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Test: GEWA PP-3, Stagepiano

Top Einsteigerpiano

1. März 2023
gewa pp-3 test

GEWA PP-3, Stagepiano

Die Firma GEWA kennt man u. a. von ihren tollen E-Drumsets, die wir hier auf AMAZONA.de bereits mehrfach im Test hatten. Im Tastenbereich bietet das Unternehmen mit Sitz in Adorf schon länger Digitalpianos fürs Wohnzimmer an, im portablen Bereich ist das heutige Testgerät, das GEWA PP-3, das erste Produkt.  Wir haben uns das Piano aus dem Einsteigerbereich einmal näher angeschaut.

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GEWA PP-3 – ein mobiles Stagepiano

Rein klanglich gesehen setzt GEWA die Messlatte beim PP-3 recht weit oben an, denn laut Website des Herstellers verfügt das PP-3 über die gleichen Samples wie die deutlich teureren GEWA Digitalpianos. Natürlich gehört zum passenden Klangbild auch stets das entsprechende Lautsprechersystem – und zum Spielerlebnis auch die Tastatur -, aber die Erwartungshaltung ist auf alle Fälle entsprechend hoch. Doch werfen wir zunächst einen Blick auf das äußere Erscheinungsbild des Pianos sowie die technischen Daten.

gewa pp-3 test

Das Outfit des GEWA PP-3 kann man sicherlich als minimalistisch bezeichnen. Das Piano ist komplett in Schwarz gehalten und verfügt lediglich über sieben beleuchtete Taster sowie einen Drehregler, der für die Lautstärke zuständig ist. Beim Blick auf die Feature-Liste des Pianos wird dann relativ schnell klar: Hier wird vermutlich mit diversen Doppelfunktionen gearbeitet.

Das aus Kunststoffgehäuse macht einen sehr stabilen Eindruck und ist einwandfrei gefertigt. Beeindruckend ist das geringe Gewicht, denn dieses liegt beim PP-3 bei lediglich 14,8 kg. Innerhalb des Hauses, in der Musikschule oder mit zum Auftritt transportieren, artet beim portablen GEWA Piano also glücklicherweise nicht in Schwerstarbeit aus. Aufgrund der Tatsache, dass die Bedienoberfläche des PP-3 nur sieben Tasten zieren, bleibt ein Großteil der mattschwarzen Oberfläche frei. Links und rechts am äußeren Rand lockern lediglich die zwei Lautsprecher das Design auf. Insgesamt wirkt das PP-3 zurückhaltend und edel.

GEWA PP3 test

Die Bedienoberfläche des PP-3 – der Aufkleber rechts lässt sich entfernen

Tastatur und Anschlüsse

Laut GEWA wurde die beim PP-3 zum Einsatz kommende Tastatur eigens für das Piano entwickelt. Die gewichtete Hammermechanik mit 88 Tasten macht eine sehr gut Figur und lässt sich wunderbar spielen. Sie bietet einen guten Grip und agiert sehr dynamisch, toll. Die Gewichtung fällt zwar nicht allzu stark aus, bietet aber auch anspruchsvolleren Spielern einen passenden Spielpartner.

gewa pp-3 test

Bei den rückseitigen Anschlüssen gibt es keine allzu großen Überraschungen. Betrieben wird das GEWA PP-3 mit einem externen Netzteil. Als Audioausgänge dienen zwei 6,3 mm Stereoklinkenbuchsen, eine als Line-Ausgang, die zweite zum Anschluss eines Kopfhörers. Viele Hersteller setzen den Kopfhörerausgang auf die Vorderseite, was im Alltag tatsächlich praktisch ist, denn so muss man das Anschlusskabel für den Kopfhörer nicht quer über das Piano ziehen. Mit einem entsprechend langen Kabel lässt sich dieses Problem aber unkompliziert umgehen. Darüber hinaus bietet das Piano zwei Pedalanschlüsse, beide in Form von 6,3 mm Klinkenbuchsen. Sie dienen zum Anschluss einem Soft/Expression-Pedal bzw. Sostenuto/Sustain-Pedal. Abgerundet wird die Anschlusssektion mit einem AUX-Eingang (3,5 mm Klinke) und einem USB-Anschluss zur Verbindung mit einem Computer.

