TEST: JBL Control 2P

9. Februar 2009

Volle Kontrolle...

Die Vorgänger der Control 2P von JBL sind schon seit längerem zur Legende geworden: Die JBL Control 1. Axel Breitung, Produzent von DJ BOBO und diversen anderen international erfolgreichen Top-Acts, hat fast alle seiner Hits auf einem Setup von Control 1 mit einem SubWoofer gemischt, wenn das keine Referenz ist.
Nicht nur deswegen, sondern auch weil sich JBL einen Namen mit verschieden Lautsprechern für die unterschiedlichsten Anwendungen gemacht hat, waren die Erwartungen beim Auspacken doch recht groß.

Frontansicht

Frontansicht

Der erste Eindruck

Die Boxen werden paarweise ausgeliefert. An eine der Boxen wird das Netzteil und die Klangquelle angeschlossen, die andere Box wird über ein Verbindungskabel von der ersten versorgt. Bei dem „Master-Speaker“, so nennt JBL die aktive Box, gibt es drei Möglichkeiten Audioquellen anzuschließen: Zunächst stehen unsymmetrische Cinch-Buchsen zur Verfügung. Diese Option bietet sich vor allem für den gehobenen Video-Schnitt an, da man hier nicht immer professionelle Soundkarten zur Verfügung hat. Aber auch eine Verwendung in Museen könnte davon profitieren. Für die professionelleren Ansprüche stellt das Gerät eine XLR/Klicke-Combo-Buchse zur Verfügung. Über die Neutrik-Anschlüsse lassen sich also (digitale) Mischpulte und Soundkarten/Interfaces der gehobeneren Klasse symmetrisch anbinden. Als Eingangspegel erwartet die Box +4 dBu an den symmetrischen Anschlüssen und 0dBu (was bekanntermaßen -2,21 dBV entspricht) an den auch als RCA bekannten Cinch-Buchsen. Umschaltbar sind diese Empfindlichkeiten nicht. Als Frequenzgang wird vom Hersteller 80 Hz- 20 kHz angegeben, der maximale Schalldruckpegel liegt bei 115 dB (SPL) beim Paar und 111 dB (SPL) beim Master-Speaker alleine. Die Trennfrequenz, mit der die beiden Membrane angesteuert werden, beträgt 4,2 kHz. Mir erscheint diese Trennfrequenz etwas hochgegriffen, auch im Hinblick auf die Boxengröße, denn hier (2-4 kHz) liegt die Hauptempfindlichkeit des Ohres. Klangliche Unsauberkeiten werden hier aller Erfahrung nach am ehesten auffallen. Die Lautsprecher werden an 35 Watt betrieben.
Seitlich, bei dem großen Lautstärkeregler, befindet sich am Master-Speaker ein Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinke).

Inbetriebnahme

Eingangsseitig ist der Master-Speaker für seine Größe recht umfangreich ausgestattet. Um so verwunderlicher empfand ich die Tatsache, dass für die Verbindung des „Extension-Speaker“ nur ein Klinkenkabel beilag, das an einem Ende offenen Kontakte besitzt. Eine andere Anschlussmöglichkeit als über die (wie im HiFi-Sektor immer noch üblich) roten und schwarzen Klemmen ist bei der Extension-Box nicht vorgesehen. Einen mobilen Einsatz, den JBL zweifelsohne für dieses Boxenpaar ebenfalls im Fokus hat, macht das nicht unbedingt komfortabel: offene Kontakte, die herausrutschen können oder durch Schmutz an Kontaktfähigkeit verlieren könnten, sind nach meiner Erfahrung nicht unbedingt roadtauglich. Da sollte die Devise sein: „Case auf, 1-2 Stecker rein – lasst uns froh und munter sein.“ Selbst für den mobilen Recording- und Präsentationssektor gelten solche Regeln. Je nach gewähltem Raum und Aufstellungsort kann eine leichte Klangkorrektur der Boxen nötig sein. Hier bietet das Control 2P-Pärchen einen HF-Adjust-Schalter, mit dem das klangliche Verhalten den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden kann.
Als Anwendungsbeispiel sieht JBL (laut Bedienungsanleitung) Recording/Videoproduktion, Unterhaltungsinstallation (Wohnzimmer/DVD-Player), A/V-Präsentation oder die Verwendung mit elektronischen Musikinstrumenten.

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