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Test: Zoom H6 Essential, mobiler Recorder

Was kann die Essential Serie von Zoom?

11. März 2024

Test: Zoom H6 Essential, mobiler Recorder

Im recht überschaubaren Bereich der sogenannten Handheld-Recorder (oder auch Handy-Recorder) hat sich der japanische Hersteller Zoom Corporate seit dem ersten Gerät dieser Klassifikation, dem Modell H4 im Jahr 2006, einen recht guten Ruf erarbeitet. Bis dato gab es hauptsächlich Effektpedale, die eher im Hobbybereich anklang fanden und weitere Modelle wie H1, H2, H4, H5, H6 und H8 folgten. Die meisten davon haben noch ein Upgrade mit einem ‚n‘ nach der Zahl erhalten und der H4 wurde sogar zum H4n Pro. Dazu gibt es auch amtliche Field- und Video-Recorder von Zoom, doch heute wollen wir mal bei der H-Serie bleiben. Denn Zoom hat diese erweitert und die Modelle H1, H4 und H6 den Beinamen Essential verpasst. Ich vermute, eine Essential-Variante des H5 wird noch folgen, auch eine Pro-Version der Essential-Modelle könnte ich mir gut vorstellen. Das Flaggschiff der neuen neuen Serie, der Zoom H6 Essential, wird heute einmal unter die Lupe genommen.

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zoom h6 essential test des mobilen recorders

Zoom Essential-Serie

Das Pegeln gehört mit der Essential-Reihe ab sofort der Vergangenheit an, da alle Geräte nun mit 32 Bit Float aufzeichnen können. Aber das ist natürlich nicht das einzige Upgrade, dies verrät bereits die Optik. Im Vergleich zum Vorgänger fällt direkt auf, dass die Gain-Regler weggefallen sind, ein Lautsprecher verbaut wurde und auch die Anordnung der Bedienelemente umgestaltet wurde. Aber eins nach dem anderen und hier zunächst ein Überblick zu den wichtigsten Spezifikationen des Recorders:

  • bis zu 32-Bit Float,  96 kHz
  • dualer A/D-Wandler
  • 6-Kanal-Mischer
  • austauschbares Mikrofonkapselsystem 3.0 mit 32 Bit Float-Unterstützung (bis zu 135 dB SPL)
  • 4 Eingänge (XLR/TRS-Kombibuchsen)
  • 3,5 mm Kopfhörerausgang
  • 3,5 mm Line-Ausgang
  • Farb-LCD-Bildschirm
  • barrierefreie Bedienung für Menschen mit Sehbeeinträchtigung (akustisch über eingebaute Lautsprecher oder Kopfhörer)
  • 32 Bit Float Audioschnittstelle für PC-, Mac-, iOS- und Android-Geräte über USB-C-Anschluss (6 Eingänge und 2 Ausgänge)
  • über Bluetooth mit drahtlosen Timecode-Geräten synchronisierbar (nur mit Bluetooth-Adapter BTA-1, nicht im Lieferumfang enthalten)

Neue Optik und neue Haptik beim Zoom H6 Essential

Zugegeben, der erste Eindruck nach dem Auspacken war irgendwie etwas enttäuschend. Mal abgesehen vom gewohnt mageren Lieferumfang von Zoom, fühlte sich der H6 Essential direkt etwas leichter und plastikhafter an, als ich es erwartet hatte. Mein alter H4n Pro macht da einen stabileren Eindruck auf mich und liegt auch etwas schwerer in der Hand.

Allerdings fällt mit dem zweiten Blick auch gleich auf, dass eines richtig gemacht wurde. Fangen wir bei den Bedienknöpfen an: Diese bestehen aus Gummi und machen keinerlei Geräusche mehr. Der Aufnahmeknopf ist etwas tiefer verbaut, um ein versehentliches Drücken zu vermeiden. Ebenfalls eine Verbesserung stellen die beiden Drehregler für den Ausgangspegel und zur Menünavigation dar. Der endlose Menüregler ist gerastert und gibt dabei kaum Geräusche von sich. Ein Regler für den Input fällt aufgrund der 32 Bit Float Technologie weg.

