Test: Sony PCM-D100, Mobiler Recorder

4. Mai 2015

Record the world

Die Welt der mobilen Recorder wird derzeit vor allem durch alle erdenklichen iOS-Produkte durcheinander geworfen. Mikrofon kaufen, auf das iPhone oder das iPad stecken und schon geht es los. Verarbeitung und Qualität sind meist passabel bis gut, aber wer größere Anwendungen plant, weitergehende Funktionen sucht oder einfach nicht auf Apple-Geräte zurückgreifen kann oder möchte, für den gibt es weiterhin die richtigen mobilen Hardware-Recorder. Der Sony PCM-D100 ist genau solch eine Aufnahmemöglichkeit und den haben wir mal genauer unter die Lupe genommen.

Sony PCM-D100

Sony PCM-D100

Aufbau

Der Sony PCM-D100 wird in einer großzügigen Verpackung geliefert und nach dem Öffnen des Kartondeckels liegt das Gerät dann vor einem, fast wie auf Samt gebettet. Aber gut, lassen wir die Verpackung schnell hinter uns, der eigentliche Recorder ist ja das Interessante. Rein optisch und auch in haptischer Sicht hat die Verpackung allerdings keinen falschen Eindruck vermittelt, denn relativ schnell wird klar, dass es sich beim D100 um einen Recorder der besseren Art handelt. Die Verarbeitung ist sehr gut, das Gerät liegt mit knapp 400 Gramm zwar relativ schwer, dafür aber auch sicher in der Hand seines Besitzers. Glücklicherweise lässt er sich aber ohne Weiteres auf einen Mikroständer schrauben, das bietet sich bei längeren Sessions auch auf alle Fälle an. Das rund 15,0 x 5,0 x 2,5 cm große Gehäuse besteht aus einem Aluminium/Kunststoff-Mix.

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Auf der Vorderseite des Recorders prangt ein rund 5,0 x 3,5 cm großes monochromes Display mit manueller Aktivierung der Beleuchtung, was alle Informationen zur Aufnahme und die wichtigsten Funktionen klar und deutlich darstellt. Ein solches monochromes Display mag zwar nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen, aber letztlich lässt es sich damit sehr gut arbeiten. Unterhalb des Displays befinden sich alle wichtigen Bedienelemente, die man in der Praxis benötigt. Dazu gehören die Transporttasten Rec, Pause, Stop, Forward, Rewind und weitere Elemente zum Anwählen von Funktionen. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Bedienung des PCM-D100 ist sehr einfach und intuitiv. Alle Funktionen sind klar und deutlich zu erkennen, für den Anfang hilft das rund 100 Seiten umfassende deutsche Handbuch. Handbücher in weiteren Sprachen liegen bei. Zum Lieferumfang gehören ein Windschutz, eine passende Softtasche, USB-Kabel , Fernbedienung sowie die Software Sound Forge Audio Studio LE.

Klangbeispiele
Forum
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    Franz Walsch  AHU

    Die kleinen Anschlüsse disqualifizieren den Recorder für mich aus der Profiliga. Ich kenne die vielen Probleme mit Buchsendefekten leider zu genau. Außerdem sind diese Anschlüsse generell messtechnisch auch nicht die beste Wahl. Auch schränkt es die Auswahl an externen Mikrofonen sehr stark ein. Aus meiner Sicht war der letzte Profi-Recorder der »SONY TCD-D10 PRO II«.
    Die Mikrofonanordnung im Taserdesign mutet auch etwas seltsam an. Kein X/Y, sondern irgendetwas außerhalb der Norm. Außerdem ist der »DSD-Recording-Modus« nur eingeschränkt zu nutzen, denn ich kenne keine frei käufliche DAW mit der man das aufgezeichnete Signal weiter bearbeiten oder schneiden kann. Also muss jedesmal als erstes gewandelt werden. Wie sinnlos und schade, denn wenn es die Software dazu geben würde, könnte man sich eigene SACDs herstellen. Aber das will die Industrie ja nicht. Auch sei jedem Hi-Res-Fan vorher der aufschlussreiche Hörvergleich DSD & PCM (24bit/176,4 kHz) den es hier: http://old...../index.htm gibt empfohlen. Wer damit leben kann …

