für absolute Spaßbremsen.

Wenn die Kopfhörer nicht genügend Output bekommen, können ebenfalls interne Verbindungen entfernt werden, um das maximale Gain der Kopfhörer zu verdreifachen. Diese Modifikation ist vielleicht für hochohmige Studiokopfhörer oder eine noch stärkere Verzerrung in Maximalstellung interessant. Mit meinen Kopfhörern war die Bestie mehr als laut genug.

Setup-Ideen

Zum Schluss noch ein paar Ideen seitens des Herstellers, wie man den 5-Kanal-Stereo-Mixer in Gebieten einsetzen kann, die weit vom traditionellen Mixen entfernt sind.

Wenn man einen Drumcomputer mit individuellen Ausgängen besitzt, könnte man die Bestie nur für diese Ausgänge, quasi als Submixer, nutzen und so die einzelnen Sounds in die Sättigung fahren. Damit werden die schnödesten Drums zu wilden Industrial-Sounds oder zumindest klanglich etwas angereichert und voller. Über die einzelnen Volume-Potis können nun während der Performance zum Beispiel die HiHat ausgeblendet oder die Kick gepusht werden.

Um die Feedback-Idee noch weiter voranzutreiben, könnte man das Signal über den Kopfhörerausgang durch ein Stereo-Effektgerät schicken und zurück in den Eingang des ersten Kanals führen. So kann das Feedback klanglich im Sound geformt werden. Spannend ist hier sicherlich ein Filter oder Equalizer. Aber auch an dieser Stelle könnten Modulationseffekte wie Chorus oder Delay genutzt werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man sollte allerdings mit dem Volume des Kopfhörerausgangs zunächst recht milde anfangen und ausprobieren, ob sich die Effekte mit dem Signal vertragen.

Bast Instruments Bestie

Auch in Verbindung mit andern Mischpulten ist der Bestie durchaus sinnvoll, wenn man sie zum Beispiel als Sub-Mixer nutzt. Da viele analoge Mischpulte keinen Stereo-Aux-Weg bieten, könnten hierüber einzelne Geräte gemischt und über einen Effekt in das Hauptmischpult geleitet werden. Der Effektanteil pro Instrument kann über das Volume der Bestie und der gesamte Mischanteil dann über das Hauptmischpult geregelt werden.

Splittet man das Signal der einzelnen Instrumente und führt sie in den Bastl Instruments Bestie und in das Hauptmischpult, könnte man seinen ganz eigenen Köpfhörermix einstellen. Der kleine Mixer kann dann direkt vor dem Musiker platziert werden, so dass dieser unmittelbaren Zugriff auf seinen Kopfhörermix hat. Das ist wirklich praktisch.

Ich kann mir der Bestie auch gut für ein mobiles Setup oder natürlich auch im kompakten Studio vorstellen. Mit kompakten Desktop-Synths wie den kleinen Korg Volcas, Pocket Operators oder einer 1010music Blackbox kann nach Belieben gemischt und dann direkt in ein kleines Aufnahmegerät, wie zum Beispiel dem beliebten Tascam DR-05, aufgenommen werden.

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Fazit

Die kleine Bastl Instruments Bestie hat es faustdick hinter den Ohren. Sie erscheint so kompakt und schlicht, aber ihre kompakte und robuste Bauart und ihre zahlreichen Hidden-Features und Einstellmöglichkeiten machen den 5-Kanal-Stereo-Mixer im Miniformat zu einem klangformenden Werkzeug, das mit der Verzerrung ordentlich Sound erzeugen kann. Bis zur abgefahrenen Oszillation und totalen klanglichen Zerstörung kann man mit die Bestie spielen und kämpfen, sie aber auch wieder zähmen. Ein wirklich beeindruckender und gut klingender Mixer.

Ich bin überrascht, dass es in dieser Richtung bisher noch nichts Vergleichbares gab. Ein super kompakter, batteriebetriebener und analoger Mixer, mit zusätzlicher Sättigung oder Verzerrung und trotz seiner kompakten Größe mit zahlreichen unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten. Respekt!

Plus

  • sehr guter Klang
  • super kompaktes Format
  • Batteriebetrieb oder USB-C Stromversorgung möglich
  • Feedback-Kanal
  • Sounds von clean bis Distortion
  • interne Anpassungsmöglichkeiten

Minus

  • intern keine Steckverbinder

Preis

  • 209,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    ollo AHU

    Hui, als analoger Verzerrer für Drums scheint die kleine Kiste durchaus geeignet zu sein. Werde ich mir mal merken.

  2. Profilbild
    E Ford

    Alle Anzeichen deuten darauf hin das hier das englische „bestie“ gemeint ist .. as in „best friend“. Als Verzerrer genutzt macht Bestie natürlich auch Sinn.

    • Profilbild
      sipeng

      @E Ford Das größte Zeichen dürfte wohl sein das es nicht Bastl Instrumente sondern Bastl Instruments heißt.
      😉

      • Profilbild
        DelayDude RED

        @sipeng Ich persönlich hatte mir ehrlich gesagt über den Namen gar nicht so viele Gedanken gemacht. Das kleine Ding klingt als Verzerrer wie eine Bestie, sprich ein wildes Tier. Und ich fand die Vorstellung, dass dieser kleine Mixer sich als wildes Tier, vor dem man Angst hat, ankündigt, irgendwie so naheliegend, dass mir gar nicht in den Sinn kam, dass es sich um den Besten Freund handeln könnte… 😂Und auch der beste Freund kann ja ab und zu eine Bestie sein. So oder so: der Text ist entsprechend geändert und der Sound ist und bleibt geil🤟

  3. Profilbild
    Franz Walsch AHU

    Warum schafft es kein Hersteller bei Kleingeräten Saugfüsse beizulegen?
    So wäre das Gerät viel sicherer zu betreiben.

  4. Profilbild
    BÄM
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