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Wie lässt sich das GEWA PP-3 bedienen?

Das PP-3 von GEWA lässt sich sowohl direkt am Piano als auch über die kostenlos erhältliche „GEWA Piano Remote“-App bedienen. Über die App, die für iOS und Android erhältlich ist, geht dies natürlich sehr komfortabel, aber auch am Piano kommt man nach etwas Übung als Ziel. Sounds auswählen geht im Direktmodus durch Drücken der vier Sound-Buttons.

GEWA PP3

Diese sind mit Piano, E-Piano, Strings und Choir sowie Organ und Others beschriftet und hinter jedem Button verstecken sich jeweils mehrere Preset-Sounds. Während man bei anderen Pianos durch mehrmaliges Drücken durch die einzelnen Einträge einer Sektion steppt, hat GEWA dies beim PP-3 anders gelöst: Zunächst wählt man die gewünschte Sektion durch Tastendruck. Danach muss kurz die Shift-Taste gedrückt werden. Leuchtet diese, sind die Funktionstasten F1-F4 (Soundkategorien) für die Funktionen

  • vorheriger Sound
  • nächster Sound
  • nächste Kategorie
  • Metronom Start/Stop

zuständig. So lässt sich dann durch die einzelnen Sounds des Pianos schalten. Etwas unübersichtlich ist diese Vorgehensweise schon, denn es gibt keinerlei optische Rückmeldung, in welcher Kategorie man sich befindet, geschweige denn, welcher Sound als nächstes kommt. In diesem Fall ist die App tatsächlich die komfortablere Alternative für die Bedienung. Auch weil man über die App vier Favoritenklänge festlegen kann, die auf die vier Sound-Buttons gelegt werden können und auch ohne aktive Verbindung zur App erhalten bleiben.

gewa pp-3 test

Die eingangs vermuteten Doppelfunktionen bei der Bedienung des GEWA PP-3 sind damit auch ausgeschöpft, denn weitergehende Funktionen, wie beispielsweise ein Tastatur-Split, lassen sich ausschließlich über die App steuern. Direkt am Piano geht dies nicht. Auch das Anlegen von Layern (mit individuellem Tastaturbereich, Velocity-Werten und Oktavierung) ist nur über die App umsetzbar.

Wie klingt das GEWA PP-3?

Der erste Eindruck trügt beim GEWA PP-3 glücklicherweise nicht, denn das Piano klingt bei den im Fokus stehenden Sounds, also akustischen und elektrischen Pianos, außerordentlich gut. Das PP-3 profitiert hier ganz klar von seinen größeren Digitalpiano-Brüdern, denn man greift hier auf die gleiche 256 Stimmen umfassende Klangerzeugung zurück.

Die vier akustischen Pianos des PP-3 klingen sehr lebendig und bieten für diese Preisklasse ein hohes Maß an Authentizität. In Kombination mit der verbauten Smart-Touch-Tastatur lassen sich die Sounds sehr dynamisch spielen. Die vier Klavier-Presets klingen recht unterschiedlich, so dass man mit dem Piano ein großes Einsatzgebiet abdecken kann. Während Piano 1 schön rund und warm klingt, bieten die restlichen Variationen entweder einen knackigeren Sound mit mehr Obertönen, der sich super für dichtere Band-Arrangements anbietet, oder einen etwas dunkler abgestimmten Klang.

gewa pp-3 test

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den elektrischen Pianos. Auch hier gibt es wieder vier unterschiedliche Variationen, zwei Rhodes-Sounds, ein DX-Piano und einen Wurlitzer-Klang. Auch hier kann das PP-3 durchaus glänzen und bringt die Sounds mit hoher Qualität ans Ohr, super.