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    Markus Galla  RED

    Mich verwundert etwas die Aussage zum Stereobild. Bei den Hörbeispielen wird in der 90° Stellung auf meiner Studio-Abhöre alles hart links gepannt abgebildet. Bei 120° wechselt alles auf die rechte Seite. Bei 0° sind weder Stimme noch Piano zu 100 Prozent in der Mitte. Auch mit einem Kopfhörer lässt sich das nachvollziehen. Wie war denn die Position des Recorders zur Schallquelle, dass sich das so drastisch äußert? Einen Fehleinstellung hier lässt sich ausschließen, da andere Testsignale richtig abgebildet werden. Oder war das Absicht?

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    Stephan M.  RED

    Ich hatte auch vor längerer Zeit überlegt, meinen Olympus LS-100 gegen den SONY zu ersetzen, mich aber aufgrund der fehlenden XLR-Eingänge dagegen entschieden. Mir gefällt zwar das Klangbild geringfügig besser, beim damaligen Einstandspreis von um 900 Euro allerdings stand diese Verbesserung nicht in Relation zum Mehrwert. Auch wenn Auflösung und Digitalanschlüsse ein Alleinstellungsmerkmal sind, ist die Frage, ob man beides zwingend benötigt. Wer keine PC-Kenntnisse hat und ein Gerät für alles sucht und sich das Geld für externe Mikrofone sparen möchte, findet hier einen tollen Allrounder. Aber für Musiker dürften die Einschränkungen der Anschlussmöglichkeit und fehlende Mehrkanalaufzeichnung doch stärker ins Gewicht fallen, zumal doch die meisten einen Computer nutzen und somit die Daten direkt weiterverarbeiten. Dann fallen auch die Digitalanschlüsse als Vorteil weg.

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      Stephan M.  RED

      Update: Inzwischen liebäugele ich mit dem Kauf des PCM-D100 und kann einige Punkte von SONY gar nicht verstehen und verstehe noch weniger, warum diese nicht bei vielen Rezensionen zur Abwertung führen, vielleicht habe ich auch was übersehen. Los geht’s mit dem Netzteil AC-ES608K, das zumindest hierzulande nicht beiliegt, aber auch nicht mehr erhältlich ist. Ich vermeide Nachbau- oder Ersatznetzteile, zumal Sony doch sonst nicht knauserig bei teurem Sonderzubehör ist. Als Weiteres der Batteriekasten, auch den finde ich nicht nachkaufbar und hier gehört eigentlich ein zweiter ins Paket. Dass Akkus wenn auch unzeitgemäß nicht im Gerät geladen werden können wäre noch verschmerzbar, aber schnell die Stromversorgung umstellen hätte schon was. Mit der Mini-Klinke kann ich mich arrangieren, wird eben der Mixer mit einem hochwertigen Kabel angeschlossen. Eine mögliche Signalverwirbelung sollte spätestens nach der MP3-Kompression nicht mehr auffallen.

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    Steppenwolf  

    Wenn man per Line-In in DSD Qualität aufnimmt ist der PCM-D100 richtig, richtig genial, selbst wenn man später von DSD in üblicheres 44.1kHz/16bit WAV konvertiert. Es ist auf meiner jahrelangen Suche bisher der einzige Handheld Recorder mit dem man ungelogen in so guter Audioqualität aufnehmen kann dass Mastering quasi überflüssig wird. Da können weder Olympus LS-100 noch andere gängigere Handheld Recorder mithalten. Tascam und Zoom bieten zwar günstige Alternativen an die ebenfalls gute Resultate liefern, allerdings gehen die sämtlich derart schnell kaputt und beherbergen von Haus aus derart häufig Defekte dass man die beiden Marken lieber gänzlich vermeidet. Und die Geräte von Roland überzeichnen generell die Höhen, was das aufgenommene Material ohne Nachbearbeitung unangenehm klingen lässt.

    Der 3.5mm Eingang tut der Klangqualität übrigens absolut keinen Abbruch, VORAUSGESETZT man verwendet gescheite Kabel und befasst sich mit den Unterschieden zwischen den verschiedenen Adapterkabeln ein wenig.

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