Test: EastWest Stormdrum 2 V 1.0.56

4. Juni 2008

EastWest Stormdrum 2

Lange angekündigt im Zusammenhang mit anderen Paketen, die sich mit der neuen und hauseigenen PLAY-Engine ausgestattet sehen, hat nun auch der legitime Nachfolger des EastWest QuantumLeap Pakets Stormdrum das Licht der Welt in einer käuflichen Form erblickt. Das Vorgängerpaket ist eine von denjenigen Klangbibliotheken, die ich persönlich für zeitlos und trendunabhängig einstufe und so ist davon auszugehen, dass EastWest trotz des Autarkiebestrebens hinsichtlich der Bedienungsoberfläche die Philosophie von Stormdrum in Stormdrum 2 – The Next Generation integriert und damit ein Paket erzeugt hat, das weder die erste Ausgabe ersetzen noch in Konkurrenz dazu treten soll. Inwieweit ihnen das nach meiner Einschätzung gelungen ist, möchte ich in einigen Sätzen schildern und mit einigen ausgesuchten Audiobeispielen belegen.

Die Freischaltung erfolgt mittels eines auch hier NICHT im Lieferumfang enthaltenen iLok-Keys, welche sich aber wie immer als unproblematisch herausstellt.

Grundsätzliche Dinge zur PLAY-Engine lesen Sie bitte in den Tests über Ministry Of Rock und Voices Of Passion nach, ich gehe hier nur auf die Besonderheiten und Bedienelemente von SD2 ein.

-- Der Player --

— Der Player —

Beginnend mit einem Round Robin Rest Button, mit dem notfalls immer auf das Start Sample geschaltet werden kann, kommen wir gleich zu einer Stereo Spread Control, mit deren Hilfe das Klangbild des Outputs im Stereobild gestaucht oder gespreizt werden kann.

Ein 6-Pole Low Pass Filter mit den Einstellmöglichkeiten Frequency und Resonance steht ebenso zur Verfügung wie eine Reverb Control-Einheit. Das Besondere an dieser Reverb Control ist die Einstellmöglichkeit des Predelays, die wir in den meisten anderen PLAY-Oberflächen nicht vorfinden.

Mit Sensivity können Sie die Wirkung von Velocity auf die geladenen Samples einstellen und eine AHDSR-Hüllkurve sorgt für einen gewünschten Klangverlauf.

Mit diversen MIDI-CC-Befehlen lassen sich noch bei geschickter Kanalaufteilung und Controllerzuweisungen Bewegungen in das Klangbild hinsichtlich Positionierung, Lautstärke, Filterung und weiterer Funktionen bewerkstelligen.

Eine überschaubare, aber doch in ihren Optionen gut ausgestattete Bedienungsoberfläche, anders kann man es nicht sehen, denke ich.

Für die vorerst bequemen Anwender, die erst an ihren Aufgaben wachsen (irgendwie zähle ich mich auch zu dieser Gruppe, zumindest die Bequemlichkeit betreffend), hält das Gesamtpaket so genannte MIDI Performance Files bereit, von denen ich reichlich Gebrauch gemacht habe, bevor ich eigene Versuche gestartet habe. An diesen Beispielen lässt sich im Zusammenhang mit entsprechend geladenen Instrumenten schon eine Menge der Schaffenskraft von SD2 verdeutlichen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich habe zwar nur SD 1 aber was hier geschrieben wirdüber SD 1 stimmt 100%tig. Ein wirklich zeitloses Produkt das fantastisch klingt.
    Schade das es kein upgrade für SD 1 User gibt.
    Für ihr Orchesterprodukt bietet Eastwest so etwas an.

    PTC

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      a.jungkunst  AHU

      EWQL hat einiges Upgrades auf die PLAY-Engines angekündigt, wobei SO in allen Varianten nun den Anfang darstellt. Die Problematik eines nicht möglichen Upgrades besteht nur bei Produkten, die ganz oder teilweise mit NI Intakt als GUI arbeiten, weil diese Funktionalität von PLAY nicht bereitgestellt wird.

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    AMAZONA Archiv

    Das ist doch aber kein Grund SD 1 usern nicht SD 2 günstiger anzubieten. Ich benutze für SD 1 Kontakt 2 und das klappt wesentlich besser als die Intakt GUI.
    Es liegt nunmal in der Entwicklung das sie für SD 2
    Midifiles benutzen anstatt Loops. Na und ? Wenn man ein Upgrade bekäme könnte man SD 1 weiter benutzen wie bisher. Wo ist das Problem ?

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      a.jungkunst  AHU

      SD2 ist kein Upgrade, es ist auch kein Folgeprodukt, es ist eigenständig und teilt sich nur die grundlegende Philosophie mit SD1. Das war von vornherein klar, es ist keine Expansion im Sinne der SO XP-Erweiterungen (die es auch nicht günstiger gab). Die Lizenzgeschichte für die Verwendung der NI-GUI lässt auch nicht zu, die Produkte zu koppeln. Das ist aber meine persönliche Ansicht, Beschwerden bitte direkt an EW ;-) , das müssen wir Autoren ebenso "schlucken" wie der Endanwender.
      Viele Grüße AJU

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