Die restlichen Sounds des GEWA PP-3 verteilen sich auf Klänge der Kategorien Strings, Pads, Mallets und Chor. Qualitativ definitiv nicht auf demselben Niveau wie die A- und E-Pianos, als Ergänzung und zum Layern aber ausreichend.

Gewa PP-3
Gewa PP-3
Kundenbewertung:
(6)

Lautsprecher und Lieferumfang

Das 2x 20 Watt starke Lautsprechersystem des GEWA PP-3 sorgt für einen schönen druckvollen Sound, der zwar etwas an Bassfundament vermissen lässt, ansonsten aber stimmig klingt und auch ausreichend Lautstärke produziert. So lässt sich das Piano auch bei Proben, kleineren Auftritten oder Vorführungen in Musikschulen ohne zusätzliche Beschallungsanlage nutzen.

GEWA PP3

Das bereits erwähnte externe Netzteil, das zum Betrieb des GEWA PP-3 notwendig ist, liegt dem Piano bei. Ebenfalls findet man im Karton des Pianos einen Notenständer und ein ordentliches Haltepedal. Software-Beigaben wie DAWs, Plug-ins oder Klavierlern-Software sind im Lieferumfang des PP-3 nicht enthalten.

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Fazit

Das GEWA PP-3 ist ein sehr gutes Stagepiano des Einsteiger-Bereichs. Vor allem klanglich kann das Piano voll überzeugen, bietet es doch vor allem im Hinblick auf die im Fokus stehenden Sounds akustischer und elektrischer Pianos eine hohe Qualität. Dazu kann es mit seinen Sounds ein großes Einsatzgebiet abdecken.

Die Optik und das Bedienfeld des PP-3 sind auf das Wesentliche reduziert, dennoch kommt man in der Regel zielsicher zur gewünschten Funktion. Alternativ lässt sich das Piano auch per App steuern, was den Vorteil hat, dass alle Funktionen deutlich komfortabler über den Touchscreen des Smartphones gesteuert werden kann. Dazu bietet die App weitergehende Features an, die direkt am Piano nicht verfügbar sind.

Alles in allem hat GEWA mit dem PP-3 ein sehr interessantes Piano entwickelt, das sich sein sehr gute Wertung redlich verdient hat.

Plus

  • Soundqualität
  • Tastatur
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Preis

  • 599,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    ctrotzkowski

    :-) das Bedienkonzept zur Sound Auswahl erinnert mich an die Touchfeld-Bedienung unseres Induktions-Herds…. erstmal das richtige Kochfeld auswählen, dann mit Sondertaste plus/minus rumötteln… aber die Nudelsosse wirft schon längst mit Vulkanlava…..

    • Profilbild
      Sven Blau AHU

      @ctrotzkowski „… aber die Nudelsosse wirft schon längst mit Vulkanlava…..“ wie geil, muss ich mir unbedingt merken :D

  2. Profilbild
    Maximilian

    Der Sound von Piano 1 ist echt beeindruckend. Hätte ich jetzt nicht erwartet. Wahrscheinlich auch ne klassische Fatar Hammermechanik drin. Kann man eigentlich nichts falsch machen.

    • Profilbild
      Gero van Apen

      @Maximilian hi Maximilian, die Tastatur ist eine Eigenentwicklung von GEWA, Zitat:

      Das PP-3 ist mit unserer proprietären GEWA Smart Touch-Tastatur ausgestattet. Bei der Entwicklung dieser 88er-Hammermechanik-Klaviatur haben wir sorgfältig darauf geachtet, dass sie perfekt auf die verwendeten Soundsamples abgestimmt ist.

      Was ich bemerkenswert finde:

      Die hochwertige Klaviatur verfügt über ein zusätzliches großartiges Feature: Das User Calibration Tool ermöglicht die Feinabstimmung der Empfindlichkeit jeder einzelnen Taste, ganz nach Ihren Vorlieben.

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