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Test: Dynacord, CMS 600, Kompaktmischpult

Wie klingt der CMS 600?

Das ist einfach zu formulieren: richtig klasse. Egal, ob ich mein AKG C414 mit Phantomspeisung oder ein SM58 an den Kanälen hängen hatte, es klang stets transparent und offen. Die Vorverstärker haben genug Saft, um mit 90% aller gängigen Mikrofone klarzukommen, das Rauschen befindet sich auf einem höchst erfreulichen „kaum vorhanden“. Die EQs sind von der Frequenz gut gewählt, die Mittenregler trotz fehlender Halbparametrik gut zur Stimmenkorrektur geeignet, wenn auch etwas unflexibel. Das eingebaute Effektgerät steht klanglich ebenbürtig da und ermöglicht eine Vielzahl von überzeugenden Effektkombinationen. Das eingebaute Audio-Interface klingt hochwertig und lief mit meiner Audiosoftware, dem Motu Digital Performer 8, problemlos zusammen.

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Was besonders auffiel

Die Bedienungsanleitung ist in Papierform beigelegt und hervorragend geschrieben. Viele Bilder und Praxistipps erleichtern gerade dem Anfänger das Bedienen.

Die XLR-Buchsen sind von Neutrik und alle Klinkenbuchsen sauber mit Muttern gekontert. 

Das Pult ist offensichtlich für ein langes Leben konzipert, alles ist äußerts sauber verarbeitet und sehr gut durchdacht. Für mich eines der besten Kompaktmischpulte überhaupt, es spielt in der obersten Liga dieser Gerätekategorie.

Das CMS 600 ist zudem ein vollwertiges Audio- UND Midi-Interface: Vier Audiokanäle hinein und vier wieder hinaus lassen schon durchaus interessante Aufnahmemöglichkeiten zu. Das Interface arbeitet mit 24 Bit Wortbreite und sogar bis 96 kHz Samplingrate, ist also kein Spielzeug. Interessanterweise gehen die 96 kHz selbst bei gleichzeitiger Benutzung aller vier Eingangs- wie Ausgangskanäle. Und die Workstation à la Motif oder Kronos oder was auch immer lässt sich über MIDI auch noch mit einbinden. Feine Sache.

Beigelegt ist das Recordingprogramm Cubase LE, mit dem man im Zusammenspiel mit dem CMS 600 im Heimstudio Mehrspuraufnahmen und Mischungen erstellen kann.

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Augenscheinlich ist das CMS 600 eine Powermate 600 ohne Verstärkerblöcke. Wer also separate Endstufen besitzt oder ein größeres System betreiben will, findet hier ein sehr gutes Werkzeug. Derjenige, der alles in einem Gerät will, sollte sich auch die Powermate 600 ansehen und sich zusätzlich den Test meines Kollegen Malte Münster reinziehen.

Was gibt es zu meckern?

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mir auf dem CMS 600 ein „Made in China“ entgegenstrahlte. Von Dynacord war ich es bisher gewohnt, dass die Geräte komplett aus good old Germany waren. Darauf angesprochen, erhielt ich von Dynacord die Rückmeldung, dass lediglich die erste Serie dieses Pultes aus chinesischer Fertigung sei und die Geräte ab Januar 2013 wieder in Straubing produziert werden. Dann will ich das mal so glauben und meine Kritik als „Halb-Meckern“ verbuchen.

Für wen ist der CMS 600 richtig?

Aufgrund der beinahe kinderleichten Bedienung ist der Mixer selbst für Mischpult-Anfänger eine gute Wahl, aufgrund der sehr hohen Qualität hat man an ihm zudem lange Zeit Freude. Fortgeschrittene und Profis werden ihn aufgrund der vielen Möglichkeiten auch schätzen, nur könnten hier die fehlenden durchstimmbaren Mitten stören.

Als Hauptmixer für kleinere Bands/Acts oder auch als Submixer für den Drummer oder Keyboarder kann ich mir ihn gut vorstellen. Für einen Alleinunterhalter reichen die Kanäle allemal. Durch das eingebaute Audio-Interface auf USB-Basis sind zudem auch Livemitschnitte oder Mehrspuraufnahmen im Heimstudio möglich.

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Fazit

Das Pult schreit förmlich: „FASS-MICH-AN“. Es ist logisch aufgebaut und macht durch seine Übersichtlichkeit viel Freude, gerade auch den Anfängern dieser Materie. Der Klang und das Rauschverhalten ist oberklassig, das Effektgerät flexibel nutzbar und weit mehr als nur eine kleine Dreingabe. Der Profi freut sich über die guten Detaillösungen sowie die roadtaugliche Verarbeitung, ein eingebautes Audio- und MIDI-Interface guter Qualität rundet das positive Gesamtbild ab. Nur die etwas wackeligen Potiachsen passen nicht so ganz in das Bild eines „Mini-Audio-Mercedes“.

Plus

  • transparenter Klang der Vorverstärker
  • sehr geringes Gesamtrauschen
  • insgesamt sehr gut verarbeitet
  • 9-bandiger Summen-EQ
  • durchdachte Detaillösungen
  • äußerst vielseitig einsetzbar
  • Audio- und MIDI-Interface guter Qualität (24 Bit/96 kHz)

Minus

  • Potiachsen nicht gekontert

Preis

  • UVP: 1178,- EuroStraßenpreis: 1049,- Euro
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