Die vier Kombibuchsen, die beiden 3,5 mm Buchsen und auch die USB-C-Buchse machen einen stabilen Eindruck. Die Abdeckung für die microSD-Karte sollte nicht verloren gehen, da sie fest mit dem Gehäuse verbunden ist. Die ansteckbare Mikrofonkapsel ist kinderleicht anzubringen und unterscheidet sich optisch nicht nur von der des Vorgängers, sondern auch von den anderen Essential-Modellen. Das hier mitgelieferte Modell trägt die Bezeichung XYH-6e und kann, im Gegensatz zum vorher verbauten XYH-6 System, den Aufnahmewinkel nicht verändern, unterstützt aber 32 Bit Floating. Die Kapselsysteme älterer Modelle sind offensichtlich nicht mit den neuen kompatibel. Nun gibt es auch Produktfotos von einem Shotgunmikrofon (SSH-6e) und einem Aufsatz mit 2 XLR/TRS-Kombibuchsen (EXH-6e) für weitere Anschlussmöglichkeiten auf der Website zu sehen.

Zum eingangs erwähnten Lieferumfang sei noch erwähnt, dass dieser lediglich aus einem Sicherheitsdatenblatt besteht, wobei man bei Zoom das Kapselsystem schon dazuzählen darf – zu dem jetzt übrigens auch eine Abdeckkappe (bei abgestecktem System) gehört. USB-C-Kabel, Micro SD-Karte, Batterien, BTA-1-Adapter, Windfell und Tragetasche bzw. -koffer müssen extra gekauft werden und sollten auch direkt mit einkalkuliert werden. Wenigstens das Musikhaus Thomann ist so gütig ein Päckchen Batterien beizulegen.

Zum Vergleich: Der H6 kostet ohne Zubehör aktuell noch 225,- Euro und das Bundle mit benanntem Zubehör 449,- Euro. Ein ähnlicher Aufpreis ist dann vermutlich auch für den H6 Essential zu erwarten.

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Zu guter Letzt noch ein paar Informationen zur Frontseite: Hier wurde der An/Aus-Schalter mit Sperrfunktion umplatziert und auch der BTA-1-Anschluss befindet sich hier. Das Gehäuse macht auf mich den Eindruck, als gäbe es bald so etwas wie einen Umhängegurt als Zubehör.

Die Frontseite des Zoom H6 Essential

Welche Anschlüsse besitzt der Zoom H6 Essential?

Die Anschlüsse des H6 Essential bestehen aus 4 XLR/Klinke-Kombibuchsen zum Anschluss externer Monoquellen wie Mikrofone oder Instrumente und jeweils einen 3,5 mm Stereo-Line- und Kopfhörerausgang. Außerdem gibt es zur Stromversorgung einen USB-C-Eingang. Ein weiterer Anschluss ist der Steckplatz für das mitgelieferte Kapselsystem. Für die Befestigung drückt man die Arretierung auf der Oberseite nach oben und schiebt die Abdeckung nach vorne. Hat man die Abdeckung entfernt, muss man das Mikrofon nur noch in die Führung schieben bis es einrastet.

Alle Anschlüsse im Überblick

Bedienkonzept des mobilen Recorder – jetzt auch für Menschen mit Sehbeeinträchtigung

Das Bedienkonzept des Zoom H6 Essential ist identisch zu seinen Vorgängern, was nicht nur für vertraute Nutzer erfreulich ist. Die Beschriftungen und Bezeichnungen sind alle eindeutig und selbsterklärend, das Menü übersichtlich und minimalistisch gehalten. Hier findet sich jeder mit etwas Basiswissen an Mikrofon- und Aufnahmetechnik zurecht. Für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung ist es möglich, sich eine Audioanleitung und Signaltöne über die Lautsprecher und die Kopfhörer ausgeben zu lassen. Hier lässt sich entweder beides (ENG + Beep) oder nur die Signaltöne (Beep only) aktiveren.

