Test: Sony PCM-D100, Mobiler Recorder

Zur Bedienung: Mit Hilfe des Home/Back-Buttons gelangt man ins Menü bzw. kann dort innerhalb der Ordnerstruktur stets eine Ebene zurück navigieren. Angewählt wird mit Play, links/rechts und oben/unten mit den entsprechenden Cursor-Tasten. Das Menü ist teilweise sehr verschachtelt, aber auf alle Fälle sinnvoll angeordnet. Die zwei Buttons F1 und F2 lassen sich frei mit jeweils einer Lieblingsfunktion belegen, ganz wie der Benutzer es wünscht. Die aufgezeichneten Dateien lassen sich in verschiedenen Ordnern ablegen. Nach Anschluss an den Computer kann man hierauf zugreifen und zur weiteren Verwendung auf die Festplatte kopieren.

Für längere Sessions lässt sich der PCM-D100 auch auf einen Mikroständer montieren

Für längere Sessions lässt sich der PCM-D100 auch auf einen Mikroständer montieren

Optischer Hingucker des Sony Recorders sind natürlich die beiden Mikrofonkapseln, bei denen es sich um Elektret-Kondensatormikrofone handelt. Laut Hersteller liegt der Frequenzbereich bei 20 Hz – 20 kHz, der maximale SPL liegt bei 128 dB. Die beiden Kapseln können auf drei unterschiedliche Positionen gestellt werden, je nachdem für welchen Zweck man den Recorder einsetzt. Neben der klassischen 90 Grad Anordnung lassen sich die Kapseln auch im Winkel von 120 Grad nach außen drehen sowie beide parallel nach vorne ausrichten. Im Handbuch werden dazu einige Tipps gegeben, wie und wann man welche Position auswählen sollte.

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Anschlüsse

Auf der rechten Seite des Gehäuses hat der Hersteller die Tasten Hold, Power On/Off und Light zur manuellen Aktivierung der Display-Beleuchtung untergebracht. Ebenso befindet sich hier ein kombinierter analoger/digitaler (optischer) Line Eingang, ein 3,5 mm Klinke-Mikrofoneingang sowie ein Drehrad zur Einstellung der Eingangsempfindlichkeit. Klappt man den silbernen Rahmen dieses Drehrads nach außen, erscheint ein weiteres Drehrad, mit dem man die Balance zwischen rechtem und linkem Kanal einstellen kann – sehr schön.

Auf der linken Seite des Recorders befindet sich ein wiederum kombinierter analoger/digitaler (optischer) Line- sowie ein in der Lautstärke regelbarer Kopfhörerausgang. Ebenso ein kleiner Schieberegler, der zwischen Mic- und Line-Level umschaltet, sowie ein weiterer Regler, mit dem sich das eingehende Signal um 20 dB absenken lässt. Hier befinden sich auch die Anschlüsse für USB und für das nicht zum Lieferumfang gehörende externe Netzteil. Der Recorder lässt sich allerdings auch mit vier handelsüblichen AA-Batterien betreiben. Der Hersteller gibt die Nutzungsdauer mit rund 10 Stunden an (WAV, 24 Bit/192 kHz).

Klangbeispiele
Forum
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    Franz Walsch  AHU

    Die kleinen Anschlüsse disqualifizieren den Recorder für mich aus der Profiliga. Ich kenne die vielen Probleme mit Buchsendefekten leider zu genau. Außerdem sind diese Anschlüsse generell messtechnisch auch nicht die beste Wahl. Auch schränkt es die Auswahl an externen Mikrofonen sehr stark ein. Aus meiner Sicht war der letzte Profi-Recorder der »SONY TCD-D10 PRO II«.
    Die Mikrofonanordnung im Taserdesign mutet auch etwas seltsam an. Kein X/Y, sondern irgendetwas außerhalb der Norm. Außerdem ist der »DSD-Recording-Modus« nur eingeschränkt zu nutzen, denn ich kenne keine frei käufliche DAW mit der man das aufgezeichnete Signal weiter bearbeiten oder schneiden kann. Also muss jedesmal als erstes gewandelt werden. Wie sinnlos und schade, denn wenn es die Software dazu geben würde, könnte man sich eigene SACDs herstellen. Aber das will die Industrie ja nicht. Auch sei jedem Hi-Res-Fan vorher der aufschlussreiche Hörvergleich DSD & PCM (24bit/176,4 kHz) den es hier: http://old...../index.htm gibt empfohlen. Wer damit leben kann …

