Test: Diezel, Hagen, Gitarren-Vollröhrentopteil

24. Januar 2012

Diezel Hagen

Firmengründer und Diezel-Mastermind Peter Diezel begann in den 80er Jahren mit der Modifikation von Marshall-Amps und wurde damit schnell zum Geheimtipp für alle Soundsüchtigen im Münchener Raum. Zusammen mit Peter Stapfer, einem professionellen Musiker mit marketing- und verkaufstechnischem Gespür, gründete man dann kurze Zeit später die Firma Diezel Amplification und präsentierte 1994 den ersten Diezel-Amp, den VH4. Und obwohl es diesen Amp eher in die Shops in Deutschland und Österreich verschlug, schafften es auch wenige Exemplare über den großen Teich, und so bekamen auch Top-Acts wie Metallica und Guns ’n Roses Wind von der Sache und nutzten diesen Amp für ihre Produktionen. Im Jahre 2002 erschien dann der Diezel „Herbert“ (benannt nach Peter Diezels Vater), welcher ebenso wie auch sein Vorgänger mit einigen Extras wie MIDI-Funktionen und schaltbaren Effektwegen ausgestattet wurde.

Später folgte dann noch weitere Verstärker-Kreationen: „Einstein“, nach dem Namen des Hundes von Peter Diezel benannt, der auf der NAMM 2009 vorgestellte „Schmidt“ für Freunde des bluesigen Sounds und schließlich das aktuelle Modell Hagen, welcher auf der Frankfurter Musikmesse 2011 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde und bereits für einen Test im Amazona-Labor mit den Hufen scharrt!

-- Der Diezel Hagen --

— Der Diezel Hagen —

Aufbau/Features

Das 100 Watt starke, vierkanalige Röhrentop besitzt die Maße von 74 x 29 x 28 cm und ein Gewicht von rund 24 kg. Die Verarbeitung ist perfekt, an allen Ecken des Gehäuses finden sich Kantenschützer aus Metall, und auch der schwarze Tolex-Bezug lässt keinerlei Zweifel an der Roadtauglichkeit dieses Edel-Amps aufkommen. Ein Tragegriff auf der Oberseite dient dem sicheren Transport, auf der Unterseite sorgen vier Gummifüße für einen sicheren Stand auf der Box der Wahl. Diezel selbst bietet im Programm auch Boxentypen mit 1×12″, 2×12″ oder wahlweise 4×12″ Celestion Vintage 30-Speakern an, wobei die 4×12″-Typen bisher nur in einer geraden Ausführung lieferbar sind. Die Frontplatte zieren vierundzwanzig Potis mit weißen Knöpfen, welche zum einen für das Regeln der vier Kanäle zuständig sind, zum anderen aber auch zum Justieren der Endstufen-Parameter Master eins und Master zwei sowie der Klangregelung Deep und Presence.

-- Nett anzuschauen, aber schwierig zu überschauen: die Bedienelemente --

— Nett anzuschauen, aber schwierig zu überschauen: die Bedienelemente —

Jeder Kanal besitzt eine eigene, separate Klangregelung mit Bass, Middle und Treble sowie einen Volume-Regler und ein Poti für die Eingangsempfindlichkeit (Gain). Und obwohl das Layout des Bedienpanels rein optisch betrachtet sehr extravagant rüberkommt, muss man sich wohl erst daran gewöhnen. Denn auf Grund der sehr schmalen Frontplatte wirken sämtliche Potis sehr eng „zusammengerückt“ und verleiten so am Anfang vermutlich zu Fehlgriffen beim raschen Ändern eines Parameters. Angewählt werden die vier Kanäle mit vier Mini-Switches, vier weiter Switches sorgen zum einen für die Belegung des zweiten Master-Reglers, das Zuschalten des schaltbaren Effektweges, das komplette Muten des Amps sowie das Abspeichern der momentanen Konstellation des Amps für den Zugriff über MIDI. Selbstverständlich gibt es auf der Frontplatte, neben der Input-Buchse für das Instrument, auch einen Standby- und Power-Schalter.

Klangbeispiele
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