Jedes Menü ist direkt sicht- und auch hörbar

Das neue Display mit Wellenformanzeige

Auch das Display des H6 Essential hat etwas mehr zu bieten als der Vorgänger. Auf ihm werden permanent die Wellenformen der jeweiligen Eingänge angezeigt – in der Farbe Weiß während des Monitoring und Rot während der Aufnahme. Oberhalb der Wellenformanzeige gibt es eine Leiste mit einem Stop-/Aufnahmesymbol, aktiver und verbleibender Aufnahmedauer sowie einer Batterieanzeige.

Im unteren Teil befindet sich die Menüleiste mit den Kategorien Dateiliste, Eingang, Ausgang, Aufnahme, SD-Karte, USB und Systemeinstellungen. Während der Aufnahme erscheinen hier die Optionen Marker setzen, Ausgang und Löschen. Beim Abspielen wiederum ist die Leiste mit den Menüs für Dateiliste, Loop, Ausgang (hier lässt sich normalisieren und die Abspielgeschwindigkeit ändern), Export (und konvertieren) sowie Löschen. Die Menüführung erfolgt über das Navigationsrad zusammen mit dem Bestätigungsknopf auf der rechten Seite und lässt sich ganz entspannt mit einem Daumen bedienen.

Die neue Wellenformanzeige des H6 Essential

Der Zoom H6 Essential in der Praxis

Sehr ungewohnt war zu Beginn tatsächlich das fehlende Einpegeln. Eigentlich kein Wunder, gehört es ja schließlich zum gewohnten Aufnahmeprozess dazu. Es gibt aber selbstverständlich einen integrierten Mixer der sich schnell über das Hauptbedienfeld aufrufen lässt und bei dem man zwischen Pre- und Post-Mixer wählen kann.

Neben (k)einem Gain-Regler gibt es nun auch keinen Kompressor und keinen Limiter mehr. Zudem fehlt auch eine Auto-Rec- und Backup-Rec-Funktion sowie Metronom und Tuner. Daher kommt wahrscheinlich auch der Name Essential. Die Bluetooth-Funktion konnte ich aufgrund des fehlenden BTA-1-Adapters leider nicht testen. Allerdings ist es auch nur mit einem iOS-Gerät möglich den H6 Essential über eine App fernzusteuern.

Wie von den Vorgänger-Modellen bereits gewohnt, ist selbstverständlich auch der H6 Essential als Audiointerface nutzbar. Hier stehen alle verfügbaren Eingänge bereit und können wahlweise als Mono- oder Stereodatei zusammengefasst werden. Die Einrichtung und Erkennung erfolgte problemlos und unkompliziert. Auch die Datenübertragung über USB-C stellte kein Problem dar. Für beide Optionen klickt man im Hauptmenü auf „USB“ und wählt zwischen Datei-Transfer oder Audiointerface aus. Als Interface ausgewählt kann man nun zwischen Stereo- oder Multitrackaufnahmen, zwischen Audio-I/F + Aufnahme oder nur Audio-I/F wählen und ob die Stromversorgung über USB oder Batterie erfolgen soll. Sehr positiv aufgefallen ist die schnelle Einsatzbereitschaft im Vergleich zu meinem H4n Pro, das dauerte beim H6 Essential nur maximal 2 Sekunden.

Das mitgelieferte Kapselsystem mit größeren Membranen

Der Mixer des H6 Essential

Qualität und Nachbearbeitung der 32 Bit Float Aufnahmen

Ein wichtiger Punkt vorneweg: Hat man seine 32 Bit Float Aufnahmen in seine DAW geladen, kann es sein, dass man immer noch Übersteuerungen sieht und hört. Die Daten, die uns bei geringerer Bittiefe und einem Clipping verloren gehen, sind bei 32 Bit Float noch vorhanden und können ganz einfach über eine Absenkung des Gain-Reglers in der DAW wiederhergestellt werden. Die Wellenformen mögen zwar immer noch abgeschnitten aussehen, klanglich gibt es aber keine Verzerrungen. Auch leise Signale spielen keine Rolle mehr, da sich der Pegel problemlos anheben lässt, ohne das Grundrauschen zu verstärken – so der Hersteller.