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    Markus Galla  RED

    Mich verwundert etwas die Aussage zum Stereobild. Bei den Hörbeispielen wird in der 90° Stellung auf meiner Studio-Abhöre alles hart links gepannt abgebildet. Bei 120° wechselt alles auf die rechte Seite. Bei 0° sind weder Stimme noch Piano zu 100 Prozent in der Mitte. Auch mit einem Kopfhörer lässt sich das nachvollziehen. Wie war denn die Position des Recorders zur Schallquelle, dass sich das so drastisch äußert? Einen Fehleinstellung hier lässt sich ausschließen, da andere Testsignale richtig abgebildet werden. Oder war das Absicht?

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    Stephan Merk  RED

    Ich hatte auch vor längerer Zeit überlegt, meinen Olympus LS-100 gegen den SONY zu ersetzen, mich aber aufgrund der fehlenden XLR-Eingänge dagegen entschieden. Mir gefällt zwar das Klangbild geringfügig besser, beim damaligen Einstandspreis von um 900 Euro allerdings stand diese Verbesserung nicht in Relation zum Mehrwert. Auch wenn Auflösung und Digitalanschlüsse ein Alleinstellungsmerkmal sind, ist die Frage, ob man beides zwingend benötigt. Wer keine PC-Kenntnisse hat und ein Gerät für alles sucht und sich das Geld für externe Mikrofone sparen möchte, findet hier einen tollen Allrounder. Aber für Musiker dürften die Einschränkungen der Anschlussmöglichkeit und fehlende Mehrkanalaufzeichnung doch stärker ins Gewicht fallen, zumal doch die meisten einen Computer nutzen und somit die Daten direkt weiterverarbeiten. Dann fallen auch die Digitalanschlüsse als Vorteil weg.

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      Stephan Merk  RED

      Update: Inzwischen liebäugele ich mit dem Kauf des PCM-D100 und kann einige Punkte von SONY gar nicht verstehen und verstehe noch weniger, warum diese nicht bei vielen Rezensionen zur Abwertung führen, vielleicht habe ich auch was übersehen. Los geht’s mit dem Netzteil AC-ES608K, das zumindest hierzulande nicht beiliegt, aber auch nicht mehr erhältlich ist. Ich vermeide Nachbau- oder Ersatznetzteile, zumal Sony doch sonst nicht knauserig bei teurem Sonderzubehör ist. Als Weiteres der Batteriekasten, auch den finde ich nicht nachkaufbar und hier gehört eigentlich ein zweiter ins Paket. Dass Akkus wenn auch unzeitgemäß nicht im Gerät geladen werden können wäre noch verschmerzbar, aber schnell die Stromversorgung umstellen hätte schon was. Mit der Mini-Klinke kann ich mich arrangieren, wird eben der Mixer mit einem hochwertigen Kabel angeschlossen. Eine mögliche Signalverwirbelung sollte spätestens nach der MP3-Kompression nicht mehr auffallen.

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    Steppenwolf  

    Wenn man per Line-In in DSD Qualität aufnimmt ist der PCM-D100 richtig, richtig genial, selbst wenn man später von DSD in üblicheres 44.1kHz/16bit WAV konvertiert. Es ist auf meiner jahrelangen Suche bisher der einzige Handheld Recorder mit dem man ungelogen in so guter Audioqualität aufnehmen kann dass Mastering quasi überflüssig wird. Da können weder Olympus LS-100 noch andere gängigere Handheld Recorder mithalten. Tascam und Zoom bieten zwar günstige Alternativen an die ebenfalls gute Resultate liefern, allerdings gehen die sämtlich derart schnell kaputt und beherbergen von Haus aus derart häufig Defekte dass man die beiden Marken lieber gänzlich vermeidet. Und die Geräte von Roland überzeichnen generell die Höhen, was das aufgenommene Material ohne Nachbearbeitung unangenehm klingen lässt.

    Der 3.5mm Eingang tut der Klangqualität übrigens absolut keinen Abbruch, VORAUSGESETZT man verwendet gescheite Kabel und befasst sich mit den Unterschieden zwischen den verschiedenen Adapterkabeln ein wenig.

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