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Test: Zoom H4n Pro, Handheld Recorder


Mobiles Aufnehmen im Pro-Format

Was macht man, wenn man ein an sich sehr gut laufendes Produkt hat und in Sachen Kaufanreiz noch mal eine Schippe drauflegen möchte? Man setzt die immer wieder gerne verwendete Ergänzung „Pro“ an die Produktbezeichnung und vermittelt dem Käufer das Gefühl, jetzt zu den „Profis“ zu gehören. So nun auch geschehen beim Zoom H4n, der nun im neuen Gewand als Zoom H4n Pro auftritt. Ob es allerdings ausreicht, nun mehr seinen Lebensunterhalt mit dem Gebrauch dieses Gerätes zu bestreiten, was die Bezeichnung Profession ja definiert, wird sich zeigen.

Erster Eindruck

Auch wenn das arg strapazierte und mittlerweile kaum noch zu ertragende „Unboxing“ einen im Netz verfolgt wie die Werbeflyer des lokalen Supermarktes deinen Briefkasten, so kommt man leider doch nicht umhin, dem ersten Eindruck eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Das in China zusammengebaute Produkt erscheint in einem stabilen Kunststoffcase, das die üblichen Abnutzungserscheinungen an Gehäuse und Elektronik zeitlich nach hinten verschieben wird. Leider sind jedoch keine Scharniere im Klappmechanismus verbaut, so dass es wahrscheinlich nur eine Frage von ein paar hundert Knickvorgängen sein wird, bis die Laschen brechen werden. Schade.

Der Zoom H4n Pro

Der Zoom H4n Pro

Ansonsten finden sich in der Verpackung außer besagtem Case zwei Handbücher und ein Satz AA-Batterien, das war es. Nichts für ungut, auch wenn sich der Handheld Recorder mit einem Ladenpreis von 222,- Euro im unteren preislichen Segment aufhält, zumindest eine SD-Karte muss in der Grundausstattung mit an Bord sein, da sich das Produkt sonst überhaupt nicht betreiben lässt. Weiterführende Artikel wie Netzteil, Windschutz, USB-Kabel, Adapter, Handschlaufe etc. wären natürlich ebenso gut gewesen. Kauft man sich diese Artikel nämlich nachträglich hinzu, schnellt der Abgabepreis in Windeseile über die 300,- Euro Marke. Ok, der Ehrlichkeit halber muss man anmerken, dass der Zoom H4n Pro zumindest über die Download-Lizenzen für Cubase LE und Wavelab LE verfügt.

Der Zoom H4n Pro - Frontseite

Der Zoom H4n Pro – Frontseite

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    gutzufuss

    Endlich ein portabler Audiorecorder, an dem man nicht nur 2 externe Mikros anschließen, sondern diese auch gleichzeitig mit den eingebauten Mikros nutzen kann.
    Kann es sein, dass dies der einzige Handheldrecorder ist, der das beherrscht?

  2. Profilbild
    Franz Walsch •••

    Das mit der hörbaren Verstellung der Lautstärke wertet den Nutzen des Gerätes deutlich ab.»Pro« ist das nicht. Aber mit der Fernbedieung »ZOOM RC4« kann man diesen Fehler ausbügeln.
    Ich störe mich bei dem Gerät, wie auch beim »ZOOM F4« und auch anderen Geräten neuerer Bauart am Display. Die Darstellung erinnert mit seinen groben Pixeln sehr an 80er Jahre Spielkonsolen. Jedes »Mobile Telefon« hat ein besseres Display und so teuer kann das heute auch nicht sein.
    Die Farbdisplays vom »ZOOM H6 & ZOOM F8« zeigen was möglich ist.
    Das es auch preiswerter und besser geht zeigt der »ZOOM H1« Recorder, der dieselbe Audioengine wie der H4 hat. Auch bei diesem Gerät sind die Mikrofone mehr als brauchbar und eine Phantomspeisung lässt sich via »Saramonic SmartRig+« nachrüsten. Für mich die bessere Wahl.

  3. Profilbild
    Stephan M. RED

    Fehlende SD-Karte finde ich Jammern auf hohem Niveau, die findet man auch nicht bei Camcordern und Digitalkameras. Beim H2n sind 2 GB bei und was will man damit? Zudem finde ich bis auf den Rauschabstand kein Argument im Text das für den neuen spricht. Es stimmt übrigens nicht, dass andere Rekorder nicht schneller wären. Der LS-P2 von Olympus kann mühelos im Standby-Modus über Wochen verbleiben, ein Druck auf die Rec-Taste aktiviert ihn binnen Sekunden. Gleichzeitig vier Spuren aufnehmen kann auch der H2n, allerdings über Mini-Klinke, sowie Roland R26 und bei Tascam geht das wohl auch. Ist immer die Frage was man machen will, Pro ist auch längst kein Zeichen für Professionalität mehr, wer anständige Mikros hat wird ohnehin jenseits der 1.000 Euro für einen Rekorder ausgeben oder sich fürs Studio einen ordentlichen Mic-Preamp leisten. Neuerungen im Mobile Recording fehlen seit Jahren.

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