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Zoom H6essential
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Kundenbewertung:
(4)

Für die Klangbeispiele hatte ich eine Aufnahme zusammen mit dem mitgelieferten Mikrofon, einem Rode NT5 und einem Shure SM7B (ohne Vorverstärker!) gemacht. (Vielen Dank an meine befreundete Songwriterin IOANA, die sehr früh und vor allem spontan zur Aufnahme bereit stand.) Die Aufnahmen mit dem Kapselmikrofon musste ich generell zwischen +18 dBFS und +24 dBFS anheben, das NT5 in diesem Fall um +16 dBFS und das SM7B um satte +42 dBFS. Das SM7B hätte man sogar noch etwas mehr anheben müssen, aber dann hätte sich das Eigenrauschen zu stark bemerkbar gemacht.

Oben das leise Signal des SM7B, darunter das des NT5 

Somit hatten alle Aufnahmen einen Wert zwischen -20 und -23 LUFS. Auch die Atmo-Aufnahmen habe ich problemlos um 24 dBFS anheben können, hier ist der LUFS-Wert natürlich wesentlich geringer. Im Vergleich klingt das Kapselmikrofon durch die Anordnung etwas räumlicher, die Abstände waren in etwa gleich. Die größeren Membranen des Kapselmikrofons machen sich übrigens auch recht deutlich bemerkbar. Mein erster Eindruck war, dass hier die Bässe etwas stärker betont werden als beispielsweise bei einem H4n Pro. Ob das nun besser oder schlechter ist, liegt zum einen am Eingangssignal und zum anderen natürlich am gewünschten Ergebnis.
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Fazit

Der Zoom H6 Essential hat ein paar tolle und sinnvolle Upgrades erfahren: 32 Bit Float Technologie und die gummierten Bedienelemente sind eine praktische Veränderung zu den Vorgängermodellen. Auch der Audioguide ist lobenswert. Ansonsten ist alles wie gewohnt: Eine ordentliche Aufnahmequalität, ausreichend Anschlüsse, geringes Gewicht und eine einfache Menüführung machen die Zoom Handy Recorder weiterhin zu soliden Einsteigermodellen, die sich teilweise auch im professionellen Bereich nutzen lassen.

Ein wirklich großer Negativpunkt ist allerdings das fehlende Zubehör. Zumindest eine microSD-Karte und ein Case zum Schutz sollten nicht fehlen. Eine echte Alternative zum H6 Essential wäre der Tascam Portacapture X6, der ebenfalls mit 32 Bit Float aufzeichnet. Es bleibt abzuwarten, ob die Bezeichnung Essential tatsächlich auch weitere, professionellere Modelle folgen lässt.

Plus

  • 32 Bit Float Aufnahme
  • einfache Bedienung
  • sehr schnell einsatzbereit
  • über USB zur Datenübertragung und als Interface nutzbar

Minus

  • Lieferumfang
  • weniger Funktionen als das Vorgängermodell
  • mitgeliefertes Aufsteckmikrofon ohne Winkeleinstellung
  • Bluetooth-Kopplung nur mit iOS-Geräten möglich

Preis

  • 329,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    ollo AHU

    Der große Nachteil bei meinem H5 ist, dass das gummierte Gehäuse leider extrem klebrig geworden ist, ähnlich wie die Bedienelemente vom Microbrute. Daher sind gummierte Elemente und Oberflächen bei mir mittlerweile ein Minuspunkt, weil man nie weiß, wie klebrig die nach 2-3 Jahren werden.

    Die Einsatzbereitschaft von 2 Sekunden beim neuen Gerät ist sehr gut, mein H5 braucht ewig, bis der aufnahmebereit ist und nachdem eine Aufnahme beendet wurde, braucht der auch wieder eine gefühlte Minute, bis es weitergehen darf. Das nervt.

    • Profilbild
      MatthiasH

      @ollo Mein alter H6 hat sich dank Soft-Touch-Beschichtung nach einigen Jahren in so dermaßen klebrigen Schleim zerlegt, dass ich ihn in meiner Verzweiflung komplett auseinandergebaut habe (dabei noch ein Flexkabel am Display abgerissen) und ihn über Weihnachten in einer Plastiktüte mit Isopropanol eingeweicht habe – in der Hoffnung, dass es das Zeug irgendwie anlösen würde. Tat es nicht; Klebschleim noch da, Display teuer ausgetauscht. Mööp.

      • Profilbild
        schwarzMatt

        @MatthiasH Ich kapier es nicht?! Nachdem in den 90gern die Autoind ustrie damit baden gegangen ist, machen das manche Hersteller heute IMMER noch?! Mööp ist der passende Ausdruck!

      • Profilbild
        Bave the Dutcher

        @MatthiasH Ich hab dafür eine Lösung gefunden: 3 Teile Wasser, einTeil Essigessenz 25% ( gibts im Drogeriemarkt) mit einem dicken Mikrofasertuch abreiben. Wirkt Wunder. Minibrute sauber, Klebrige Modwheels sauber, Haushaltsgeräte sauber.

    • Profilbild
      ollo AHU

      @Franz Walsch Das tritt, weshalb auch immer, nicht bei allen auf. Beim Microbrute ist die Anzahl an klebenden Geräten wohl relativ hoch, bei anderen tritt das seltener auf.

      Ich habe hier noch so eine Billig-Taschenlampe, die klebt nochmal mehr als alles andere, vielleicht teste ich da mal die ganzen Tipps.

      • Profilbild
        Bave the Dutcher

        @ollo Meiner Meinung nach tritt das Phänomen eher bei Oberflächen auf, die schlecht belüftet sind und im eigenen Dunst garen. Geräte in cases und unter Abdeckungen sind stärker betroffen als frei lagerndes Plastik. Ich hab sogar meine mpc live1 mit essigwasser (siehe oben) abgerieben und bin happy.

        • Profilbild
          ollo AHU

          @Bave the Dutcher Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Der Zoom H5 ist immer in seinem Case wenn er nicht gebraucht wird und auch der Microbrute ist die meiste Zeit in seiner Verpackung.

  2. Profilbild
    falconi RED

    https://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/klebriger-kunststoff-wie-softtouch-oberflaechen-wieder-glatt-werden-a-ce432a1d-7724-478e-8805-3a865eb84581

    Bei mir betroffen waren/sind ein älterer Matrixbrute (Bedienknöpfe) und alle sog. „Super-ODM“-Plattenspieler und DJ CD-Player des chinesischen Lohnfertigers Hanpin (Stanton, Numark, Synq, Reloop, Pioneer …), vor allem deren Unterschale und einige Bedienelemente. Klebrige Computer-Periphie gibt es auch zuhauf – diese am besten nicht kaufen, wenn die Oberfläche nach Soft Touch aussieht oder sich so anfühlt.

    Ich habe gute Erfahrungen mit Orangenterpen-basierten Reinigern und Isopropanol gemacht, leider aber nur nach wiederholter Anwendung („alle halbe Jahre“) in Form einer „gründlichen Abreibung „mit einem nur leicht befeuchteten fusselfreien Mikrofaser-Lappen. Abnehmbare Bedienknöpfe sollte man eine halbe Stunde lange in lauwarmem (nicht heißem, die verformen sich…) Spüliwasser einweichen lassen und aufpassen, dass sie nicht im Ausguss verschwinden. Lieber keine Spülmaschine verwenden.

    Nach einigen Jahren dieser „Anwendungen“ verschwindet das Phänomen, vermutlich, weil die Weichmacher oder der Soft Touch-Lack selbst komplett verschwunden sind. Zurück bleibt eine eher unschöne, billig wirkende, Kunststoffoberfläche, die zwischen matt und glänzend chargiert. Aber immer noch besser als klebrig.

    Aceton (im Spiegelartikel kurz erwähnt) würde ich von allen diesen Geräten fernhalten. Wenn doch einmal etwas Aceton auf ein Display tropft, kann man den Schaden mit Polierpaste wieder beseitigen, am besten, ohne die Paste in die Ränder um das Display zu reiben.

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